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Veröffentlicht am 08.01.2026

Irgendwie ein offenes Ende

The Icebound Kingdom
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Der Einstieg war gewöhnungsbedürftig. Zum einen musste ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Es las sich so, als ob Izra ihre Geschichte aufschreiben würde. Am Ende, wenn wir in die Gegenwart kommen, ...

Der Einstieg war gewöhnungsbedürftig. Zum einen musste ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Es las sich so, als ob Izra ihre Geschichte aufschreiben würde. Am Ende, wenn wir in die Gegenwart kommen, ändert sich die Zeit auch vom Präteritum zum Präsens. Zum anderen lernt man direkt am Anfang ihren Bondage-Kink kennen. Der Grund, warum sie überhaupt zum Gespött ihres Dorfes wird. Die sind was Sex angeht sehr engstirnig.

Nachdem man sich an den Erzählstil gewöhnt hat und einige komische Satzkonstruktionen überliest, kommt sehr gut durch das Buch durch. Die Handlung selbst war für mich nicht vorhersehbar. Der Dunkle Fürst und sein Bruder Yolando überrraschen und erst am Ende des Buches kann man die Bruder wirklich einschätzen.

Izra ist da schneller zu durchschauen. Ich fand ihre Entwicklung toll. Sie hält sich zu Beginn ausgehend durch ihre sexuellen Vorlieben für falsch. Was durch das Verhalten ihres Dorf nur verstärkt wird. Erst im Laufe der Geschichte lernt sie, dass sie sich nicht schämen muss und es durchaus Leute gibt, die sie nicht verurteilen.

Wie schon erwähnt, konnte ich den Plotverlauf nicht vorhersehen. Klar, durch die Tropes wird man ja doch irgendwie immer gespoilert und man weiß, dass sich Izra und der dunkle Fürst verlieben, aber die Art wie dieses verliebt sein, geschieht, gefiel mir. Und mir gefiel auch, wie sich der Zwiespalt zwischen ihren Gefühlen zum Lord und dem Wunsch ihr Dorf und alle darin zu retten, indem sie in ermordet, dargestellt wird.

Das Ende war dann ein Höhepunkt. Hier passiert auf einmal so viel und Geheimnisse werden entdeckt. Und dann Ende. Ich musste da wirklich nochmal schauen, ob dieser Band wirklich als Einzelband beworben wurde. Aber wie es scheint wird man nicht erfahren, wie es weitergeht. Und irgendwie finde ich das doof. Es kommt mir so vor als hätte man mich in die Richtung eines epischen Kampfes zwischen den Elementkindern geführt, nur um mich dann kurz davor stehen zu lassen. Vielleicht überlegt sich das Autorenduo das nochmal.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Unterhaltsam

DAVENGER
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Schon im Einstieg zeigt sich ein Schreibstil, den ich seltener lese. Man verfolgt in einem Kapitel nicht nur eine Person, sondern sieht als Leser gleichzeitig in mehrere Köpfe rein. Die Autorin schreibt ...

Schon im Einstieg zeigt sich ein Schreibstil, den ich seltener lese. Man verfolgt in einem Kapitel nicht nur eine Person, sondern sieht als Leser gleichzeitig in mehrere Köpfe rein. Die Autorin schreibt hier eher aus der auktorialen Sicht und schafft es ganz gut, dass man immer weiß, welcher Gedankengang zu welcher Person gehört. Auch legt sie viel Wert darauf, die Gefühle und Gedanken der Personen darzulegen. Manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass sich das etwas mehr in der Handlung auch zeigt.

Carly, die zu Beginn als Frau dargestellt wird, die unabhängig sein will und sich der gesellschaftlichen Rolle nur aus Pflichtgefühl unterordnet, hätte ich mir später in der Ehe etwas mehr widerspenstig gewünscht. Allerdings zeigte sich schnell, dass wir es hier mit Liebe/Leidenschaft auf den ersten Blick zu tun bekommen. Avery ist da zum Glück eine Green Flag. Trotzdem war der Plot hinsichtlich der Liebesgeschichte etwas vorhersehbar für mich.

Abseits der Romantik blieben im Plot für mich auch Fragen offen. Wieso war Avery bei seiner eigenen Hochzeit nicht zugegen? Und noch ein paar Sachen, die hier jetzt allerdings stärker spoilern würden. Vielleicht wird es im nächsten Band, bei der eine weitere Davenger unter die Haube soll, wieder aufgegriffen, aber hier hat mich das etwas unbefriedigt zurückgelassen. Insbesondere, weil vieles andere schnell gelöst war. Mir fehlte es an Spannung in der Story.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Erschreckend gut

Evermind. Sie kennt dich
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„Evermind – Sie kennt dich“ ist ein Jugendbuch und für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Obwohl ich 20 Jahre älter bin, hat es auch mir sehr gut gefallen. Wäre es ein Buch für Erwachsene hätte ich mir ...

„Evermind – Sie kennt dich“ ist ein Jugendbuch und für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Obwohl ich 20 Jahre älter bin, hat es auch mir sehr gut gefallen. Wäre es ein Buch für Erwachsene hätte ich mir einige Dinge anders/ausführlicher gewünscht, aber für die Zielgruppe wird die Gefahr von einer KI, der man zu viel Macht gab, deutlich genug beschrieben. Mit Livia, die eine Level 2 ist, lernen wir die unterirdische Stadt und die Gesellschaft der Zukunft kennen. Alles wird von MAM bestimmt. Der Beruf, die Essenszusammensetzung, das Trainingsprogramm, wer welchen Bereich der Stadt betreten darf, usw. Livia und alle anderen stehen unter Dauerbeobachtung und alle finden es gut. Schon allein nach diesen Infos, schauerte es mich. Aber es wird noch schlimmer! Schnell werden dem Leser Ungereimtheiten deutlich. Dinge, die besorgniserregend sind. Und auch Livia wird wachgerüttelt und fängt an, MAM zu hinterfragen. Die Art und Weise, wie ihr Stück für Stück die Augen geöffnet werden, fand ich gelungen. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und ich denke, dass sich jüngere Leser gut mit ihr identifizieren können.

Oder vielleicht auch mit Cassian? Eher Typ Rebell im Untergrund, der weiß, wie man Dinge vor MAM verstecken kann. Ich glaube, mein 14jähriges Ich hätte damals Gefallen an ihm gefunden. Die romantischen Gefühle, die Livia für ihn entwickelt, fand ich sehr schön dargestellt. Vor allem, da der Liebesanteil nicht die Hauptstory in den Hintergrund drängt.

Ich muss allerdings gestehen, dass mir eine Sache am Ende ein bisschen merkwürdig vorkam. Gerne hätte ich hier gewusst, wieso MAM so handelt.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Konnte mich nicht überzeugen

Rabid
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Ich hatte letztes Jahr ständig Werbung von einer App bei Insta, wo man in Spicy Gestaltwandlerbücher reinlesen konnte. Die meisten Geschichten waren allerdings furchtbar geschrieben, trotzdem weckten sie ...

Ich hatte letztes Jahr ständig Werbung von einer App bei Insta, wo man in Spicy Gestaltwandlerbücher reinlesen konnte. Die meisten Geschichten waren allerdings furchtbar geschrieben, trotzdem weckten sie in mir den Wunsch, so eine Story in richtig gut zu lesen. Als ich dann „Rabid“ bei Vorablesen entdeckte und mir Klappentext und die Leseprobe auch gefiel, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen musste.

Ich finde den Start auch immer noch gelungen, aber im Laufe des Lesen ließ meine Begeisterung nach. Seneca fand ich zu Beginn als starken Charakter. Jemand, der die Rudelführung hinterfragt und sich auch mit Wolf nicht einfach ihrem Alpha unterwerfen will. Ihre Wut und Verzweiflung sind ein Grundton, der zu Beginn gut passt, aber im Laufe der Geschichte sich auch entwickeln sollte. Diese Entwicklung habe ich allerdings nicht gesehen. Ich fand Senecas Selbstmitleid, ihre Wut auf alles irgendwann nervig. Da half es auch nicht, dass sie auf alles und jeden mit Abneigung reagiert, aber eine Handlung oder kurze Erklärung zu einer schnellen kompletten Änderung dieser Abneigung führt. Das fand ich nicht glaubwürdig.

Die Beziehung zu Tyran war von der Wolfsseite aus glaubwürdig. Das sich die menschliche Seite allerdings auch innerhalb weniger Tage verliebte, ich weiß nicht. Das kam bei mir emotionsmäßig nicht an. Allerdings fand ich die Spice-Szenen schlecht geschrieben und die „Knoten“-Sache dabei, war für mich eher erschreckend und auch irgendwie unlogisch.


In der Handlung selbst ging es einmal darum, dass Seneca mit sich selbst Frieden findet und um den Konflikt zu ihrem alten Rudel. Ersteres habe ich oben schon erwähnt. Bei der anderen Sache muss ich sagen, dass das alles ziemlich grausam ist. Ich habe mich auf die Abrechnung mit dem Rudel gefreut. Auf das Zerreißen und Töten. Allerdings habe ich mich auch gefragt, ob die Handlungen von Burke und seinen Betas zum Instinkt eines Wolfes passt. Die menschliche Seite scheint bei dem Alpha und seinen Betas deutlich mehr sagen zu haben als deren Wölfe. Dabei verstand ich den Flux und die Vereinigung von Mensch und Wolfsgeist so, dass zwei gleichberechtigte Seelen im Körper wohnen.

Alles in allem warte ich jetzt immer noch auf ein richtig gutes Gestaltwandler Buch.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Jahreshighlight

Glow of the Everflame
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Ich war ja schon begeistert von Band 1 und Band 2 hat es für mich nochmal getoppt. Ich habe in jeder freien Minute nach dem Buch gegriffen. Trotz der Tatsache, dass ich hier schon wieder mit einem fiesen ...

Ich war ja schon begeistert von Band 1 und Band 2 hat es für mich nochmal getoppt. Ich habe in jeder freien Minute nach dem Buch gegriffen. Trotz der Tatsache, dass ich hier schon wieder mit einem fiesen Cliffhanger am Ende klarkommen musste, liebe ich es.

In diesem zweiten Band begleiten wir Diem ins Schloss und mitten hinein in die Gesellschaft der Descended. Nicht mehr als Mortal, sondern als ihre Königin. Eine Rolle, die längst nicht jeder akzeptiert. Diem muss lernen, wem sie trauen kann, wie sie regieren soll und gleichzeitig damit umgehen, dass ihre eigene Magie ihr nicht gehorcht. Nicht mal ein Funken oder Schattenfitzel will beschworen werden. Ich habe so mit ihr mitgefiebert und mitgelitten. Sie bewegt sich durch ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und Erwartungen, und genau das hat mich komplett abgeholt. Dieses ständige Abwägen, jeder falsche Schritt mit möglichen Konsequenzen. Ich habe es geliebt.

Auch Luther konnte mich hier für sich entdgültig gewinnen. In diesem Band bekommt man so viele neue Facetten von ihm zu sehen, dass am Ende klar ist: Da steckt noch sehr viel mehr unter der Oberfläche. Für mich ist er ein unglaublich vielschichtiger und wichtiger Charakter und weit mehr als nur eine Nebenfigur. Aber auch die anderen Descended, die Stück für Stück Diems innerer Kreis werden, sind so wichtige Nebencharaktere für die Story. Diem findet bei ihnen etwas, das sich nach Familie anfühlt, und es war schön zu sehen, wie sehr sie sich gegenseitig prägen. Sie laufen nicht einfach nebenher, sondern beeinflussen Diems Entwicklung ganz entscheidend. Vor allem Taran hält sich nicht zurück und ist schonungslos ehrlich zu ihr. Insbesondere, wenn sie naive Entscheidungen trifft. Und das tut sie. HInsichtlich Henry, der Hüter, ihren eigenen Gefühlen … und ich denke, einiges wird in Zukunft zu größeren Hindernissen führen.

Die Handlung am Hof war für mich durchgehend spannend. Die Geschichte wechselt fließend zwischen politischen Ränkespielen, emotionalen Momenten und dramatischen Szenen. Ich bin in diese Geschichte eingetaucht und muss so schnell wie möglich Band 3 beginnen. Für mich ist dieser zweite Band ganz klar mein Jahreshighlight 2025.

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