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Veröffentlicht am 29.07.2020

Düsterer Roman um die Obsession eines Mädchens

Ich will dein Leben
2

Im Sommer des Jahres 1986 belauert die 16jährige Tamsyn mit einem Fernglas das Haus auf den Klippen - ein schickes Anwesen in Cornwall, in der die schillernde Familie Davenport lebt. Tamsyns eigenes Leben ...

Im Sommer des Jahres 1986 belauert die 16jährige Tamsyn mit einem Fernglas das Haus auf den Klippen - ein schickes Anwesen in Cornwall, in der die schillernde Familie Davenport lebt. Tamsyns eigenes Leben ist nach dem Tod des geliebten Vaters trostlos geworden und so findet das traurige Mädchen eine bald schon ungesunde Faszination in den Davenports. Sie freundet sich mit deren aufmüpfige Tochter Edie an und erlebt schon bald, dass auch in dieser Familie nicht alles perfekt ist und manchmal der Schein trügt...

Die Autorin erzählt die Geschichte um die junge Tamsyn und das Haus auf den Klippen weitestgehend sehr ruhig, trotzdem spürt man die unterschwellig unheilvolle Atmosphäre - nicht zuletzt aufgrund der vielen Kapitel aus Tamsyns Sicht und den darin beschriebenen oftmals verstörenden Gedanken des Mädchens. Schnell wird klar, dass dieser Roman spannungsgeladen und überaus düster ist, was sich im großen Finale des Buches ausdrückt.
Ein Plus für mich sind weiterhin die einzelnen Kapitel von anderen Protagonisten wie zum Beispiel Tamsyns Bruder Jago, sodass man auch deren Sicht der Dinge und Gedanken kennenlernt.

Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, denn sie hat mich mit ihrer unheilschwangeren Stimmung gut unterhalten.

  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Informatives Sachbuch mit best-practice Beispielen

Das Eis schmilzt
1

Inhalt:
Klimawandel. Anstieg des Meeresspiegels. Energieproblematik. Co2-Anstieg...



Arved Fuchs ist auf seinen Expeditionen immer wieder mit den Auswirkungen all dessen konfrontiert worden. Wider Willen ...

Inhalt:
Klimawandel. Anstieg des Meeresspiegels. Energieproblematik. Co2-Anstieg...



Arved Fuchs ist auf seinen Expeditionen immer wieder mit den Auswirkungen all dessen konfrontiert worden. Wider Willen wurde er so zum Zeitzeugen und hat schon vor Jahrzehnten auf die verhängnisvolle Entwicklung hingewiesen, während Politik und Gesellschaft das Problem viel zu lange ignoriert und bagatellisiert haben. Jetzt, nachdem die Jahre 2018 und 2019 als die wärmsten in der Historie der Wetteraufzeichnungen festgestellt wurden, hat der Klimawandel auch die norddeutsche Küste erreicht. Der »Klimadeich« wird gebaut, die Halligen werden aufgewarftet. Küstenschutz muss neu gedacht werden. Selbst die Coronakrise – wenn auch nicht ursächlich damit verbunden – muss unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels betrachtet werden, der die Ausbreitung von Pandemien begünstigt, so die Warnung der Mediziner. 



Aber Fuchs will nicht nur die bekannten Szenarien immer und immer wieder bemühen – er möchte Mut machen. Getreu dem Motto: »Wir haben ein Problem, aber wir können es auch lösen« – sofern wir keine weitere Zeit verlieren. Im Dialog mit Energieexperten, Wissenschaftlern und Menschen vor Ort werden Best-Practice-Beispiele, Perspektiven und Ideen einzelner Gemeinden aufgezeigt, um der Ohnmacht entgegenzuwirken.
 
Meine Meinung:
Mit seinem Buch „Das Eis schmilzt – Klimaschutz und Wirtschaft neu denken“ erklärt Arved Fuchs für jedermann inhaltlich detailliert, dennoch nicht mit Fakten überladen, wie sich der Klimawandel auf die Welt und ihre Bewohner (Mensch, Tier und Pflanze) auswirkt. Untermauert werden seine Schilderungen durch beeindruckende Fotos, die zum größten Teil während seiner zahlreichen Expeditionen z.B. in der Arktis entstanden sind.

Die Vermüllung des Planeten, die Friday’s For Future Bewegung, die Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten aufgrund der Verödung von Landstrichen und die mitunter dadurch resultierenden Flüchtlingsströme - dies alles und noch mehr thematisiert Arved Fuchs in seinem Buch und findet trotz der Fülle an Problemen positive Worte für die Zukunft - WENN WIR ENDLICH HANDELN.

Auch das aktuelle Thema „Corona-Krise“ greift der Autor auf und geht darauf ein, wie sich diese Pandemie -für manch einen erstaunlicherweise- auch auf das Klima auswirkt.

Anhand best-practice Beispiele wie die dänische Insel Samsø, Island oder auch das kleine deutsche Dorf Hausbay zeigt Arved Fuchs, dass grüne Energiegewinnung möglich ist und dass man nach regionalen und individuellen Lösungen suchen muss, wenn man die Energiewende vollziehen will.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch:
„Die größte Gefahr besteht darin zu glauben, dass jemand anderes das Problem lösen wird.“

Fazit:
‚Das Eis schmilzt‘ von Arved Fuchs ist ein informatives Sachbuch, das einen allumfassenden Einblick in die Probleme der Welt gibt, ohne jedoch demotivierend zu wirken.

Meine Bewertung:
4,5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Kurzweiliger Kriminalroman

Agatha Raisin und der tote Auftragskiller
1

Inhalt:
Für Agatha Raisin ist es an der Zeit, ihre Tätigkeit als Amateur-Detektivin zur Profession zu machen, und sie eröffnet ihr eigenes Detektivbüro. Ihre neue Nachbarin Emma Comfrey bewirbt sich bei ...

Inhalt:
Für Agatha Raisin ist es an der Zeit, ihre Tätigkeit als Amateur-Detektivin zur Profession zu machen, und sie eröffnet ihr eigenes Detektivbüro. Ihre neue Nachbarin Emma Comfrey bewirbt sich bei ihr als Sekretärin und wird, aufgrund ihres Durchsetzungsvermögens und detektivischen Geschicks, kurzerhand eingestellt. Der erste Fall des Detektivbüros ist eine vermisste Katze. Immerhin ein Anfang, aber mit viel Luft nach oben. Als dann eine junge Frau, die eine Todesdrohung erhalten hat, beschützt werden soll, ist Agatha endlich voll in ihrem Element. Damit nehmen allerdings auch so einige Verhängnisse ihren Lauf, die dafür sorgen, dass Agatha nicht nur in ein Fadenkreuz gerät...

Meine Meinung:
Die Autorin hat einen kurz und knackigen Schreibstil, der die Geschichte in 240 Seiten spannend abhandelt.
Die Charaktere waren mir leider fast allesamt unsympathisch, allen voran die Hauptprotagonistin Agatha Raisin. Diese von Eifersucht und Missgunst getriebene Frau hat mir teilweise die Freude am Lesen genommen. Im Verlauf der Geschichte hatte ich den Eindruck sie fängt sich, aber wahrscheinlich nur, weil eine andere Protagonistin es mit ihren Taten auf die Spitze trieb.
Ich finde die Geschichte hat durchaus Potenzial, bleibt aber durch die ständigen überspitzen Darstellungen der Autorin M. C. Beaton weit unter ihren Möglichkeiten.

Fazit:
Für eingefleischte Fans von Agatha Raisin ein Muss.

Meine Bewertung:
3,5/5 Sterne

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.08.2020

Brutal und spannend bis zur letzten Seite

Cupido
1

Stell dir vor:
Du kommst abends in dein Appartement. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen ...

Stell dir vor:
Du kommst abends in dein Appartement. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet...

C.J. Townsend ist eine knallharte Staatsanwältin, die auch den schwersten Verbrecher, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Kittchen gebracht hat. Als ein Serienkiller dingfest gemacht wird, der die Polizei und alle anderen Mitbürger von Miami seit Monaten in Angst und Schrecken hält, stellt C.J. entsetzt fest, dass es dieser Psychopath war, der sie vor über einem Jahrzehnt brutal vergewaltigt und gefoltert hat. Eigentlich müsste sie den Fall abgeben, aber C.J. will Vergeltung für ihre Qualen. Werden ihr ihre Gefühle im Weg stehen und wird sie den Prozess unbeschadet überstehen?

Die Autorin Jilliane Hoffman ist selbst Staatsanwältin und mit ihrem Fachwissen schafft sie es, besonders den Prozess, sowohl im Gerichtssaal als auch außerhalb bei der Recherche usw., sehr detailliert und anschaulich darzustellen. Das Gerichtsverfahren als solches bildet den Schwerpunkt in diesem spannenden Thriller, ohne dabei das Seelenleben der Hauptprotagonistin C.J. Townsend aus den Augen zu verlieren.
Die schonungslosen Beschreibungen der Morde haben mich tatsächlich das ein oder andere mal schlucken lassen, was bei mir mittlerweile eher selten geworden ist.
Ich hatte eine Ahnung wie die Geschichte am Ende aufgelöst werden könnte - und so war es dann auch. Trotzdem bewerte ich diesen Thriller aufgrund der weitestgehend durchgängigen Spannung mit sehr gut und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band Morpheus zur Hand zu nehmen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2021

Ein Buch über das Anderssein & Akzeptanz

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
0

Inhalt:
Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie ...

Inhalt:
Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus' eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus', das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus' Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens...
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Meine Meinung:
TJ Klune hat eine wunderbare Art, Landschaften und Stimmungen zu beschreiben. Die Atmosphäre dieser Geschichte hat mich an ‚Die Insel der besonderen Kinder‘ von Ransom Riggs erinnert. Und ich liebte es!
Der Autor hat jeden Hauptcharakter liebevoll gestaltet und ausgearbeitet. Mit seinen kleinen und großen Macken ist mir jeder einzelne von ihnen ans Herz gewachsen. Bemerkenswert wie jeder Protagonist wichtig für die Geschichte schien und ich am Ende ehrlich sagen kann: niemand hätte fehlen dürfen!
Wenn ich während des Lesens kurz die Augen schloss, konnte ich die Meeresbrise in meinem Haar spüren, ich war bei der Safari im Wald live dabei und habe den Duft der wunderschönen Blumen im angrenzenden Garten gerochen.
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„Wärst du nicht gerne hier?“
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Dieses Buch thematisiert das Anderssein und damit oftmals verbundene Vorurteile und Probleme. Gleichzeitig aber auch das dagegen Auflehnen, stark sein und besonders die Hoffnung auf bessere Zeiten.
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Fazit:
Eine Geschichte über das Anderssein und Akzeptanz. Ein absoluter Hoffnungsschimmer in dieser turbulenten Zeit ♥️
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Meine Bewertung:
4/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere