Profilbild von Hermione27

Hermione27

Lesejury Star
offline

Hermione27 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hermione27 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2017

Gut gemachte Fantasy

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)
0

"Das Erbe der Macht" ist der Anfangsteil einer neuen Fantasy-Serie, der wiederum selbst aus drei Teilen besteht.

In der von Andreas Suchanek geschaffenen Welt gibt es - abgeschirmt von der Welt der gewöhnlichen ...

"Das Erbe der Macht" ist der Anfangsteil einer neuen Fantasy-Serie, der wiederum selbst aus drei Teilen besteht.

In der von Andreas Suchanek geschaffenen Welt gibt es - abgeschirmt von der Welt der gewöhnlichen Menschen - eine eigene Welt voller Magier. Es gibt gute Magier, die Lichtkämpfer, und diejenigen der dunklen Seite, die Schattenkämpfer.

Bei den Lichtkämpfern gibt es Teams, die zusammenarbeiten. So arbeitet Jennifer in einem Team mit ihrem Kampfgefährten Mark. Als dieser durch einen Angriff stirbt, erwacht ein neuer Lichtkämpfer mit dem jungen Alexander Kent aus London, der Marks Platz einnehmen soll.

Neben den jungen Lichtkämpfern in dem Team gibt es Unsterbliche auf Seiten der Lichtkämpfer, die zum sog. Rat gehören. Hierzu gehören u.a. Johanna von Orleans oder Leonardo da Vinci.

Die Geschichte überschlägt sich, während Alexander noch versucht in der neuen Welt der Lichtkämpfer anzukommen.

Es gibt einen Verräter bei den Lichtkämpfern. Eine mächtige Feindin spielt ihr böses Spiel mit den Lichtkämpfern. Es gibt Tote und Verletzte.



Die Geschichte ist gut gemachte Fantasy. Die von Andreas Suchanek geschaffene Welt ist in sich schlüssig und enthält viele Anklänge an andere spannende Fantasywelten.

Die drei Teile des ersten Bandes lesen sich spannend und man legt das Buch kaum aus der Hand.

Die Charaktere sind zu Beginn der Handlung noch ein wenig undeutlich gekennzeichnet, gewinnen im Laufe der Handlung aber deutlich an Kontur und man erfährt immer weitere Details aus ihrer jeweiligen Vergangenheit.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Humor und Fantasy in der Erzählweise.

Insgesamt eine lohnende Lektüre, die allen Fans von magischen Welten gefallen wird. Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.

Veröffentlicht am 08.03.2017

Keine leichte Kost, aber ein absolutes "Must Read"

1984
0

Die 1949 erschienen Dystopie von George Orwell "1984" ist verstörend, aber sicherlich aktuell wie nie.

Der Roman besteht aus drei Teilen, in denen wir die 39jährige Hauptperson Winston Smith, der in England ...

Die 1949 erschienen Dystopie von George Orwell "1984" ist verstörend, aber sicherlich aktuell wie nie.

Der Roman besteht aus drei Teilen, in denen wir die 39jährige Hauptperson Winston Smith, der in England lebt, begleiten.

Im ersten Teil erleben wir den streng kontrollierten und durchgetakteten Alltag der Hauptperson im totalitären Staat Ozeanien, der sich im Krieg mit einer der anderen beiden global Großmächte (Eurasien und Ostasien) befindet. Die Partei des englischen Sozialismus hat alles unter Kontrolle, die Bürger werden permanent überwacht ("Big Brother is watching you"). Im Krieg sind die Verbrauchsgüter knapp - wenn überhaupt, gibt es Einheitskleidung, Einheitslebensmittel, Einheits-Alles.

Jegliche Pluralität und Individualität wird unterbunden. Sexualität, Nähe, Beziehungen zwischen Mitmenschen werden unterdrückt.

Auch die Sprache wird neu geordnet, der Wortschatz wird reduziert, überflüssige Worte werden aus der Sprache gestrichen.

Die Vergangenheit wird "korrigiert", indem z.B. Zeitungsartikel umgeschrieben werden, wenn Personen aus Zeiten der Revolution in Ungnade bei der Partei gefallen sind o.ä.



Im zweiten Teil des Buches erleben wir kleine Fluchten der Hauptperson und z.T. ein kleines Glück. Es gibt eine geheime Liebesbeziehung und einige kleine geheime Freiheiten, die Winston sich nimmt.



Der dritte und letzte Teil ist jedoch vollkommen düster. Das Negative spitzt sich zu und das Buch nimmt kein gutes Ende.



Insgesamt ist der Roman der verstörend, er regt aber auf jeden Fall zum Nachdenken an und er ist aus meiner Sicht ein absolutes "Muss".

Vieles erinnert an die DDR oder auch an Nazi-Deutschland oder an Stalin. Im Zusammenhang mit der aktuellen Situation in den USA: An einigen Stellen taucht im Buch sogar schon der Begriff "post-faktisch" auf und sogar im Nachhinein wird die Vergangenheit "korrigiert", indem alte Zeitungsberichte umgeschrieben werden.



Ich kann diesen Roman wirklich jedem nur ans Herz legen!

Veröffentlicht am 27.02.2017

Skurrile Mischung aus Fantasygeschichte und Krimi mit viel Londoner Lokalkolorit

Die Flüsse von London
0

Ben Aaronovitch's "Rivers of London" ist eine charmante Mischung aus Kriminalroman und Fanstasygeschichte, die in London rund um Covent Garden spielt.

Peter Grant ist ein ganz normaler Polizist in seiner ...

Ben Aaronovitch's "Rivers of London" ist eine charmante Mischung aus Kriminalroman und Fanstasygeschichte, die in London rund um Covent Garden spielt.

Peter Grant ist ein ganz normaler Polizist in seiner Probezeit, der in die Ermittlungen zu einem mysteriösen Mordfall verwickelt wird und dort auf Inspector Nightingale trifft, der sein Ausbilder wird. Nightingale ist allerdings nicht nur Inspector, sondern auch Zauberer, und Peter wird ebenfalls Zauberlehrling und muss sich neben den Ermittlungen zu dem Fall noch sehr ausführlich mit dem Erlernen und stunden- und tagelangen Üben seiner ersten Zaubersprüche beschäftigen, nachdem er sein Quartier im Orden am Russell Square bezogen hat.

Daneben macht er Bekanntschaft mit Vampiren, Geistern und den Flussgöttern Londons - den Töchtern von "Mutter Thames" sowie "Vater Thames" und seinen entsprechenden Kindern.

Der Roman ist eine wirklich spannende und charmante Geschichte voller überraschender Wendungen. Anfangs fand ich die Handlung sehr skurril, aber man kommt gut in das Thema rein und gewinnt die Charaktere - vor allem Peter Grant - richtig lieb.

Die Kriminalgeschichte an sich ist so, wie man sich das vorstellt, da man mitraten kann und doch immer wieder überrascht wird.

Eine gewisse Portion an Gefühlen gibt es ebenso.

Besonders gefallen hat mir das Londoner Lokalkolorit, denn viele Stätten werden sehr ausführlich beschrieben, und Peter Grant ermittelt in verschiedenen Teilen im Herzen Londons und auch in angrenzenden Bezirken z.B. im Londoner Norden. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und fand es in einer sehr modernen und gut lesbaren Sprache geschrieben, die mich sehr an die Sprechweise meiner englischen Kollegen erinnert.

Insgesamt kann ich das Buch allen Krimi- und Fanstasyfans sehr empfehlen, die sich bei einer netten skurrilen Geschichte gut amüsieren wollen.

Veröffentlicht am 09.02.2017

Der krönende Abschluss der Trilogie

Smaragdgrün
0

Gwendolyn ist völlig verwirrt und verunsichert, ob Gideon ihr seine Liebe nur vorgespielt hat. Doch obwohl ihr Herz gebrochen ist, bleibt ihr keine Zeit sich in ihrem Unglück zu suhlen, denn sie muss auf ...

Gwendolyn ist völlig verwirrt und verunsichert, ob Gideon ihr seine Liebe nur vorgespielt hat. Doch obwohl ihr Herz gebrochen ist, bleibt ihr keine Zeit sich in ihrem Unglück zu suhlen, denn sie muss auf ihren Zeitsprüngen weiter Informationen sammeln, um hinter das Geheimnis der Loge und des Grafen von Saint-Germain zu kommen.

Ihre Freundin Leslie ist eine gewohnt gute Helferin wie auch der kleine Wasserspeier Xemerius, der in Band 2 eingeführt wurde. Auch Gwens Familie - in der Gegenwart wie in der Vergangenheit - ist absolut hilfreich und alle zeigen Gwen deutlich, wie sehr sie geliebt wird und dass sie alle Unterstützung hat, die sie sich wünschen kann.

Gideons Bruder Raphael, Leslie und Gwens hochnäsige Cousine Charlotte sorgen zusätzlich für Action.



Band 3 ist ein schöner Abschluss der Trilogie. Die Handlungsstränge werden zusammengeführt, es gibt so manche unerwartete Wendung in der Handlung und die Charaktere sind einem schon richtig ans Herz gewachsen. Besonders die Schilderung der Zeitsprünge mit allen möglichen Verwicklungen finde ich sehr gelungen.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil es sich so flüssig und spannend liest.

Insgesamt ist die Reihe nicht nur Jugendlichen zu empfehlen, sondern durchaus auch Erwachsenen, die gut unterhalten werden möchten.

Für mich volle fünf Sterne.

Veröffentlicht am 06.02.2017

Auch der zweite Teil der Edelsteintrilogie muss sich nicht verstecken

Saphirblau
0

Die Zeitreise mit Gwendolyn und Gideon geht im zweiten Teil der Edelsteintrilogie weiter.

Während Gwendolyn im ersten Teil herausgefunden hat, dass nicht ihre hochnäsige Cousine Charlotte das Zeitreisegen ...

Die Zeitreise mit Gwendolyn und Gideon geht im zweiten Teil der Edelsteintrilogie weiter.

Während Gwendolyn im ersten Teil herausgefunden hat, dass nicht ihre hochnäsige Cousine Charlotte das Zeitreisegen in ihrer Familie geerbt hat, sondern sie selbst, wird sie völlig unvorbereitet auf eine große Mission in die Vergangenheit geschickt. Sie verliebt sich in Gideon, der wie sie selbst Zeitreisender und nur 2 Jahre älter ist als sie selbst.

Im zweiten Teil erlebt Gwendolyn ein Wechselbad der Gefühle zu Gideon und muss weiter verschiedene Aufgaben in der Vergangenheit erfüllen. Dabei versucht sie herauszufinden, was es eigentlich mit dem großen Geheimnis auf sich hat, das die Loge des Grafen von Saint Germain um ihre Person macht.

Gwendolyn lernt am Anfang des zweiten Teils einen kleinen Wasserspeier namens Xemerius kennen, den nur sie sehen kann, der ihr aber so manchen Dienst erweist.



Wie der erste Teil ist auch Band 2 der Edelsteintrilogie spannend geschrieben. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, man kann es kaum aus der Hand legen.

Die Personen sind wirklich sehr nett gezeichnet, so dass man mit Gwendolyn und ihren Freunden mitfiebert. Kerstin Gier versteht es auch in den zweiten Teil der Geschichte wieder sehr viele nette Details zur Geschichte der Loge und des Grafen einzuflechten.



Insgesamt empfehle ich das Buch nicht nur Jugendlichen, sondern allen Junggebliebenen, die Spaß haben an einer spannenden Geschichte mit etwas Herzschmerz.

Für mich volle fünf Sterne.