Profilbild von Hermione27

Hermione27

Lesejury Star
offline

Hermione27 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hermione27 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2018

Nette Fortsetzung für kurzweilige Lesestunden

Die Frauen der Kamelien-Insel
1

Sylvia und Mael, die sich im ersten Teil der Reihe auf der wunderschönen Kamelieninsel kennengelernt haben, krönen ihre Liebe und heiraten.
Während Sylvia sich mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzt, ...

Sylvia und Mael, die sich im ersten Teil der Reihe auf der wunderschönen Kamelieninsel kennengelernt haben, krönen ihre Liebe und heiraten.
Während Sylvia sich mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzt, kommt überraschender Besuch auf die Insel, der alles durcheinanderbringt.
Außerdem ist da noch die Sache mit der eigens gezüchteten außergewöhnlichen „Sylviana“ Kamelie, deren Verkauf Sylvias und Maels Traum von der Erweiterung des Zentrums finanzieren soll.


Meine Meinung:
Der zweite Band schließt von der Handlung und der flüssigen Erzählweise nahtlos an den ersten Teil an, so dass ich unmittelbar wieder in die Geschichte eingetaucht bin.
Ich habe mich über das Wiedersehen mit der schönen Kamelieninsel und mit vielen liebgewonnenen Personen gefreut.
Die Handlung im zweiten Teil ist ähnlich kurzweilig wie in Band 1, auch die Stärken des ersten Teils ziehen sich durch.
So habe ich besonders die Schilderungen von lokaltypischen bretonischen Besonderheiten zu Sitten und Gebräuchen oder kulinarischen Spezialitäten sehr genossen.

Die Personen sind ebenfalls in sich weitgehend authentisch und stimmig konzipiert, wobei ich mich als Leserin manchmal an der Protagonistin Sylvia gestört habe, die auf der einen Seite beruflich so eine strukturierte und gut durchdachte Arbeitsweise hat, sich aber, wenn es um ihre eigenen Belange geht, durch eine grenzenlose Naivität auszeichnet. Auch dass sie sich am Anfang so in ihren unerfüllten Kinderwunsch hineinsteigert, fand ich etwas nervig.

Dies sind aber nur kleine Punkte, die das große Lesevergnügen nur ein wenig getrübt haben.


Fazit:
Auch der zweite Band ist eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 23.09.2018

Ein ganz besonderes Jugendbuch – spannend, romantisch, anregend – unbedingt lesen

Das Glück an meinen Fingerspitzen
0

Jana ist froh, die Ferien nach dem Abi bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Kanada zu verbringen, da sie ein Ereignis so belastet, dass sie sich kaum noch unter Menschen traut und immer wieder von Panikattacken ...

Jana ist froh, die Ferien nach dem Abi bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Kanada zu verbringen, da sie ein Ereignis so belastet, dass sie sich kaum noch unter Menschen traut und immer wieder von Panikattacken geplagt wird. Eine unbewohnte Insel im Pazifik fernab der Zivilisation, auf der Onkel Richard Wölfe und andere Wildtiere beobachten will, erscheint ihr da sehr willkommen.
Den Kanadier Luke, der immer wieder mit seinem Kanu das Abenteuer sucht, verschlägt es durch unglückliches Wetter ebenfalls auf die Insel.
Die beiden machen sich gemeinsam zu einem Abenteuer auf und Jana findet heraus, dass es auch Dinge in Lukes Leben gibt, die ihn sehr belasten.

Meine Meinung:
Ich habe bisher alle Bücher von Julie Leuze – ob Romane für Erwachsene oder Jugendbücher – verschlungen, weil sie aufgrund ihrer wunderbaren Erzählweise für mich jedes Mal wie ein kleiner Urlaub waren.
Auch dieses neue Jugendbuch hat meine hohen Erwartungen mehr als erfüllt!
Von Anfang an hat mich die liebevolle und behutsame und dabei doch so detaillierte und eindrucksvolle Erzählweise in ihren Bann gezogen. Die kurzen Kapitel aus den unterschiedlichen Perspektiven – im Wesentlichen Janas und Lukes – sind sehr gelungen strukturiert und bewirken, dass der Roman den Leser / die Leserin extrem fesselt, weil man am Ende eines Abschnitts immer schon wissen will, wie es an dieser Stelle weitergeht, und sich gleichzeitig auf die andere Perspektive freut.
Jana und Luke sind sympathische Protagonisten, die jeweils ihr Päckchen zu tragen haben und im Laufe der Handlung über sich hinauswachsen. Die Entwicklung von Jana hat mir besonders gut gefallen, da sie am Anfang der Geschichte durch ein einschneidendes Erlebnis gar nicht mehr sie selbst war. Luke ist auch ein ganz toller Charakter, der sich neben einer großen Empathie vor allem durch Mut und Tatkraft auszeichnet.
Dabei ist das Buch nicht bloß eine Geschichte von zwei jungen Menschen, sondern es werden hierbei sehr geschickt große grundlegende Themen, z.B. psychologische und welche aus dem aktuellen Zeitgeschehen, angesprochen. Mit diesen wichtigen Fragen regt das Buch auch über die konkrete Geschichte hinaus zum Nachdenken an, ohne Antworten auf viele der Fragen vorzugeben.
Neben der spannenden Geschichte, in der es auch deutlich romantisch knistert, hat mir auch die Szenerie in der kanadischen Wildnis im Great Bear Rainforest extrem gut gefallen. Die Flora und Fauna werden sehr plastisch geschildert, man kann sich Wölfe, Geisterbären und andere Wildtiere wirklich sehr gut vorstellen. Ein echter Sehnsuchtsort!

Fazit:
„Das Glück an meinen Fingerspitzen“ ist ein spannendes und romantisches, bewegendes und berührendes Jugendbuch von Julie Leuze, das sogar unter ihren Büchern besonders heraussticht! Ich würde gerne mehr als fünf Sterne vergeben, wenn ich könnte!

Veröffentlicht am 20.09.2018

Fängt langsam an und steigert sich dann gewaltig

Vier.Zwei.Eins.
0

Laura und Kit sind jung und verliebt und besuchen gemeinsam eine Sonnenfinsternis in Cornwall. Als sie im Dunkeln durch die Gegend stolpern, nimmt Laura etwas wahr. Eine brutale Vergewaltigung.
Es folgen ...

Laura und Kit sind jung und verliebt und besuchen gemeinsam eine Sonnenfinsternis in Cornwall. Als sie im Dunkeln durch die Gegend stolpern, nimmt Laura etwas wahr. Eine brutale Vergewaltigung.
Es folgen ein Gerichtsprozess und viele Jahre voller Ängste. Schließlich leben Laura und Kit völlig zurückgezogen ohne Kontakte in den sozialen Medien und unter falschem Namen, damit sie bloß nicht aufgespürt werden können…


Meine Meinung:
Der Roman fängt zunächst sehr langatmig an und fährt mit sehr, sehr ausführlichen Schilderungen einer Sonnenfinsternis und der grundsätzlichen Settings an. Man erlebt die Geschehnisse kapitelweise aus der Vergangenheit vor 15 Jahren und der heutigen Situation aus der Sicht von Laura und von Kit.
Langsam gestaltet sich ein Bild….

Im weiteren Verlauf, spätestens im vierten großen Abschnitt, legt der Roman so an Tempo zu und man erfährt als Leser solch überraschende Sichten zu den Ereignissen, dass man wie gebannt an den Seiten klebt und nur noch wissen will, wie es weitergeht.
Alles, was man aufgrund des Anfangs als gegeben geglaubt hat, wird wieder in Frage gestellt.

Ich hatte mir die Geschichte zwar etwas anders vorgestellt und war zunächst etwas zögerlich aufgrund der zunächst vermeintlich langatmigen Erzählweise, aber dann war ich wirklich überrascht von alle den Wendungen.


Fazit:
Ein am Ende spannendes Buch, das es wirklich geschafft hat mich zu überraschen.

Veröffentlicht am 14.09.2018

Ein richtig tolles Hörbuch

Drei Frauen am See
0

Marie, Friederike, Alexandra und Jule sind beste Freundinnen seit der Schulzeit. Dreißig Jahre lang treffen sie sich jedes Jahr zu Pfingsten im Haus am See, bis ein großer Streit sie entzweit.
Als Marie ...

Marie, Friederike, Alexandra und Jule sind beste Freundinnen seit der Schulzeit. Dreißig Jahre lang treffen sie sich jedes Jahr zu Pfingsten im Haus am See, bis ein großer Streit sie entzweit.
Als Marie zehn Jahre später stirbt, hat sie nur einen großen letzten Wunsch, nämlich die anderen wieder zusammenzubringen. Sie vererbt ihnen das Haus am See, aber nicht ohne Bedingungen.

Werden die drei früheren Freundinnen über ihren Schatten springen?
Was ist damals passiert, dass sie so viele Jahre lang nicht mehr miteinander geredet haben?


Meine Meinung:
Ich habe bisher alle Bücher von Dora Heldt verschlugen und mich deshalb auch besonders auf dieses neue Werk der Autorin gefreut, dem ich zuerst als Hörbuch begegnet bin.
Meine hohen Erwartungen wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Dank der wunderbar flüssigen Erzählweise und der tollen Lesestimme (die z.T. schauspielerische Qualitäten rüberbringt) bin ich sofort tief in die Geschichte eingetaucht.
Die vier Freundinnen werden sehr liebevoll aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeiten beschrieben, so dass man sich recht schnell ein gutes Bild von den so unterschiedlichen Frauen machen kann. Durch die diversen Zeit- und Ortssprünge in der Erzählung muss man bei dem Hörbuch teilweise richtig aufpassen, aber durch sie wird die Geschichte auch unglaublich lebendig und spannend sowie hintergründig. Nach und nach kommt man als Hörerin dahinter, was wohl in der Vergangenheit passiert ist, das die Frauen entzweit hat, die doch so lange so gut und intensiv befreundet waren.

Durch den Tod von Marie und diverse andere Schicksalsschläge wird die Geschichte teilweise auch sehr emotional, jedoch völlig ohne kitschig zu wirken. Mich hat die Geschichte beim Hören teilweise so berührt, dass ich Tränen in den Augen hatte.


Fazit:
Die Geschichte und die Art der Erzählung haben mir unglaublich gut gefallen. Ich bin sehr froh, dass ich das Hörbuch angehört habe, denn es hat mir aufgrund seiner kurzweiligen und spannenden Machart manche lange Autofahrt sehr versüßt.

Veröffentlicht am 11.09.2018

Lässt mich unbefriedigt und mit Fragezeichen im Gesicht zurück

Königskinder
0

Max und Tina versuchen im Schneesturm einen Bergpass zu überqueren und bleiben irgendwann mitten in der Nacht auf dem Berg im Schnee stecken, woraufhin Max ihnen die Zeit vertreibt, indem er eine Geschichte ...

Max und Tina versuchen im Schneesturm einen Bergpass zu überqueren und bleiben irgendwann mitten in der Nacht auf dem Berg im Schnee stecken, woraufhin Max ihnen die Zeit vertreibt, indem er eine Geschichte erzählt.

Diese besagte Geschichte handelt von Jakob und Marie (beruhend auf einer wahren Geschichte aus dem 18. Jahrhundert…), die einige Hindernisse für ihre Liebe zu überwinden haben und schließlich doch zusammenkommen können.

Meine Meinung:
Ich hatte aufgrund der Kritiken recht hohe Erwartungen an dieses kleine Büchlein und habe mir insbesondere eine schöne erzählte – vielleicht märchenhafte – Geschichte vorgestellt.
Allerdings war ich schon nach wenigen Seiten von den Dialogen zwischen Max und Tina genervt, die sich z.B. darüber stritten, ob nun die Scheibenwischer an- oder ausgeschaltet werden sollen.

Die Geschichte von Jakob und Marie, die Max erzählt, hat in der Tat einige etwas märchenhafte Züge und war auch etwas interessanter und netter zu lesen, aber auch sie konnte mich nicht vom Hocker hauen.

Die Personen blieben blass, die Sprache war nicht so, dass ich die Erzählung genießen konnte, und die Vorfälle, die lebhaft und anschaulich beschrieben wurden (insbesondere die Szenen in Versailles), leider ein bisschen zu dünn gesät.

Fazit:
Leider konnte das Buch meine (zugegebenermaßen hohen) Erwartungen nicht ganz erfüllen. Aber ich habe durchaus in der Leserunde gemerkt, dass es bei den Lesern total unterschiedlich ankommt.