Platzhalter für Profilbild

Erdbaerchen

Lesejury-Mitglied
offline

Erdbaerchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Erdbaerchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2021

Kennst du deine Familie wirklich?

Herzgrab
0

Auch im neuen Jahr geht es spannend weiter.

Diesmal habe ich das Ehepaar Elena und Peter Gerink kennen gelernt. Sie arbeitet als Privatdetektivin, er beim BKA.
Elena erhält den Auftrag den verschwundenen ...

Auch im neuen Jahr geht es spannend weiter.

Diesmal habe ich das Ehepaar Elena und Peter Gerink kennen gelernt. Sie arbeitet als Privatdetektivin, er beim BKA.
Elena erhält den Auftrag den verschwundenen Vater von Monica Del Vecchio zu finden.
Peter ermittelt in einem Vermisstenfall, nämlich ist auch Monicas Tante Teresa Del Vecchio verschwunden.

Wer die Reihe um Marteen S. Sneijder und Sabine Nemez kennt wird hier womöglich ein wenig enttäuscht sein. Der Leser wird zwar mit allerhand Todesfällen konfrontiert, jedoch nicht abgeschwächter Form. Die Brutalität hält sich also in Grenzen.
Zudem ist die Familientragödie so verworren, dass ich jedem empfehle die Beziehungen der einzelnen Personen mitzuschreiben. Ich habe mich am Ende fast nicht mehr ausgekannt wer mit wem wie zusammenhängt.
Anfangs beginnt die Geschichte in Wien zu spielen. Da ich den 1. Bezirk selbst sehr gut kenne, konnte ich mir ein genaues Bild vom Schauplatz machen. In Florenz wurde es dann schon etwas schwieriger. Schade, dass der Autor auf die zwei Orte nicht näher eingegangen ist. Ich hätte mir ein wenig detailreichere Beschreibungen gewunschen.
Ab dem letzten Drittel dachte ich mir dann immer wieder: ich hab noch so viele Seiten vor mir, was soll denn jetzt noch großartig passieren? Die Handlung wird immer verstrickter und übertriebener. Hier hätte ein kurzes Ende wohl besser gepasst, als ein langgezogenes, bei dem mir dann der Kopf vor lauter merkwürdiger Verknüpfungen schwirrte.
Fazit: Irrsinnig spannend, allerdings ein wenig zu übertrieben und verworren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2021

Besser als erwartet

Unsere allerbeste Zeit
0

Diesmal durfte ich "Unsere allerbeste Zeit" bei Jellybooks vorab lesen. Ich dachte eigentlich an einen etwas humorvolleren Roman. Allerdings spricht Gaby Hauptmann in diesem Buch nicht ganz unwesentliche ...

Diesmal durfte ich "Unsere allerbeste Zeit" bei Jellybooks vorab lesen. Ich dachte eigentlich an einen etwas humorvolleren Roman. Allerdings spricht Gaby Hauptmann in diesem Buch nicht ganz unwesentliche Probleme an.

Katja wird von ihrer besten Freundin Doris darauf hingewiesen, dass es ihrer Mutter nicht allzu gut gehen dürfte. Sofort macht sie sich auf den Weg von Hamburg nach Stuttgart. Dort trifft sie allerdings nicht nur auf ihre demente Mutter, sondern auch auf neue Herausforderungen. In ihrem Job muss sie sich beweisen, ihr Bruder ist auf einmal spurlos verschwunden und was ihren Jugendfreund Heiko betrifft herrscht hier Gefühlschaos.
Ich kam mit dem Schreibstil super zurecht. Man liest das Buch sehr schnell, obwohl es keinen wirklichen Spannungsbogen gibt. Allerdings sind einem die Charaktere bald schon sehr sympathisch und die Neugierde, wie es denn mit Katjas Problemen weitergeht, lässt einem das Buch nicht aus der Hand legen. Besonders witzig fand ich auch ihre Einstellung zum Parken. Das erinnerte mich ein wenig an mich selbst. 🙈

Manchmal wird es sogar ein wenig philosophisch. Mein liebstes Zitat:

"Es ist leicht, mit dem Daumen ein Insekt zu töten. Aber auch das ist ein Leben und hat Recht auf ein Leben. Die Gedankenlosigkeit der Menschen, die treibt mich um."

Man darf sich nicht zu viel erhoffen, dann wird man auch nicht enttäuscht.

Fazit: Ein liebenswürdiger Roman für zwischendurch mit einer starken Frau.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2020

Ganz okay

Grenzfall - Der Tod in ihren Augen
0

Alexa tritt ihren Dienst bei der Kripo in Weilheim an und wird sogleich mit einem Mordfall konfrontiert. Zudem erleidet ihr Chef bei den Ermittlungen einen Unfall und überträgt ihr die Leitung.
Einige ...

Alexa tritt ihren Dienst bei der Kripo in Weilheim an und wird sogleich mit einem Mordfall konfrontiert. Zudem erleidet ihr Chef bei den Ermittlungen einen Unfall und überträgt ihr die Leitung.
Einige Tage später tauchen Teile der Leiche in Österreich auf. Chefinspektor Krammer klinkt sich in die Ermittlungen mit ein.

Der erste Fall für Alexa spielt an der deutsch-österreichischen Grenze. Die Landschaft wird von der Autorin ziemlich gut beschrieben und hat mir irrsinnig gut gefallen, da ich selbst begeisterte Wanderin bin. Allerdings fiel es mir dennoch schwer in das Buch zu kommen. Der Schreibstil war für mich eher distanziert. Ich hatte das Gefühl mehr über die Umgebung zu erfahren als über die Protagonisten, weshalb ich mich schwer in die Charaktere hineinversetzen konnte, die meiner Meinung nach leider durch keine besonderen Eigenschaften hervorstachen. Das Ende gab da ein bisschen mehr Informationen her, was mir auch ehrlich gesagt ganz gut gefiel. Vielleicht muss man die Reihe aber auch einfach weiterlesen, um Alexa besser kennenzulernen.
Die Handlung an Sich war für mich jetzt nicht überragend. Eine Ermittlerin, die sich, wie es so oft der Fall ist, in einem neuen Team erst einmal behaupten und aus ihren Fehlern lernen muss.
Über die Tatverdächtigen erfährt man als Leser sehr wenig, sodass man selbst keine vorschnellen Schlüsse ziehen konnte. Als ich schlussendlich erfuhr, wer denn der tatsächliche Mörder war, war ich doch ein wenig enttäuscht, hoffte ich auf ein skurrileres Motiv.
Wer ein Buch für zwischendurch sucht, ist dieser Krimi sicher empfehlenswert, da die Kapitel sehr kurz sind und die Handlung nicht sehr verstrickt ist, sodass man nach einer längeren Lesepause auch wieder gut ins Buch hineinkommt.
Fazit: Solider Krimi, der den Leser auf Distanz hält.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2020

Amüsante Lektüre für zwischendurch

Zorn - Vom Lieben und Sterben
0

Der zweite Fall von Zorn und Schröder.
In diesem ermitteln die beiden Hauptkommissare gemeinsam gegen einen Mörder, der der Reihe nach Jugendliche aus einer Clique eiskalt ermordet.

Ich fand diesen Teil ...

Der zweite Fall von Zorn und Schröder.
In diesem ermitteln die beiden Hauptkommissare gemeinsam gegen einen Mörder, der der Reihe nach Jugendliche aus einer Clique eiskalt ermordet.

Ich fand diesen Teil noch witziger als den ersten. Wenn es allerdings um die Mordfälle geht bleibt die gewünschte Spannung und Ernsthaftigkeit natürlich keinesfalls auf der Strecke. Allerdings nehmen sich die beiden Kommissare auch hier wieder gegenseitige aufs Korn. Besonders Zorn bekommt endlich auch mal sein Fett weg. Es gab einige Stellen, an denen ich mich vor Lachen kaumhalten konnte. Und dann noch die Lyric-Einblendungen bestimmter Lieder. Zum Brüllen!
Allerdings sind nicht nur die Morde sehr grausam. Zorn und Schröder zeigen diesmal auch ihre gefühlvolle Seite.
Was mir an den Büchern nicht so gut gefällt ist, dass die Kapitel nacheinander gleich direkt anschließen. Ich hab es lieber, wenn die Kapitel auf einer neuen Seite beginnen und es nicht quasi in einer Wurst geschrieben ist.
Fazit: Leichte witzige Lektüre für zwischendurch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2020

Der Hype ist nicht immer gerechtfertigt

Erebos
0

Machen wir uns mal wieder an ein Buch, das durch den Hype sicher jeder kennt: EREBOS.

Dieses handelt um ein Computerspiel namens Erebos, das in einer Londoner Schule heimlich die Runde macht und ihre ...

Machen wir uns mal wieder an ein Buch, das durch den Hype sicher jeder kennt: EREBOS.

Dieses handelt um ein Computerspiel namens Erebos, das in einer Londoner Schule heimlich die Runde macht und ihre Spieler so in den Bann zieht, das diese bald nicht mehr von Wirklichkeit und Realität unterscheiden können. Die Auswirkungen sind fatal.

Mein erstes Buch von Poznanski war Vanitas. Ich war total begeistert, deshalb und wegen der positiven Rezensionen gab ich auch Erebos eine Chance.
Allerdings war es schon anfangs ziemlich zäh für mich zu lesen. Als Nick nämlich das Computerspiel erhält, taucht der Leser ab in eine Welt, in der Elfen, Barbaren, Vampire, Zwerge und ähnliche darum kämpfen in den sogenannten"Inneren Kreis" aufgenommen zu werden. Nur der "Innere Kreis" ist ermächtigt gegen den Endgegner anzutreten. Generell bin ich keine Gamerin und schon gar nicht mag ich solche Fantasy-Abenteuer-Spiele. Bin da eher auf der Ego-Shooter Seite. Deshalb fiel es mir auch total schwer das Buch weiterzulesen, da zwei Drittel in dieser virtuellen Welt spielen, obwohl der Schreibstil gar nicht schlecht ist. Leicht und flüssig zu lesen. Trotzdem bin ich was die Handlung betrifft sehr enttäuscht. Wahrscheinlich hat man von Grund auf eine andere Erwartungshaltung, wenn ein Buch so sehr gehypt wird. Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.
Da das Buch ein ernstzunehmendes Thema aufgreift, nämlich Spielsucht unter Jugendlichen, gebe ich ihm drei Sterne.
Fazit: Der Thrill fehlte mir persönlich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere