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Veröffentlicht am 10.04.2025

Zerbrochene Beziehung

Der Duft des Wals
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Das Hörbuch der "Duft des Wals" handelt von einer Familie (Mutter, Vater, Tochter) die im Süden einen Cluburlaub machen. Der Vater hofft so die eingeschlafene Beziehung zu seine Frau wieder auffrischen ...

Das Hörbuch der "Duft des Wals" handelt von einer Familie (Mutter, Vater, Tochter) die im Süden einen Cluburlaub machen. Der Vater hofft so die eingeschlafene Beziehung zu seine Frau wieder auffrischen zu können.

Schnell entpuppt sich das vermeintliche Paradies als stinkende Hölle. Ein verendeter Wal wurde an den Strand gespült und obwohl er genauso schnell wie er gekommen ist auch wieder verschwand, schweb sein "Duft" den gesamten Urlaub über dem Hotelbereich. Hinzu kommt, dass sich die eigentliche Versöhnung immer mehr zu einer Entzweiung des Ehepaares führt und Differenzen der beiden immer offensichtlicher werden. Auch die Schwierigkeiten zwischen der Tochter und den Eltern werden thematisiert, genauso wie die Sicht des Hotelpersonal und der Flugbegleiterin auf die Touristen. Dabei schwingt auch einiges an Sarkasmus und Humor mit.

Ich habe die Funktion des Wals in der Handlung als Sinnbild der Verkümmerung der Beziehung des Ehepaares verstanden. Auch wenn das verwesende Tier verschwunden ist, hängt der Geruch noch in der Luft, genauso wie auch die zerbrochene Beziehung durch die Reise in das vermeintliche Paradies nicht wieder geheilt werden kann.

Gesprochen wird das Hörbuch von sechs verschiedenen Personen. Neben der Mutter, dem Vater und der Tochter kommen auch eine Flugbegleiterin sowie zwei Hotelangestellten zur Sprache. Alle haben die Geschichte gut erzählt. Jedoch fand ich die Stimme der Mutter sehr gewöhnungsbedürftig. Irgendwie konnte ich mir unter dieser Stimme nicht die Person vorstellen, die sie darstellen sollte.

Gut gefallen hat mir das Cover, das auf kreative Weise den Wal darstellt. Erst während einer Passage gegen Ende der Handlung habe ich bemerkt wie gut dieses Titelbild zum Inhalt des Buches passt.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Schwere Kost

Ginsterburg
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Im Mittelpunkt des Romans stehen Lothar und seine Mutter Merle. Im weiteren Umfeld der beiden werden die Erlebnisse des zweiten Weltkrieges von den ersten Anfängen bis zum Ende 1945 aus der Sicht vieler ...

Im Mittelpunkt des Romans stehen Lothar und seine Mutter Merle. Im weiteren Umfeld der beiden werden die Erlebnisse des zweiten Weltkrieges von den ersten Anfängen bis zum Ende 1945 aus der Sicht vieler weiterer fiktiver Personen berichtet.

Vor allem die Vielzahl der der Personen und Handlungen hat mir Schwierigkeiten beim Verfolgen der Ereignisse bereitet. Man muss sich wirklich sehr konzentrieren um hier den Überblick zu behalten. Es handelt sich hier auf keinen Fall um ein Buch, das man zwischendurch lesen kann. Einzelne Darstellungen waren äußerst eindrücklich, wie z. B. die Verschmierte Fassade von Merles Haus, obwohl sie noch nicht einmal Jüdin war. Der Autor versteht es geschickt mit Sprache umzugehen und die Ereignisse aus der Sicht der Menschen aus der damaligen Zeit zu vermitteln, doch konnte mich das Buch aufgrund seiner Unübersichtlichkeit leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Fremde Welt

Lyneham
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In einer fernen Zukunft begibt sich die Familie Meadow (der Vater und seine drei Kinder) auf eine Reise zu dem neu zu besiedelnden Mond Perm in einem anderen Sonnensystem, da die Erde nicht mehr bewohnbar ...

In einer fernen Zukunft begibt sich die Familie Meadow (der Vater und seine drei Kinder) auf eine Reise zu dem neu zu besiedelnden Mond Perm in einem anderen Sonnensystem, da die Erde nicht mehr bewohnbar ist. Der Roman setzt mit der, anders als geplanten, Landung auf der neuen Heimat ein.

Die Handlung des Romans wir von Henry, dem 12jährigen Sohn der Auswandererfamilie, erzählt. Es werden regelmäßig Tagebucheinträge der verschollenen Mutter, die anscheinend bereits auf Perm war, eingeschoben.

Der Autor beschreibt eine düstere und fremde Welt auf Perm. Eine lebensfeindliche Atmosphäre, eine teilweise unsichtbare und bedrohliche Tierwelt, großartige Landschaften mit Bergen die bis ins Weltall reichen und einzigartige Technologien bestimmen die neue Umgebung. Die Beschreibungen des Autors sind bildreich. Dazu kommt die Ungewissheit über das Schicksal der Mutter, das einen Spannungsbogen über den gesamten Roman legt. Auch als nicht eingefleischter Science-Fiction-Fan konnte mich dieser Roman begeistern. Etwas seltsam fand ich die ein oder andere Wortkreation des Autors.

Großartig finde ich das Cover. Es zeigt die düstere, dunkle und bizarre Welt von Perm.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Weit ab vom Schuss

Hier draußen
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Lara und Ingo sind von der Großstadt in das norddeutsche provinzielle Dorf Ferndorf gezogen. Hier ist das Leben ganz anders als sie es gewohnt waren. Als Leser erfährt man von den Sorgen und Nöten, aber ...

Lara und Ingo sind von der Großstadt in das norddeutsche provinzielle Dorf Ferndorf gezogen. Hier ist das Leben ganz anders als sie es gewohnt waren. Als Leser erfährt man von den Sorgen und Nöten, aber auch von kleinen Glücksmomenten und Sehnsüchten der neu Zugezogenen aber auch von den Alteingesessenen.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden die Sichtweisen sowie Einblicke in die jeweiligen Lebensverhältnisse der einzelnen Dorfbewohner erzählt. In einem gemächlichen Erzählstil, der zum Inhalt passt, beschreibt die Autorin das beschauliche Leben auf dem Land, in dem sowohl Traditionen als auch Aberglaube heimisch sind. Der voyeuristische Blick in das Leben dieser Leute hat durchaus seinen Unterhaltungswert und ist dabei alles andere als realitätsfern.

Das Cover ist eher unscheinbar. Da sich das Thema des überfahrenen Rehs jedoch wie ein roter Faden durch den ganzen Roman zieht, ist es sehr passend.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Auf der Suche nach dem Drachen

Valdombra (Bd. 1)
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Im finsteren Tal Valdombra bebt die Erde. Im hintersten Dorf des Tals, dort wo es am düstersten ist, wurden die meisten Häuser zerstört. Isa und Teo werden daraufhin von ihrem Vater in Begleitung des Postbotens ...

Im finsteren Tal Valdombra bebt die Erde. Im hintersten Dorf des Tals, dort wo es am düstersten ist, wurden die meisten Häuser zerstört. Isa und Teo werden daraufhin von ihrem Vater in Begleitung des Postbotens Anselmo zum Onkel in ein weiter vorne liegendes Dorf geschickt. Doch Isa hat von ihrer Freundin, die in einer Hütte hoch auf den Bergen lebt, erfahren, dass das Beben von dem wundersamen Kryptid, einer Art Drachen, stammen soll, der unter der Erde lebt. Kurz nach der Ankunft beim mehr als seltsamen und unfreundlichen Onkel, macht sich das Trio auf dem Weg dieses Wesen zu suchen.

Das Motto des Romans könnte man mit dem Satz "der Weg ist das Ziel" zusammenfassen. Das sogenannte Kryptid glänzt in der Geschichte hauptsächlich durch Abwesenheit. Die Kinder sind fast die ganze Zeit damit beschäftigt dieses Wesen zu suchen.

In der Handlung ist nicht nur das Kryptid wundersam, sondern auch die gesamten Gegebenheiten. Wie in einem Märchen bleiben Zeit und Ort der Handlung im Dunkeln. Sowohl elektrisches Licht als auch motorisierte Fahrzeuge scheinen den Menschen nicht bekannt zu sein. Auch haben die Kinder noch nie einen anderen Ort als ihr Heimatdorf kennengelernt.

Die Bilder wirken wie aus den 70er Jahren, sind aber dennoch gut gelungen. Das Cover sticht vor allem durch die vielen kleinen Glitzerpunkten heraus.

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