Cover-Bild So dunkel der Wald

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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 15.03.2018
  • ISBN: 9783740802936
Michaela Kastel

So dunkel der Wald

Thriller
Eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst.

Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen.

Eindringlich und schonungslos führt Michaela Kastel in eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst. Ein Ausnahme-Thriller.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2019

Ein psychologischer Thriller für starke Nerven!

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Bewertung:

Die Welt dort draußen ist voller Licht, und im Nu wäre jeder dunkle Fleck unserer Vergangenheit offenbart. Nicht nur die Gräber, auch unsere eigenen Tode, die wir so oft gestorben sind. Sie ...

Bewertung:

Die Welt dort draußen ist voller Licht, und im Nu wäre jeder dunkle Fleck unserer Vergangenheit offenbart. Nicht nur die Gräber, auch unsere eigenen Tode, die wir so oft gestorben sind. Sie würden uns nicht in Ruhe lassen. (Seite 130)

Einfach nur Wow!!! ich habe es in zwei zügen ganz durchgelesen. Das Cover und der Titel passen hervorragend zur Geschichte!!! Allein diese Aufmachung erzeugt drückende Spannung und macht neugierig! Der Klappentext verrät fast nichts, was weiterhin ein Jucken in den Händen auslöst.

Worte ... es sind nur Worte, die ihr entkommen, weil die Angst vor dem Tod ihren Verstand vernebelt. Dennoch tun sie weh. Sie treffen eine Stelle ganz tief in mir, die trtz der Jahre der Abhärtung, der Routine und der Gefühllosigkeit einen letzten Rest meiner Seele bewahrt hat. Dieser Rest geht nun in mir zu Bruch, entgültig verloren in der Leere meines Herzens.
(Seite 148)


Einige der fassungslosen Szenen sind so geschrieben, als ob sie ganz gewöhnlich wären; z.B. Zu einem Loch fahren, indem ein Kind eingesperrt ist, die Leiche hochholen... Ronja und Jannik machen sich an diese Sachen sehr abgestumpft ran... die Gefühle der beiden wird nicht näher beschrieben. Das zeigt die Gewöhnung an der ganzen Sache über Jahre hinweg. Dies hat die Autorin sehr gut transportiert. Diese erschreckenden Szenen bringen gänsehaut und lassen das Herz wild klopfen.

Ich habe total gerätselt, wer die Tagebucheinträge verfasst hat. Erst dachte ich, sie wären von Ronja, dann von Jannik.... Ab einem gewissen Tagebucheintrag dachte ich nur: "HÄ??? Von wem ist es denn nun?" Doch kurz vor Ende wird das Gehiemnis darum gelüftet. Ich war so irritiert, weil ich dachte, sie seien von Jannek und als er dann vom Tod von Paps erzählt hat, war ich total verwirrt. Aber im Nachhinein ergab es alles einen Sinn. Auch hier hat die Autorin die Spannung neben der Gegenward extrem gut aufgebaut und bis zum Schluss gehalten. Toll geschrieben, unvorhersehbar und doch hat es mich total gestört, weil ich die Verwirrung nicht losgeworden bin, bis ich endlich wusste, was es mit den Einträgen auf sich hat.

Zwischen der Gegenward konnte die Autorin auch sehr gut die Vergangenheit der Kinder vermitteln. Meine Gedanken flogen wie bei einem Wechselspiel hin und her, was aber weder verwirrend noch anstrengend war. Es hat wunderbar gepasst und sich miteinander ergänzt.

Ein Kind, das sich für tot hielt, erkennt unter Tränen, dass es erwachsen werden darf. (Seite 74)

Die Polizistin Sarah hat einen guten Spürsinn und ein gutes Bauchgefühl. Sie ist etwas starrsinnig und unvorsichtig. Auch scheint ihr Wille bei einigem nicht so groß zu sein. Aber trotzdem hat sie mir sehr gefallen, weil sie verbissen an ihrem Gefühl dranblieb.

Besonders die Entwicklung von Jannek hat die Autorin nach und nach hervorgehoben. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr und intensiver konnte ich mich mit Janneks rolle auseinandersetzen. Die Geschichte um seine Person hat die Autorin für mich psychologisch glaubhaft und erschreckend realistisch aufgebaut.

Als Leser begleitete ich Figuren, die anfangs Opfer waren und immer mehr zum Täter wurden. Ich war so berührt von verschiedenen Charakteren, weil die Autorin mich sie intensiv spüren ließ.

Leider ist das Ende viel zu schnell gegangen. Alles war so in Entwicklung aufgebaut und plötzlich war das Ende so rasant. Als ob keine Zeit mehr dafür blieb. Sehr schade!!! Das hat mich sehr gestört! Und ich bin echt traurig darüber, dass die Leserunde keine richtige Leserunde war. Jeder hat anders angefangen wegen der verspäteten Ankunft der Bücher. Austausch war für mich leider nicht möglich, die allermeisten sind ja schon lange fertig gewesen.

"Glück zerstört man nicht, egal wie falsch es sich anfühlt." (Seite 231)


Fazit:

Ein sehr ergreifendes Buch, dass die psychologische Entwicklungen und die dazugehörigen Auswirkungen realistisch und erschreckend wiedergibt und deutlich macht, dass nichts schwarz oder weiß ist. Es müssen alle Seiten begutachtet werden, bevor ein Urteil fair gefällt werden kann. Die Autorin bringt die Leser in genau diese Zwickmühle zwischen Mitgefühl, Verständnis und Wut. Das Buch spiegelt die Realität unserer Gesellschaft- deshalb ist es für mich ein unglaublich besonderes Buch, dass ich nur Menschen mit starken Nerven empfehlen kann. Das Grauen lässt dich nicht mehr los!

Wir sind frei. Wir wissen nicht, was das bedeutet, aber wir sind frei. (Seite 72)

Erstellt am 11. April 2018

Veröffentlicht am 05.02.2019

Die Düsternis hinter dem Sonnentor

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"So dunkel der Wald" ist ein Thriller von Michaela Kastel. Tief im Wald verborgen leben Ronja und Jannik in einer Waldhütte mit ihrem "Paps", seit dieser sie vor vielen Jahren entführte. Drei weitere Kinder ...

"So dunkel der Wald" ist ein Thriller von Michaela Kastel. Tief im Wald verborgen leben Ronja und Jannik in einer Waldhütte mit ihrem "Paps", seit dieser sie vor vielen Jahren entführte. Drei weitere Kinder und Jugendliche teilen dieses Schicksal. "Paps" entführte die Kinder zum Missbrauch und wenn diese sich nicht seinem Willen beugen dann müssen sie ins "Sonnentor", einem Loch in den Felsen in das er sie hineinwirft. Die Leichen verscharrt er später an einem Berghang. Nach einem missglückten Fluchtversuch von Ronja mit den beiden Kindern Theo und Henna eskaliert die Situation. Jannik tötet Paps, aber damit ist es nicht ausgestanden. Die Freiheit ist zum Greifen nah und doch so fern. Michaela Kastel beschreibt das düstere Szenario der Kinder in diesem Wald derart beklemmend, der Wahnsinn ist für den Leser direkt greifbar. Als Leser leidet man mit den Kindern, deren Angst ist permanent zu spüren. Aber auch schon früh zeigte Jannik Anwandlungen, die ihn mir entfremdeten. Die ermittelnde Kriminalbeamtin für die Vermisstenfälle blieb für mich blass, fast wirkte dieser Handlungsstrang wie ein belangloser Nebeneffekt. Das Hauptaugenmerk liegt bei dem Buch tatsächlich auf dem Geschehen im Wald. Dies ist hervorragend dargestellt, aber ich hätte mir die Verknüpfung besser gewünscht. Speziell gegen Ende wird alles zwar spannend auf die Spitze getrieben, aber auch einige offene Fragen bleiben. Hier hätte ich mir Aufklärung gewünscht. In Summe für mich ein guter, düsterer und beklemmender Thriller mit Gänsehautfeeling, aber auch mit kleinen genannten Schwächen.

Veröffentlicht am 31.12.2018

Erschütternd

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Michaela Kaste, So dunkel der Wald, Thriller
erschien 2018 im Emons Verlag, 301 Seiten

Klappentext:
"Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer ...


Michaela Kaste, So dunkel der Wald, Thriller
erschien 2018 im Emons Verlag, 301 Seiten

Klappentext:
"Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nache,. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen...

Eindringlich und schonungslos führt uns Michaela Kastel in eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst. Eine Ausnahme Thriller."


Ronja lebt seit 10 Jahren bei "Paps", Jannik sogar schon länger. Beide sind sie entführt worden und zu Gehorsam erzogen, genauso wie die anderen Kinder. Es geht um Gewalt, sexuellen Missbrauch an Minderjährigen und das "brechen" von Willen.

Als Ronja nach jahrelanger Angst endlich den Mut zur Flucht aufbringt, kann "Paps" sie jedoch zurückholen.
Die Situation eskaliert und das Monster kommt ums Leben.
Nun sollte man meinen, dass die ersehnte Freiheit zum Greifen nahe ist und die Kinder flüchten, doch das passiert nicht.Die Angst ist zu groß das Haus zu verlassen. Längst sind sie selbst alle zu sehr in "Paps" Machenschaften verstrickt.

Die Geschichte wird aus Ronjas Sicht erzählt und ist so bedrückend und ergreifend, dass mir mehrfach die Tränen in die Augen stiegen.
Michaela Kastel schafft es auf hervorragende Weise Wut, Abscheu und Mitleid beim Leser zu erzeugen.
Selten habe ich in einem Buch so viele Gefühle gehabt.
Die Ausdrucksweise ist stark und man fühlt absolut mit den Opfern, so dass man beim lesen regelrecht durch die Seiten fliegt.
Das Cover ist düster und beklemmend und passt so absolut zum Plot.
Ein richtiges Happy End hat dieses Buch nicht, vielleicht ist das aber auch am realistischsten.
Auf jeden Fall beschäftigt einen das Buch noch lange, nachdem man fertig gelesen hat.
So dunkel der Wald ist Michaela Kastels Debütroman und lässt somit auf viele grandiose Nachfolgeerscheinungen hoffen.
Für mich eines der Highlights in diesem Jahr.

Veröffentlicht am 27.06.2018

Ungewohnte Freiheit ...

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Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch herangetreten, da ich bisher NUR Gutes darüber gelesen bzw.gehört hatte, aber ich bilde mir immer gerne eine eigene Meinung. Größter Pluspunkt dieser Geschichte ...

Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch herangetreten, da ich bisher NUR Gutes darüber gelesen bzw.gehört hatte, aber ich bilde mir immer gerne eine eigene Meinung. Größter Pluspunkt dieser Geschichte ist die extrem durchgängige düstere und beklemmende Lebenssituation aller Beteiligten. Größter Minuspunkt ist, meiner persönlichen Meinung nach, das ich keine durchgängige Spannung beim Lesen gespürt habe. Ich hatte nicht diesen Sog in den Plot und auch nicht das Gefühl, ich könnte das Buch nicht kurz aus der Hand legen. Leider fiel nach einem ausschlaggebenden Todesfall der Spannungsbogen für mich rapide ab. Mir ist schon klar, das es hier hauptsächlich um die Ängste und die psychologischen Spielchen ging und das ist auch wirklich gut beschrieben, aber ein bißchen hat mir gefehlt und am Ende blieben mir einige Fragen zu offen, aber das kann auch gewollt sein, damit sich die Leser ihren Schluß selbst zusammenreimen können, wie es ihnen am Besten passt. Sehr gut gefallen hat mir die Tatsache, das erst nicht ganz klar ist, von welchem Charakter die Tagebucheinträge stammen und die einen tiefen Einblick geben, wie alles begann und wie die Kindheit einen Menschen prägt. Ein guter Thriller, mit einer ungewöhnlichen Weiterentwicklung nach psychischer Gebrochenheit und dem Drang nach Freiheit. Das Cover und der Titel sind gut gewählt zum Inhalt des Buches.

Veröffentlicht am 29.04.2018

Grauen im Wald

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Ronja ist eine junge Frau mit einer schrecklichen Vergangenheit: Sie wurde als Kind von einem skrupellosen Verbrecher entführt und missbraucht. Seither lebt sie zusammen mit Jannik und Nika, ebenfalls ...

Ronja ist eine junge Frau mit einer schrecklichen Vergangenheit: Sie wurde als Kind von einem skrupellosen Verbrecher entführt und missbraucht. Seither lebt sie zusammen mit Jannik und Nika, ebenfalls schon junge Erwachsene, und Theo und Henna, zwei Kindern, alles Entführungsopfer, tief in einem undurchdringlichen Wald. Immer noch kontrolliert „Paps“, ihrer aller Entführer und Folterer, seine „Familie“ mit harter Hand. Doch eines Tages geschieht etwas Unerwartetes und das trostlose Leben im Wald ändert sich schlagartig. Können die Entführungsopfer vielleicht eine Chance nutzen und entkommen? Und wollen sie es überhaupt? Und auch die Polizei rückt immer näher…
„So dunkel der Wald“ ist ein spannender Thriller der Wiener Autorin Michaela Kastel. Mit ihrem flüssigen und klaren Schreibstil lässt sie ihre Leser durch dieses atemberaubende Buch eilen. Die Autorin schafft es, im Kopf des Lesers einen Film ablaufen zu lassen, den man nur ungern unterbricht. Die Protagonisten sind größtenteils traumatisiert, so dass der Leser mit ihnen leidet. Da Ronjas Handlungsstrang in der Ich-Form geschrieben ist, identifiziert man sich hauptsächlich mit dieser Person. Auch wenn man ihre Handlungsweise nicht immer komplett nachvollziehen kann, erscheint doch vieles vor dem Hintergrund ihres bisherigen Lebens plausibel. Geheimnisvolle und verstörende Tagebucheinträge, die man anfangs keiner Person zuordnen kann, lassen die Geschichte noch mysteriöser erscheinen. Die Polizei in Person der Kommissarin Sarah agiert nur am Rande, doch da sehr engagiert und damit sympathisch. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieser Thriller etwas Besonderes ist, die angstvolle Grundstimmung wirkt bedrückend und manchmal verstörend.
Das Cover ist düster und unheimlich, die einsame Person im dunklen Wald wirkt sehr verloren. Zusammen mit dem metallisch glänzenden Schriftzug ergibt das Umschlagbild eine tolle Einheit. Dieses Cover fällt allen Thrillerliebhabern mit Sicherheit ins Auge. Und der Titel passt sowieso.