Slowburn in einem Writers-Setting mit leichtem Enemies to Lovers Vibe und überraschendem Erzählstil.
Not in My BookWie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:
Auf »Not in my book« wurde ich beim Stöbern in den Lesejury-Leserunden aufmerksam. Bücher über Bücher und schreibende Personen sprechen mich sowieso immer ...
Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:
Auf »Not in my book« wurde ich beim Stöbern in den Lesejury-Leserunden aufmerksam. Bücher über Bücher und schreibende Personen sprechen mich sowieso immer an und die Leseprobe überzeugte mich dann noch mehr davon, mich für die Leserunde zu bewerben. Vielen Dank nochmal, dass ich an ihr teilnehmen durfte!
Handlungsüberblick:
Rosie studiert Kreatives Schreiben in New York und will unbedingt Romance-Autorin werden. Allerdings ist in ihrem Studiengang auch Aiden, der für für gehobene Literatur brennt, aber Romance verachtet, und mit dem sie im Unterricht ständig aneinandergerät. Um ihren hitzigen Diskussionen ein Ende zu bereiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre wiederherzustellen, fordert ihre Dozentin sie auf, gemeinsam an einem Romance-Buch mit tragischem Ende zu arbeiten, um nicht durchzufallen. Beide akzeptieren dies eher widerwillig, bis sich die Figuren in ihrem Roman ineinander verlieben und sich auch Rosie und Aiden näher kommen.
Mein Bucheindruck:
Das Cover passt sehr gut zum Buch. Durch die herumfliegenden Blätter ist direkt sichtbar, dass es um zwei Schreiberlinge geht. Im Buchladen hätte ich durch sie sofort nach "Not in my book" gegriffen. Nachdem ich mehrfach ein mir unbekanntes Wort gelesen hatte und mit dem Gedanken "Was zum Henker ist ein Colani?" dessen Bedeutung gegoogelt hatte, fand ich allerdings dass die Abbildung von Aidens Mantel noch etwas mehr nach Colani hätte aussehen können. Schließlich spielt er im Buch eine wichtige Rolle. Hashtag mehrknöpfebitte! 😃
Mein Leseeindruck:
Die Leseprobe hat mich durch das Setting und die Figuren direkt mitgerissen. Das Setting war einfach genau meins! Ich studiere und schreibe selbst, weswegen ich mich total wohl zwischen den Seiten von "Not in my book" fühle. Besonders cool finde ich auch, dass Auschnitte aus ihrem gemeinsamen Roman mit in das Buch eingeflochten wurden. 📖✏
Rosie fand ich in den ersten zwei Dritteln des Buches wunderbar, ich liebte ihre Begeisterung für das Romance-Genre und dadurch, dass wir denselben Traum haben, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Vor allem ihr amerikanisch-peruanischer Background fasziniert mich sehr. Ich lerne gern durch die Literatur mehr über andere Kulturen und ihre Traditionen.😍 Im letzten Drittel des Buches fand ich manche ihrer Handlungen jedoch etwas unglaubwürdig, unreif und überzogen.
Auch, wenn Aiden das ganze Buch über durch den Schreibstil etwas weniger greifbar bleibt als Rosie, liebte ich den Schlagabtausch zwischen Rosie und Aiden, der mich gleich zu Beginn des Buches richtig mitriss. Ihre Schlagfertigkeit brachte mich total zum Schmunzeln. 😊 Nach den anfänglichen Kabbeleien entwickeln sich die Gefühle zwischen den beiden langsam und authentisch, wodurch ich das Buch als Slowburn mit einem leichten Enemies to Lovers Vibe beschreiben würde. Meine Lieblingsszene zwischen den beiden war definitiv die Buchshopping-Szene. Einfach nur Zucker! Allerdings muss ich sagen, dass ich die Sexszenen zwischen Rosie und Aiden etwas cringe fand. Es mag sein, dass sie realistisch waren und bei einigen Menschen leider wirklich so ablaufen, ich bin aber froh, dass dies bei mir nicht so ist. Ich habe mich fast ein bisschen für sie geschämt und mir definitiv ganz andere und vor allem leidenschaftlichere Momente für sie gewünscht.
Der Nebenfigurenpool hält einiges bereit. Es gibt viele liebenswerte Figuren, die das Buch zu einem #cozyread machen, aber auch einen mehr als unsympatischen Antagonisten. Rosies Mitbewohnerin und ihre Familie waren mir zum Beispiel super sympathisch. Auch Rosies Beziehungs zu ihrer Mentorin fand ich toll. Ich mochte die für kreative Studiengänge so typische flache Hierarchie und die freundschaftliche Bindung, welche durch die gemeinsame und ja ziemlich persönliche Arbeit an Rosies Texten entstand.
Mein Eindruck vom Schreibstil:
»Not in my book« wird aus Rosies Sicht erzählt, wodurch Aiden und seine Gefühle den Lesenden verbogen bleiben. Es gibt aber auch Einblicke in das gemeinsame Schreibprojekt von ihr und Aiden, welche seine Gedanken und Gefühle etwas erahnen lassen. Diese Erzählweise, die sich von anderen Büchern des Genres abhebt, fand ich sehr spannend. Zudem heißt das gemeinsame Schreibprojekt von Rosie und Aiden bis kurz vor Ende des Buches "Unbenannt", weswegen sich die gesamte Lektüre über die Spannung auf den Titelreveal hält.
Mein Abschlussfazit:
»Not in my book« ist Slowburn in einem Writers-Setting mit leichtem Enemies to Lovers Vibe und überraschendem Erzählstil.