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Veröffentlicht am 22.02.2026

Vertrauenssache

Dire Bound
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Erste Eindrücke und Erwartungshaltung



Schon früh hatte ich das Gefühl dass dieses Buch anders funktioniert als erwartet. Bestimmte Entwicklungen kommen deutlich früher als man es vielleicht aus ähnlichen ...

Erste Eindrücke und Erwartungshaltung



Schon früh hatte ich das Gefühl dass dieses Buch anders funktioniert als erwartet. Bestimmte Entwicklungen kommen deutlich früher als man es vielleicht aus ähnlichen Geschichten kennt und genau das hat mich überrascht. Ich hatte mit anderen Schwerpunkten gerechnet mit mehr Vorbereitung und einem langsameren Aufbau. Stattdessen wird man relativ schnell mitten ins Geschehen geworfen was zunächst irritierend war mich dann aber neugierig gemacht hat.



Besonders angenehm fand ich dass ich den Klappentext nicht mehr präsent hatte. Dadurch bin ich komplett unvoreingenommen an viele Wendungen herangegangen und konnte mich stärker auf meine eigenen Eindrücke verlassen statt auf Erwartungen.







Charaktere



Die Figuren sind für mich ganz klar das Herz des Buches.

Die Hauptfigur ist eine Kämpferin im wahrsten Sinne des Wortes und nicht nur körperlich. Sie ist intelligent aufmerksam und handelt oft taktisch. Gleichzeitig hatte ich immer wieder Momente in denen ich mich gefragt habe wie lange bestimmte Strategien wirklich funktionieren können. Gerade das wiederholte Unterschätzen durch andere wirkte stellenweise etwas zu reibungslos. Trotzdem mochte ich sehr dass sie ihr Wissen weitergibt und andere stärkt statt allein zu glänzen.



Emotional fand ich sie sehr greifbar. Sie ist keine einfache Person sie verschließt sich schnell trifft Entscheidungen allein und trägt vieles mit sich selbst aus. Genau das sorgt aber auch für Konflikte die sich glaubwürdig anfühlen.



Besonders positiv hervorheben möchte ich eine der zentralen Nebenfiguren die ich von Anfang an als extrem sympathisch empfunden habe. Seine Handlungen wirken aufrichtig warm und von echter Zuneigung getragen. Gerade kleine Gesten sagen hier sehr viel aus und haben mich emotional stark berührt. Gleichzeitig blieb bei ihm immer ein Rest Unsicherheit zurück den ich sehr spannend fand.



Andere Figuren haben bei mir bewusst Misstrauen ausgelöst und das nicht auf eine platte Art. Vielmehr hatte ich konstant das Gefühl dass nicht alles offen ausgesprochen wird und dass manche Motive im Verborgenen liegen. Dieses Unbehagen hat sich durch das ganze Buch gezogen.







Beziehungen und Dynamiken



Was mir besonders gefallen hat ist dass die Geschichte nicht auf klassische Gegnerschaft setzt. Stattdessen stehen Nähe Vertrauen und Geheimnisse im Mittelpunkt. Beziehungen sind nicht einfach oder eindeutig sondern kompliziert emotional und manchmal schmerzhaft.



Konflikte entstehen weniger durch offene Feindschaft sondern durch Verschweigen fehlende Kommunikation und gut gemeinte Entscheidungen die andere ausschließen. Gerade das hat mich oft frustriert aber auf eine Weise die zeigt dass es gut geschrieben ist. Ich konnte den Ärger der Figuren verstehen auch wenn ich mir als Leserin andere Entscheidungen gewünscht hätte.



Besonders eindrücklich fand ich wie verletzend es sein kann wenn man ausgeschlossen wird selbst wenn es aus Schutz geschieht. Diese emotionalen Konsequenzen werden nicht klein geredet sondern ernst genommen.







World Building



Die Welt entfaltet sich eher leise als spektakulär. Vieles wird angedeutet statt erklärt was dazu führt dass man ständig über Hintergründe nachdenkt. Familienlinien alte Geschichten und unausgesprochene Regeln spielen eine große Rolle und lassen vermuten dass mehr dahintersteckt als zunächst sichtbar ist.



Gerade bestimmte Symbole und Gegenstände wirkten für mich von Anfang an bedeutungsvoll auch wenn ihre Tragweite erst nach und nach klar wird. Ich hatte permanent das Gefühl dass Vergangenheit und Herkunft eine viel größere Rolle spielen als die Figuren selbst vielleicht ahnen.







Handlung und Spannung



Die Handlung lebt stark von Atmosphäre und unterschwelliger Bedrohung. Es gibt immer wieder Momente in denen man sich fragt wem man trauen kann und ob das was gesagt wird wirklich die ganze Wahrheit ist. Dieses Gefühl hat mich konstant begleitet.



Im letzten Teil verdichten sich viele dieser Fragen und ich hatte das Gefühl dass plötzlich sehr viel Sinn ergibt und gleichzeitig neue Unsicherheiten entstehen. Besonders einige Enthüllungen haben meinen Blick auf vorherige Ereignisse stark verändert ohne sich wie ein billiger Twist anzufühlen.



Das Ende war emotional hart für mich. Nicht weil es übertrieben dramatisch war sondern weil es Konsequenzen zeigt und nicht davor zurückschreckt Dinge geschehen zu lassen die weh tun.







Schreibstil und Perspektive



Der Schreibstil ist ruhig emotional und stellenweise sehr intensiv. Er lässt viel Raum für Gedanken Gefühle und innere Konflikte. Die Perspektive sorgt dafür dass man oft genauso wenig weiß wie die Hauptfigur was Nähe schafft aber auch Frust auslösen kann.



Gerade dieses Nichtwissen ist jedoch Teil der Erfahrung. Man zweifelt mit den Figuren leidet mit ihnen und stellt ständig neue Theorien auf.







Fazit



Dire Bound ist ein Buch das viele Fragen aufwirft und nicht sofort Antworten liefert. Es lebt von seinen Figuren ihren Beziehungen und der permanenten Unsicherheit. Nicht alles hat mich restlos überzeugt und manches hat mich bewusst geärgert aber genau das zeigt wie sehr mich die Geschichte gepackt hat.



Ich habe mitgefiebert gezweifelt gehofft und mich immer wieder gefragt wem man wirklich trauen kann. Für mich ein intensives Leseerlebnis das lange nachwirkt und definitiv im Kopf bleibt.

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  • Handlung
Veröffentlicht am 17.02.2026

Nicht das Buch, das ich erwartet habe , aber eines, das bleibt

The Poet Empress
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Dieses Buch hat mich überrascht, verunsichert und am Ende tief nachdenklich zurückgelassen. Ich bin mit vollkommen anderen Erwartungen an The Poet Empress Eine Ballade von Liebe und Tod von Shen Tao herangegangen ...

Dieses Buch hat mich überrascht, verunsichert und am Ende tief nachdenklich zurückgelassen. Ich bin mit vollkommen anderen Erwartungen an The Poet Empress Eine Ballade von Liebe und Tod von Shen Tao herangegangen und musste diese schon sehr früh loslassen. Statt einer romantischen Geschichte bekam ich eine ernste, stellenweise harte und sehr ruhige Erzählung über Macht, Verlust und Menschen, die an der Verantwortung, die auf ihnen lastet, langsam zerbrechen.



Der männliche Protagonist Terren ist keine Figur, die man mögen muss und vielleicht auch gar nicht mögen soll. Doch mit jeder Seite versteht man ihn ein Stück mehr. Die Rückblicke in seine Vergangenheit zeigen eindrücklich, wie viel von ihm verlangt wurde und wie sehr ihn diese Erfahrungen geprägt, verhärtet und verändert haben. Besonders berührend fand ich die Beziehung zu seinem Bruder. Sie ist geprägt von unausgesprochenen Gefühlen, verpassten Möglichkeiten und einer Liebe, die nie den Raum bekommen hat, den sie gebraucht hätte. Gerade diese familiäre Tragik verleiht der Geschichte eine große emotionale Tiefe.



Auch Wei, unsere weibliche Hauptprotagonistin, hat mich mit der Zeit immer mehr überzeugt. Was anfangs vielleicht einfach oder sogar naiv wirkt, entpuppt sich nach und nach als große innere Stärke. Wei ist eine Frau, die nicht aufgibt. Sie will leben, kämpfen und etwas verändern für ihre Familie, ihr Dorf und letztlich auch für sich selbst. Dabei geht sie Wege, die ihr eigentlich verwehrt sind, lernt Dinge, die sie nicht lernen dürfte, und wächst über die Grenzen hinaus, die ihr gesetzt wurden.



Besonders beeindruckend fand ich ihre Entwicklung im Umgang mit Macht. Wei lernt nicht nur, was es heißt zu herrschen, sondern auch, wie grausam und komplex dieses Spiel sein kann. Sie versteht, wie Intrigen entstehen, wie man sie spinnt und welchen Preis man dafür zahlt. Sie macht Fehler, leidet, verliert beinahe alles und muss immer wieder erkennen, dass gute Absichten oft Opfer fordern. Gerade diese Vielschichtigkeit macht sie für mich zu einer sehr starken und glaubwürdigen Figur, die unglaublich viel durchgemacht hat.



Der Roman nimmt sich insgesamt sehr viel Zeit. Jede Entwicklung, jede Entscheidung und jede Beziehung wird ausführlich erzählt. Das kann stellenweise anstrengend sein, da man kaum etwas überfliegen kann, ohne Wichtiges zu verpassen. Gleichzeitig sorgt genau diese Detailverliebtheit dafür, dass die Geschichte lange nachhallt. Es ist kein Buch, das man nebenbei liest oder schnell wieder vergisst es fordert Geduld, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf schwere Themen einzulassen.



Was ich besonders geschätzt habe, ist die Tatsache, dass es sich um einen abgeschlossenen Einzelband handelt. Die Geschichte fühlt sich rund und vollständig an, ohne offene Enden oder das Gefühl, auf eine Fortsetzung warten zu müssen. In einer Zeit, in der viele Fantasygeschichten auf endlose Reihen ausgelegt sind, war das für mich sehr angenehm.



Am Ende war es nicht die Geschichte, auf die ich mich ursprünglich gefreut hatte. Aber es war eine, die mich überrascht, berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Und manchmal ist genau das mehr wert als erfüllte Erwartungen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Zwischen Loyalität, Geheimnissen und Schatten

Empire of Whispers and Shadows
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Empire of Whisper and Shadow ist ein wirklich sehr spannendes Buch. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven: Durch die Sichtweisen von Saya und Teno konnte man sich hervorragend ...


Empire of Whisper and Shadow ist ein wirklich sehr spannendes Buch. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven: Durch die Sichtweisen von Saya und Teno konnte man sich hervorragend in beide Figuren hineinversetzen. Man wusste jederzeit, was sie übereinander denken und welche Absichten hinter ihrem Verhalten stecken. Das empfand ich als sehr angenehm, da man sich keine Sorgen machen musste, ob einer den anderen verraten könnte oder eben nicht.



Auch insgesamt lässt sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, aus dem Lesefluss gerissen zu werden. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, was das Lesen zusätzlich erleichtert und dafür sorgt, dass man immer weiterlesen möchte.



Saya ist eine unglaublich starke Protagonistin. Zwar versucht sie in erster Linie, sich selbst zu schützen, doch gleichzeitig besitzt sie einen enormen Beschützerinstinkt gegenüber den Menschen, die ihr wichtig sind. Sie würde niemals jemanden im Stich lassen, der ihr etwas bedeutet. In manchen Momenten könnte man sie vielleicht als etwas naiv wahrnehmen, doch sie weiß genau, wem sie vertrauen kann und welche Entscheidungen wirklich eine Wahl sind und welche nicht.



Teno wirkte auf mich in den ersten Kapiteln zunächst etwas unsympathisch, entwickelte sich jedoch sehr schnell zu einem starken und interessanten Protagonisten. Seine Motivation und das, wofür er kämpft, werden schnell nachvollziehbar. Besonders gefallen hat mir, dass er loyal gegenüber denjenigen ist, die ihm ebenfalls Loyalität entgegenbringen. Die Beziehung zwischen ihm und Saya entwickelt sich sehr angenehm und glaubwürdig über das gesamte Buch hinweg, sodass sie am Ende realistisch und stimmig wirkt.



Die verschiedenen Aufgaben, die die Figuren bewältigen müssen, fand ich durchweg spannend. Vor allem das Geschehen drumherum hat viel zur Atmosphäre beigetragen. Besonders Tas ist mir als Charakter aufgefallen, da man schnell merkt, dass hinter ihren Handlungen mehr steckt, als zunächst sichtbar ist. Auch ihr Wissen über Saya wirft interessante Fragen auf.



Ryko erschien mir anfangs als ein eher einfacher, gut einschätzbarer Charakter. Doch auch hier wurde ich immer wieder zum Zweifeln gebracht und war überrascht von den Wendungen, die seine Figur nimmt. Eine bestimmte Enthüllung hätte meiner Meinung nach jedoch etwas ausführlicher sein dürfen sie wirkte sehr kurz abgehandelt, obwohl sie großes Potenzial gehabt hätte.



Das Ende empfand ich ebenfalls als etwas knapp, endet jedoch mit einem starken Cliffhanger, der völlig unerwartet kommt. Gerade das macht das Buch umso spannender und sorgt dafür, dass ich den zweiten Band unbedingt lesen möchte.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Unglaublich spannende Fortsetzung

We free the Stars
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Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Autorin schafft es, eine dichte, beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte zieht. ...

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Autorin schafft es, eine dichte, beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte zieht. Das Setting der abgelegenen Ostseeinsel ist dabei perfekt gewählt: Anfangs wirkt alles ruhig und fast idyllisch, doch mit jeder Seite wird klarer, dass hinter dieser Fassade dunkle Geheimnisse lauern.

Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, besonders Cecilia, deren innere Zerrissenheit und Verzweiflung man jederzeit nachvollziehen kann. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist spannend zu verfolgen, und auch die Nebenfiguren tragen mit ihren eigenen Motiven und Geheimnissen stark zur permanenten Spannung bei. Vertrauen fällt hier schwer – und genau das macht den Reiz der Geschichte aus.

Die Handlung entfaltet sich langsam, aber sehr gezielt. Statt schneller Effekte setzt das Buch auf psychologische Spannung, unterschwellige Bedrohung und ein stetig wachsendes Gefühl von Misstrauen. Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, Wendungen eingebaut und Erwartungen gebrochen, ohne dass es konstruiert wirkt.

Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und zieht einen tief in die Geschichte hinein. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut Spannung, Charaktertiefe und Geheimnisse miteinander verwoben sind. Insgesamt ist es ein packender, düsterer Thriller, der lange nachwirkt und den man nur schwer aus der Hand legen kann.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Wer lügt?

Heir of Illusion
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Kurzmeinung: Diese Buch hat mich mehr überrascht als erwartet, wer denkt er hat die Handlung nach 100 Seiten durchschaut, der irrt sich
We lügt ?
Handlung

Hair of Illusion ist eine düstere Fantasygeschichte, ...

Kurzmeinung: Diese Buch hat mich mehr überrascht als erwartet, wer denkt er hat die Handlung nach 100 Seiten durchschaut, der irrt sich
We lügt ?
Handlung

Hair of Illusion ist eine düstere Fantasygeschichte, die sich um Macht, Kontrolle, Identität und Freiheit dreht. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die in einem System gefangen ist, das sie benutzt und formt, während sie gleichzeitig versucht, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Die Handlung startet vergleichsweise direkt, baut schnell Spannung auf und hält diese auch über längere Strecken. Es gibt viele Geheimnisse, Andeutungen und unausgesprochene Wahrheiten, die sich nach und nach zusammensetzen.

Manches wirkt zunächst vorhersehbar, doch genau darin liegt eine gewisse Sicherheit für die Lesenden. Diese Sicherheit wird später bewusst untergraben, wodurch Wendungen umso stärker wirken. Die Geschichte spielt viel mit Erwartungshaltungen und führt sie teilweise gezielt in die Irre.



Charaktere

Die große Stärke des Buches liegt ganz klar in seinen Figuren. Kaum jemand ist eindeutig gut oder böse, vieles bewegt sich in moralischen Grauzonen.



Ivy

Ivy ist eine sehr emotionale, tiefgründige Hauptfigur. Sie ist nicht so hart und abgebrüht, wie sie nach außen wirkt. Sie hat Gewissen, Schuldgefühle und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Besonders berührend ist, dass es ihr leid tut, Menschen zu töten, selbst wenn sie glaubt, keine andere Wahl zu haben. Sie versucht immer wieder, kleine Schlupflöcher zu nutzen, um anderen zumindest ein Stück Würde oder Gnade zu lassen.

Ihre innere Zerrissenheit, ihre Abhängigkeit von Machtstrukturen und ihr Wunsch nach Freiheit machen sie extrem greifbar. Ivy ist keine klassische Heldin, sondern eine Überlebende.



Thorne

Thorne ist lange Zeit schwer zu durchschauen. Er wirkt kühl, distanziert und geheimnisvoll, zeigt aber immer wieder Momente von echter Sorge und Mitgefühl. Seine Beziehung zu Ivy ist komplex, unausgesprochen und voller Spannungen. Er beschützt sie, hält gleichzeitig Abstand und bleibt emotional widersprüchlich. Genau diese Ambivalenz macht ihn so interessant.



Der König

Der König ist eine zutiefst unangenehme Figur. Seine Macht basiert auf Kontrolle, Manipulation und emotionaler Abhängigkeit. Besonders verstörend ist die Dynamik zwischen ihm und Ivy, die rückblickend immer mehr Fragen aufwirft und ein sehr beklemmendes Gefühl hinterlässt. Er verkörpert perfekt das Thema Machtmissbrauch.



Della

Della ist eine Figur, die viel Einfluss im Hintergrund ausübt. Ihre Loyalitäten sind nicht immer eindeutig und sie wirkt berechnend, aber nicht eindimensional. Ihre Verbindung zu anderen Figuren sorgt zeitweise für Verwirrung, was jedoch eher der Komplexität der Welt geschuldet ist als schlechtem Schreiben.



Leona

Leona ist eine Figur, die eher indirekt präsent ist, aber dennoch Bedeutung hat. Ihre Beziehung zu anderen Charakteren trägt zur politischen und familiären Verstrickung der Geschichte bei.



Remy

Remy wirkt zunächst wie eine Vertrauensperson. Seine Rolle ist ruhig, unterstützend und bodenständig. Gerade im Kontrast zu den vielen Machtspielen stellt er eine Art Stabilität dar.



Calum

Calum bringt eine überraschend warme, fast süße Note in die Geschichte. Seine Handlung zeigt, wie groß Ivys Herz wirklich ist und dass sie nicht nur um ihr eigenes Überleben kämpft, sondern sich auch um andere sorgt.



Lynal

Lynal ist eindeutig unsympathisch und moralisch fragwürdig. Auch wenn man früh merkt, dass er kein guter Mensch ist, bleibt zunächst offen, wie schwer seine Taten wirklich wiegen.



Griffin

Griffin ist ein spannender Nebencharakter, dessen Verbindung zu Thorne neugierig macht. Er wirkt kompetent, geheimnisvoll und trägt zur Tiefe der mythologischen Ebene bei.



Darrow

Darrow fungiert als Wissensquelle und öffnet den Blick auf alte Legenden, Mythen und Wahrheiten. Seine Aussagen geben der Geschichte zusätzliche Bedeutung und regen stark zum Theoretisieren an.



Worldbuilding

Das Worldbuilding ist düster, atmosphärisch und sehr bildhaft. Besonders unterirdische Orte, alte Tunnel, Gewölbe und vergessene Strukturen sind eindrucksvoll beschrieben. Magie wirkt nicht alltäglich, sondern gefährlich, verlockend und geheimnisvoll.

Mythologie, Götter und Artefakte sind tief in die Welt eingebettet und fühlen sich nicht wie bloße Hintergrunddekoration an. Viele Details erschließen sich erst nach und nach, was zwar gelegentlich verwirrend sein kann, aber auch den Reiz der Welt ausmacht.



Schreibstil

Der Schreibstil ist flüssig, emotional und sehr bildhaft. Beschreibungen sind detailliert, ohne zu überladen zu wirken. Besonders Gefühle, innere Konflikte und Spannungen zwischen Figuren werden gut transportiert. Dialoge wirken natürlich und tragen viel zur Charakterentwicklung bei.



Spannungsaufbau

Die Spannung baut sich kontinuierlich auf. Selbst ruhigere Passagen fühlen sich nie belanglos an, weil immer etwas Unausgesprochenes in der Luft liegt. Enthüllungen kommen in gut gesetzten Abständen und halten die Neugier konstant hoch.



Cover

Das Cover passt hervorragend zur Geschichte. Es wirkt mystisch, dunkel und bedeutungsvoll und spiegelt die Atmosphäre des Buches sehr gut wider.



Fazit

Hair of Illusion ist ein Fantasyroman, der mit Emotionen, moralischen Konflikten und Machtstrukturen spielt. Auch wenn manches zunächst vorhersehbar scheint, überrascht die Geschichte letztlich doch. Besonders die Charaktere tragen das Buch und machen es schwer, sich emotional zu distanzieren.

Ein spannender, atmosphärischer Auftakt, der viele Fragen aufwirft und definitiv Lust auf mehr macht.

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