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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Fleischlos verführt

Hessisch vegetarisch
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Mir gefiel auf Anhieb das Cover mit der Geröstel-Pfanne mit Pilzen, welches gleich Appetit macht.
Jedes Rezept wird mit einem ganzseitigen Bild illustriert, so dass man eine gute Vorstellung von dem Gericht ...

Mir gefiel auf Anhieb das Cover mit der Geröstel-Pfanne mit Pilzen, welches gleich Appetit macht.
Jedes Rezept wird mit einem ganzseitigen Bild illustriert, so dass man eine gute Vorstellung von dem Gericht erhält. Zutaten, Zubereitungsschritte, benötigtes Material und Anrichte-Tipps sowie vegane Varianten zum Rezept sind übersichtlich aufbereitet. Zusätzlich werden Zusatzinfos über den „Gut zu Wissen“-Punkt vermittelt.
Es werden jeweils 10 Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte und Dessert vorgestellt, so dass eine gewisse Variationsbreite gegeben ist. Die Neuinterpretation traditioneller Gerichte ist modern und gelungen, auch Freunde der klassischen Zubereitungsart werden Geschmack daran finden.
Das Inhaltsverzeichnis mit den Bildkacheln vermittelt einen ersten Eindruck von den Gerichten und ist sehr übersichtlich. Ich als Nichtvegetarierin sehe hier leckere Möglichkeiten zur Erweiterung meiner Speisekarte, denn nicht nur Vegetarier finden hier einige Anregungen, vor allem die Dessert-Vorschläge haben mir gut gefallen! Auch ein schönes Geschenk als Mitbringsel.

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  • Cover
Veröffentlicht am 30.03.2026

Albtraumhaftes Geschehen und fast jede(r) verfolgt seine eigenen Ziele

Missing Page - Tödliche Worte
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Zum Inhalt:
Antonia, genannt Toni, nimmt in Schottland an einem Schreibworkshop eines erfolgreichen, aber exzentrischen Autors teil. Außer ihr sind fünf weitere jugendliche Teilnehmer - und abgesehen von ...

Zum Inhalt:
Antonia, genannt Toni, nimmt in Schottland an einem Schreibworkshop eines erfolgreichen, aber exzentrischen Autors teil. Außer ihr sind fünf weitere jugendliche Teilnehmer - und abgesehen von dem Hausherrn - noch vier Bedienstete auf dem Anwesen zugegen. Der Autor, Richard Giffard, weckt Erwartungen, denn er will sein gesamtes Vermögen dem überzeugendsten Schreibtalent unter den jugendlichen Aspiranten vermachen.
Ein Sturm zieht auf, sie werden von der übrigen Welt abgeschnitten. Seltsame Erscheinungen, ein Einbruch und weitere zunächst nicht zu erklärende Vorkommnisse bis hin zu einem Todesfall schaffen eine Atmosphäre voller Misstrauen. Für Schlafwandlerin Toni verwischen, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Alpträume, Traum und Wirklichkeit. Letztendlich fängt sie an, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Meine Meinung:
Adressiert an die Leserinnen und Leser von Y/A-Literatur kann der Thriller durchaus Begeisterung bei der älteren Generation auslösen, denn wer Lust am Miträtseln hat, ist bei diesem Buch richtig. Es braucht einen Moment, bis man sich mit den Protagonisten vertraut gemacht hat, aber wenn man in der Geschichte angekommen ist, will man mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Katie Kentos Schreibstil ist locker und flüssig, sie fängt die unterschiedlichen Charaktere gut ein und versteht es, uns die Personen nahe zu bringen. Besonders gut gelingt dies bei Toni, die im Mittelpunkt steht und aus deren Sicht uns die Handlung erzählt wird. Sehr gut gelungen ist die Verbindung zwischen Toni und ihrer toten Mutter, zu der sie den inneren Dialog sucht. Ihre Mutter war Kommissarin und so versucht Toni sich als Ermittlerin auf ihren Spuren. Ja, viel von Tonis Handeln wird bestimmt von dem Andenken an ihre Mutter.
Das Buch punktet zudem durch die über weiten Strecken erhaltene Spannung und die unterschiedlichen Motivlagen, die die Leserschaft immer wieder auf vermeintlich eindeutige Spuren führen. Die zarte Liebesbeziehung spielt zwar eine Rolle, aber dominiert nicht die Handlung, ist wohldosiert. Da ich keine Freundin von Liebesromanen bin, ist mir dies positiv aufgefallen. Am Ende überrascht die Auflösung. Mit während des Lesens nicht angedachten Verbindungen und in der Manier eines Hercule Poirot wird uns das Ergebnis präsentiert, welches mich zufrieden das Buch beiseite legen ließ. Dazu trug auch der gelungene Epilog am Ende bei. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Buch optisch auch ein Highlight ist.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 25.03.2026

Ein scheinbar tiefer Fall, der doch nicht ohne Hoffnung bleibt

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Isabell, eigentlich Tomke, hat das beschauliche nordfriesische Deerhusen lange hinter sich gelassen und lebt mit ihrem Mann Sebastian und den zwei erwachsenen Kindern Clara und Lucas in München, in einer ...

Isabell, eigentlich Tomke, hat das beschauliche nordfriesische Deerhusen lange hinter sich gelassen und lebt mit ihrem Mann Sebastian und den zwei erwachsenen Kindern Clara und Lucas in München, in einer luxuriösen Villa. Nicht ahnend, dass ihr Mann Sebastian in großem Stil Gelder veruntreut hat und daher ins Gefängnis wandert. Ohne Vermögen, kaum noch Bargeld im Portemonnaie, flieht sie mit Sohn und Tochter vor dem Skandal zurück in ihr Elternhaus, aus dem ihre Schwester Stine inzwischen eine kleine Pension gemacht hat.

Die beiden Co-Autorinnen haben die Geschichte in einem erfrischend lockeren Stil zu Papier gebracht. Das Verarbeiten der Situation zu Beginn, die Entscheidungsfindung und die lange und unbequeme Anreise mit allen Tücken, die eine Fahrt mit der Bahn bieten kann, ist launisch beschrieben, man steckt sofort drin in den Charakteren. Wobei sich das Mitleid mit den verwöhnten Protagonisten in Grenzen hält.
Dann das Ankommen in der Vergangenheit, das Erinnern und das Wiedersehen mit der Schwester, mit der man über Jahrzehnte keinen Kontakt mehr hatte. Alle drei Neuankömmlinge müssen mit den neuen Lebensumständen klarkommen, wobei jeder seinen eigenen Weg zu finden hat. Nicht zu vergessen das Verarbeiten vergangener Themen und der Beginn eines Sich-Wieder-Verstehens.
Das alles finde ich gut in der Geschichte entwickelt und miteinander verknüpft. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz. Das Buch lebt von den Beziehungen der Personen untereinander und von dem Kontrast zwischen den unterschiedlichen Lebensentwürfen der verwöhnten Städter und der bodenständigen Dorfbewohner. Es liest sich eher ruhig, bietet auch keine besonderen Spannungsmomente, aber die Charaktere entwickeln sich. Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen und fand es unterhaltsam - einfach mal was anderes für Zwischendurch. Als Serienauftakt habe ich es nicht empfunden, für mich wirkt es auserzählt.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Magisch, märchenhaft, melancholisch, aber auch mutmachend

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Der Winter ist hartnäckig und Flora entschließt sich an ihrem 13. Geburtstag die Maikönigin zu suchen, um endlich den Frühling in ihren Ort zurückzubringen - den Frühling, den sie so wunderbar in ihren ...

Der Winter ist hartnäckig und Flora entschließt sich an ihrem 13. Geburtstag die Maikönigin zu suchen, um endlich den Frühling in ihren Ort zurückzubringen - den Frühling, den sie so wunderbar in ihren Geschichten beschreibt. Auf der abenteuerlichen Reise wird sie von dem Eichhörnchen Parzival und Kobold Grisold begleitet, lernt dabei Harriet aus ihren eigenen Geschichten kennen und muss gegen die böse Hexe Ych bestehen.
Das Buch wirkt wie aus einer anderen Zeit, der erzählende Schreibstil ist ganz besonders, die Formulierungen sind ausgefeilt und erinnern an eine Märchengeschichte. Über weite Strecken wirkt das Buch beklemmend und scheinbar ohne Hoffnung. Aber nur scheinbar, denn Flora trägt die Hoffnung in sich. Die Reisegefährten bringen Leichtigkeit und Humor mit und tragen dazu bei, dass die Geschichte sich gut, flüssig und interessant liest. Mir kamen dabei die Matroschkas in den Sinn, die verschachtelten Puppen, denn auch die Geschichte in der Geschichte wirkt feingesponnen und in sich verflochten. Neben dem Wert von Freundschaft geht es dabei darum, die eigenen Ängste zu überwinden, mutig zu sein und seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Schon Floras Augen auf dem Cover ziehen einen in den Bann und dies macht auch die Geschichte, von der man sich gerne verzaubern lässt.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Der verborgene Schatz der Themse

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Bo lebt zur Zeit des ersten Weltkriegs am südlichen Ufer der Themse in der Nähe der Battersea Bridge. Oft sucht sie bei Ebbe im Schlamm der Themse nach Schätzen, wie andere Mudlarker, hier Schlammschwalben ...

Bo lebt zur Zeit des ersten Weltkriegs am südlichen Ufer der Themse in der Nähe der Battersea Bridge. Oft sucht sie bei Ebbe im Schlamm der Themse nach Schätzen, wie andere Mudlarker, hier Schlammschwalben genannt, auch. Alle in der Hoffnung, etwas besonders Wertvolles zu entdecken. Eines Tages entdeckt sie eine glitzernde Münze, der Fluss scheint zu ihr zu sprechen, sie hat Visionen und lernt Billy River kennen. Ihr bester Freund Eddie aus der Nachbarschaft, teilt das Hobby und wird sich später noch als wirklich guter Freund erweisen.
Mir gefällt der plastische Schreibstil von Jessie Burton, der das Kopfkino in Gang setzt, das Erzählte wird erlebbar. Die Kapitel haben eine gute Länge und trägt so dem eigenem Leserhythmus Rechnung.
Die Geschichte selbst ist spannend und turbulent, die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die Probleme einer Familie, in der der Vater fehlt, dessen Stelle nun von dem 18jährigen Bruder Harry eingenommen wurde, der zudem in den Krieg ziehen muss, wurden realistisch beschrieben. Kinder mussten damals schnell erwachsen werden. Die Lebensumstände der damaligen Zeit sind meiner Meinung nach gut beschrieben und wirken authentisch. Der Krieg findet ausreichend Erwähnung, gipfelt aber nicht in der Beschreibung blutiger Schlachten. In der Geschichte geht es aber auch um Trauer, Verlustängste und wirklichen Verlust. Das Buch hält auch noch eine Überraschung parat, die man zu Beginn nicht erwartet, jedoch erahnt man, was passieren könnte. Das wird von der Autorin geschickt erzählt, mir hat es gefallen.
Alles in allem ein lesenswertes Abenteuer mit Magie, viel Raum für Freundschaften, welches auch zum Nachdenken anregt.

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