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Veröffentlicht am 10.03.2026

Eine faszinierende Traumwelt voller Geheimnisse und spannender Entwicklung

Consomnio
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Handlung

Schon nach den ersten Kapiteln merkt man, dass Consomnio eine Geschichte ist, die viele Fragen aufwirft und einen ständig weiter lesen lässt. Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der sofort ...

Handlung

Schon nach den ersten Kapiteln merkt man, dass Consomnio eine Geschichte ist, die viele Fragen aufwirft und einen ständig weiter lesen lässt. Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der sofort neugierig macht und erste Hinweise darauf gibt, auf welcher Seite Cassian stehen könnte. Als er später wieder ins Spiel kommt, merkt man, wie viele Details bereits am Anfang versteckt waren. Ich habe sogar noch einmal zum Prolog zurückgeblättert, weil sich dadurch einige Zusammenhänge noch besser verstehen lassen.

Besonders gelungen fand ich, dass wir zunächst auch einen Blick in die Vergangenheit bekommen. Dadurch versteht man viel besser, wie die Welt in der Gegenwart entstanden ist und welche Konflikte dahinter stehen. Am Anfang tauchen zwar viele Namen und Informationen auf, aber da man jederzeit noch einmal zurückblättern kann, verliert man nie wirklich den Überblick.

Die Geschichte nimmt sich zu Beginn etwas Zeit, um die Figuren und die Welt aufzubauen, doch danach nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht und gleichzeitig entstehen neue Fragen. Gerade diese Mischung aus Spannung, Geheimnissen und unerwarteten Entwicklungen sorgt dafür, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Worldbuilding

Das Worldbuilding gehört für mich zu den spannendsten Aspekten des Buches. Die Welt rund um Consomnio und die Traumebene ist wirklich interessant aufgebaut. Besonders die Szenen in den Träumen fand ich sehr schön beschrieben. Die Umgebung wirkt lebendig und bildhaft, ohne dass es zu viele Details werden. Dadurch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen.

Auch die Idee, dass Träume eine so große Rolle spielen und gleichzeitig eine Gefahr darstellen können, fand ich faszinierend. Dass Elisa plötzlich Angst haben muss zu schlafen, weil sie dadurch in Kontakt mit dem Schattenkönig geraten könnte, erzeugt eine sehr intensive Atmosphäre. Gleichzeitig eröffnet diese Welt viele Möglichkeiten für Geheimnisse, Intrigen und überraschende Wendungen.

Charaktere

Elisa ist eine Figur, deren Entwicklung mir besonders aufgefallen ist. Am Anfang wirkt sie sehr unsicher und lässt sich stark von anderen beeinflussen. Vor allem ihre Beziehung zu Ryan zeigt deutlich, wie gefangen sie in einer toxischen Situation ist. Sie fühlt sich schuldig für Dinge, für die sie eigentlich keine Schuld trägt, und versucht ständig den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Gleichzeitig möchte sie unabhängig sein, ist aber durch ihre finanzielle Situation noch an ihn gebunden.

Gerade deshalb war es interessant zu sehen, wie sie im Laufe der Geschichte stärker wird. Schritt für Schritt beginnt sie, für sich selbst einzustehen und Entscheidungen zu treffen. Besonders am Ende merkt man, wie viel Mut sie entwickelt hat und wie sehr sie über sich hinauswächst.

Cassian bleibt dagegen lange ein echtes Mysterium. Er trägt Licht und Schatten in sich und steht gleichzeitig im Konflikt mit dem Schattenkönig. Seine Rolle und seine Vergangenheit werfen viele Fragen auf. Dadurch bleibt er während der ganzen Geschichte sehr spannend. Man merkt immer wieder, dass er mehr weiß, als er sagt, und dass in ihm deutlich mehr steckt, als man zunächst vermutet.

Ryan hingegen gehört zu den Figuren, die man kaum ertragen kann. Seine Gedanken und sein Verhalten gegenüber Elisa sind extrem herabwürdigend und teilweise wirklich unangenehm zu lesen. Gleichzeitig erfüllt er damit genau seine Rolle innerhalb der Geschichte, weil er zeigt, in welcher Situation Elisa sich am Anfang befindet.

Auch die Nebenfiguren sorgen immer wieder für neue Dynamiken und Konflikte. Gerade die Intrigen und Machtspiele innerhalb des Reiches machen die Handlung zusätzlich spannend.

Schreibstil

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er liest sich angenehm und flüssig, sodass man schnell durch die Kapitel kommt. Gleichzeitig schafft es die Autorin, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, besonders in den Szenen rund um die Traumwelt.

Man merkt außerdem, dass viele Details bewusst gesetzt sind. Manche Informationen wirken zunächst klein, bekommen später aber eine größere Bedeutung. Dadurch macht es Spaß, beim Lesen mitzurätseln und Theorien aufzustellen.

Perspektiven

Besonders gut fand ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch kann man die Gedanken und Gefühle verschiedener Figuren besser verstehen. Gleichzeitig entstehen dadurch spannende Kontraste zwischen den Figuren.

Die Perspektivenwechsel helfen auch dabei, die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben. Gerade bei Figuren wie Cassian oder Ryan bekommt man dadurch Einblicke, die man aus einer einzigen Perspektive niemals hätte.

Fazit

Consomnio ist ein spannender Auftakt mit einer faszinierenden Welt, vielen Geheimnissen und Figuren, die sich im Laufe der Geschichte stark entwickeln. Besonders das Zusammenspiel aus Traumwelt, Magie und politischen Intrigen sorgt dafür, dass man immer wieder neue Fragen hat und unbedingt weiterlesen möchte.

Der Anfang nimmt sich etwas Zeit für den Aufbau der Geschichte, entwickelt danach aber eine starke Dynamik. Die Mischung aus geheimnisvollen Figuren, emotionalen Konflikten und einer besonderen Welt macht das Buch zu einer sehr fesselnden Lektüre.

Für mich war es besonders interessant zu sehen, wie Elisa im Laufe der Handlung stärker wird und sich nicht mehr von anderen bestimmen lässt. Gleichzeitig bleiben Figuren wie Cassian weiterhin geheimnisvoll und sorgen dafür, dass die Geschichte bis zum Schluss spannend bleibt.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Starke Idee schwache Dynamik

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Ganz überzeugen konnte mich Witch of the Wolves leider nicht, auch wenn der Einstieg vielversprechend war. Hexen und Wölfe sind für mich grundsätzlich eine starke Kombination, und das Buch bringt auch ...

Ganz überzeugen konnte mich Witch of the Wolves leider nicht, auch wenn der Einstieg vielversprechend war. Hexen und Wölfe sind für mich grundsätzlich eine starke Kombination, und das Buch bringt auch definitiv spannende Ansätze mit. Dennoch gab es immer wieder sehr lange Passagen, in denen kaum etwas passiert ist. Andere Entwicklungen waren dafür sehr vorhersehbar. Wiederum manche Wendungen hätten schockieren sollen, haben mich aber emotional nicht wirklich getroffen, da ich mich nicht stark genug mit den Figuren verbunden gefühlt habe.



Cordelia ist ohne Frage eine starke Frau und ein sehr präsenter Charakter, der mir von Anfang an gefallen hat. Gleichzeitig wirkt sie an manchen Stellen naiv und leichtsinnig. Besonders schade fand ich, dass sie sich recht schnell von ihrem eigenen Glauben abbringen lässt. Dem gegenüber stehen jedoch ihre mutige, loyale Seite und ihr klarer Wille, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist. Diese Gegensätze machen sie interessant, auch wenn sie nicht immer konsequent ausgearbeitet wirken.



Bishop ist für mich einer der spannendsten Charaktere der Geschichte. Gerade weil man ihn zu Beginn nur schwer einschätzen kann, bleibt er lange faszinierend. Dadurch, dass man die Handlung ausschließlich aus Cordelias Perspektive erlebt, weiß man nie genau, ob man ihm trauen kann oder nicht. Täuscht man sich in ihm oder sagt er die Wahrheit? Diese Unsicherheit hat mir sehr gefallen. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden empfand ich als gut aufgebaut. Sie entwickelt sich langsam und wirkt nicht überstürzt. Dennoch hatte ich nie diesen einen klaren Moment, in dem ich wirklich verstanden habe, warum die beiden sich ineinander verlieben.



Nebenfiguren wie Julius, Felix oder Lenora haben der Geschichte viel Leben und Wärme verliehen. Sie haben für mich eindeutig zu den stärkeren Aspekten des Buches gehört. Die Gegenseite rund um Silas erfüllt ihre Rolle ebenfalls gut. Besonders Cordelias Vater war mir von Beginn an unsympathisch, und es war früh spürbar, dass mit ihm etwas nicht stimmt.



Das Worldbuilding fand ich angenehm dosiert. Die Welt ist nicht überladen, man kann sich alles gut vorstellen, ohne von Details erschlagen zu werden. Auch der Schreibstil ist insgesamt sehr angenehm. Die gewählte Perspektive erlaubt einen guten Einblick in Cordelias Gedanken und Gefühle und macht das Geschehen gut nachvollziehbar.



Die Handlung selbst empfand ich jedoch über weite Strecken als etwas langweilig. Es fehlte mir das Gefühl, wirklich überrascht zu werden. Während einzelne Details durchaus gelungen waren, war das große Ganze meist vorhersehbar. Zudem bleibt die Geschichte sehr lange an einem Ort, was auf Dauer eintönig wirkte und das Tempo zusätzlich ausgebremst hat.



Insgesamt ein Buch mit guten Ideen, starken Ansätzen und einzelnen sehr gelungenen Figuren, das mich aber emotional und spannungstechnisch nicht vollständig abholen konnte.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Vertrauenssache

Dire Bound
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Erste Eindrücke und Erwartungshaltung



Schon früh hatte ich das Gefühl dass dieses Buch anders funktioniert als erwartet. Bestimmte Entwicklungen kommen deutlich früher als man es vielleicht aus ähnlichen ...

Erste Eindrücke und Erwartungshaltung



Schon früh hatte ich das Gefühl dass dieses Buch anders funktioniert als erwartet. Bestimmte Entwicklungen kommen deutlich früher als man es vielleicht aus ähnlichen Geschichten kennt und genau das hat mich überrascht. Ich hatte mit anderen Schwerpunkten gerechnet mit mehr Vorbereitung und einem langsameren Aufbau. Stattdessen wird man relativ schnell mitten ins Geschehen geworfen was zunächst irritierend war mich dann aber neugierig gemacht hat.



Besonders angenehm fand ich dass ich den Klappentext nicht mehr präsent hatte. Dadurch bin ich komplett unvoreingenommen an viele Wendungen herangegangen und konnte mich stärker auf meine eigenen Eindrücke verlassen statt auf Erwartungen.







Charaktere



Die Figuren sind für mich ganz klar das Herz des Buches.

Die Hauptfigur ist eine Kämpferin im wahrsten Sinne des Wortes und nicht nur körperlich. Sie ist intelligent aufmerksam und handelt oft taktisch. Gleichzeitig hatte ich immer wieder Momente in denen ich mich gefragt habe wie lange bestimmte Strategien wirklich funktionieren können. Gerade das wiederholte Unterschätzen durch andere wirkte stellenweise etwas zu reibungslos. Trotzdem mochte ich sehr dass sie ihr Wissen weitergibt und andere stärkt statt allein zu glänzen.



Emotional fand ich sie sehr greifbar. Sie ist keine einfache Person sie verschließt sich schnell trifft Entscheidungen allein und trägt vieles mit sich selbst aus. Genau das sorgt aber auch für Konflikte die sich glaubwürdig anfühlen.



Besonders positiv hervorheben möchte ich eine der zentralen Nebenfiguren die ich von Anfang an als extrem sympathisch empfunden habe. Seine Handlungen wirken aufrichtig warm und von echter Zuneigung getragen. Gerade kleine Gesten sagen hier sehr viel aus und haben mich emotional stark berührt. Gleichzeitig blieb bei ihm immer ein Rest Unsicherheit zurück den ich sehr spannend fand.



Andere Figuren haben bei mir bewusst Misstrauen ausgelöst und das nicht auf eine platte Art. Vielmehr hatte ich konstant das Gefühl dass nicht alles offen ausgesprochen wird und dass manche Motive im Verborgenen liegen. Dieses Unbehagen hat sich durch das ganze Buch gezogen.







Beziehungen und Dynamiken



Was mir besonders gefallen hat ist dass die Geschichte nicht auf klassische Gegnerschaft setzt. Stattdessen stehen Nähe Vertrauen und Geheimnisse im Mittelpunkt. Beziehungen sind nicht einfach oder eindeutig sondern kompliziert emotional und manchmal schmerzhaft.



Konflikte entstehen weniger durch offene Feindschaft sondern durch Verschweigen fehlende Kommunikation und gut gemeinte Entscheidungen die andere ausschließen. Gerade das hat mich oft frustriert aber auf eine Weise die zeigt dass es gut geschrieben ist. Ich konnte den Ärger der Figuren verstehen auch wenn ich mir als Leserin andere Entscheidungen gewünscht hätte.



Besonders eindrücklich fand ich wie verletzend es sein kann wenn man ausgeschlossen wird selbst wenn es aus Schutz geschieht. Diese emotionalen Konsequenzen werden nicht klein geredet sondern ernst genommen.







World Building



Die Welt entfaltet sich eher leise als spektakulär. Vieles wird angedeutet statt erklärt was dazu führt dass man ständig über Hintergründe nachdenkt. Familienlinien alte Geschichten und unausgesprochene Regeln spielen eine große Rolle und lassen vermuten dass mehr dahintersteckt als zunächst sichtbar ist.



Gerade bestimmte Symbole und Gegenstände wirkten für mich von Anfang an bedeutungsvoll auch wenn ihre Tragweite erst nach und nach klar wird. Ich hatte permanent das Gefühl dass Vergangenheit und Herkunft eine viel größere Rolle spielen als die Figuren selbst vielleicht ahnen.







Handlung und Spannung



Die Handlung lebt stark von Atmosphäre und unterschwelliger Bedrohung. Es gibt immer wieder Momente in denen man sich fragt wem man trauen kann und ob das was gesagt wird wirklich die ganze Wahrheit ist. Dieses Gefühl hat mich konstant begleitet.



Im letzten Teil verdichten sich viele dieser Fragen und ich hatte das Gefühl dass plötzlich sehr viel Sinn ergibt und gleichzeitig neue Unsicherheiten entstehen. Besonders einige Enthüllungen haben meinen Blick auf vorherige Ereignisse stark verändert ohne sich wie ein billiger Twist anzufühlen.



Das Ende war emotional hart für mich. Nicht weil es übertrieben dramatisch war sondern weil es Konsequenzen zeigt und nicht davor zurückschreckt Dinge geschehen zu lassen die weh tun.







Schreibstil und Perspektive



Der Schreibstil ist ruhig emotional und stellenweise sehr intensiv. Er lässt viel Raum für Gedanken Gefühle und innere Konflikte. Die Perspektive sorgt dafür dass man oft genauso wenig weiß wie die Hauptfigur was Nähe schafft aber auch Frust auslösen kann.



Gerade dieses Nichtwissen ist jedoch Teil der Erfahrung. Man zweifelt mit den Figuren leidet mit ihnen und stellt ständig neue Theorien auf.







Fazit



Dire Bound ist ein Buch das viele Fragen aufwirft und nicht sofort Antworten liefert. Es lebt von seinen Figuren ihren Beziehungen und der permanenten Unsicherheit. Nicht alles hat mich restlos überzeugt und manches hat mich bewusst geärgert aber genau das zeigt wie sehr mich die Geschichte gepackt hat.



Ich habe mitgefiebert gezweifelt gehofft und mich immer wieder gefragt wem man wirklich trauen kann. Für mich ein intensives Leseerlebnis das lange nachwirkt und definitiv im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Nicht das Buch, das ich erwartet habe , aber eines, das bleibt

The Poet Empress
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Dieses Buch hat mich überrascht, verunsichert und am Ende tief nachdenklich zurückgelassen. Ich bin mit vollkommen anderen Erwartungen an The Poet Empress Eine Ballade von Liebe und Tod von Shen Tao herangegangen ...

Dieses Buch hat mich überrascht, verunsichert und am Ende tief nachdenklich zurückgelassen. Ich bin mit vollkommen anderen Erwartungen an The Poet Empress Eine Ballade von Liebe und Tod von Shen Tao herangegangen und musste diese schon sehr früh loslassen. Statt einer romantischen Geschichte bekam ich eine ernste, stellenweise harte und sehr ruhige Erzählung über Macht, Verlust und Menschen, die an der Verantwortung, die auf ihnen lastet, langsam zerbrechen.



Der männliche Protagonist Terren ist keine Figur, die man mögen muss und vielleicht auch gar nicht mögen soll. Doch mit jeder Seite versteht man ihn ein Stück mehr. Die Rückblicke in seine Vergangenheit zeigen eindrücklich, wie viel von ihm verlangt wurde und wie sehr ihn diese Erfahrungen geprägt, verhärtet und verändert haben. Besonders berührend fand ich die Beziehung zu seinem Bruder. Sie ist geprägt von unausgesprochenen Gefühlen, verpassten Möglichkeiten und einer Liebe, die nie den Raum bekommen hat, den sie gebraucht hätte. Gerade diese familiäre Tragik verleiht der Geschichte eine große emotionale Tiefe.



Auch Wei, unsere weibliche Hauptprotagonistin, hat mich mit der Zeit immer mehr überzeugt. Was anfangs vielleicht einfach oder sogar naiv wirkt, entpuppt sich nach und nach als große innere Stärke. Wei ist eine Frau, die nicht aufgibt. Sie will leben, kämpfen und etwas verändern für ihre Familie, ihr Dorf und letztlich auch für sich selbst. Dabei geht sie Wege, die ihr eigentlich verwehrt sind, lernt Dinge, die sie nicht lernen dürfte, und wächst über die Grenzen hinaus, die ihr gesetzt wurden.



Besonders beeindruckend fand ich ihre Entwicklung im Umgang mit Macht. Wei lernt nicht nur, was es heißt zu herrschen, sondern auch, wie grausam und komplex dieses Spiel sein kann. Sie versteht, wie Intrigen entstehen, wie man sie spinnt und welchen Preis man dafür zahlt. Sie macht Fehler, leidet, verliert beinahe alles und muss immer wieder erkennen, dass gute Absichten oft Opfer fordern. Gerade diese Vielschichtigkeit macht sie für mich zu einer sehr starken und glaubwürdigen Figur, die unglaublich viel durchgemacht hat.



Der Roman nimmt sich insgesamt sehr viel Zeit. Jede Entwicklung, jede Entscheidung und jede Beziehung wird ausführlich erzählt. Das kann stellenweise anstrengend sein, da man kaum etwas überfliegen kann, ohne Wichtiges zu verpassen. Gleichzeitig sorgt genau diese Detailverliebtheit dafür, dass die Geschichte lange nachhallt. Es ist kein Buch, das man nebenbei liest oder schnell wieder vergisst es fordert Geduld, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf schwere Themen einzulassen.



Was ich besonders geschätzt habe, ist die Tatsache, dass es sich um einen abgeschlossenen Einzelband handelt. Die Geschichte fühlt sich rund und vollständig an, ohne offene Enden oder das Gefühl, auf eine Fortsetzung warten zu müssen. In einer Zeit, in der viele Fantasygeschichten auf endlose Reihen ausgelegt sind, war das für mich sehr angenehm.



Am Ende war es nicht die Geschichte, auf die ich mich ursprünglich gefreut hatte. Aber es war eine, die mich überrascht, berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Und manchmal ist genau das mehr wert als erfüllte Erwartungen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Zwischen Loyalität, Geheimnissen und Schatten

Empire of Whispers and Shadows
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Empire of Whisper and Shadow ist ein wirklich sehr spannendes Buch. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven: Durch die Sichtweisen von Saya und Teno konnte man sich hervorragend ...


Empire of Whisper and Shadow ist ein wirklich sehr spannendes Buch. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven: Durch die Sichtweisen von Saya und Teno konnte man sich hervorragend in beide Figuren hineinversetzen. Man wusste jederzeit, was sie übereinander denken und welche Absichten hinter ihrem Verhalten stecken. Das empfand ich als sehr angenehm, da man sich keine Sorgen machen musste, ob einer den anderen verraten könnte oder eben nicht.



Auch insgesamt lässt sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, aus dem Lesefluss gerissen zu werden. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, was das Lesen zusätzlich erleichtert und dafür sorgt, dass man immer weiterlesen möchte.



Saya ist eine unglaublich starke Protagonistin. Zwar versucht sie in erster Linie, sich selbst zu schützen, doch gleichzeitig besitzt sie einen enormen Beschützerinstinkt gegenüber den Menschen, die ihr wichtig sind. Sie würde niemals jemanden im Stich lassen, der ihr etwas bedeutet. In manchen Momenten könnte man sie vielleicht als etwas naiv wahrnehmen, doch sie weiß genau, wem sie vertrauen kann und welche Entscheidungen wirklich eine Wahl sind und welche nicht.



Teno wirkte auf mich in den ersten Kapiteln zunächst etwas unsympathisch, entwickelte sich jedoch sehr schnell zu einem starken und interessanten Protagonisten. Seine Motivation und das, wofür er kämpft, werden schnell nachvollziehbar. Besonders gefallen hat mir, dass er loyal gegenüber denjenigen ist, die ihm ebenfalls Loyalität entgegenbringen. Die Beziehung zwischen ihm und Saya entwickelt sich sehr angenehm und glaubwürdig über das gesamte Buch hinweg, sodass sie am Ende realistisch und stimmig wirkt.



Die verschiedenen Aufgaben, die die Figuren bewältigen müssen, fand ich durchweg spannend. Vor allem das Geschehen drumherum hat viel zur Atmosphäre beigetragen. Besonders Tas ist mir als Charakter aufgefallen, da man schnell merkt, dass hinter ihren Handlungen mehr steckt, als zunächst sichtbar ist. Auch ihr Wissen über Saya wirft interessante Fragen auf.



Ryko erschien mir anfangs als ein eher einfacher, gut einschätzbarer Charakter. Doch auch hier wurde ich immer wieder zum Zweifeln gebracht und war überrascht von den Wendungen, die seine Figur nimmt. Eine bestimmte Enthüllung hätte meiner Meinung nach jedoch etwas ausführlicher sein dürfen sie wirkte sehr kurz abgehandelt, obwohl sie großes Potenzial gehabt hätte.



Das Ende empfand ich ebenfalls als etwas knapp, endet jedoch mit einem starken Cliffhanger, der völlig unerwartet kommt. Gerade das macht das Buch umso spannender und sorgt dafür, dass ich den zweiten Band unbedingt lesen möchte.

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