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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Zwischen Erinnerung und Entscheidung

Weißer Sommer
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Der Debütroman von Eva Pramschüfer ist für mich ein absolutes Highlight gewesen. Dieses Buch lebt nicht von großen Ereignissen, sondern von leisen Momenten, Gedanken und Gefühlen, die sich beim Lesen Stück ...

Der Debütroman von Eva Pramschüfer ist für mich ein absolutes Highlight gewesen. Dieses Buch lebt nicht von großen Ereignissen, sondern von leisen Momenten, Gedanken und Gefühlen, die sich beim Lesen Stück für Stück entfalten.

Im Mittelpunkt stehen Alma und Théo, die einen letzten gemeinsamen Sommer verbringen, um herauszufinden, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat. Dabei wechselt die Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt nicht nur, wie sich die beiden kennengelernt haben, sondern auch, wie sich ihre Liebe im Laufe der Zeit verändert hat. Genau das macht die Geschichte so besonders, weil sie sich unglaublich echt anfühlt.

Der Schreibstil ist einfach wunderschön. Poetisch und gleichzeitig so bildhaft, dass man das Gefühl hat, selbst mit den beiden durch Südfrankreich zu gehen. Ich habe mir beim Lesen immer wieder Stellen markiert, weil so viele Sätze nachklingen und etwas in einem auslösen. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man langsamer liest, um nichts zu verpassen.

Was mich besonders berührt hat, ist die Ehrlichkeit der Geschichte. Es geht nicht um eine perfekte Liebe, sondern um Zweifel, unterschiedliche Lebensvorstellungen und die Frage, ob Gefühle allein ausreichen. Dieses ständige Abwägen zwischen Festhalten und Loslassen wurde so fein und nachvollziehbar erzählt, dass ich mich immer wieder in den Gedanken der beiden wiedergefunden habe.

Die Atmosphäre ist dabei durchgehend leicht melancholisch, was perfekt zur Geschichte passt. Es ist kein lautes Buch, sondern eines, das zwischen den Zeilen wirkt und genau dadurch so intensiv wird.

Für mich ist das Buch ein sehr gelungenes Debüt, das noch lange nachhallt. Ein Buch über Liebe, Veränderung und das Erwachsenwerden, das mich komplett überzeugen konnte.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Gute Idee, aber nicht ganz überzeugend

Bachelorette Party
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Der Klappentext von Bachelorette Party klang genau nach einem Thriller, der mich eigentlich total abholen müsste. Eine abgelegene Insel, eine Junggesellinnenfeier und dazu ein dunkles Geheimnis aus der ...

Der Klappentext von Bachelorette Party klang genau nach einem Thriller, der mich eigentlich total abholen müsste. Eine abgelegene Insel, eine Junggesellinnenfeier und dazu ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Das Setting konnte mich auch direkt überzeugen und hat auf jeden Fall zur Atmosphäre beigetragen.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart rund um die Bachelorette Party und einmal mit Blick auf das, was Jahre zuvor auf der Insel passiert ist. Grundsätzlich mag ich so etwas sehr, hier war es für mich aber stellenweise eher verwirrend als spannend. Es gibt einige Figuren und nicht alle blieben für mich wirklich greifbar. Dadurch fiel es mir schwer, eine richtige Bindung aufzubauen oder bei allen Entwicklungen wirklich mitzugehen.

Trotzdem ließ sich das Buch schnell lesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man flott vorankommt und gerade im letzten Teil zieht die Spannung auch deutlich an. Ich wollte dann schon wissen, wie alles zusammenhängt und wie die Auflösung aussieht. Manche Wendungen waren für mich allerdings recht früh absehbar, wodurch der große Überraschungseffekt ein wenig ausgeblieben ist.

Was mir insgesamt gefehlt hat, war etwas mehr Tiefe bei den Charakteren. Vieles wirkte eher funktional für den Plot, sodass mich einige Ereignisse nicht so mitgenommen haben, wie sie es vielleicht hätten tun sollen. Die Grundidee fand ich aber gut und auch das düstere Inselsetting konnte einiges auffangen.

Am Ende sind es für mich 3 von 5 Sternen. Ein solider Thriller mit spannender Ausgangslage, der mich gut unterhalten hat, aber nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Zwischen Leichtigkeit und Schmerz

Paradise Beach
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Beach Party habe ich an einem Tag verschlungen. Kaum angefangen, war ich auch schon durch, weil die Geschichte einen ganz eigenen Sog entwickelt und man unbedingt wissen möchte, wie sich alles zusammenfügt.

Die ...

Beach Party habe ich an einem Tag verschlungen. Kaum angefangen, war ich auch schon durch, weil die Geschichte einen ganz eigenen Sog entwickelt und man unbedingt wissen möchte, wie sich alles zusammenfügt.

Die Handlung bewegt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit und genau das macht für mich einen großen Teil der Atmosphäre aus. Auf der einen Seite steht Ada als Erwachsene, die nach ihrer OP versucht, sich irgendwie wieder zurechtzufinden. Auf der anderen Seite dieser intensive Sommer ihrer Jugend, der so viel Leichtigkeit, aber gleichzeitig auch Unsicherheit und Schmerz in sich trägt. Gerade diese Rückblicke haben mich besonders gepackt, weil sie dieses typische Gefühl von Erwachsenwerden sehr greifbar machen.

Der Schreibstil ist dabei eher ruhig, teilweise fast fragmentarisch, aber genau das passt gut zur Geschichte. Vieles wird nicht direkt ausgesprochen, sondern zwischen den Zeilen transportiert. Das hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen und hat der Geschichte eine besondere Tiefe gegeben.

Besonders gelungen fand ich, wie sensibel Themen wie Körper, Schmerz und das Gefühl, mit etwas allein zu sein, eingebunden wurden. Gleichzeitig zeigt das Buch auch diese typische Sommerstimmung, dieses Zwischengefühl aus Freiheit und Orientierungslosigkeit, das man aus der Jugend kennt.

Allerdings hatte die Geschichte für mich auch ein paar kleinere Schwächen. Gerade in der Gegenwart hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Klarheit und Entwicklung gewünscht. Einige Aspekte blieben für mich zu vage, wodurch ich nicht immer ganz greifen konnte, wohin die Geschichte eigentlich möchte.

Trotzdem ist Beach Party für mich ein starkes, besonderes Buch, das vor allem durch seine Stimmung und die Thematik im Kopf bleibt. Es liest sich schnell, wirkt aber noch lange nach.

Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Hat mich nicht so abgeholt wie erhofft

Keeping it casual
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Die Leseprobe von Keeping it casual hat mich neugierig gemacht, sodass ich das Buch im Anschluss unbedingt lesen wollte. Die Mischung aus ernsteren Themen und einer lockeren Romance klang nach genau der ...

Die Leseprobe von Keeping it casual hat mich neugierig gemacht, sodass ich das Buch im Anschluss unbedingt lesen wollte. Die Mischung aus ernsteren Themen und einer lockeren Romance klang nach genau der Art Geschichte, die mich normalerweise richtig abholt.

Der Einstieg ist mir auch leicht gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, wodurch man schnell durch die Seiten kommt. Die Idee, dass sich Maxine und Johnny über eine Dating-App kennenlernen und zunächst nur über Chats miteinander verbunden sind, fand ich spannend. Auch das gemeinsame Kochprojekt hat dem Ganzen eine besondere Note gegeben.

Leider hat mich die Geschichte insgesamt nicht so erreicht, wie ich es mir erhofft hatte. Vor allem konnte ich weder zu Max noch zu Johnny eine richtige Verbindung aufbauen. Beide Figuren blieben für mich irgendwie auf Distanz, sodass ich ihre Entscheidungen und Gefühle oft nicht ganz nachvollziehen konnte. Gerade bei einem Buch, das auch ernstere Themen wie Krankheit aufgreift, hätte ich mir deutlich mehr emotionale Tiefe gewünscht.

Stattdessen wirkte vieles auf mich eher oberflächlich. Die angesprochenen Themen wurden zwar eingebaut, aber für mein Empfinden nicht ausreichend ausgearbeitet. Besonders die Balance zwischen Leichtigkeit und Ernst hat für mich nicht ganz funktioniert. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Geschichte an den Stellen, an denen sie hätte berühren können, zu schnell weitergeht.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Chemie zwischen den beiden war für mich nicht stark genug spürbar und einige Entwicklungen wirkten eher konstruiert als natürlich.

Insgesamt hatte das Buch für mich eine gute Grundidee und einen angenehmen Schreibstil, konnte mich emotional aber leider nicht abholen. Ich hatte beim Lesen öfter das Gefühl, mich eher durch die Seiten zu bewegen, statt wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Am Ende sind es für mich 2 von 5 Sternen geworden. Ein Buch, das viel Potenzial hatte, mich aber leider nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein Sommer, der alles auf den Kopf stellt

One Last Summer
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Ihr seid auf der Suche nach einer Sommerlektüre? Hier habt ihr sie! One Last Summer von Kate Spencer habe ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen und ich wollte es nicht aus der Hand legen.

Die Geschichte ...

Ihr seid auf der Suche nach einer Sommerlektüre? Hier habt ihr sie! One Last Summer von Kate Spencer habe ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen und ich wollte es nicht aus der Hand legen.

Die Geschichte rund um Clara, die gezwungenermaßen eine Pause von ihrem stressigen Alltag einlegen muss, hat mich direkt abgeholt. Der Ausflug zurück an das Sommer-Camp, das sie mit ihren Freunden verbindet, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Beim Lesen merkt man schnell, wie viel Nostalgie in dieser Geschichte steckt. Es geht nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch darum, wie sich Freundschaften und Prioritäten im Laufe der Zeit verändern.

Sehr gut gefallen hat mir die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe. Diese Vertrautheit, das Wiedersehen und die kleinen Momente zwischendurch haben die Geschichte für mich richtig lebendig gemacht. Die Liebesgeschichte zwischen Clara und Mack ist dabei eher leise, aber trotzdem schön zu verfolgen. Für mich stand tatsächlich mehr das Gefühl von Zusammenhalt und dieses „Zurück zu sich selbst finden“ im Vordergrund.

Der Schreibstil liest sich schön flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Gleichzeitig schafft es die Autorin, emotionale Themen wie Überforderung, Erwartungen und Lebensentscheidungen einzubauen, ohne dass es bedrückend wirkt. Es war mein erstes Buch der Autorin und ganz sicher nicht mein letztes. Ich bin auf jeden Fall neugierig geworden und möchte noch mehr von ihr lesen.

Für mich war One Last Summer eine rundum stimmige, leichte und gleichzeitig nachdenkliche Geschichte, die perfekt in den Sommer passt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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