Cover-Bild So dunkel der Wald

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 15.03.2018
  • ISBN: 9783740802936
Michaela Kastel

So dunkel der Wald

Thriller
Eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst.

Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen.

Eindringlich und schonungslos führt Michaela Kastel in eine klaustrophobische Welt aus Gewalt und Angst. Ein Ausnahme-Thriller.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2018

Grauen im Wald

0 0

Ronja ist eine junge Frau mit einer schrecklichen Vergangenheit: Sie wurde als Kind von einem skrupellosen Verbrecher entführt und missbraucht. Seither lebt sie zusammen mit Jannik und Nika, ebenfalls ...

Ronja ist eine junge Frau mit einer schrecklichen Vergangenheit: Sie wurde als Kind von einem skrupellosen Verbrecher entführt und missbraucht. Seither lebt sie zusammen mit Jannik und Nika, ebenfalls schon junge Erwachsene, und Theo und Henna, zwei Kindern, alles Entführungsopfer, tief in einem undurchdringlichen Wald. Immer noch kontrolliert „Paps“, ihrer aller Entführer und Folterer, seine „Familie“ mit harter Hand. Doch eines Tages geschieht etwas Unerwartetes und das trostlose Leben im Wald ändert sich schlagartig. Können die Entführungsopfer vielleicht eine Chance nutzen und entkommen? Und wollen sie es überhaupt? Und auch die Polizei rückt immer näher…
„So dunkel der Wald“ ist ein spannender Thriller der Wiener Autorin Michaela Kastel. Mit ihrem flüssigen und klaren Schreibstil lässt sie ihre Leser durch dieses atemberaubende Buch eilen. Die Autorin schafft es, im Kopf des Lesers einen Film ablaufen zu lassen, den man nur ungern unterbricht. Die Protagonisten sind größtenteils traumatisiert, so dass der Leser mit ihnen leidet. Da Ronjas Handlungsstrang in der Ich-Form geschrieben ist, identifiziert man sich hauptsächlich mit dieser Person. Auch wenn man ihre Handlungsweise nicht immer komplett nachvollziehen kann, erscheint doch vieles vor dem Hintergrund ihres bisherigen Lebens plausibel. Geheimnisvolle und verstörende Tagebucheinträge, die man anfangs keiner Person zuordnen kann, lassen die Geschichte noch mysteriöser erscheinen. Die Polizei in Person der Kommissarin Sarah agiert nur am Rande, doch da sehr engagiert und damit sympathisch. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieser Thriller etwas Besonderes ist, die angstvolle Grundstimmung wirkt bedrückend und manchmal verstörend.
Das Cover ist düster und unheimlich, die einsame Person im dunklen Wald wirkt sehr verloren. Zusammen mit dem metallisch glänzenden Schriftzug ergibt das Umschlagbild eine tolle Einheit. Dieses Cover fällt allen Thrillerliebhabern mit Sicherheit ins Auge. Und der Titel passt sowieso.

Veröffentlicht am 28.04.2018

So dunkel der Wald

0 0

Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte ...

Ronja und Jannik führen ein Leben ohne Zukunft, seit sie als Kinder von einem gewissenlosen Entführer tief in den Wald verschleppt wurden. Eines Tages gerät die Situation außer Kontrolle, und die langersehnte Freiheit ist zum Greifen nahe. Doch was so lange ein Wunschtraum war, erscheint ihnen plötzlich fremd und beängstigend. Und die Jagd auf sie hat bereits begonnen …

Rezension
Von einem psychopathischen Serienkiller als Kinder entführt, wachsen Jannik und Ronja in einem grauenvollen Albtraum auf. Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien und dem Gefühl der realen Welt nicht gewachsen zu sein, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle. Die Lage spitzt sich unaufhaltsam zu und der totale Untergang scheint unvermeidbar …

Fazit
Eine beklemmende Story, die sich ständig am Abgrund bewegt, bis sie in einem unglaublichen Desaster endet.

Veröffentlicht am 18.04.2018

Ein sehr düsterer und zugleich fesselnder Thriller

0 0

Sie leben in einem einsamen und schäbigen Haus mitten in einem dunklen Wald, fern jeglicher Zivilisation. Die fünf Kinder in dem Haus werden von einem grausamen Mann, den sie Paps nennen müssen, tyrannisiert. ...

Sie leben in einem einsamen und schäbigen Haus mitten in einem dunklen Wald, fern jeglicher Zivilisation. Die fünf Kinder in dem Haus werden von einem grausamen Mann, den sie Paps nennen müssen, tyrannisiert. Er schreckt vor keiner Greuel- und Gewalttat zurück und die Kinder versuchen traumatisiert diese Angriffe möglichst schadlos zu überstehen. Die mittlerweile junge Frau Ronja beschließt jedoch eines Tages ihr Gefängnis zu verlassen. Kann sie ihre Leidensgenossen zurücklassen? Wird ihr die Flucht gelingen? Fest steht, das Leben aller Beteiligten wird sich nach ihrer Flucht verändern...

Michaela Kastel ist mit "So dunkel der Wald" ein sehr düsterer und zugleich packender Thriller gelungen. Die Autorin erzählt die Geschichte in einem emotionalen und sehr gut zu lesenden Schreibstil. Es gelingt ihr aus meiner Sicht hervorragend, die beklemmende Atmosphäre des dunklen Waldes und der verzweifelten Situation der Protagonisten einzufangen. Dabei legt Michaela Kastel viel Wert auf die Charaktere ihrer Protagonisten, indem sie sie ausführlich beschreibt und ihre Veränderungen und Gedanken schildert. Mehrmals wurde ich von den menschlichen Abgründen, in die das Buch immer wieder schaut, erschüttert und der Thriller konnte mich zunehmend in den Bann schlagen. Gleich zu Beginn konnte die Autorin mit den unfassbaren Lebensumstände der Protagonisten Betroffenheit erzeugen und eine Spannung aufbauen, die sich bis zum fulminanten Finale auf sehr hohem Niveau bewegt. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen und musste unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Besondere an dem Buch ist sicherlich auch die Schwierigkeit in Gut und Böse zu unterscheiden und die Ausweglosigkeit der einzelnen Protagonisten, ihrem Schicksal eine Wendung zu geben.

"So dunkel der Wald" war für mich ein absolut überzeugender und tiefgründiger Thriller, der sich von vielen anderen Büchern des Genres unterscheidet. Der Leser darf sich auf einige schaurige Stunden freuen und wird das Buch sicherlich nicht, ohne sich im Nachgang ein paar Gedanken zu machen, zur Seite legen. Von mir erhält das Buch eine deutliche Leseempfehlung und die vollen fünf von fünf Sternen. Eines meiner Lesehighlights bisher in diesem Jahr!!!

Veröffentlicht am 11.04.2018

Ein psychologischer Thriller für starke Nerven!

0 0

Bewertung:

Die Welt dort draußen ist voller Licht, und im Nu wäre jeder dunkle Fleck unserer Vergangenheit offenbart. Nicht nur die Gräber, auch unsere eigenen Tode, die wir so oft gestorben sind. Sie ...

Bewertung:

Die Welt dort draußen ist voller Licht, und im Nu wäre jeder dunkle Fleck unserer Vergangenheit offenbart. Nicht nur die Gräber, auch unsere eigenen Tode, die wir so oft gestorben sind. Sie würden uns nicht in Ruhe lassen.
(Seite 130)

Einfach nur Wow!!! ich habe es in zwei zügen ganz durchgelesen. Das Cover und der Titel passen hervorragend zur Geschichte!!! Allein diese Aufmachung erzeugt drückende Spannung und macht neugierig! Der Klappentext verrät fast nichts, was weiterhin ein Jucken in den Händen auslöst.

Worte ... es sind nur Worte, die ihr entkommen, weil die Angst vor dem Tod ihren Verstand vernebelt. Dennoch tun sie weh. Sie treffen eine Stelle ganz tief in mir, die trtz der Jahre der Abhärtung, der Routine und der Gefühllosigkeit einen letzten Rest meiner Seele bewahrt hat. Dieser Rest geht nun in mir zu Bruch, entgültig verloren in der Leere meines Herzens.
(Seite 148)

Einige der fassungslosen Szenen sind so geschrieben, als ob sie ganz gewöhnlich wären; z.B. Zu einem Loch fahren, indem ein Kind eingesperrt ist, die Leiche hochholen... Ronja und Jannik machen sich an diese Sachen sehr abgestumpft ran... die Gefühle der beiden wird nicht näher beschrieben. Das zeigt die Gewöhnung an der ganzen Sache über Jahre hinweg. Dies hat die Autorin sehr gut transportiert. Diese erschreckenden Szenen bringen gänsehaut und lassen das Herz wild klopfen.

Ich habe total gerätselt, wer die Tagebucheinträge verfasst hat. Erst dachte ich, sie wären von Ronja, dann von Jannik.... Ab einem gewissen Tagebucheintrag dachte ich nur: "HÄ??? Von wem ist es denn nun?" Doch kurz vor Ende wird das Gehiemnis darum gelüftet. Ich war so irritiert, weil ich dachte, sie seien von Jannek und als er dann vom Tod von Paps erzählt hat, war ich total verwirrt. Aber im Nachhinein ergab es alles einen Sinn. Auch hier hat die Autorin die Spannung neben der Gegenward extrem gut aufgebaut und bis zum Schluss gehalten. Toll geschrieben, unvorhersehbar und doch hat es mich total gestört, weil ich die Verwirrung nicht losgeworden bin, bis ich endlich wusste, was es mit den Einträgen auf sich hat.

Zwischen der Gegenward konnte die Autorin auch sehr gut die Vergangenheit der Kinder vermitteln. Meine Gedanken flogen wie bei einem Wechselspiel hin und her, was aber weder verwirrend noch anstrengend war. Es hat wunderbar gepasst und sich miteinander ergänzt.

Ein Kind, das sich für tot hielt, erkennt unter Tränen, dass es erwachsen werden darf.
(Seite 74)

Die Polizistin Sarah hat einen guten Spürsinn und ein gutes Bauchgefühl. Sie ist etwas starrsinnig und unvorsichtig. Auch scheint ihr Wille bei einigem nicht so groß zu sein. Aber trotzdem hat sie mir sehr gefallen, weil sie verbissen an ihrem Gefühl dranblieb.

Besonders die Entwicklung von Jannek hat die Autorin nach und nach hervorgehoben. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr und intensiver konnte ich mich mit Janneks rolle auseinandersetzen. Die Geschichte um seine Person hat die Autorin für mich psychologisch glaubhaft und erschreckend realistisch aufgebaut.

Als Leser begleitete ich Figuren, die anfangs Opfer waren und immer mehr zum Täter wurden. Ich war so berührt von verschiedenen Charakteren, weil die Autorin mich sie intensiv spüren ließ.

Leider ist das Ende viel zu schnell gegangen. Alles war so in Entwicklung aufgebaut und plötzlich war das Ende so rasant. Als ob keine Zeit mehr dafür blieb. Sehr schade!!! Das hat mich sehr gestört! Und ich bin echt traurig darüber, dass die Leserunde keine richtige Leserunde war. Jeder hat anders angefangen wegen der verspäteten Ankunft der Bücher. Austausch war für mich leider nicht möglich, die allermeisten sind ja schon lange fertig gewesen.

"Glück zerstört man nicht, egal wie falsch es sich anfühlt."
(Seite 231)


Fazit:

Ein sehr ergreifendes Buch, dass die psychologische Entwicklungen und die dazugehörigen Auswirkungen realistisch und erschreckend wiedergibt und deutlich macht, dass nichts schwarz oder weiß ist. Es müssen alle Seiten begutachtet werden, bevor ein Urteil fair gefällt werden kann. Die Autorin bringt die Leser in genau diese Zwickmühle zwischen Mitgefühl, Verständnis und Wut. Das Buch spiegelt die Realität unserer Gesellschaft- deshalb ist es für mich ein unglaublich besonderes Buch, dass ich nur Menschen mit starken Nerven empfehlen kann. Das Grauen lässt dich nicht mehr los!

Wir sind frei. Wir wissen nicht, was das bedeutet, aber wir sind frei.
(Seite 72)

Veröffentlicht am 06.04.2018

Sehr sehr spannend.

0 0

Ronja und Jannik, als Kinder entführt von „Paps“, leben seit Jahren im Wald, isoliert von der Aussenwelt, ab von der Zivilisation. Sie führen ein Leben in Angst, voller Gewalt und mit ständig wechselnden ...

Ronja und Jannik, als Kinder entführt von „Paps“, leben seit Jahren im Wald, isoliert von der Aussenwelt, ab von der Zivilisation. Sie führen ein Leben in Angst, voller Gewalt und mit ständig wechselnden „Geschwistern“, weitere Opfer von Paps, die ihr Martyrium oft nicht überleben.
Ronja entscheidet sich nach langer Zeit des Leidens und der Angst vor Konsequenzen schliesslich doch zur Flucht, mit ihr die zwei Kleinen „aktuellen Geschwister“. Die Freiheit fast erreicht werden sie aufgegriffen von Paps, verraten durch Jannik.
Die Lage spitzt sich zu, es gibt eine abrupte Veränderung der Lage … und die Freiheit ist da. Oder auch nicht. Denn die Jugendlichen bleiben, aus eigenem Antrieb, im Wald, alleine, unter sich. Während nach ihnen gesucht wird, von einer ambitionierten Polizistin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Rätsel der verschwundenen Kinder in dieser Region zu lösen.

Unfassbar beklemmend geht es los, atemlos liest man durch die ersten düsteren Seiten, ist reinversetzt in einen klaustrophobisch düsteren Wald. Ein Schreibstil, der einen einbindet in die Ängste, die Emotionen der Kinder.
Man leidet mit den Jugendlichen, man wünscht Ronja eine erfolgreiche Flucht - um wirklich schockiert zu sein über das schnelle Aufgreifen und das darauf folgende die Handlung ändernde Element.
Dann wird es ruhiger, die Handlung fokussiert sich weniger auf die Taten denn auf die psychologischen Hintergründe. Die Jugendlichen, die die Chance hätten, ihrer Lage zu entgehen entscheiden sich zu bleiben - ihre durch die Jahre, auch bedingt durch das Manipulieren des Täters, geschürten Ängste, ihre Psychosen halten sie weiter fest. Körperlich frei sind sie doch gefangen in ihren eigenen Emotionen, ihren zerstörten Seelen.
Es ist grausam und faszinierend zu lesen, wie sich die Beziehungen untereinander durch dieses Phänomen entwickeln. Langsam kristallisieren sich die Charaktere immer weiter heraus und man ist schockiert, wie viel Einfluss die Jahre der Gewalt und der Gefangenschaft sie doch verändert und beeinflusst haben.

„...nachdem man sein ganzes Leben lang versucht hat, ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, und nun begreifen muss, dass es Zeit wird, die eigene Vergangenheit zu vergessen und eine dunkle Zukunft zu azkeptieren. Das bindet dich an Orte und Gedanken, die du nie für möglich gehalten hättest.“ (Zitat)

Es gibt kein klischeehaftes Happy End, im Gegenteil. Der Leser wird bis zum Schluss herausgefordert, die eigenen Ideen, wie das Buch sich entwickeln könnte immer wieder über den Haufen geworfen.
Ein wirklich spannendes, psychologisch vielschichtiges Buch mit oft unvorhersehbaren Wendungen. Geschrieben in einer Art und Weise, die den Leser mitleiden und mitfühlen lassen und Verständnis aufbringen lassen für manche Handlungen und Gedanken, die eigentlich fremd sind.
Allerdings gibt es für mich gegen Ende einige noch offene Stellen. Was ist mit der Polizistin, die von Jannik in der Höhle „entsorgt“ wurde - wurde sie denn nie von ihren Kollegen gesucht, die sie doch kurz vor der Ankunft im Wald noch per Handy über ihren Standort informiert hat? Überlebt sie oder bleibt sie verschwunden?
Und was wird aus Jannik - er bleibt im Wald, gut. Aber es ist mir zu vage, das wieso, das „und was jetzt“.
Ich finde es sehr gut, dass es kein typisches Ende gibt, kein Happy End, kein happy ever after. Das würde auch nicht zum vorhergegangenen Stil des Buches passen. Es ist in sich stimmig, so wie es ist - aber es endet doch etwas zu vage für meinen Geschmack.