Profilbild von Judiko

Judiko

Lesejury Star
offline

Judiko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Judiko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2017

wieder eine so schöne Geschichte rund ums Comfort Food Café

Weihnachten mit dir
0

„Weihnachten mit dir“ ist die Fortsetzung von „Frühstück mit Meerblick“, wobei ich aber sagen muss, dass man beide Geschichten unabhängig voneinander lesen kann. Das war zumindest, lt. Autorin, der Plan. ...

„Weihnachten mit dir“ ist die Fortsetzung von „Frühstück mit Meerblick“, wobei ich aber sagen muss, dass man beide Geschichten unabhängig voneinander lesen kann. Das war zumindest, lt. Autorin, der Plan. Persönlich finde ich aber, dass man sie nacheinander lesen sollte, da man sich sonst, in der Weihnachtsgeschichte, wichtige Details vorweg nimmt.

Während, in der Sommergeschichte, Laura, mit ihren beiden Kindern, die Hauptrolle spielt, ist hier, in der Weihnachtsgeschichte, Lauras Schwester Becca die Hauptperson.

Becca, die von klein auf immer rebellisch war und auch mit Drogen zu tun hatte, stets wechselnde Partner hatte und der größte Weihnachtsmuffel überhaupt ist. Nun soll sie die Weihnachtstage in Dorset, bei ihrer Schwester,  verbringen.

Mittelpunkt beider Geschichten ist das Comfort Food Café. – Treffpunkt für alle Bewohner in Dorset! Ein liebevoller Ort um Freud und Leid zu teilen, gut zu essen und tolle Feste zu feiern.

Als Becca dort ankommt, ist ihre Stimmung fast auf den Nullpunkt, so viele Menschen um sich, wo sie doch lieber  für sich ist und dann dieses ganze Weihnachtsgetue.

Da passt es, dass der lebensfrohe Surfer Sam auch ein Teil von Dorset ist. Ob er ihr Weihnachten wenigstens ein bisschen versüßen kann?

Frühstück mit Meerblick gehörte für mich zu den Überraschungen und Highlights 2017. So rührend und toll geschrieben. Da war mir ja klar, dass ich wissen wollte, wie man Weihnachten im Comfort Food Café feiert. Auch diese Geschichte konnte mich wieder überzeugen. Debbie Johnson schafft es einfach immer zu berühren und zeitgleich richtig lustig zu schreiben.

Ich hoffe, dass Debbie Johnson uns noch viele Möglichkeiten gibt, ins Comfort Food Café zu entfliehen.

Für mich eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 20.12.2017

Wieder richtig schön und dennoch kommt es nicht ganz an "Winterzauber in Manhattan"

Winterzauber in Paris
0

Letztes Jahr habe ich den „Winterzauber in Manhattan“ genossen und deswegen mich umso mehr gefreut, dass es dieses Jahr nach Paris ging. – Die Stadt der Liebe!

Vorab schon mal, die „Winterzauber-Bücher“ ...

Letztes Jahr habe ich den „Winterzauber in Manhattan“ genossen und deswegen mich umso mehr gefreut, dass es dieses Jahr nach Paris ging. – Die Stadt der Liebe!

Vorab schon mal, die „Winterzauber-Bücher“ sind alle in sich abgeschlossen und die Protagonisten haben nichts mit einander zu tun, sodass es egal ist, in welcher Reihenfolge man sie liest.

In dieser Geschichte geht es um Ava, die allerdings in London lebt. Ihr Leben, ein einziges Trümmerfeld. Vom Freund betrogen, eine Mutter, die einen festen Plan für sie hat, den sie aber so gar nicht toll findet und zu guter Letzt, auch keinen Job mehr. Da tut sie, zu Beginn der Geschichte, das einzig Richtige für sie, sie möchte sich verändern.
So sitzt sie beim Frisör und möchte sich eine Frisur machen, schlimmer als Miley Cyrus in ihrer schlimmsten Zeit, nur doof, dass das Ganze bei ihr mehr nach Klobürste und Billy Idol aussieht, was aber letztendlich auch egal ist, denn mit Männern möchte sie sowieso nie wieder etwas zu tun haben. Lieber möchte sie die Zeit mit ihrer besten Freundin verbringen. Schade, dass die ausgerechnet jetzt beruflich nach Paris muss.

Zeitgleich in Paris, ein paar Tage vor Heilig Abend

Julian, freiberuflicher Fotograf, fühlt sich sichtlich unwohl auf dem Empfang seines sehr erfolgreichen Vaters. Selbst die nette, zukünftige Frau seines Vaters kann ihn nicht motivieren. So kommt es, dass Julian sich provozierend und unmöglich verhält und die Feier verlässt, um sich zu betrinken.

Zu diesem Zeitpunkt erfährt der Leser, warum das so ist, denn Julian hat etwas in der Vergangenheit erlebt, womit er nicht klar kommt und das Leben kaum noch Sinn macht.

Jetzt ahnt man schon, dass Ava und Julian sich wohl über den Weg laufen werden und dennoch ist es spannend, das Ganze zu verfolgen und welch Geheimnisse Julian bedrücken.

Ich fand den Winterzauber in Paris nicht ganz so gut wie in Manhattan, aber dennoch toll. Ich liebe den Schreibstil von Mandy Baggot und freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn der Winterzauber in Notting Hill einzieht.

Veröffentlicht am 12.12.2017

Eine schöne Geschichte, mit einem etwas zu langen Mittelteil

Der Weihnachtswald
0

Ein Wintermärchen
 
Ein Waisenhaus in München. Dort lebt die achtjährige Antonie. Ihr Handicap – sie stottert.

Jedes  Jahr vor Heilig Abend, kommen Paare dort hin, um ein paar Jungen und Mädchen, über ...

Ein Wintermärchen
 
Ein Waisenhaus in München. Dort lebt die achtjährige Antonie. Ihr Handicap – sie stottert.

Jedes  Jahr vor Heilig Abend, kommen Paare dort hin, um ein paar Jungen und Mädchen, über die Feiertage, mit nach Hause zu nehmen. Manchmal ergibt sich daraus auch eine längere Pflegschaft, was wirklich toll wäre.

Auch Antonie träumt davon eines Tages in eine liebevolle Familie zu kommen, doch immer dann, wenn sie gefragt wird, wie sie heißt, bekommt sie kein Wort über die Lippen oder sie fängt an zu stottern. Wie nun auch. Nachdem sie sich holprig vorgestellt hatte, entschied sich das Pärchen, wie immer, für jemand anderes.

Antonie beschließt,  dass sie ab jetzt lieber im Heim bleiben möchte.

Als Anna, die alte Dame in ihrem Rollstuhl herein kommt, um wie jedes Jahr Geschenke zu verteilen, erblickt diese Antonie und fragt sie, ob sie mit zu ihr nach Hause möchte.

Antonie verneint, doch Anna ließ nicht locker und so kam es, dass die kleine Antonie, einen Tag vor Heilig Abend, direkt in ein Märchen schlitterte.

****

Zeitgleich macht Annas Enkelin Eva sich gerade auf den Weg zu ihrer Großmutter, um, wie jedes Jahr Weihnachten mit ihr zu verbringen.

Als Eva Antonie entdeckt, ist sie wütend, dass Anna wieder ein Kind aus dem Waisenhaus geholt hat.
Antonie spürt diese Ablehnung und läuft davon.
Philipp, der Sohn von Annas Haushälterin und besten Freundin und Eva machen sich direkt auf, um Antonie zu finden.

Ein Unwetter naht und es ist eisig kalt…

...was wird mit Antonie geschehen?

Ob sie sie finden und was in diesem Wintermärchen alles passiert, müsst ihr schon selbst herausfinden.


Ich fand die Geschichte richtig schön, auch wenn ich es im Mittelteil manchmal etwas langatmig fand. Dennoch kann ich sagen, dass sich diese Geschichte lohnt zu lesen, denn sie vermittelt Weihnachten, Vorfreude, Liebe und ein Hauch von „Magie“.

Veröffentlicht am 07.12.2017

So ein grandioser Anfang, aber leider enttäuschendes Ende

Das Glück an Regentagen
0

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
 
Als Mae auf rätselhafte Weise von ihrem Verlobten verlassen wird, kehrt sie an den Ort zurück, wo sie aufgewachsen ist. Alexandria ...

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
 
Als Mae auf rätselhafte Weise von ihrem Verlobten verlassen wird, kehrt sie an den Ort zurück, wo sie aufgewachsen ist. Alexandria Bay, ein kleines Örtchen am St. –Lorenz- Strom, im Bundesstaat New York.

Ihre Großeltern Lilly und George betreiben dort schon immer ein kleines Hotel. Sie waren es, die Mae aufgezogen haben, weil Maes Eltern auf rätselhafte Weise an dem Fluss ums Leben kamen.

Ebenso rätselhaft ist es, warum Maes bester Freund Gabe und Jugendliebe, damals diesen Ort so plötzlich verlassen hat.
Auch Gabe kehrt zeitgleich an diesen Ort zurück, da sein Vater im Sterben liegt.

Dies ist eine Geschichte über mehrere Zeitebenen und  Geheimnisse, die es beim Lesen, aufzudecken gilt.
Ich fand den Schreibstil, die Idee und vor allem den Anfang der Geschichte sehr gut. Richtig süchtig machend. Da konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Ich wollte wissen, wie alles zusammenhängt.

Doch leider,  ab ca. der Mitte, hat mich die Geschichte verloren. Ich fand den Perspektivwechsel, innerhalb der Kapitel, etwas verwirrend und deswegen konnte ich wohl nicht mehr so den Bezug zu den einzelnen Charakteren aufbauen. Zudem fand ich die Geschichte, obwohl sie eigentlich recht kurz ist, irgendwann langatmig. Ich habe sie trotzdem zu  Ende gelesen, weil ich eigentlich nur noch wissen wollte, ob am Ende jetzt noch irgendwas ganz Überwältigendes passiert.

Ich fand es so Schade, dass die Geschichte so nachgelassen hat, weil ich finde, dass sie sehr viel Potenzial hatte.

Ich mag eigentlich Familiengeschichten, über mehrere Zeitebenen  und auch diese Geschichte schrie danach geliebt zu werden, da der Anfang auch so vielversprechend war und so viele Fragen aufdeckte, die man ergründen  wollte. Leider ist genau das wohl der Grund, warum ich am Ende umso enttäuschter bin. Einige Fragen blieben und die Geschichte wurde verworren und etwas langweilig und da hatte sie mich verloren.

Veröffentlicht am 27.11.2017

Eine schöne Geschichte, vor allem für jüngere Leser!

Berühre mich. Nicht.
0

Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte.
Doch dann traf sie ihn.

Dies ist die Geschichte der 18jährigen Sage aus Main. Sie hat Main verlassen, weil sie dort etwas erlebte, womit sie nicht mehr leben ...

Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte.
Doch dann traf sie ihn.

Dies ist die Geschichte der 18jährigen Sage aus Main. Sie hat Main verlassen, weil sie dort etwas erlebte, womit sie nicht mehr leben konnte. Also flüchtet sie eher, ganz weit weg, nach Nevada, in das kleine Örtchen Melview, um dort zu studieren.

Da sie nicht viel Geld hat, übernachtet sie in ihrem VW Bus und lernt dort April kennen, die ihr sofort sympathisch ist.

April wohnt mit ihrem Bruder zusammen, den Sage wenig später auch kennenlernt, da er mit ihr zusammen den Psychologiekurs besucht.

Da Sage ein großes Problem , mit dem männlichen Geschlecht hat, fällt ihr die Anwesenheit des Bruders nicht so leicht, aber leichter noch als die des Jungen, der ihr bei den Duschen über den Weg gelaufen ist. Luca, der mit seinen Tattoos bedrohlich auf sie wirkt und ihr sogar Angst macht.

Da ist es auch doof, dass ausgerechnet er sich mit ihr den Job in der Bibliothek teilen muss.

Als April eines Tages sie einlädt, das Wochenende bei ihr zu übernachten, da ihr Bruder nicht da sei, stimmt sie zu.

Was aber dort ans Tageslicht kommt, fand ich überraschend und großartig von der Autorin inszeniert.

Trotz des guten Schreibstils, der modern, und jugendlich ist, fand ich die Geschichte zwar gut, aber nicht herausragend. Für mich ein netter New Adult Roman, wo wir mit „Berühre mich. Nicht.“ erst den ersten Teil der Geschichte erfahren.
Im Januar erscheint die Fortsetzung „Verliere mich. Nicht.“

Ich kann aber sagen, dass auch ich natürlich jetzt wissen möchte, wie die Geschichte weiter geht, da sie an einer Stelle endete, wo es gerade sehr spannend war.

Eine schöne Geschichte, vor allem für etwas jüngere Leser!