Der Roman "Binti" vereint drei Novellen der Autorin Nnedi Okorafor.
Die Protagonistin Binti ist eine Himba und als solche hat sie es nicht leicht. Als sie ihre Familie verlässt, um an die Oomza Universität, ...
Der Roman "Binti" vereint drei Novellen der Autorin Nnedi Okorafor.
Die Protagonistin Binti ist eine Himba und als solche hat sie es nicht leicht. Als sie ihre Familie verlässt, um an die Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, zu gehen, geriet sie schnell auf eine turbulente Reise. Die Familie lässt sie zurück, muss neue Bräuche lernen und respektieren und zudem lernen, wie man zwischen den Sternen zurecht kommt. Immer im Mittelpunkt, denn niemand ist wie sie.
Im Kampf gegen die Medusen, eine unheimliche und Starke außerirdische Rasse, braucht sie unbedingt Hilfe von Außerhalb, aber auch die Gaben ihres Volkes, die in ihr schlummern.
Mein Fazit:
Mann! Hier steckt sooo viel ungenutztes Potenzial. Ich verstehe einfach nicht, wieso es nicht genutzt wurde. Der Schreibstil ist abgehackt und das fließende Lesen ist kaum möglich. Die Protagonistin beginnt jeden dritten Satz mit "Ich/ Mir" und es wurde mir beim Lesen irgendwann lästig. Die Welt ist unausgereift und sehr undetailliert beschrieben...mir fehlte einfach ein wenig das Blumige bei der Geschichte. Fesseln konnte sie mich zudem auch nicht :/ Ach Mensch. Ich bin eigentlich Science Fiction Fan, aber das hier lohnte sich einfach nicht :/
Ich habe jetzt schon einiges nachgebacken und bin total begeistert. Wenn man ersteinmal den Dreh raus hat, geht einem jedes Brot nach einigem Üben locker von der Hand :)
Ich habe jetzt schon einiges nachgebacken und bin total begeistert. Wenn man ersteinmal den Dreh raus hat, geht einem jedes Brot nach einigem Üben locker von der Hand :)
Baudolino ist ein Bauernbengel durch und durch. Es beginnt alles im Jahr 1154, als der 13-jährige Baudolino dem großen Barbarossa einen Bären aufbindet. Fortan ist er als ...
Umberto Eco´s Meisterstück:
Baudolino ist ein Bauernbengel durch und durch. Es beginnt alles im Jahr 1154, als der 13-jährige Baudolino dem großen Barbarossa einen Bären aufbindet. Fortan ist er als kaiserlicher Ziehsohn mit dabei, wenn Geschichte geschrieben wird: Und er lehrt uns die auch heute noch gültige Einsicht, dass Geschichtsschreibung in erster Linie die Fälschung von Geschichte ist. Warum wollte Barbarossa wirklich ins Heilige Land? Und war es tatsächlich ein Badeunfall, bei dem er unterwegs umkam? Wenn Baudolino die Gebeine der Heiligen Drei Könige für den Transport nach Köln aufmotzt, dem Kaiser die Heiligsprechung Karls des Großen vorschlägt, einen Brief des mythischen Priesterkönigs Johannes fingiert oder falsche Reliquien in Umlauf bringt, dann wird klar, dass die ausgefuchsten Medien- und Pressestrategien der Moderne ihren Ursprun g im Mittelalter haben.
Mein Fazit:
Ich danke dem Verlag, dass er sich so viel Mühe gegeben hat. Ich habe mir das Hörspiel gekauft mit dem Gedanken: Endlich mal wieder ein Hörspiel für Erwachsene, bin gespannt. Es hat sich durch und durch gelohnt, weil es mich so verzauberte. Die Stimmen sind unglaublich authentisch und die Hintergrundgeräusche, die ganze Inszenierung wirkt so gut, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte weiter zu hören.
Der junge schlitzohrige Baudolino, der immer wieder alles verdreht und letztendlich Opfer seiner eigenen Lügen wird. Die Wendungen, die Charaktere, Eco hat mal wieder ein Meisterwerk geschaffen und ich werde noch lange darüber nachdenken! Eine ganz klare Empfehlung von mir!
Hier wird eine Safari versprochen und die bekommt der Leser auch.
Wie soll sich ein Mann im Zeitalter des MeToo zurechtfinden und benehmen? Wie soll er sich zurechtfinden? Wieso gibt es Brutalität unter ...
Hier wird eine Safari versprochen und die bekommt der Leser auch.
Wie soll sich ein Mann im Zeitalter des MeToo zurechtfinden und benehmen? Wie soll er sich zurechtfinden? Wieso gibt es Brutalität unter Männern und wieso werden die Trumps dieser Welt anders bestraft als ein Harvey Weinstein? Wie sehen Männer die Welt und was treibt sie an? Wie sieht es mit ihrer Sexualität und Partnerschaft aus in einer Zeit, in der Tinder und Co zur Bigamie einladen?
In Angelika Hagers überschaubaren Buch "Kerls" mit dem bestechend bunten Cover, findet jeder eine ausführliche Antwort zu all dieses Fragen.
Mein Fazit:
Ich fand das Buch wirklich gut. Es gibt einen sehr guten Einblick in die männliche Psyche. Insbesondere das Kapitel über #MeToo hat mir sehr gefallen. Ich finde, dass die Autorin einen sehr guten und ansprechenden, sowie intelligenten Schreibstil pflegt und das Buch dadurch nicht wie ein dahingeklatschter Ratgeber daherkommt, sondern wie eine Analyse für die viel Gespräch, Beobachtung, Interview und Datenauswertung durchgeführt wurde.
Ich weiß gar nicht, was ich noch schreiben soll, denn es war einfach super interessant und ich habe einen super Einblick bekommen, was den Mann umtreibt und wie schwierig es wohl sein wird, sich heute zurecht zu finden, nicht anzuecken und dennoch selbstbewusst sein zu dürfen.
Aubrey will endlich weg von ihrem alten Leben, wo ein Kerl zurückbleibt, der sie immer klein halten wollte und die beruflichen Aufstiegschancen kaum erreichbar waren. Also was macht man? In einer Nacht ...
Aubrey will endlich weg von ihrem alten Leben, wo ein Kerl zurückbleibt, der sie immer klein halten wollte und die beruflichen Aufstiegschancen kaum erreichbar waren. Also was macht man? In einer Nacht und Nebel Aktion abrauschen- genau. Doch auf halber Strecke, im Dunkeln, platzt auf der Autobahn einer ihrer Reifen und sie muss am Rastplatz halten. Dort trifft sie auf Chance. Einen muskulösen, gut aussehenden Kerl, der ebenfalls in die gleiche Richtung will. Jetzt heißt es Reifenwechsel gegen Mitfahrgelegenheit und Aubrey lässt Chance auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Doch was als ruhige Fahrt beginnt, wird nach und nach zu einem lustigen Schlagabtausch zwischen den beiden Protagonisten. Sei es der falsche Musiksender, oder der nervige Exfreund, der von Chance telefonisch in die Schranken gewiesen wird. Aubreys Gefühle für Chance nehmen Überhand und auch er scheint nicht abgeneigt, macht er ihr doch immer wieder Avancen.
Doch irgendetwas stimmt mit ihm nicht. Immer wenn es so weit kommen könnte, dass sie sich wirklich nähern, blockt der interessante Mann ab.
Was trägt er nur für ein Geheimnis in sich, dass er niemanden an sich ran lassen darf?
Nach der letzten gemeinsamen Unternehmung, die eigentlich für Aubrey eindeutig war, verschwindet Chance spurlos. Alles was er hinterlässt ist ein gebrochenes Herz.
Mein Fazit:
Ein Buch, das allein durch sein Cover schon sehr anziehend ist.
Das Buch beginnt wirklich großartig. Die Begegnung der beiden, der Schlagabtausch, bei welchem sich Aubrey nicht unterkriegen lässt ( das sind immer Pluspunkte) und auch die gemeinsamen Erlebnisse sind wirklich wunderbar. Fesselnd, einladend und lassen auch beim Lesen ein kleines Gefühlschaos ausbrechen. Ich war wirklich immer wieder gespannt, was jetzt passiert, da man aus dem Klappentext ja schon sehr viel herauslesen kann. So wartet man darauf, dass Chance endlich verschwindet, weil man wissen möchte, wohin, warum und ob sich die beiden wieder finden.
Doch dann beginnt das 2. Drittel und der Leser lernt die andere Sicht den beiden Protagonisten kennen, das Wiederfinden und Herausfinden wieso und warum. Das Wiederbekommen und all das ist so langweilig und abgedroschen, so Weichei, dass ich begann mit den Gedanken abzuschweifen. Und das sollte nun wirklich bei einem guten Buch nicht passieren. Ich erwarte ja keinen extrem guten Liebes-Kuschel-Roman, aber so ein bisschen mehr Selbstliebe hätte hier dem Protagonisten wirklich gut gestanden. Zudem drehen sich irgendwann alle Gedanken nur noch um das Eine, obwohl die Situation dies eigentlich nicht zulassen sollte, weil es einfach durchaus wichtigeres gab. Es wird auch einfach too much mit dem ganzen Umgarnen und den Gesten. Das ganze Kästchen mit Optionen des Kitschs wird ausgekramt.... Das hätte man anders lösen müssen, um einen wirklich guten Liebesroman zu schreiben.
Ich denke, dass dies durchaus ein Roman ist, der anfangs gehörig knistert, aber dieses ganze Umgarnen im 2./3. nervt gehörig und macht das Buch zum Ende hin langatmig und lässt mich beschämt zurück. Es war letztendlich kindisch und zu kitschig.