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Veröffentlicht am 02.10.2022

Pendeln kann so schön sein

Das Wunder von Bahnsteig 5
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Alltagsprobleme verziert mit pointierten Äußerungen und sehr liebenswürdigen Charakteren beschreiben diesen Roman gut. Ich bin von der Story sehr angetan. In der Handlung geht es um den Alltag von sechs ...

Alltagsprobleme verziert mit pointierten Äußerungen und sehr liebenswürdigen Charakteren beschreiben diesen Roman gut. Ich bin von der Story sehr angetan. In der Handlung geht es um den Alltag von sechs unterschiedlichen Figuren, welche alle denselben Zug auf dem Weg nach London nehmen. Dabei kreuzen sich aufgrund verschiedener Ereignisse ihre Wege. Herrscht am Anfang noch viel Reserviertheit und Vorurteilsdenken wird dieses bald der Vergangenheit angehören. Denn alle Personen haben ein Geheimnis oder eine Last, welche sie mit sich herumtragen. Werden sie es schaffen ihre Probleme zu lösen? Oder zerbrechen einige an ihrer Last?

Die einzelnen Charaktere sind sehr differenziert und sind die tragenden Säulen der Geschichte. Da ist zum einen Iona, eine Journalistin, stets offen und direkt und die heimliche Chefin der ungewöhnlichen Zugreisetruppe. Piers ist ein typischer Banker, welcher im Laufe der Handlung so einiges von seinem wahren Charakter durchblicken lässt. Er war mein persönlicher Liebling in der Story und ich hatte mich gerade am Anfang schwer in ihm getäuscht. Ebenfalls zu nennen sind die anderen wesentlichen Charaktere: Sanjay, Emma Martha sowie David. Sanjay macht auch im Laufe der Geschichte eine interessante Entwicklung durch, was mir sehr imponiert hat. Die Spannung zieht sich aus der Entwicklung der einzelnen Personen und im Laufe der Geschichte gibt es einen interessanten Wendepunkt.

Der Aufbau der Story ist sehr stringent und wird nur durch kurze Zeitsprünge unterbrochen, welche aber nicht den Lesefluss stören. Der Schreibstil der Autorin ist direkt, flüssig und sehr locker. Als Besonderheit in dem Roman ist eine Karte der Zugstrecke mit den an den Haltestellen und den einsteigenden Personen zu nennen. Gerade das Zusammenspiel der einzelnen Figuren ist das große Plus dieses Romans. Sie wirken sehr lebensnah und ich könnte mir vorstellen einzelnen eventuell früher in meinen Pendelzugfahrten in Ansätzen selbst schon einmal begegnet zu sein. Das Fazit ist sehr positiv. Liebevoll mit einer Portion Humor versehen kann ich diesen Roman nur wärmstens jedem ans Herz legen, welcher eine Wohlfühlgeschichte erleben möchte.

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Der Kampf um Leben und Tod

The Atlas Six
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Durch Zufall bin ich über die NetGalley-Challenge auf dieses Fantasy-Epos aufmerksam geworden. Ich bin insgesamt aber nicht so ganz überzeugt worden. Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Erkennbar ist eine ...

Durch Zufall bin ich über die NetGalley-Challenge auf dieses Fantasy-Epos aufmerksam geworden. Ich bin insgesamt aber nicht so ganz überzeugt worden. Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Erkennbar ist eine Zeichnung, welche den Umlaufbahnen von Planeten ähnelt. Der Klappentext ist sehr allgemein gehalten und weist lediglich auf die Hauptprotagonisten hin. In der wesentlichen Handlung geht es um den Kurator Atlas Blakely, welcher von einer geheimnisvollen Bibliothek beauftrag wurde die talentiertesten Magier auszuwählen, um die alten Geheimnisse dieser zu studieren bzw. zu lösen. Dabei kommt es zu einem Kampf auf Leben und Tod zwischen den Protagonisten. Wer wird es schaffen die Geheimnisse zu lösen bzw. wer wird am Ende das Opfer sein? Die wesentlichen Protagonisten der Handlung sind bereits im Klappentext vorgestellt worden. Da sind zum einen Libby Rhodes und Nico de Varona, zwei begnadete Magier von der New York School of Magic, die Telepathin Parisa aus Paris sowie der Empath Callum Nove aus London, Tristan Caine der Sohn eines Londoner Verbrechersyndikats, sowie die Naturalistin Reina Mora aus Tokio. Am einprägsamsten hat sich mir dabei Callum präsentiert, welcher sehr zynisch und selbstverliebt daherkommt aber so der Handlung die notwendige Würze verleiht. Der Aufbau der Geschichte ist am Anfang etwas verwirrend aber im Verlaufe der Zeit kann der Leser der Handlung gut folgen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr jungendorientiert. Mir persönlich war der Schreibstil etwas zu abgehakt und jugendlich, was vielleicht an meiner Person liegt. Als Zielgruppe des Romans kommen vor allen Dingen jüngere Leser in Frage. Insgesamt war die Geschichte mir etwas zu oberflächlich gestaltet und mir fehlte an einigen Passagen der notwendige Tiefgang. Auch wirkten die Protagonisten oft etwas infantil und ich hatte das Gefühl, das die Ausarbeitung dieser nicht komplett erfolgt ist. Das Fazit ist sehr gemischt. Interessant vom Ansatz der Story, aber mäßig in der Umsetzung. Insgesamt bin ich von diesem Fantasy-Roman nur mittelprächtig unterhalten worden.

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Der Weg nach Amerika

Die Straße der Hoffnung
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“Die Straße der Hoffnung” macht nahtlos da weiter, wo “Der Faden der Vergangenheit” aufgehört hat. Wir begleiten wieder Abigail und Melody auf einer spannenden Reise. Abigail ist die Hauptprotagonistin ...

“Die Straße der Hoffnung” macht nahtlos da weiter, wo “Der Faden der Vergangenheit” aufgehört hat. Wir begleiten wieder Abigail und Melody auf einer spannenden Reise. Abigail ist die Hauptprotagonistin in der Vergangenheit, welche ab dem Jahr 1844 geschildert werden. Melody, eine Nachfahrin von Abigail, begleiten wir im Jahr 2018. Melody recherchiert über das Leben von Abigail und kommt ihr durch ihre Tagebücher näher.

Abigail tritt die große Reise nach Amerika mit Oliver an, sie lassen England und die Vergangenheit hinter sich. Doch schon bald werden sie eines Besseren belehrt und müssen erkennen, dass sie die Rechnung ohne Sir Laurence gemacht haben.

Melody ist aktuell von der gesamten Situation überfordert, die Nachforschungen über Abigail wühlen sie sehr auf und auch läuft ihre Beziehung zu Dan nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat.

Der Roman wird somit auf zwei Zeitebenen erzählt, hinzu kommen mehrere Perspektiven aus denen berichtet wird. Das Erzähltempo ist folglich recht hoch und es wird kaum langweilig. Die Sprache ist dem Roman angepasst. Insgesamt ist der Lesefluss recht hoch, einzig durch den vielen Beschreibungen im “Amerika-Teil” kamen ein paar Längen vor. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Der Roman ist voller Rätsel und krimineller Elemente, dadurch kommt zusätzliche Spannung auf.

Themen des Romans sind: Neuanfang, Liebe & Familie, aber auch krankhafte Liebe und Eifersucht, sowie homosexuelle Liebe und Arbeitsbedingungen von Fabrikarbeitern.

Insgesamt hat mir auch der zweite Teil der Hampton-Hall-Trilogie gut gefallen, man sollte aber auf jeden Fall den ersten Band zuvor lesen. Ich freue mich das der dritte Teil “Die Heimat des Herzens” schon erschienen ist und ich schon recht bald wieder Abigail und Melody begleiten kann.

Ein Roman für alle Liebhaber von Familiensagas mit spannenden Elementen. Ich bin sehr gespannt, wie es im dritten Teil weitergeht.

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Die Schatten der Vergangenheit

Gold Coast - Ein Ort voller Lügen. Maßlose Gier. Mehr als nur Rache
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Immobilienrausch in einem ehemaligen gemütlichen Ort und ein ehemaliger Reporter erkennt seine ehemalige Heimat nur noch entfernt wieder. Ich bin von dem spannend geschriebenen Thriller angetan gewesen. ...

Immobilienrausch in einem ehemaligen gemütlichen Ort und ein ehemaliger Reporter erkennt seine ehemalige Heimat nur noch entfernt wieder. Ich bin von dem spannend geschriebenen Thriller angetan gewesen. In der Story geht es um den Journalisten Martin Scarsden welcher in seinem Heimatort Port Silver zurückkehrt, um dort mit seiner Lebensgefährtin Mandy ein neues Leben zu beginnen. Leider findet er seine Freundin mit blutbefleckten Händen neben der Leiche eines Mannes, welchen er noch aus seiner Jugend gut kennt. Schnell hat sich die örtliche Polizei auf Mandy als Täterin eingeschossen. Doch Martin gibt nicht auf und sein journalistischer Spürsinn lässt ihn auch nicht im Stich. Wird er es schaffen Mandy zu entlasten und den Mord aufzuklären? Schwierig wird es da bald ein noch viel größeres Ereignis seine Schatten vorauswirft. Die Hauptfigur Martin ist Journalist durch und durch und lebt für seinen Beruf. Hat er auch in der Vergangenheit oft persönlichem Rückschlage in seiner Arbeit erfahren treibt ihn die Liebe für die Recherche und die Aufdeckung von Unrechten Ereignissen immer wieder an. Martin wirkt öfters etwas narzisstisch was eventuell auch mit seiner schwierigen Kindheit zusammenhängen könnte. Aber insgesamt konnte ich mich gut mit dem Hauptprotagonisten gut identifizieren. Als wesentliche Nebenfiguren können neben Mandy das Backpacker-Pärchen Royce und Topaz, die Surferin Jay Jay, der Immobilienmogul Tyson St. Clair sowie der Constable Montifore genannt werden. Gerade Montifore entwickelt sich zu einem guten Gegenspieler von Martin da dieser mit ihm persönlich nicht auf einer Wellenlänge liegt. Im Laufe der Geschichte kommt es zu einigen interessanten Dialogen und Konfrontationen und der Leser ist geneigt die Sympathie an einigen Stellen auch mal für den Gegenpart des Hauprotagonisten Partei zu ergreifen. Die Handlung spielt im Australien der heutigen Zeit im Bundesstaat Queensland und wird durch einige Zeitsprünge in die Vergangenheit von Martin unterbrochen. Da diese Zeitsprünge aber der Aufklärung der Ereignisse dienen stören sie den Lesefluss überhaupt nicht. Der Schreibstil des Autors ist dialogorientiert, flüssig und er schafft es die Landschaft der Handlung sehr gut zu beschreiben. Die Spannung der Handlung wird gut durch die Erzählung gestrafft und findet in Etappen ihre Aufklärung. Als Besonderheit in dem Roman ist eine Karte der Handlungsorte von Port Silver zu nennen. Das Fazit ist positiv. Spannend und mit viel australischem Flair versehen ist dieser Thriller für alle Anhänger von Geschichten aus fernen Welten und spannenden Orten genau das richtige

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Mord im Künstlerviertel Schwabing

Das wahre Motiv
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Mit viel historischem Fachwissen und einer wundervoll detailliert erzählten Story habe ich diesen Krimi genossen. Ich bin von der bedachten und intelligenten Ermittlungsstrategie des Wilhelm Gryszinski ...

Mit viel historischem Fachwissen und einer wundervoll detailliert erzählten Story habe ich diesen Krimi genossen. Ich bin von der bedachten und intelligenten Ermittlungsstrategie des Wilhelm Gryszinski erneut sehr begeistert gewesen. In der Story geht es um die Leiche eines jungen Mannes, welcher in einem Kunst-Atelier tot aufgefunden wird. Gerade die Drapierung der Leiche hatte etwas Grausames, aber auch künstlerisches. Bald wird ein weiterer junger Mann in einem anderen Stadtteil von München tot aufgefunden. Schon bald steht das Künstlerviertel Schwabing unter Verdacht. Wer steckt hinter den Morden? Ein Trittbrettfahrer oder gar ein großer Star der Münchener Künstlerszene? Oder ist die Sache gar politischer Natur?

Alsbald geht das Gerücht in der Stadt um, dass der berühmte Londoner Mörder “Jack the Ripper“ in München Station gemacht haben soll. Gryszinski und sein Team müssen schnellstmöglich handeln um weitere Taten zu verhindern. Eine spannende Jagd nach den Tätern beginnt. Die Hauptfigur Gryszinski überzeugt erneut durch seine stoische ruhige, aber sehr auf die Fakten fokussierte Art. Er ist sehr interessiert an den aufkommenden neuen Kriminaltechniken, um den Tätern stets den berühmten Schritt voraus zu sein. Gleichzeitig hat er einen „Narren“ an der bayerischen Küche gewonnen und er genießt die kulinarischen Köstlichkeiten dieser für ihn vor kurzer Zeit noch fremden Welt in allen Zügen. Für mich ist dieser Ermittler eine sympathische und interessante Persönlichkeit und ich kann mich sehr gut mit ihm identifizieren. Als weitere interessante Personen in der Erzählung sind neben seiner Frau Sophie, erneut seine oft brummige aber auf ihre Weise liebenswerte Haushälterin Aloisia Brunner, seine Kollegen Johann Voglmeier und Konrad Eberle zu nennen. Gerade Aloisia Brunner ist mein absoluter Liebling in der Erzählung. Stets um das kulinarische Wohl der Familie Gryszinski besorgt schafft sie es immer wieder, Hilfe zur Aufklärung der Fälle zu leisten. Der Aufbau der Geschichte ist sehr stringent und wird nicht durch Zeitsprünge unterbrochen. Die Handlung spielt in München des Jahres 1895 und ist damit gut einordbar. Gerade die sehr bildhafte, lebendige und flüssige Sprache der Autorin sorgt für ein sehr gutes Lesegefühl. Die Leser tauchen in das München des 19. Jahrhunderts ein und ich hatte die einzelnen Szenen bildhalft vor mir. Auch die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse werden von der Autorin sehr diskret und trotzdem spannend mit der fiktiven Story verwoben. Das Fazit ist sehr positiv. Spannend und historisch sehr gut erzählt ist diese Krimireihe ein absolutes Muss für alle Freunde von schöner und lebendiger Leseunterhaltung. Ich hoffe alsbald erneut einen Fall von Freiherr von Gryszinski lesen zu dürfen.

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