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Veröffentlicht am 06.05.2019

Ein modernes Märchen mit Suchtpotential

Cinder & Ella
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Ein modernes Märchen

Cinder & Ella, - was für ein schöner und vor allem passender Titel.

Angelehnt an das Märchen Cinderella starten wir in diese sehr emotionale Geschichte, als Ella an ihrem 18. Geburtstag ...

Ein modernes Märchen

Cinder & Ella, - was für ein schöner und vor allem passender Titel.

Angelehnt an das Märchen Cinderella starten wir in diese sehr emotionale Geschichte, als Ella an ihrem 18. Geburtstag mit ihrer Mutter in ein Wellness-Wochenende startet.

Die Vorfreude ist groß, denn es ist nicht alltäglich, dass die Zwei Urlaub machen. Ellas Vater hat die beiden verlassen, da war Ella gerade mal 10 Jahre alt. Seit dem hat sie keinen Kontakt mehr zu ihm. Somit war Ellas Mutter alleinerziehend und musste sich das, was sie haben, stets hart erarbeiten. An diesen Tagen jedoch, wollen sie aber einfach nur mal die Seele baumeln lassen.

Auf dem Weg dorthin,… die Mutter fährt,…sie hören Musik,… Sie lachen,… sie reden einfach wie zwei Freundinnen, auch über Ellas besten Freund Cinder. Den hat sie allerdings noch nie persönlich gesehen oder gesprochen, denn mit ihm schreibt sie nur per E-Mail oder auf ihrem Blog, wo es um Bücher und Verfilmungen geht. Auch Cinder ist ein riesengroßer Fan und versorgt Ella, weil sein Vater beim Film arbeitet, immer mit dem neusten Klatsch.

An diesem Tag schreibt er ihr, dass er, anlässlich ihres Geburtstages, etwas hätte, was er ihr gerne schicken würde. Doch im nächsten Augenblick, als Ella gerade darüber nachdenkt, dass er dann ja ihre Adresse kennt, verändert sich Ellas Leben von einer Sekunde auf die andere.

Als sie erwacht, sind bereits Wochen vergangen, ihre Haut wurde transplantiert und ihr stehen noch weitere OP‘s und Rehas bevor. Das jedoch ist nicht mal das Schlimmste, denn zukünftig muss sie all diese Dinge ohne ihre geliebte Mutter überstehen.

Sie hat den Autounfall nämlich nicht überlebt.

Und hier beginnt das Aschenputtel-Märchen. Ella soll nun zu ihrem Vater, der inzwischen wieder verheiratet ist und zwei Stieftöchter hat. Kann das gutgehen? Oder rettet sie am Ende ein Prinz, der all die Zeit nicht wusste, ob Ella überhaupt noch lebt?

**********

Dieses Buch wurde so sehr gehyped, dass ich immer dachte, ach bestimmt wieder so eine typische Teeniegeschichte. Dass ausgerechnet ich sie dann so süß fand, kann ich selbst noch nicht glauben, zumal die Protagonisten auch sehr jung sind, was ich eigentlich nicht so mag und man Aschenputtel eh zu Genüge kennt. Am Ende weiß man wie die Story ausgeht.

Aber, dass sie vorhersehbar ist, fand ich überhaupt nicht schlimm, denn hier galt, der Weg ist das Ziel. Und Ella & Cinder auf ihrem Weg zu begleiten, war einfach süß und vor allem nie langweilig. Dadurch, dass die Autorin diesem bekannten Märchen einen modernen Touch gegeben hat, wusste man auch nie, wie weit es tatsächlich an Cinderella angelehnt ist. Die Geschichte hatte einfach Suchtpotenzial, ich kann es nicht anders sagen. Immer dachte ich, ein Kapitel geht noch. Ruckzuck war sie dann gelesen. Nachdem man dann das Buch zusammengeklappt hat, merkte man schnell, ohne die Beiden ist es irgendwie traurig.

Deswegen freue ich mich riesig darüber, dass das Release-Datum für den zweiten Band nun endlich feststeht. Ab 30.09.19 können wir also weiterlesen, im Märchen Cinder &Ella.

Fazit:

Ein supermodernes, romantisches, tragisches und süßes Märchen. Eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.05.2019

Die Spannung war kaum auszuhalten

So dunkel der Wald
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Gebrochene Seelen

>> Wie bringt man einem Kind Gehorsam bei? Indem man es bricht. > Sie werden dich nicht finden, niemand wird dich finden, du bist bei mir.

Gebrochene Seelen

>> Wie bringt man einem Kind Gehorsam bei? Indem man es bricht. << (Zitat von Paps)

>> Sie werden dich nicht finden, niemand wird dich finden, du bist bei mir. << (Falco, Jeanny)

Diese Strophe schwirrt mir die ganze Zeit im Kopf herum, wenn ich an diese Geschichte denke. Und nicht nur wegen dem passenden Text, sondern auch weil Falco aus Österreich kommt. Der Schauplatz dieser Story.

Sie spielt in einem großen Wald, in der Nähe von Linz. Ein idealer Ort um sich zu verstecken. Schon seit Jahren verschwinden immer wieder kleine Kinder, die nie gefunden wurden, wie auch die 10 jährige Ronja, aus deren Sicht diese Story erzählt wird.

Inzwischen ist Ronja 20 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem neuen Vater „Paps“ und ihren neu erworbenen Geschwistern zusammen in einer Hütte, in diesem Wald, fernab der Zivilisation. Selbst Einkaufen ist eine Tagestour mit dem Auto. Es gab aber noch viele andere „Geschwister“, die aber schon verstorben sind, denn nicht alle lernen zu gehorchen oder zerbrechen an dem Erlebten. Aktuell wird auch gerade wieder die kleine Lola vermisst.

Sarah vom Kriminaldezernat Linz nimmt sich diesem Fall an, aber wie bei fast jedem Ermittlungsfall hat Sarah auch noch ihre ganz eigene Geschichte.

Eines Tages soll Ronja Einkaufen fahren. Ihr Plan? - Abhauen!

Sie schnappt sich die beiden Kleinen und schafft es tatsächlich mit dem Auto wegzufahren, bloß, dass sie nicht weit kommt, denn das Auto wurde manipuliert.

Der Alptraum beginnt. All das, was sie bisher erlebt hat, kommt nicht an das heran, was ihr nun bevorsteht…

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Für mich ein großartiger Thriller, der vor allem eins hat, - einen soooo guten Schreibstil.

Der hat es mir ganz besonders angetan. Obwohl er einfach und leicht war, war er auch emotional einzigartig. Die Autorin umschreibt brisanten Szenen so, dass es alles bedeuten könnte und trotzdem weiß der Leser was gemeint ist, weil ihre Art Kopfkino in Gang setzt. Sie überlässt dem Leser seine eigene Fantasie, wie weit er das Schrecken gehen lässt. Da sind bei mir Bilder entstanden, sodass ich mich gegruselt und gefürchtet habe. Eine ganz besondere Spannung ist entstanden, die gerade zu Anfang kaum auszuhalten war.

Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Durch seine gerade mal 300 Seiten, ist die Story auf den Punkt gebracht, ohne unnütze Lückenfüller.

Einzig eine Sache konnte ich nicht ganz nachvollziehen. In Zeiten der Technik leuchtet es mir nicht ganz ein, dass man einen Waldabschnitt, in Österreich wohlbemerkt, nicht besser durchforsten kann. Z.B. mit Hubschrauber und Wärmebildkameras. Immerhin spielt diese Geschichte nicht in Alaska, wo Weite und Wildnis vielleicht ein Hindernis darstellt. So aber galten die Kinder halt all die Jahre als totgeglaubt.

Diesen Aspekt habe ich aber bei meiner Bewertung außen vor gelassen, sonst würde es diese Geschichte wahrscheinlich gar nicht geben und das wäre wirklich sehr schade.

Ich bin froh, auf diese Autorin und dieses Buch, obwohl es schon im März 2018 erschienen ist, gestoßen zu sein und freue mich schon riesig auf ihr neuestes Werk „Worüber wir schweigen“ (Oktober 2019)

Fazit:

Unbedingt lesen! Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 30.04.2019

Leider enttäuschend

Wir zwei ein Leben lang
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Anna McPartlin sagt über dieses Buch: >> Sie werden weinen, sie werden lieben, sie werden staunen und sie werden sich an dieses Buch erinnern.

Anna McPartlin sagt über dieses Buch: >> Sie werden weinen, sie werden lieben, sie werden staunen und sie werden sich an dieses Buch erinnern. <<

Nein, leider nicht!

Ich bin mit der Erwartung an die Geschichte gegangen, dass es sich hierbei um eine außergewöhnliche Lovestory handelt, wo der Leser mit den beiden mitfiebert. Zudem hat der Klappentext beschrieben, dass es um ein Notizbuch geht, welches Erin & Dominic zur Hochzeit bekommen haben. Darin sollen sie all das aufschreiben, was sie sich nicht zu sagen trauen und stets mit dem Satz enden, „Ich liebe dich, weil…“.

Ich gehe davon aus, dass es die falsche Erwartung war, die mich enttäuscht zurück gelassen hat. Auch konnte ich gar keinen Bezug zu den Protagonisten aufbauen, vor allem nicht zu Erin. Auch wenn die zwei einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben und sie dadurch in eine Depression gefallen ist, fand ich ihr Denken sehr anstrengend, fast nervig.

Ständig hatte ich das Gefühl, sie gehen einen Schritt vor und gleich 10 wieder zurück und dass verlieh mir, als Leser, so eine negative Grundeinstellung, woraus ich dann, auch bei netteren Szenen, gar nicht mehr raus kam.

Die Einträge im Notizbuch waren zwar bildlich sehr schön dargestellt, denn jeder hatte seine eigene Handschrift, aber es war nicht so, dass es unbedingt von beiden gewollt war. Eher haben sie um die Dinge, die sie schreiben wollten, immer drum rum geschrieben. In dem Zusammenhang fällt mir das Wort „Larifari“ ein, denn oft war es eben nur sinnloses Geschwafel.

Schnell kam Langeweile auf, sodass ich auch, auf den letzten Seiten, angefangen habe, quer zu lesen. Ich wollte die Geschichte einfach nur noch beenden.
Leider hat mich das versprochene Gefühl von Anna McPartlin nicht erreicht.

Fazit: Das Schönste an diesem Buch ist tatsächlich das Cover. Aber auch der gut klingende Klappentext hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Sorry, aber hierfür kann ich keine Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Eine süße und heiße Cinderella Story

Prince of Passion – Nicholas
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Was für eine süße Cinderella Story!

Dies ist der Auftakt der Prince of Passion Reihe. Darin geht es hauptsächlich um den Kronprinzen von Wessco, - Nicholas…

…der zwar nicht ganz so ein Hallodri, wie ...

Was für eine süße Cinderella Story!

Dies ist der Auftakt der Prince of Passion Reihe. Darin geht es hauptsächlich um den Kronprinzen von Wessco, - Nicholas…

…der zwar nicht ganz so ein Hallodri, wie sein jüngerer Bruder Henry ist, aber eben auch nicht ganz ohne. Das allerdings soll bald ein Ende haben, denn aufgrund der Negativschlagzeilen, wofür aktuell sein jüngerer Bruder sorgt, soll er schnellstmöglich heiraten und für Nachwuchs sorgen. Solche Positivschlagzeilen sollen das Image des Königshauses wieder verbessern. Seine Großmutter, die amtierende Königin, möchte innerhalb von fünf Monaten einen Namen, wer die Auserwählte ist.

Für Nicholas gilt es ab sofort, sich nochmal richtig auszutoben.

Das bietet sich vor allem auf der Reise nach New York an, wo er an ein paar Wohltätigkeitsveranstaltungen teilnehmen und bei der Gelegenheit auch seinen chaotischen Bruder zurückholen soll.

Nach genau solch einer Veranstaltung hat er mal wieder ein bisschen zu tief ins Glas geschaut und betritt mit seinem Freund Simon einen kleinen unscheinbaren Coffee-shop. Dort trifft er zum allerersten Mal auf Olivia. Die Kellnerin, die er auch gleich mit seinen Anmachsprüchen bombardiert. Olivia lässt dies allerdings kalt, denn sie hat ganz andere Probleme. Selbst sein Titel kann sie kaum beeindrucken und so geben die zwei sich recht amüsante Wortgefechte, bis es anfängt, ganz schön zu knistern.


Als ich nur den Klappentext kannte, musste ich sofort an der Prinz aus Zamunda denken und an die Brüder William und Harry aus England und tatsächlich hat diese Geschichte etwas von beiden. Und über das hinaus auch noch ein bisschen was von Aschenputtel und Pretty Woman.

Die Story ist einfach unglaublich süß. Vor allem ist sie das durchweg. Zu keiner Zeit kam Langeweile auf. Sie besticht durch die Charaktere, die musste man einfach gern haben, Macken hin oder her.

Ich denke, wer zu so einer Art von Buch greift, der weiß natürlich, dass hier einige Klischees enthalten sind und dass die Geschichte auch vorhersehbar ist, was das Ende angeht. Darum kann man hier natürlich keine Kritik aussprechen.

Worin ich aber Kritik äußern möchte, ist, dass es auch in diesem Buch wieder viele Wiederholungen der Geste „Achselzucken“ gab. 31 Mal habe ich gezählt. Teilweise 2 x auf einer Seite. Auch hier glaube ich wieder, dass es an der Übersetzung liegt, ähnlich wie bei der Redwood Love Reihe, aus diesem Verlag. Auch da ist es mir schon sauer aufgestoßen.

Ich finde wirklich schade, dass aufmerksamen Lesern der Lesefluss dadurch gestört wird. Zudem wertet es doch auch ein Buch auf, wenn alles stimmt, selbst bei leichter Leselektüre. Ich hoffe, dass an diesem Schwachpunkt noch gearbeitet wird, denn meistens sind die Geschichten aus dem Kyss Verlag alle irgendwie süß, amüsant und auch ziemlich heiß, wie dieses moderne Märchen eben auch.

Und, weil alles so süß war, bis auf den kleinen Kritikpunkt, freue ich mich, wie es im nächsten Band mit dem Rüpel Henry weiter geht.

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 24.04.2019

Eine sehr berührende, aber auch lustige Geschichte

Von A wie allein bis Z für zusammen
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>> Eine berührende Spurensuche im Alphabet des Lebens

>> Eine berührende Spurensuche im Alphabet des Lebens <<

Vorweg kann ich schon mal sagen, der Titel hält was er verspricht.

Ich liebe Geschichten, wo Hinterbliebene eine Art To-Do-Liste abarbeiten müssen. Und auch hier kann ich sagen, hat die Autorin es ganz toll umgesetzt. Eine schöne Grundidee, die mir gut gefallen hat.

Es geht um die Geschwister Rose und Poppy. Immer waren sie füreinander da, haben alles geteilt, haben sich gegenseitig beschützt, haben gestritten, gelacht, geweint, aber sich auch immer wieder vertragen…

…bis eines Tages etwas passiert, dass die Beiden für immer entzweit.

So leben sie nun ihr Leben, ohne den anderen jemals wieder gesehen zu haben. Inzwischen sind sie erwachsen und Rose ist sogar selbst Mutter eines 16 jährigen Sohnes.


Als ihre Mutter Andrea plötzlich verstorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen, denn keine von beiden hat geahnt, dass ihre Mutter sehr krank war.

Der größte Wunsch von Andrea war es, auch wenn sie es nicht mehr erleben wird, ihre beiden Töchter wieder vereint zu sehen und deswegen hat sie einen Plan, den es im Sterbebett noch umzusetzen gilt.

Zusammen, mit ihrem seelenverwandten Freund Lewis, entwirft sie „Von A – Z, das Alphabet des Lebens“. Wenn auch nicht ganz glücklich über den Titel, aber mehr Zeit, für was Passenderes, blieb ihr einfach nicht. Wenn sie wüsste, wie passend das hier nur ist…

Ab nun müssen Rose und Poppy über ihren Schatten springen. Schaffen sie es, aus Liebe zu ihrer Mutter, sich durch das ABC zu kämpfen?


Diese Geschichte lohnt sich zu lesen. Sie hat ein gutes Gleichgewicht, zwischen traurig und lustig, sodass man aufgrund des doch eher schweren Themas, nicht in eine deprimierende Grundstimmung verfällt. Während des Lesens ist mir übrigens erst aufgefallen, dass ich Debra Johnson schon kannte, als Debbie Johnson aus einem anderen Verlag. Aber auch da hat sie mich schon mit ihrem Schreibstil überzeugt. Sie schafft es einfach einem die Charaktere sehr nah zu bringen, dass man mitfühlt. Auch hier war ich immer hin und her gerissen zwischen Rose und Poppy. Mal tat mir die eine mehr leid, mal die andere. Dadurch entsteht dieses Wechselbad der Gefühle, welches für mich zu einem guten Buch dazu gehört.

Was mich allerdings nicht ganz so überzeugt hat, war das Alphabet selbst.

Vielleicht lag es an der Übersetzung, dass es nicht immer ganz aufging, mit dem einzelnen Buchstaben. Habe mich sowieso oft gefragt, wie es im Original hieß. Vielleicht hätte man es auch einfach so wie im Original belassen sollen und stattdessen, unter dem Text, lieber mit Stern übersetzt. Dann wäre es auch für die deutschen Leser besser aufgegangen.

Schade war auch, dass natürlich einzelne Buchstaben ein bisschen übersprungen wurden oder besser gesagt, die Autorin es sich bei den ein oder anderen Buchstaben es eher leicht gemacht hat.

Trotzdem möchte ich diese Geschichte empfehlen, denn hier geht man wirklich auf eine ganz berührende Spurensuche, im Alphabet des Lebens. Zuckersüß, humorvoll, aber auch herzzerreißend.

Tatsächlich hatte ich an einigen Stellen einen Kloß im Hals und tatsächlich auch ein paar Tränchen
vergossen.

Klare Leseempfehlung!