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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2022

Ein Sommer am See

Schallplattensommer
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Maserati ist 16 Jahre alt und arbeitet gemeinsam mit ihrer Oma in dem kleinen Restaurant. Nein, es gibt keinen Fisch und überhaupt gar nichts Extravagantes. Auch Eis nicht. Dafür Teigtaschen in unterschiedlichen ...

Maserati ist 16 Jahre alt und arbeitet gemeinsam mit ihrer Oma in dem kleinen Restaurant. Nein, es gibt keinen Fisch und überhaupt gar nichts Extravagantes. Auch Eis nicht. Dafür Teigtaschen in unterschiedlichen Variationen und Pommes. Immerhin. Maserati muss bedienen und die Spülmaschine bedienen. Kochen? Nein, das traut die Oma ihr nicht zu. Aber leider ist es so, dass die Oma immer mehr vergisst und Maserati mit ihrer Tochter verwechselt. Darum geht Maserati auch nicht mehr zur Schule. Sie ist das einzige Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern. Doch dann ändert sich so einiges. Denn die Villa, die jahrelang leerstand, hat neue Besitzer. Caspar und Theo - unterschiedliches Aussehen, aber die Stimmen sind sich zum Verwechseln ähnlich. Caspar, eher der Surfertyp, Theo unscheinbarer, aber tiefrgründiger. Er spielt Maserati eine Platte vor, um die sich dann vieles in diesem einen Sommer dreht. Doch dazu möchte ich hier noch nicht mehr verraten. Alina Bronsky erzählt die Geschichte eines Sommers, in der nicht immer viel passiert, aber am Ende rückblickend dann doch. Eine Geschichte, die ohne Kitsch und Drama auskommt. Toll vorgetragen von Jasna Fritzi Bauer.

Veröffentlicht am 25.04.2022

Ich habe mich köstlich amüsiert

Warrior & Peace
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Da mir der Humor in "Night of Crowns" von Stella Tack so gut gefallen hatte, war ich neugierig auf diese Reihe der Autorin und dann hat mir eine Bücherfreundin auch noch gesagt, dass sie diese Reihe noch ...

Da mir der Humor in "Night of Crowns" von Stella Tack so gut gefallen hatte, war ich neugierig auf diese Reihe der Autorin und dann hat mir eine Bücherfreundin auch noch gesagt, dass sie diese Reihe noch besser fand. Ja, es stimmt, Bücher mit mythologischem Hintergrund der griechisch-römischen Götterwelt gibt es gerade sehr viele, aber zum einen ist dieses Buch ja bereits vor einigen Jahren zuerst erschienen und zum anderen überzeugt es durch seinen großen Witz, Einfallsreichtum und die Abgedrehtheit. Ich fand den Humor einfach herrlich und vor allem den Schlagabtausch zwischen Warrior und ihrem Bruder und dann seine Hello Kitty Geschenke an sie. Warrior hat definitiv das Herz am rechten Fleck, denn sie passt immer gut auf, dass niemand Schaden nimmt und auch alles von ihrem perfekten Körper bedeckt ist. Sie ist zum einen tough, zum anderen hat sie Angst, als sie in einer gefährlichen Höllenebene ohne Taxis festsitzt und auf dem Olymp kennt sie sich so gar nicht aus, weil ihre Mutter - eine fiese Aphrodite - sie von dort ferngehalten hat. Nun bin ich echt gespannt wie es mit dem ungleichen Gespann von Warrior und Peace weitergehen wird, dem äußerst selbstgerechten und arroganten Kerl, der dann doch irgendwann auch andere Seiten zeigt. Aber mehr möchte ich nicht verraten, da Peace erst im Laufe der Handlung eine größere Rolle erhält.

Veröffentlicht am 25.04.2022

Ein neuer Fall

Der Tote aus Zimmer 12
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Und auch der zweite Fall mit Susan Ryeland war wieder äußerst geschickt konstruiert und ein "Fall-im-Fall", wieder einmal gibt ein Roman von dem mittlerweile verstorbenen Alan Conway Hinweise auf die Lösung ...

Und auch der zweite Fall mit Susan Ryeland war wieder äußerst geschickt konstruiert und ein "Fall-im-Fall", wieder einmal gibt ein Roman von dem mittlerweile verstorbenen Alan Conway Hinweise auf die Lösung eines anderen Falles. Susan Ryeland ist mittlerweile Hotelbesitzerin auf Kreta, vermisst aber die Verlagswelt. Da kommt der Auftrag von den Trehernes gerade zur rechten Zeit. Ihre Tochter Cecily ist spurlos verschwunden, nachdem sie den Roman "Atticus unterwegs" gelesen hatte und darin einen Hinweis gefunden hat, dass der ehemalige Angestellte des Hotels unschuldig für einen Mord verhaftet wurde. Doch was für ein Hinweis? Und welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Roman, der im Jahr 1953 spielt und dem Mord im Jahr 2008? Da muss Susan wohl doch noch einmal den Roman lesen und somit erhalten wir wieder einmal zwei Kriminalromane in einem und überlegen gemeinsam mit Susan, welche Parallelen es wohl geben könnte und wer welcher Person entspricht. Horowitz baut viele sprachliche Finessen ein und hat es wieder geschafft mich auf der Länge des ganzen Wälzers gut zu unterhalten. Was auch an dem guten Vortrag von Katja Danowski und Volker Hanisch lag.

Veröffentlicht am 25.04.2022

Geschickt konstruiert

Der Tote aus Zimmer 12
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Und auch der zweite Fall mit Susan Ryeland war wieder äußerst geschickt konstruiert und ein "Fall-im-Fall", wieder einmal gibt ein Roman von dem mittlerweile verstorbenen Alan Conway Hinweise auf die Lösung ...

Und auch der zweite Fall mit Susan Ryeland war wieder äußerst geschickt konstruiert und ein "Fall-im-Fall", wieder einmal gibt ein Roman von dem mittlerweile verstorbenen Alan Conway Hinweise auf die Lösung eines anderen Falles. Susan Ryeland ist mittlerweile Hotelbesitzerin auf Kreta, vermisst aber die Verlagswelt. Da kommt der Auftrag von den Trehernes gerade zur rechten Zeit. Ihre Tochter Cecily ist spurlos verschwunden, nachdem sie den Roman "Atticus unterwegs" gelesen hatte und darin einen Hinweis gefunden hat, dass der ehemalige Angestellte des Hotels unschuldig für einen Mord verhaftet wurde. Doch was für ein Hinweis? Und welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Roman, der im Jahr 1953 spielt und dem Mord im Jahr 2008? Da muss Susan wohl doch noch einmal den Roman lesen und somit erhalten wir wieder einmal zwei Kriminalromane in einem und überlegen gemeinsam mit Susan, welche Parallelen es wohl geben könnte und wer welcher Person entspricht. Horowitz baut viele sprachliche Finessen ein und hat es wieder geschafft mich auf der Länge des ganzen Wälzers gut zu unterhalten.

Veröffentlicht am 06.04.2022

Poetisch und ein wenig magisch

Der Geschichtenbäcker
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Sofies Karriere als Tänzerin ist nach einem Sturz am Ende und sie lässt sich gehen. Ihre Beziehung zu Florian läuft auch nicht mehr rund. Eigentlich möchte sie die Aushilfsstelle in Giacomos Bäckerei so ...

Sofies Karriere als Tänzerin ist nach einem Sturz am Ende und sie lässt sich gehen. Ihre Beziehung zu Florian läuft auch nicht mehr rund. Eigentlich möchte sie die Aushilfsstelle in Giacomos Bäckerei so schnell wie möglich beenden, um dem Arbeitsamt immerhin ihren guten Willen zu beweisen. Doch dann kommt es doch anders. Giacomo ist ein ganz besonderer Bäcker. Er backt für jeden Kunden das Brot, das er braucht. Er hilft Sofie aus ihrer Lebenskrise heraus, doch auch ihre Rolle ist wichtig. Ein wunderbares, sehr poetisches und ein wenig magisches Buch, das mir gut gefallen hat und viele Anstöße zum Nachdenken gegeben hat. Eindringlich und ausdrucksstark vorgelesen von Reinhard Kuhnert.