Hetzjagd durch den Rheingau
Rheingau-HöllenElisa Lowe ist als Phantomzeichnerin beim hessischen LKA angestellt. Eine alte Freundin bittet sie zum Spaß um ein Phantombild als Hochzeitsgeschenk für einen Freund und sie erfüllt ihr diesen Wunsch. ...
Elisa Lowe ist als Phantomzeichnerin beim hessischen LKA angestellt. Eine alte Freundin bittet sie zum Spaß um ein Phantombild als Hochzeitsgeschenk für einen Freund und sie erfüllt ihr diesen Wunsch. Nur dumm, dass der Gezeichnete, ein Jura-Professor und Richter, kurz darauf tot aufgefunden wird und man seine Brieftasche bei Elisa findet.
Damit gerät die Angestellte des LKA unter Mordverdacht und die Kollegen müssen gegen sie ermitteln. Elisa macht sich selbst auf die Suche nach dem Täter, unterstützt von ihrem Freund, dem Fotografen Silviu, der allerdings angesichts von Elisas Vorgehen manchmal ganz verzweifelt ist und nicht mehr weiß, ob er ihr vertrauen kann oder nicht.
Der Autor Stephan Reinbacher beschreibt eine rasante Jagd durch den Rheingau, der Wein spielt allerdings, anders als man es vom Titelbild des Buches her erwarten könnte, keine besondere Rolle. Lediglich der Assmannshäuser Höllenberg findet hin und wieder Erwähnung. Und anders als in einem Cozy Crime werden die Orte des Rheingaus zwar erwähnt, die besonderen touristischen Highlights werden aber bestenfalls am Rande gestreift.
Ich habe mich eigentlich durch das ganze Buch hindurch gewundert, warum Elisa nicht mehr Vertrauen in ihre Kollegen hatte. Warum sie sich sofort auf die Flucht begeben hat und sich damit erst richtig verdächtig machte. Dieses überstürzte Handeln ohne vorher zu überlegen brachte nicht nur ihren Kollegen Engleholm zur Verzweiflung sondern auch ihren Partner, der zwischenzeitlich gar nicht wusste, wo sie war oder wie er sie erreichen konnte. Im Endeffekt deckt sie damit allerdings auch noch ganz andere Machenschaften bei der hessischen Justiz auf.