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Veröffentlicht am 20.04.2022

Spannende Ermittlungen mit sympathischen Protagonisten

Düsteres Watt
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Dies war für mich der erste Band rund um die Ermittlerin Liv Lammers. Ich konnte dem Geschehen aber trotzdem sehr gut folgen, vielleicht habe ich nur manchmal die eine oder andere Handlung nicht so gut ...

Dies war für mich der erste Band rund um die Ermittlerin Liv Lammers. Ich konnte dem Geschehen aber trotzdem sehr gut folgen, vielleicht habe ich nur manchmal die eine oder andere Handlung nicht so gut nachvollziehen können.

Auf Sylt wird in den Dünen die Leiche eines Adeligen gefunden, der kurioserweise ertrunken ist. Liv Lammers, die gerade Urlaub auf Sylt macht, ist natürlich sofort voll drin im Fall. Wie es bei den von und zus so ist, gestalten sich die Ermittlungen im familiären Bereich etwas schwieriger. Auch erhalten wir Einblick in die nicht ganz so heile Welt des Ermordeten. Von Überwachung, häuslicher Gewalt und selbstverletzendem Verhalten ist hier die Rede, was das Ermitteln auch nicht gerade einfacher macht. Aber auch im Kollegenkreis gibt es die eine oder andere Krise, die Liv einiges abverlangt.

Dieser Krimi ist sehr schön flüssig geschrieben, mit sympathischen Protagonisten und viel Spannung auf den 400 Seiten. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

Ich werde demnächst auf jeden Fall noch die Vorgänger lesen, da mir das Team um Liv sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Der Abschluss einer tollen Trilogie über starke Frauen!

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz
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Nachdem ich die ersten beiden Bände auch schon sehr gerne gelesen habe und mir die Protagonisten sehr ans Herz gewachsen sind, habe ich mich auf diesen letzten Teil sehr gefreut.

Berlin im Jahre 1924, ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände auch schon sehr gerne gelesen habe und mir die Protagonisten sehr ans Herz gewachsen sind, habe ich mich auf diesen letzten Teil sehr gefreut.

Berlin im Jahre 1924, also in den goldenen Zwanzigern. Viele wollen die große Stadt erleben und manchen wird sie zum Verhängnis. So stirbt hier eine reiche Erbin unter mysteriösen Umständen, die Kuno versucht aufzuklären. Natürlich mit Magdas Hilfe. Die beiden arbeiten, seit sie verheiratet sind, irgendwie noch besser zusammen! Und sind immer noch auf der Suche nach Elkes kleinem Bruder Otto...

Aber auch Celia hat in diesem Teil einiges an familiären Tragödien zu stemmen, wird aber auch Mutter. Und auch die anderen schon bekannten Frauen, wie Doris, Erika und Ina kommen hier nicht zu kurz.

Schade, nun ist die Trilogie zu Ende. Das Autorenpaar hat es sehr gut verstanden, über die drei Teile die Figuren sehr schön herauszuarbeiten. Es war wunderbar zu lesen, wie sich die einzelnen Frauen von Teil zu Teil entwickelt haben, auch wenn nicht immer alles eitel Sonnenschein war. In der damaligen Zeit hatte Frau es noch nicht so einfach wie heutzutage und vor allem Celia musste sich ganz schön durchbeißen.

Ein besonderes Schmankerl war dann im letzten Drittel ein Wiedersehen mit den Thomasius-Frauen, die die eine oder andere Leserin vielleicht schon aus der früheren Ärztin-Trilogie kennt. Sogar noch mit Aussicht auf ein zukünftiges Buch über Antonia Thomasius. Bin gespannt!

Alles in allem kann ich die Polizeiärztin-Trilogie wärmstens empfehlen. Ein schöner Mix aus historischem Roman und Krimi.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Spannend und mysteriös...

Strandfeuer
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Das Buch beginnt mit der spannenden Schilderung eines historischen Schiffsunglücks, einem Autounfall Ende der 90er und mit Mariannes und Theos Urlaub in St. Peter-Ording. Erstmal alles Erzählstränge, die ...

Das Buch beginnt mit der spannenden Schilderung eines historischen Schiffsunglücks, einem Autounfall Ende der 90er und mit Mariannes und Theos Urlaub in St. Peter-Ording. Erstmal alles Erzählstränge, die nicht zueinanderpassen. Im Laufe des sehr spannend geschriebenen Buches gibt es einen Mord zu klären, und weil Theo ja praktischerweise schon vor Ort ist, übernimmt er gleich die Ermittlungen. Nebenbei ist noch Yoga angesagt, was zu amüsanten Beschreibungen führt, da Theo nicht der fitteste ist. Ein wenig Mystik ist hier auch mit eingewoben. Da gibt es seltsame Vorfälle bei Gebäuden, schlechte Wünsche, die sofort in Erfüllung gehen und ein armer Theo, dem beim Betreten eines Hauses immer schlecht wird.

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Er war von vorne bis hinten spannend, die Personen und Landschaften wunderbar beschrieben und eine kleine Prise Humor hat das Buch sehr fein gewürzt.

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Veröffentlicht am 02.04.2022

Sehr berührende Geschichte

Fräulein Wunder
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Dieses Buch beginnt Ende der 1950er Jahre in einem kleinen Dorf bei Bremen, als die Zeiten noch sehr engstirnig waren. Es handelt von arrangierten Ehen, ledigen Müttern, die gezwungen werden, ihre Kinder ...

Dieses Buch beginnt Ende der 1950er Jahre in einem kleinen Dorf bei Bremen, als die Zeiten noch sehr engstirnig waren. Es handelt von arrangierten Ehen, ledigen Müttern, die gezwungen werden, ihre Kinder gleich nach der Geburt zur Adoption frei zu geben aber auch von Freundschaft und großer Liebe.

Die 16jährige Brit lernt auf einer Schulfahrt nach Sylt den Hotelerben Arne kennen, der dort aber inkognito arbeitet. Er wird ihre erste große Liebe, die nicht folgenlos bleibt. Durch die Machenschaften seines Vaters werden die Liebenden allerdings auseinander gebracht und gerade für Brit als minderjährige Schwangere brechen schwere Zeiten an. Sie kommt in ein Heim für ledige Mütter.

Ich möchte hier noch nicht allzu viel von der Handlung verraten, kann aber versichern, dass es sich nicht um einen schnulzigen Liebesroman handelt. Mir haben die Handlung und auch die Beschreibung der Charaktere sehr gut gefallen. Es werden hier Schicksale beschrieben, die für die damalige Zeit wahrscheinlich typisch waren, die heutzutage aber so nicht mehr sein müssen. Sicherlich gibt es noch Heime für ledige Mütter, aber bestimmt nicht mehr, um ihnen die Kinder gleich wieder wegzunehmen.

Da dies der Auftakt einer Trilogie ist, verrate ich ja noch nicht zu viel, wenn ich sage, dass es zum Schluss doch irgendwie ein Happy End für Brit und ihre Tochter gibt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der leider noch ein paar Monate auf sich warten lässt. Vielen Dank an Gisa Pauly, von der ich bisher nur die Mama-Carlotta-Serie kannte, die mir mit ihrer amüsanten Art auch immer sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 02.04.2022

Eine wunderschöne Geschichte

Und wenn wir wieder tanzen
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Ich war schon nach der Leseprobe gefesselt von diesem Buch. Dabei ist es nicht spannend wie ein Krimi, aber dafür wunderbar erzählt.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei ich knapp 150 ...

Ich war schon nach der Leseprobe gefesselt von diesem Buch. Dabei ist es nicht spannend wie ein Krimi, aber dafür wunderbar erzählt.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei ich knapp 150 Seiten brauchte, um die beiden irgendwie in Verbindung zu bringen. Beide Frauen, um die es hier geht, haben schwere Zeiten hinter sich, haben aber immer den Kopf oben behalten und gekämpft ("trage die Nasenspitze immer bis zur obersten Blüte einer Sonnenblume"). Am Anfang des Buches steht die große Flutkatastrophe von Hamburg 1962, in der die junge Marie nur ihr Leben retten kann und dann bei einer älteren Dame wohnen kann. Zwischen den beiden entwickelt sich nach und nach eine Freundschaft mit Höhen und Tiefen. Die Rückblicke in die Vergangenheit offenbaren ein schweres Leben von Frieda mit ihrer Tochter Helly, die es nach endlosen Misshandlungen durch ihren Mann ebenfalls nach Hamburg verschlägt.

Eigentlich dachte ich immer, Zeitsprünge in Büchern finde ich blöd, aber hier wurden die beiden Ebenen so gekonnt an den richtigen Stellen eingesetzt, dass ich die Geschichte mit großer Freude gelesen habe. Die Charaktere waren so gut beschrieben, dass ich mich beim Lesen gut dort hineinversetzen konnte. Ein sehr flüssiger Schreibstil und die beiden sympathischen Frauen rundeten dann das Buch für mich ab. Auch wenn der Schluss ein wenig schnell und vielleicht auch etwas unglaubwürdig erscheinen mag, mir hat es sehr gut gefallen!

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