Viel ungenutztes Potenzial
Coach - Gegen alle RegelnMillie und Ford lieben sich. Trotzdem werden sie kein Paar. Denn Ford bricht Millie das Herz. Zehn Jahre später treffen sie unerwartet wieder aufeinander. Doch Ford ist bereits Papa und Millie hat einen ...
Millie und Ford lieben sich. Trotzdem werden sie kein Paar. Denn Ford bricht Millie das Herz. Zehn Jahre später treffen sie unerwartet wieder aufeinander. Doch Ford ist bereits Papa und Millie hat einen Schlussstrich gezogen. Aber lassen sich Gefühle so einfach abstellen?
Wenn man das Buch in die Hand nimmt fällt einem sogleich das angenehm samtige Cover auf. Es fühlt sich nicht nur richtig gut an, sondern sieht auch noch wunderschön aus mit dem tollen Farbschnitt und den Pastelltönen.
Dann schlägt man es auf und wenn man zuvor ein Buch mit winzig, winzig kleiner Schrift gelesen hat, empfindet man fast so eine Art Befreiung für die Augen bei dieser eher groß gehaltenen Schrift und dem Zeilenabstand. Was auf jeden Fall schon mal von Vorteil war. Gepaart mit dem leichten, humorvollen Schreibstil kommt man als Leser auch rasch voran.
Der Prolog war super spannend und weckte sofort das Interesse. Zehn Jahre später treffen Millie und Ford wieder aufeinander. Puh, da musste ich schon sehr bald die Augen verdrehen, denn Ford ist ein absolut unsympathischer Charakter. Er sieht vielleicht gut aus, ist aber total aufdringlich und nimmt sich Freiheiten heraus, die er absolut nicht verdient hat. Wieso hat die Autorin einen solch, in meinen Augen fast schon, toxischen Charakter kreiert? Dachte sie vielleicht, das kommt bei den Lesern und Leserinnen gut an? Naja... bei emanzipierten Frauen von heute wohl eher weniger.
Zudem verhielt er sich alles andere als erwachsen. "Aus Fehlern lernt man." Den Spruch dürfte Ford wohl noch nie in seinem Leben gehört haben.
Allerdings fiel mir positiv auf, dass es zwar die ein oder andere spicy Szene gab, sie allerdings nicht überhand nahmen.
Dann gab es natürlich noch einige Nebencharaktere wie Kurt, Sienna und Adrian. Die Autorin hat mit ihnen sehr wohl Spannung kreiert, diese war aber leider genauso schnell wieder weg.
Man hätte diese zwei Handlungsstränge doch noch so gut ausarbeiten können. Man hätte es richtiggehend auf die Spitze treiben können. Diese Chance blieb jedoch ungenutzt.
Sienna war sowieso komplett fehl am Platz. Wenn man sie weggelassen hätte, wäre es gar nicht aufgefallen. Fand ich echt total schade.
Das Ende hat mir leider gar nicht zugesagt. Es ging alles zu schnell und reibungslos. Mir haben hier tatsächlich richtige Konflikte, Problemlösungen und vor allem tiefgründige Gespräche gefehlt.
Auch der Football kam in meinen Augen viel zu kurz. Ich hätte mir gewunschen mehr Einblick in den Sport zu bekommen.
Fazit: Wer die Eden-Reihe kennt, wird hier sicherlich enttäuscht werden. Die Autorin hat bei diesem Buch sehr viel Potenzial vergeudet. Schade.