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Veröffentlicht am 16.11.2019

Moderne Ausgabe der Fünf Freunde mit tollem finnischen Setting

Die Blaubeerdetektive 2: Achtung Geisterelch!
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Inhalt:
In Kaninkorva spukt es. Ein Geisterelch schlägt die Einwohner in seinen Bann. Immer wieder erscheint er am Ortsrand im Nebel – doch löst er sich wieder auf, bevor man seiner habhaft werden kann. ...

Inhalt:
In Kaninkorva spukt es. Ein Geisterelch schlägt die Einwohner in seinen Bann. Immer wieder erscheint er am Ortsrand im Nebel – doch löst er sich wieder auf, bevor man seiner habhaft werden kann. Spooky! Die Blaubeerdetektive wissen natürlich, dass es keine Geister gibt und Geisterelche schon gar nicht. Sie stürzen sich, ohne übernatürliches Gedöns, aber mit kriminalistischer Feinarbeit und allerschärfstem Verstand, in ihren zweiten Fall.

Meinung:
Ein neuer Fall für die Blaubeerdetektive, denn ein Geisterelch wird auf der Straße, die in das beschauliche Städtchen Kaninkorva führt, gesichtet. Angelockt von einem Geist wird die Kleinstadt plötzlich von Mengen an Touristen bevölkert. Restaurant und Cafe von Kaninkorva sind plötzlich prall gefüllt und die alten, etwas heruntergekommenen, Ferienhäuser ausgebucht. Den Blaubeerdetektiven kommt das alles spanisch vor und so machen sie sich mit Feuereifer daran dem Geheimnis des Geisterelches auf die Spur zu kommen.

Das erste Abenteuer der Blaubeerdetektive habe ich zwar nicht gehört, aber dies ist für den zweiten Teil der Reihe auch nicht weiter schlimm. Denn die wichtigsten Charaktere werden gleich zu Beginn der Geschichte noch einmal ausführlich vorgestellt. Auch der Kriminalfall aus dem ersten Band wird in groben Zügen angerissen. Daher hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas an Vorwissen fehlen würde. Somit kann ich hier eine klare Empfehlung dafür ausstellen, die Reihe auch mit Band 2 beginnen zu können.

Da ich gerne Kinderkrimis mit Lokalkolorit lese, ist diese Geschichte quasi schon ein Muss gewesen. Sehr gut gefallen hat mir hierbei, dass die Handlung in den weiten der finnischen Wälder spielt. Die ruhige Lage und die Idylle des Städtchens Kaninkorva kommt in dieser Geschichte deutlich zum Tragen.
Natürlich waren die Namen der Protagonisten ein wenig gewöhnungsbedürftig, mich hat dies jedoch überhaupt nicht gestört. Viel mehr finde ich es super, dass der Verlag die Namen nicht „eingedeutscht“ hat.

Der Kriminalfall ist kindgerecht aufbereitet. Schön fand ich, dass hier nicht der erste Verdächtige auch gleich der Täter ist, sondern das die kleinen Spürnasen schon ein wenig tiefer bohren müssen, um auf die Lösung des Falles zu kommen.

Ein positiver Aspekt ist, dass die Geschichte sowohl für Mädchen als auch für Jungen geeignet ist, da sich das Ermittlerteam aus zwei Mädchen und zwei Jungen zusammensetzt.
Zum einen hätten wir hier den oberpfiffigen Olli, der einfach wahnsinnig viel für sein junges Alter weiß und die Erwachsenen des Öfteren mit seinem Wissen in Staunen versetzt.
Seine beiden besten Freundinnen sind die Zwillinge Alma und Selma, die zugleich die großen Schwestern des Protagonisten Samu sind. Mit von der Partie ist Samus Hund Riku, der an der ein oder anderen Stelle den richtigen Riecher beweist.
Samu hat es in dieser Geschichte nicht immer einfach mit seinen großen Schwestern. Toll fand ich die geschwisterlichen Neckereien und das Gezanke, was einfach für mich dazugehört.
Auch Oberschlaumeier Olli bietet reichlich Gelegenheit zum Schmunzeln. Er ist schon ein kleiner Besserwisser und bringt mit seinem Gerede Samu, Alma und Selma ab und an auf die Palme.

Gesprochen wird die Geschichte von Sebastian Rudolph, von dem ich bisher noch kein Hörbuch gehört habe. Er legt viel Wert auf die Betonung und bringt den Witz und den Charme der Geschichte dem Zuhörer wunderbar näher.

Fazit:
Fans der fünf Freunde sollten bei dieser Geschichte unbedingt zugreifen. Die Blaubeerdetektive strahlen einen unglaublichen Charme aus und haben mein Herz erobert. Die tolle Gruppendynamik und ein spannender Fall sorgten bei mir für ordentlich gute Laune. Wer gerne eine moderne Fassung alter Klassiker ala Fünf Freunde hören möchte, macht mit dieser Geschichte absolut nichts falsch. Das finnische Setting setzt dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen auf.
Sehr gute 4 von 5 Hörnchen gibt es daher von mir.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Unter der Masse an Büchern dieses Genres sticht diese Geschichte absolut hervor!

Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1)
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Inhalt:
Die junge Magierin Stur aus der Krähen-Kaste kennt nur ein Gesetz: Beschütze die Deinen! Denn von den übrigen Kasten werden die Krähen geschmäht. Dabei versorgen sie Sterbende und Tote, ein wichtiger ...

Inhalt:
Die junge Magierin Stur aus der Krähen-Kaste kennt nur ein Gesetz: Beschütze die Deinen! Denn von den übrigen Kasten werden die Krähen geschmäht. Dabei versorgen sie Sterbende und Tote, ein wichtiger Dienst in einem Land, in dem die Sündenseuche wütet. Als Sturs Familie für eine Bestattung zum Königspalast gerufen wird, geschieht Unerwartetes: Der angeblich tote Prinz Jasimir will ihre Hilfe! Um die böse Herrscherin zu stürzen, müssen er und sein Leibwächter Tavin Verbündete treffen – unter Sturs Obhut. Aber kann sie dem Prinzen und seinem besten Freund wirklich trauen?

Meinung:
Die junge Stur wurde in die Kaste der Krähen hineingeboren, die unterste Kaste des Landes Sabor. Die Aufgabe der Krähen ist es, die Sterbenden und die Toten gut zu versorgen und ins Reich der Toten zu überführen. Als Stur und ihre Rotte zum Phönix-Palast gerufen werden, ahnt Stur nicht, dass dies ihr ganzes Leben verändern wird. Denn dort trifft sie auf Prinz Jasimir und seinen Beschützer den Habicht-Krieger Tavin. Jasimir bittet die Krähen um Hilfe und Unterstützung, denn er möchte die böse Herrscherin Sabors stürzen und ihren Platz einnehmen.

Aufgrund des interessant klingenden Klappentextes war ich extrem neugierig auf die Geschichte. Der Einstieg in diese fiel mir zu Anfang allerdings ein wenig schwer. Denn die erdachte Fantasywelt ist teilweise ein wenig komplex und verwirrend und so brauchte ich ein wenig Zeit um die Zusammenhänge fassen zu können. Autorin Margaret Owen entführt den Hörer dabei nach und nach immer mehr in das Königreich Sabor. Auch wenn der Einstieg ein wenig holperig war, war ich von Beginn an sehr gefesselt von diesem Hörbuch.

Dies liegt unter anderem daran, dass hier eine Welt erschaffen wurde, die für mich durch ihre Einzigartigkeit heraussticht. Dieses Buch unterscheidet sich doch deutlich von den Jugendbuchgeschichten die man sonst aus diesem Genre kennt.
Ein Grund dafür ist für mich unter anderem die Darstellung der Krähen-Kaste. Nach und nach erfährt der Zuhörer, wie schlecht es den Krähen geht. Denn von allen anderen Kasten werden die Krähen betrogen, bedroht und verspottet. Ihre Mittel sich dagegen zur Wehr zu setzen, sind dabei sehr begrenzt.
Furchtbar spannend ist es mitzuerleben, wie Prinz Jasimir und Krieger Tavin aus ihrer Komfortzone gerissen werden und feststellen müssen, wie ungerecht das System gegenüber den Krähen ist.

Die Handlung zeichnet sich für mich durch jede Menge Spannung und teilweise überraschende Wendungen aus. Mit diesem Verlauf der Geschichte habe ich nicht unbedingt gerechnet und gerade Aktionen von gewissen Charakteren fand ich sehr bemerkenswert.
Eine weitere Besonderheit des Buches ist die Namensgebung der Krähen. So heißen diese z. B. Galgenstrick, Pah, Stur oder Scheusal. Margaret Owen erklärt im Laufe der Geschichte, warum die Krähen so komische Namen haben. Diese und andere Kleinigkeiten machen die Geschichte für mich zu etwas wirklich Besonderem.


Natürlich darf in einem Jugendbuch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese spielt allerdings erst gegen Ende des Buches eine Rolle. Ich fand es toll, wie sich Sturs Gefühle von Hass, zu Verständnis und schließlich zu Liebe wandeln. Für mich war die Liebesgeschichte sehr authentisch und berührend.

Gesprochen wird das Hörbuch von Christiane Marx, die mit ihrer klaren und festen Stimme perfekt zu Stur passt. Auch wenn sie gefühlt nicht so stark die verschiedenen Charaktere betont, konnte ich diese trotzdem auseinanderhalten, da es doch immer kleine Nuancen an Unterschieden gab.
Ein Bonuspunkt ist zudem die im Booklet gelistete Aufzählung aller Kasten und ihrer jeweiligen Gabe, die sie beherrschen.

Fazit:
Für mich ist „Knochendiebin“ ein Jugendbuch was aus den Massen an Geschichten des Genres heraussticht. Eine geniale Idee, ein Land voller Vorurteile, grausamer Herrscher und eine kleine Kaste, die für ihr Recht kämpft, haben mich verzaubert. Stur ist eine sehr taffe Protagonistin, deren oberstes Ziel es ist, für die ihren zu sorgen. Dafür geht Stur keinem Konflikt aus dem Weg und kämpft für ihre Rechte. Wirklich eine sehr besondere Geschichte, die mich ungeduldig auf Teil 2 warten lässt.
5 von 5 krähenstarke Hörnchen.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Apollo überzeugt mit jeder Menge Humor und Spannung

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel
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Inhalt:
Der Gott Apollo stürzt vom Himmel herab direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch abgezockt. ...

Inhalt:
Der Gott Apollo stürzt vom Himmel herab direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch abgezockt. Zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …

Meinung:
Gott Apollo ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wird daher zur Strafe auf die Erde verbannt. Damit nicht genug wird ihm auch noch seine Unsterblichkeit genommen. Apollo stürzt also aus dem Himmel mitten in eine Mülltonne und gerät sofort in ernste Schwierigkeiten, aus denen er sich, aufgrund seiner fehlenden Göttlichkeit, nicht wirklich befreien kann. Zum Glück hilft Halbgöttin Meg ihm aus der Patsche. Gemeinsam machen die Beiden sich auf nach Camp Half-Blood, wo Apollo sich Unterstützung erhofft.

Vor etlichen Jahren habe ich die Percy Jackson Reihe verschlungen. Auch die Helden des Olymp habe ich gelesen, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass diese Reihe für mich bei weitem nicht mehr an die Percy Jackson Reihe herankam. Aufgrundessen brauchte ich einige Jahre Abstand zur Welt von Percy. Nun war meine Lust aber wieder geweckt. Und die Geschichte rund um Gott Apollo, der zum Mensch wird, klang dabei sehr unterhaltsam.

Schnell war ich wieder im Universum von Autor Rick Riordan drin. Es fühlte sich so an, als würden gar keine Jahre zwischen den einzelnen Reihen liegen. Vielmehr fühlte es sich so an, als wäre ich nach langer Zeit wieder nach Hause gekommen. Denn in diesem neuen Abenteuer treffen wir auf viele liebgewonnene Charaktere der vorherigen zwei Reihen. Nicht nur Percy spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle. Auch Nico di Angelo, Chiron und Rachel Elizabeth Dare kommen in der Geschichte vor. Dabei hat es mir gut gefallen, dass diese Charaktere zwar ihre Auftritte haben, aber gerade Percy Apollo nicht die Schau stiehlt, sondern mehr im Hintergrund agiert.
Leser, die bisher noch nichts aus dem Percy Jackson Universum gelesen haben, empfehle ich allerdings erst die Percy Jackson Reihe und danach die Helden des Olymp zu lesen, da man sonst doch zu sehr gespoilert wird.

Wie Fans von Riordan Büchern wissen, hat der Autor einfach einen unvergleichlichen Humor. Dieser Humor bietet sich perfekt für den Charakter des Apollo an. Denn Apollo ist ziemlich selbstverliebt und kann es gar nicht fassen, dass er plötzlich in dem Körper eines Teenies mit Akne und Speckröllchen steckt. Wie in jedem guten Buch durchläuft Apollo aber natürlich eine gewisse Charakterentwicklung. Er wird reifer und mutiger und wächst in seiner menschlichen Gestalt über sich hinaus. Apollo lernt quasi ein Mensch zu sein und eben wie ein Mensch zu denken.

Für Fans der antiken Mythologie wird hier wieder einiges geboten. Auch der Fantasyanteil ist wieder großartig zusammengestellt. So gibt es Riesenameisen, den Koloss des Nero und viele andere magische Wesen zu bestaunen.

Hörbuchsprecher Jona Mues macht die Geschichte dann so richtig perfekt. Als Hörbuchsprecher ist er die absolut richtige Wahl. Seine Stimme, seine Emotionen und seine Sprachkunst passen einfach perfekt zu den Büchern von Rick Riordan. Bisher habe ich nur die Buchausgaben verschlungen, aber ich überlege stark nun auf die Hörbuchausgaben umzuschwenken.

Fazit:
Nachdem mich die Helden des Olymp Reihe von Rick Riordan nicht so überzeugen konnte, schafft es Apollo mit seiner extrem witzigen und selbstverliebten Art mein Herz im Sturm zu erobern. Jede Menge Spannung und Action gepaart mit großartigem Humor machen dieses Hörerlebnis zu einem wahren Genuss.
Ich bin nun soooo gespannt auf die weiteren Teile der Apollo Reihe und vergebe daher 5 von 5 göttlich begeisterte Hörnchen.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Ein Muss für Fans, aber Preis/Leistungsverhältnis für mich nicht angemessen

Palast aus Glas
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Inhalt:
Märchenhaft. Magisch. Mitreißend. So erzählt nur Cornelia Funke! Jahre nachdem wir das erste Mal an der Seite von Jacob Reckless die Spiegelwelt bereisten, entführt uns Cornelia Funke erneut in ...

Inhalt:
Märchenhaft. Magisch. Mitreißend. So erzählt nur Cornelia Funke! Jahre nachdem wir das erste Mal an der Seite von Jacob Reckless die Spiegelwelt bereisten, entführt uns Cornelia Funke erneut in diesen faszinierenden Kosmos. Wir begleiten Jacob auf seiner Suche nach dem Kamm einer Hexe, erleben, wie Celeste im Kleid der Füchsin zur Gestaltwandlerin wird, begegnen dem Bildhauer Rodin und reisen hinter den Spiegel nach London, Madrid, Stockholm und Hamburg.

Meinung:
In diesem Zusatzband zur Reckless Reihe wird der Leser wieder in die Spiegelwelt entführt. Gemeinsam mit Jacob und Fuchs suchen wir den Kamm einer Hexe, treffen auf den Bildhauer Rodin oder erfahren, wie Fuchs zu einer Gestaltwandlerin geworden ist. Auch verschiedene Städte wie Hamburg, London, Madrid und Stockholm statten wir einen Besuch ab. Der Leser erfährt daher ein paar nützliche Hintergrundinformationen. Die Lust auf den vierten Band wird dadurch enorm gesteigert.

Dieser Band enthält acht Kurzgeschichten mit folgendem Titel: Das Glas, das Blei und Gold beschert, Das Geschenk, Die Geige des Strömkarlen, Ein Gesicht aus Feuer, Der Kamm der Hexe, Palast aus Glas, Die Augen vergessen nicht, Weihnachtszauber in Hammaburg.
Eingefleischten Fans der Reckless-Reihe dürfte dabei der ein oder andere Titel bekannt vorkommen, da diese bereits vor ein paar Jahren veröffentlicht wurden.
Auf den letzten Seiten des Buches wartet dann noch eine gut 20 seitige Leseprobe zum ersten Reckless Band auf die Leser. Hier hätte ich mir lieber eine neue Geschichte gewünscht, da ich als Fan natürlich den ersten Band bereits kenne.

Empfehlen kann ich diesen Zusatzband wirklich nur Fans der Reihe. Quereinsteiger werden mit dieser Geschichte wenig Freude haben, da die Spiegelwelt mit all seinen magischen Wesen und Orten für diese Leser doch etwas wirr und undurchsichtig sein wird.

Ein besonderer Hingucker sind die Illustrationen der Autorin. Ich finde, Cornelia Funke besitzt einen sehr individuellen Zeichenstil, der absolut Wiedererkennungswert besitzt. Wie immer sind ihre Bilder als Bleistiftzeichnungen dargestellt und untermalen die Geschichte auf perfekte Art und Weise.

Kritisch muss ich mich gegenüber dem Preis äußern. Ich finde für gut 180 Seiten (die Leseprobe kann man in meinen Augen nicht dazuzählen) ist 18 € ein stolzer Preis. Gerade im Vergleich zu anderen (deutlich dickeren) Büchern kommt es mir ein wenig so vor, als wenn der Preis, aufgrund des Namens der Autorin, ein wenig in die Höhe getrieben wurde.

Fazit:
Für Fans der Reihe ist das Buch ein absolutes Muss. Allen anderen kann ich diese Geschichte nur bedingt empfehlen. Gerade Quereinsteiger sollten lieber mit der Reckless Reihe starten als zu diesem Zusatzband zu greifen.
Die Geschichten an sich sind nette Unterhaltung und bringen ein paar neue Erkenntnisse zur Spiegelwelt von Jacob und Fuchs. Die Vorfreude auf Band 4 wird dadurch definitiv gesteigert.
Von mir bekommt das Buch daher 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Lügen haben kurze Beine - schöne Botschaft

Echte Helden - Feuerfalle Kran
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Inhalt:
Ben hat ein Ziel: Er will cool sein! Aber der Anführer in seiner Klasse, Leon, nimmt ihn kein bisschen Ernst. Das ändert sich erst, als Ben behauptet, sein Vater wäre Kranführer und er selbst schon ...

Inhalt:
Ben hat ein Ziel: Er will cool sein! Aber der Anführer in seiner Klasse, Leon, nimmt ihn kein bisschen Ernst. Das ändert sich erst, als Ben behauptet, sein Vater wäre Kranführer und er selbst schon hundertmal ganz oben im Führerhäuschen gewesen. Blöd nur, dass Leon einen Beweis verlangt. Ausgerechnet als Ben den Kran auf der Baustelle neben dem Schulfest hochklettert, bricht unten Feuer aus. Jetzt muss Ben vor den Augen aller zeigen, dass er ein echter Held ist!

Meinung:
Ben ist ein Außenseiter in seiner Klasse und versucht daher durch seine Lügen auf sich aufmerksam zu machen. So auch mit seiner neuesten Lüge: Sein Vater ist ein Kranführer und Ben war schon gefühlt tausendmal ganz oben mit im Führerhäuschen. Blöd nur, dass Ben Höhenangst hat. Als Leon, der Anführer der Klasse, dann auch noch von ihm verlangt, in das Führerhäuschen des Krans, der momentan an der Schule steht, zu klettern, bekommt Ben weiche Knie. Doch da muss er jetzt durch. Schließlich soll seine Lüge nicht auffliegen.

Die Geschichte klang nach einer mutigen Geschichte für Jungs und mal nach etwas anderem. Denn schnell wird einem als Leser klar, dass Protagonist Ben gerne und oft lügt. Dies bringt ihn ein ums andere Mal in verzwickte Situationen. Im Laufe der Handlung verstrickt Ben sich immer mehr in seinem Lügengerüst und es kommt zu einem schlimmen Vorfall.

Aufgrund der vielen Lügen, die Ben immer wieder erzählt, war er mir nicht gerade sympathisch. Denn mit seinen Lügen bringt er auch andere Menschen in unangenehme Situationen. Natürlich hat Autorin Charlotte Habersack das Thema Lügen perfekt aufgegriffen und deutlich dargestellt, was für Auswirkungen Lügen mit sich ziehen können. Mir hat diese Darstellung ausgesprochen gut gefallen. Sie dient sicherlich als wichtige Lehre für unsere Kinder.

Die Schrift ist groß gewählt und die Geschichte flüssig zu lesen. Perfekt für ein Kinderbuch der Altersgruppe ab 9 Jahren. Ich bin sogar der Meinung, dass Kinder ab 8 Jahren bereits große Freude mit der Geschichte haben werden.
Auch der Spannungsbogen wird kontinuierlich nach oben getrieben und mündet sogar in einem echten Feuer.

Eine Karte gleich zu Beginn des Buches verdeutlicht die Ansicht auf das Städtchen in dem Ben lebt. Toll sind auch die Flammen am Seitenrand, die im Laufe der Handlung immer höher werden.

Fazit:
Charlotte Habersack greift mit dieser Geschichte ein wichtiges Thema auf. Nämlich das Lügen kurze Beine haben und schlimme Dinge durch Lügen geschehen können. Protagonist Ben muss am eigenen Leib erfahren, was es heißt immer nur zu lügen.
Eine wichtige Botschaft für unsere Kinder.
Daher gibt es am Ende von mir gute 4 von 5 Hörnchen.