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Veröffentlicht am 28.03.2026

Die Wahrheit kommt immer ans Licht

Schweigend aus der Nacht
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Wir befinden uns irgendwo in der schönen Schweiz. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und der Erzähler nimmt uns mit in eine Handlung, die sich nach und nach als sehr fesselnd und tiefgründig ...

Wir befinden uns irgendwo in der schönen Schweiz. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und der Erzähler nimmt uns mit in eine Handlung, die sich nach und nach als sehr fesselnd und tiefgründig erweist. Leider ist er nicht gerade ein Mann, der auf den ersten Blick besonders sympathisch erscheint, er spricht gerne diversen alkoholischen Getränken zu und trauert der intimen Beziehung seiner Ex-Freundin Fabienne hinterher, die er lange Zeit intensiv gepflegt hatte, trotz ihrer Heirat mit dem "Banker". Nun wird Fabiennes Geburtstag gefeiert, groß und mit Stil, denn der Herr Gemahl verfügt ja über eine Bank und hat alles, was Rang und Namen hat eingeladen, auch einen berühmten Regisseur namens Sander, der im naheliegenden Frauenkloster einen Film dreht und der Stargast auf diesem Fest sein soll. Doch der Stargast erscheint auch nach Stunden nicht und es erfolgt die Nachricht, dass er durch einen tragischen Unfall verstorben sei.

Der Erzähler begibt sich nach einiger Zeit wohlig gefüllt mit erlesenem Rotwein nach Hause und sinniert über seine verlorene Beziehung zu Fabienne, da erscheint ihm Herr Sander, der doch eigentlich tot sein müsste. Zumindest macht ihn der Erzähler darauf aufmerksam, doch es ist Sanders Geist, der ihn von einem dunklen Geheimnis etwas erzählt und ihn, den Erzähler, und nur ihn um Hilfe bittet. Der Leser erfährt nun etwas mehr über den Erzähler, der aktuell eine Buchhandlung unterhält, jedoch in früherer Zeit einmal als Investigativjournalist unterwegs war, bis er erkennen musste, dass die Subjekte, die an der Macht sind, auch weiter an der Macht bleiben, völlig egal, was ihnen nachgewiesen werden konnte. Das ist ja für alle aufgeweckten Leser nichts Neues.

Auf jeden Fall wird die Neugier des Erzählers geweckt, denn in diesem ungeheuerlichen Fall geht es um das nahe Frauenkloster, in dem er schon einmal recherchierte und in dem die führende Schwester Theophila einen nachhaltigen Eindruck auf ihn hinterlassen hatte, denn sie hatte eine Kraft und einen Glauben, der etwas in ihm anrührte. Leider ist auch Schwester Theophila einem Unfall zum Opfer gefallen, Sachen gibts. Er macht sich auf die Suche und kommt einem Geflecht von Macht, Gier und Verrat auf die Spur, auch ein mysteriöser Männerbund spielt eine gewisse Rolle, der alles daran setzt, dass die Wahrheit unter Verschluss bleibt, doch wenn einmal das Licht in die Dunkelheit gefallen ist......

Ein sehr ungewöhnlicher Thriller, der durchaus noch mehr Seiten hätte haben können und mich positiv überrascht hat. Es braucht ein wenig, sich auf den Schreibstil der indirekten Rede einzulassen, doch es lohnt sich zu lesen. Ein gesellschaftlicher Thriller, von dem es mehr geben darf.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Soll das Liebe gewesen sein?

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Die Autorin Christien Brinkgreve, emeritierte Professorin für Sozioligie, schildert in diesem Buch, wie sie versucht ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes, der im Buch nur mit A. genannt wird, für mich schon ...

Die Autorin Christien Brinkgreve, emeritierte Professorin für Sozioligie, schildert in diesem Buch, wie sie versucht ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes, der im Buch nur mit A. genannt wird, für mich schon seltsam zu lesen, wenn es in den darauffolgenden Seiten nur um ihre Liebe und Sehnsucht geht.

Der Versuch beginnt damit, Ordnung in ein zugestelltes und verwahrlostes Haus zu bringen, in dem das Ehepaar gewohnt hat und nachdem die Söhne ausgezogen sind immer muffiger wurde, wie auch die Ehe, und Papier und Dinge enthielt, die zu Lebzeiten aus bestimmten Gründen nie aussortiert wurden. Das hatte mich anfangs interessiert zu erfahren, auch das Cover fand ich ansprechend, das war es dann aber auch, wie ich während des weiteren Lesens feststellte.

Bei jedem Gegenstand, den die Autorin in die Hand nimmt, kommen Erinnerungen an das erste Kennenlernen und die ersten Jahre. A. war noch verheiratet, als sie sich kennenlernten und bewunderte ihre Arbeit. Er selbst war ein sehr erfolgreicher Journalist. Dieses Gefühl verflüchtigte sich jedoch, nachdem die Söhne auf die Welt kamen und die Autorin ihre eigene akademische Karriere vorantrieb, denn nun fühlte sich A. zurückgesetzt und die schwierige Zeit begann.....

Sehr ausführlich und langatmig beschreibt die Autorin, wie sie die Sehnsucht nach ernsthafter Beziehung nie aufgegeben hat, was sich mir dennoch aufgrund der merkwürdigen Abkürzung des Namens nicht wirklich erschließt und der Leser wird auf ihre innere Reise der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte mit hineingenommen. A. hat versucht seine Familiengeschichte in Form eines Buches aufzuarbeiten, doch die Trauer um Mutter und Schwester konnte er bis zum Ende nicht loslassen. Er blieb bis zum Schluss in seinem Trauma hängen.

Nach der Pensionierung spitzte sich die Lage zu, die Kommunikation fand im gleichen Haus per Mail in verschiedenen Zimmern statt und wurde von seiner Seite ruppiger und verletzender. Immer wieder verlor sich die Autorin in Beschreibungen ihres Innenlebens, das Haus wurde etwas ordentlicher, sie nahm es mehr für sich ein, doch er lebte immer noch dort. Insgesamt ist immer wieder zu lesen, dass sie sich bis heute Beziehung zu ihm wünscht und ich hätte ihr gerne mal während des Lesens zugesprochen, dass kein irdischer Partner den inneren Mangel ausfüllen kann. So ging es mühsam weiter und sie versuchte dafür Erklärungen zu finden und dennoch den Feminismus zu leben, ab diesem Zeitpunkt war ich raus. Das Lesen dieses Buches fand ich erschöpfend und keineswegs hilfreich und tröstend. Ich war erleichtert, als ich es endlich beenden konnte.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Die Hoffnung stirbt niemals

Café Engel
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Wir befinden uns in Wiesbaden im Jahr 1945, die letzten Kriegstage toben, die Menschen sind erschöpft und voller Angst, ob sie die Bombadierungen überleben und wie es denn überhaupt weitergehen soll in ...

Wir befinden uns in Wiesbaden im Jahr 1945, die letzten Kriegstage toben, die Menschen sind erschöpft und voller Angst, ob sie die Bombadierungen überleben und wie es denn überhaupt weitergehen soll in einer Stadt, die in Trümmern liegt, in der viele Menschen alles verloren haben und die von Hunger, Leid, Elend, Rationierungen vielfältigster Art gekennzeichnet ist. Doch in der Wilhelmstraße gibt es ein ganz spezielles Kaffeehaus, das Cafe Engel, gegenüber dem Theater und vor dem Krieg ein Ort, in dem sich Künstler und Musiker trafen und ihr Leben feierten.

Das Kaffeehaus bleibt auf wundersame Weise von den Bomben verschont und Mutter Else und Tochter Hilde können ihr Glück kaum fassen. Vater Heinz befindet sich in französischer Kriegsgefangenschaft und von den beiden Söhnen, die auch eingezogen wurden, fehlt jede Spur. In diesem besonderen Haus wird der Zusammenhalt groß geschrieben und alle, die darin wohnen, versteckt wurden, sind bestrebt, das Cafe Engel wieder zu beleben und machen sich trotz aller Widerstände, Rationierungen und der Besetzung der Amerikaner in Wiesbaden an die Arbeit. Hilde, die blonde und resolute Tochter, die wirkt als könnte sie nichts erschüttern, trägt ein bittersüßes Geheimnis mit sich, von dem sie glaubt, dass keiner davon weiß. Sie versteht es Liebe und Schmerz in sich verborgen zu halten und durch tatkräftiges Anpacken sich abzulenken. Mit ihrer Mutter gelingt es wieder Kuchen, Kekse, Kaffee, Muckefuck und Pfefferminztee den Gästen zu kredenzen und ihnen damit einen kleinen Glücksmoment in all der Not zu bescheren.

Doch alles wird anders als eines Tages eine junge dunkelhaarige Frau namens Luisa im Cafe auftaucht, die vorgibt auch zur Familie zu gehören. Luisa ist von Ostpreußen geflohen und hat Dinge erlebt, die keine junge Frau sehen und erleben sollte. Vater Heinz, inzwischen versehrt aus französischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, freut sich über den unverhofften Familienzuwachs, doch in Hilde wächst das Misstrauen und die Eifersucht und dann kommt auch noch ein Mann ins Spiel, an dem beide Frauen Interesse zeigen.....

Marie Lamballe ist es ganz außerordentlich gut gelungen, das Leben und die Atmosphäre dieser dunklen und schweren Zeit, sehr gut recherchiert, einzufangen. Ich konnte es mir bildlich vorstellen, zerschlagene Lebensträume, Armut, Trauer, Rationierungen, das Trauma des Untergangs des Nationalsozialismus, das für die einen Freiheit und für die anderen völliger Zusammenbruch bedeutete. Und bei aller Not doch die Hoffnung, wir bauen wieder auf, wir fangen neu an, egal wie.

Diese Familiengeschichte lohnt sich zu lesen, ich musste mit den vielen verschiedenen Personen erstmal ein wenig warm werden und habe etwas Zeit gebraucht in die Geschichte einzutauchen, doch dann hat sie mich wirklich gepackt und ich fand es sehr spannend zu lesen, welche Entwicklungen die jeweiligen Protagonisten durchlaufen und freue mich schon auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Warum esse ich?

Abnehmen durch Annehmen. Unbewusste Gefühle verstehen – körperlichen Ballast loswerden
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Das ist eine Frage, die jeder für sich mehr oder weniger ehrlich beantworten möchte. Ich bin bei dieser Frage gerne mal in die Defensive gegangen und beantwortete diese Frage mit manchmal schambesetzten ...

Das ist eine Frage, die jeder für sich mehr oder weniger ehrlich beantworten möchte. Ich bin bei dieser Frage gerne mal in die Defensive gegangen und beantwortete diese Frage mit manchmal schambesetzten Antworten, natürlich wenn ich Hunger habe und natürlich gesund. Der Blick in den Spiegel sagt mir jedoch etwas anderes und die Gefühle mochte ich auch nicht so sehr. Naja gut, manchmal esse ich stressbedingt, oder aus Frust oder aus Gewohnheit oder weil ich jetzt Trost brauche oder weil ich so komische Sätze bzgl. Essen aus meiner Kindheit in meinem Kopf habe, die noch immer über recht viel Macht verfügen, egal wie, ich esse zu viel, ich esse jedoch auch gern, ich genieße gutes Essen allein oder in Gemeinschaft, ich liebe Kuchen, aber ich bestehe nicht aus ihm, unter anderem ein sehr interessantes Kapitel in diesem hilfreichen Buch.

Genau dort setzt Andreas Winter mit seinem etwas anderen Buch über Essen an, nicht über Diät, da habe ich und wahrscheinlich noch andere Leser einige Meter Bücherregal voll stehen. Der Autor nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise, die mir doch das eine oder andere Auge geöffnet haben und ich habe es wirklich genossen, dieses Buch zu lesen und durch die vielen Fallbeispiele fühlte ich mich auch mit vielen Betroffenen sehr verbunden.

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt. Im ersten lesen wir über die Wahrheit des Übergewichts und der, der meint darüber schon alles zu wissen, wie z.B. ich lernt doch erstaunlich viel Neues dazu. Es geht nicht um Diät, sondern zu verstehen, wie die Biochemie unseres Körpers wirklich funktioniert und das nicht abgekoppelt von unserer Seele und unserem Geist, sondern wohltuend ganzheitlich erklärt. Was bestimmt unser Essverhalten, da hatte ich so einige Aha-Effekte und es lohnt wirklich, wie vom Autor empfohlen, farbige Stift während des Lesens bereit zu halten, denn es gibt sehr viele wertvolle Sätze, die ich unterstreichen konnte.

"Gib anderen keine Macht über deine Gefühle.", war einer von ihnen und ganz besonders auch die Hinweise, dass Fett nicht mein Feind ist, sondern mein Dolmetscher. Das zu lesen, war sehr erhellend und überraschend entspannend, auch der Blick in den Spiegel verändert sich langsam. Die Gifte von Stress, Schuld und Scham werden offenbart und Freude und Hoffnung werden gesät. Ich schreibe bewusst gesät, denn wenn ich etwas säe, dann sehe ich nicht gleich die Pflanze. Ich vertraue darauf, dass etwas im verborgenen Dunkel der Erde wächst.

Im zweiten Abschnitt geht es ans Koffer packen, denn der Leser geht auf eine zehntägige Reise, die der Autor die Abnehm-Offensive nennt. Jeder Tag ist mit besonderen Impulsen und Aufgaben am Morgen, interessanten Geschichten von Betroffenen und einem beruhigendem und versöhnlichen Impuls für den Abend gefüllt. Es ist eine Reise, die ich mehrfach unternehmen kann und vielleicht gibt es auch Tage, an denen ich mal länger Rast mache und dann erst weiter reise.....

Für mich hat sich dieser kostbare Ratgeber auf jeden Fall gelohnt und ich konnte für mich sehr viel wertvolles daraus ziehen in meinem Beziehungsstatus mit dem Fett. Ich kann mir vorstellen, dass es für Betroffene sehr hilfreich sein kann, dieses Buch zu lesen und sich dennoch einer Ernährungsumstellung zu öffnen. Die Hypnose, die der Autor praktiziert, würde ich nicht experimentieren, weil es für mich als Christ nicht in Frage kommt. Doch auch ohne diese Praxis gibt es in diesem Buch so viele wertvolle Ratschläge, gut und lieb mit sich umzugehen und unser Fett nach und nach loszulassen.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Das Leben beantwortet dir nicht jede Frage

Der Garten meiner Großmutter
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"Im Leben passen nicht immer alle Puzzleteile hübsch zusammen. Und denk dran, du brauchst nicht alle Antworten."

Dieser kluge Spruch seiner amerikanischen Großmutter versteht der junge Emile erst nach ...

"Im Leben passen nicht immer alle Puzzleteile hübsch zusammen. Und denk dran, du brauchst nicht alle Antworten."

Dieser kluge Spruch seiner amerikanischen Großmutter versteht der junge Emile erst nach sehr langer Zeit. Nachdem der dreizehnjährige Emile mit seiner Mutter Janie Hals über Kopf das elterliche Gut väterlicherseits in der Nähe von Lyon in Frankreich verlassen musste um nach Amerika zu fliehen, hat sich die vormals heile Welt des Jungen auf den Kopf gestellt. Mutter und Sohn finden Aufnahme bei Großmutter Bridgeman in der Nähe von Atlanta im Bundesstaat Georgia. Dem traurigen Jungen fällt es schwer, sich in diese neue Welt, neue Sprache, neues Essen, neue Gepflogenheiten, die so gar nichts mit seinem geliebten Frankreich zu tun haben, einzuleben. In der Schule wird er sehr oft wegen seines Akzents gehänselt und ganz langsam freundet er sich mit Eternity an, seiner stacheligen Klassenkameradin, die genauso ein Außenseiterdasein führt wie Emile.

Für Emile ist seine amerikanische Großmutter ein wahrer Ruhepol und genau so auch ihr Garten, in den sie den traurigen Jungen oft mitnimmt und ihm wichtige Lektionen über das Leben lehrt, ganz sanft und natürlich. Das hilft dem Jungen, genau wie die Erinnerung an seinen Vater Jean-Baptiste, der in Frankreich bei der Resistance aktiv war und als verschollen gilt. Jean-Baptiste hat dem Jungen eine Reihe von Gegenständen hinterlassen, die für Emile ein Rätsel darstellen und an denen er sich festhält und seinen Vater zum Helden stilisiert. Diese Entwicklung erweist sich als nicht gerade förderlich für die Beziehung mit seiner Mutter, die viele Jahre sehr angespannt bleibt. Ebenso angespannt ist aus bestimmten Gründen auch die Beziehung von Janie zu ihrer Mutter und aus ganz persönlichen Gründen waren gerade diese Passagen für mich sehr wertvoll und heilsam.

"Ich habe tief in mir an der Hoffnung festgehalten. Du weißt, was für eine Hoffnung ich meine, oder? Wenn man nicht zweifelt, obwohl man etwas noch nicht sieht. Diese Hoffnung habe ich nicht losgelassen."

"Ich beschloss also, ihr trotz aller Wunden der Vergangenheit Liebe zu zeigen."

Elizabeth Musser hat einen ganz besonders wertvollen Roman über Vergebung, Versöhnung und Neuanfang geschrieben. Sehr kunstvoll und tiefgründig versteht sie es eine Familiengeschichte in die historische Geschichte einzubinden und die Entwicklungen dieser Zeit auf beiden Kontinenten zu beschreiben. Es war sehr spannend über die Entwicklung der Resistance in Frankreich zu lesen, ganz besonders in Lyon wo der Schlächter Klaus Barbie sein Unrechtsregime genoss auszuführen. Diese ineinander verschlungenen Vorkommnisse lösen sich im letzten Teil des Buches auf und das ist einfach so gut beschrieben. Ganz besonders hat mir die Entwicklung von Großmutter Bridgeman in Atlanta gefallen aus ganz bestimmten Gründen sowie auch die von Mamie Madeleine, dem französischen Pendant. Der christliche Glaube an einen guten Gott nimmt einen großen Stellenwert ein und das, obwohl am Ende nicht alles so gut ist, wie es sich der Leser vorstellt, doch auch da zeigt sich dass Gott immer andere Pläne hat als der Mensch.

Diese Geschichte war für mich ein absolutes Highlight und ich liebe die Geschichten dieser wunderbaren Autorin.

Absolut lesenswert

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