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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Reise nach Mallorca mit dem liebenswerten Stinkstiefel Sneijder

Todesspur
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Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez versuchen bei einem nächtlichen Großeinsatz Dr. Paul Conrad festzunehmen, da er eine Verbindung zur vierten RAF Generation zu haben scheint. Doch Conrad gelingt die ...

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez versuchen bei einem nächtlichen Großeinsatz Dr. Paul Conrad festzunehmen, da er eine Verbindung zur vierten RAF Generation zu haben scheint. Doch Conrad gelingt die Flucht und eine spannende Jagd beginnt, die das BKA-Team bis in ein Luxusresort nach Mallorca führt.
Als großer Sneijder-Fan habe ich mich schon lange auf den Thriller gefreut und wurde auch dieses Mal natürlich nicht enttäuscht. Den schrullige, Vanille-Teetrinkende, kiffenden Stinkstiefel muss man einfach kennen und lieben. Zumindest als Romanfigur. Im echten Leben könnte ich auf Sneijders Bekanntschaft gut verzichten. Denn er sagt seinen Mitmenschen sehr deutlich, was er über sie denkt, und das ist selten etwas Gutes. Mit zum illustren Team gehören außerdem Sabine Nemez, die einzige gewöhnliche im Team, der Computer-Nerd Marc und dieses Mal auch die unter dem Asperger Syndrom leidende Miyu, die eine absolute Bereicherung darstellt. Was habe ich über Miyus unbeabsichtigte Komik gelacht. Ich hoffe sehr, dass sie auch weiterhin mit Sneijder und Co ermitteln wird.
Immer wieder gibt es eingeschobene Kapitel, die aus der Sicht einer gewissen Lea erzählt werden. Auch wenn die Dame ein äußerst zweifelhaftes, um nicht zu sagen kriminelles Verhalten an den Tag legt, ist sie mir absolut sympathisch und ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass sie mit dem, was sie tut, durchkommt.
Cliffhanger und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass der Thriller wie eigentlich alle aus der Reihe super-spannend ist, und zwar vom Anfang bis zum fulminanten Finale. Dank einiger aufregender Verfolgungsjagden kommen auch Action-Fans voll auf ihre Kosten. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen und bringt den Leser Dank Sneijder und Miyu immer wieder zum Schmunzeln.
Das politische Thema rund um Terror und RAF ist zwar eigentlich gar nicht meines und wäre das Buch von einem anderen Autor gewesen, hätte ich es mir ziemlich sicher nicht gekauft. Dafür dass das Buch auch Leser, die sich eher nicht für politische Themen interessieren, fesseln kann, bin ich dann wohl der beste Beweis. Denn ich bin restlos begeistert von der Lektüre.
Dieses Mal gibt es ein besonderes Setting, das mir sehr gut gefallen hat. So reist der Leser zusammen mit den Ermittlern nach Mallorca in ein Luxusresort. Man bekommt einen Eindruck von dem wunderschönen Hotel, aber auch von der Insel. Da ich das Buch im Urlaub gelesen habe, hat das perfekt gepasst.
Leider soll dieser Band wohl der vorletzte in der Reihe sein. Allerdings habe ich ja immer noch die Hoffnung, dass der Autor es sich noch einmal anders überlegt.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Bestsellerverdächtig

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Inhalt:
Nach dem Tod ihres Onkels kehrt Svea in ihr Heimatdorf zurück, obwohl sie das eigentlich nie wollte. Zu tief sitzt der Schmerz an ein über zwanzig Jahre zurück liegendes Ereignis. Damals verschwand ...

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Onkels kehrt Svea in ihr Heimatdorf zurück, obwohl sie das eigentlich nie wollte. Zu tief sitzt der Schmerz an ein über zwanzig Jahre zurück liegendes Ereignis. Damals verschwand Sveas beste Freundin Julia nach einem Fest spurlos. Nun tauchen Knochen von Julia auf und die Frage nach dem Täter ist aktueller denn je. Damals wie heute ist für Svea klar, dass es Julias damaliger Freund war. Und der ist heute mit Sveas kleiner Schwester verheiratet. Schafft sie es ihre Schwester und deren Kinder vor ihrem Schwager zu beschützen und herauszufinden, was damals wirklich geschah?
Meine Meinung:
Wie bei den allermeisten Spannungsromanen stellt sich natürlich auch hier die Frage „Wer war es?“ Allerdings ist dies bei weitem nicht die einzige Frage, die der Leser beantwortet haben will, und deshalb getrieben von Cliffhangern und unerwarteten Wendungen schnell weiterlesen muss. Da ich es liebe mitzurätseln, kam ich voll auf meine Kosten. Wirklich bis zum Schluss bin ich von Verdächtigem zu Verdächtigem hin- und hergeswitcht, nur um dann doch überrascht zu werden.
Neben der Spannung sind die tiefgründigen, vielschichtigen Charaktere das besondere an diesem Thriller. Die meisten Kapitel werden aus Sveas Perspektive erzählt, was es dem Leser leicht macht sich mit ihr zu identifizieren. Gern habe ich sie bei ihren Recherchen begleitet, mit ihr gefiebert, gelitten und gezittert.
Einige Kapitel werden auch aus der Sicht von Sveas dreizehnjährigem Neffen Torge erzählt, was mich besonders bewegt hat. Der Junge hat es nicht leicht im Leben mit seinem strengen Vater und den besonderen Bedingungen als Prepper, unter denen die Familie lebt. Die Autorin schafft es hier prima den Leser die Probleme empfinden zu lassen, die solch ein abgeschiedenes Leben im Wald für einen Teenager mit sich bringt. Obwohl ich schon lange keine dreizehn mehr bin und noch nie ein Junge war, konnte ich mich richtig gut in Torge hinein fühlen.
Wenige Kapitel beschreiben die Sicht von Julias Mutter, mit der ich jetzt nicht so viel anfangen konnte. Dafür gibt es zahlreiche andere Personen, die mich dazu veranlasst haben, mir mehr Gedanken über ihre Charakterzüge zu machen. So haben mich beispielsweise Sveas Schwester, deren Mann oder Sveas Eltern sehr zum Nachdenken angeregt.
Besonders schön ist auch die Gegend um die Schlei beschrieben. Man bekommt direkt Lust selbst einmal dorthin zu fahren. Nebenbei erfährt der Leser jede Menge Wissenswertes über Themen wie etwa Naturschutz, das Leben der Prepper oder die Probleme der Berufsfischer heutzutage.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Faszinierend finde ich wie es die Autorin schafft in Gestalt ihrer Figuren ganz nebenbei mit dem Finger auf diverse gesellschaftliche Phänomene zu zeigen.
Fazit:
Ich bin begeistert! Der Thriller ist nicht einfach nur ein spannendes Buch, sondern viel mehr! Kaum zu glauben, dass dies das Debüt der Autorin in diesem Genre ist. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Werk!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Die Autorin hat sich wieder einmal selbst übertroffen!

Das heimliche Zimmer: Thriller
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Inhalt:
Der sechzehnjährige Finn wird tot an einem stillgelegten U-Bahn-Schacht gefunden. Die Ermittlungen führen Laura und ihren Kollegen Max an die Schule des Ermordeten, wo sie unter anderem mit seiner ...

Inhalt:
Der sechzehnjährige Finn wird tot an einem stillgelegten U-Bahn-Schacht gefunden. Die Ermittlungen führen Laura und ihren Kollegen Max an die Schule des Ermordeten, wo sie unter anderem mit seiner Clique sprechen. Schon bald folgen weitere Tote in dem Umfeld und die Zeit rennt.
Meine Meinung:
Ich bin ja ein großer Fan der Autorin und muss sagen, sie hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Ich bin nur so durch das Buch geflogen auf der Jagd nach den Antworten auf die unzähligen Fragen. Überraschende Wendungen, häufige Cliffhanger und einige actionreiche Szenen sorgen für zusätzliche Spannung. Die zahlreichen Verdächtigen, von denen dann aber doch keiner so richtig passt, bereiten dem Leser echte Kopfschmerzen. Täter und Motiv waren für mich unerwartet, aber völlig nachvollziehbar, was ich immer wichtig finde.
Das Setting an der Schule und an dem stillgelegten U-Bahn-Schacht ist mal etwas ganz anderes und hat mir gut gefallen. Vor allem bei den Szenen in dem Schacht habe ich die Atmosphäre sehr gespürt.
Zumeist wird aus der Perspektive von Laura erzählt, es gibt wie meist bei der Autorin aber auch Kapitel aus der Sicht des Täters, die äußerst rätselhaft sind. Zudem kommen auch einige andere Personen kommen zu Wort, wodurch man sich als Leser sehr gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen kann. Figuren, sei es die Personen der Jugend-Clique oder die Obdachlosen sind gut ausgearbeitet und interessant. Und Laura und Max sind sowieso die besten! Auch das Privatleben der beiden darf natürlich wieder einmal nicht fehlen, das gehört einfach dazu. Trotzdem bewegt es sich in dem Rahmen, dass es eher am Rand erwähnt wird und der Story an sich keine Seiten „klaut“.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und super-angenehm zu lesen, einfach perfekt.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

ein unverschämter Ermittler und rätselhafte Morde

Alex Brandt
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Inhalt:
Alexander Brandt und sein Team stehen vor einem Rätsel. Fünf Menschen wurden grausam ermordet, ihrer Herzen beraubt und doch tragen sie alle ein seliges Lächeln im Gesicht. Die Ermittler stoßen ...

Inhalt:
Alexander Brandt und sein Team stehen vor einem Rätsel. Fünf Menschen wurden grausam ermordet, ihrer Herzen beraubt und doch tragen sie alle ein seliges Lächeln im Gesicht. Die Ermittler stoßen auf eine Mordserie, die ihren Anfang vor langer, langer Zeit hatte.
Cover und Titel:
Schon das Cover macht echt was her, schlicht und wie man es in dem Genre erwartet doch düster: Ein menschliches Herz auf rot-schwarzem Hintergrund, passend zum Titel „Blutige Herzen“. Sowohl Cover als auch Titel passen prima zum Inhalt und haben mich neugierig auf den Thriller gemacht.
Meine Meinung:
Alexander Brandt ist sicher nicht der typische Sympathieträger, eher ein echtes Ekelpaket. Doch ein Ermittler muss meiner Meinung nach beileibe nicht immer nett sein, um interessant zu wirken, im Gegenteil. Die arrogante, sarkastische Art von Alex finde ich spitze. Das ist mal was ganz anderes. Nicht selten musste ich über seine doofen Sprüche und den unmöglichen Umgang seinen Mitmenschen gegenüber grinsen. Begegnen würde ich ihm im realen Leben nicht wollen, aber gelesen habe ich gern über ihn. Auch die anderen Teammitglieder sind keine Null-Acht-Fünfzehn-Charaktere, sondern gut ausgearbeitete, spannende Figuren.
Der Prolog beginnt schon mal sehr ungewöhnlich, anders als erwartet und lässt den Leser mit Fragen zurück. Auch die Geschichte an sich ist spannend, voller Rätsel und endet schließlich mit einem fulminanten Finale. Die historischen Bezüge sind eine Besonderheit und gut in die Story eingebettet. Die Mordschauplätze sind zum Teil recht ausführlich und grausam beschrieben. Nichts für schwache Nerven, also auch nichts für meine Nerven. Aber solche Passagen überfliege ich dann eben, von dem her hat es mich auch nicht gestört.
Das Buch liest sich zunächst wie ein „normaler“ Thriller. Erst nach über der Hälfte macht er seinem Namen Mystery-Thriller alle Ehre, denn ab hier kommen stimmungsvolle, mystische Elemente hinzu, die mir auch den einen oder anderen Gänsehautmoment beschert haben.
Der Schreibstil ist sehr detailliert wie ich finde und erzeugt damit zwar auf jeden Fall Atmosphäre. Mir war er jedoch etwas zu ausführlich, fast langatmig, und teilweise auch zu schwülstig.
Der Thriller spielt zum großen Teil in Frankfurt. Gegen Ende werden ein paar Orte dort erwähnt. Da ich selbst noch nie in Frankfurt war, hatte das für mich jetzt nicht unbedingt einen Mehrwert. Für diejenigen, die Stadt schon einmal besucht haben, wird das aber durchaus ein kleiner Bonus sein, denke ich.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

unblutiger, spannender Krimi

Bedroht
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Cover und Titel:
Das Cover passt auf jeden Fall zu dem Krimi. Es ist einerseits düster, andererseits aber auch peppig mit ein paar Farben, was mir gut gefällt. Allerdings finde ich es etwas überladen. ...

Cover und Titel:
Das Cover passt auf jeden Fall zu dem Krimi. Es ist einerseits düster, andererseits aber auch peppig mit ein paar Farben, was mir gut gefällt. Allerdings finde ich es etwas überladen. Ich hätte nicht soviele Elemente reingepackt, sondern mich lieber auf eines beschränkt. Der Titel passt ebenfalls gut.
Inhalt:
Die Familien der Zwillingsschwestern Nora und Helene sowie die ihres Halbbruders Michael werden bedroht, zunächst nur mit Fotos ihrer Kinder ohne ein Begleitschreiben. Doch der Täter steigert sich, die Lage spitzt sich immer weiter zu.
Es handelt sich um Band vier der Serie um die Familie. Zwar kann man das Buch problemlos lesen ohne die Vorgängerbände zu kennen. Sollte man aber die anderen Bücher der Reihe auch noch lesen wollen, muss man sie auf jeden Fall vor diesem lesen, denn hier wird ordentlich gespoilert.
Meine Meinung:
Der Handlungsstrang ist gut zu verfolgen und Längen gibt es nicht. Vor allem am Anfang ist die Bedrohung eher subtil, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Der Schluss war für mich überraschend und leider nicht so ganz einleuchtend, etwas weit hergeholt. Es werden auch nicht alle Fragen beantwortet, oder aber ich habe es nicht richtig mitgekriegt.
Der Schreibstil wirkt etwas holprig, vermutlich weil die Familienbeziehungen sehr oft erwähnt werden und viel über Nebensächlichkeiten geschrieben wird.
Die Figuren bleiben für mich alle etwas farblos. Bis auf den Stiefvater der Zwillinge, der durchaus interessant ist, sticht keiner durch einen besonderen Charakter heraus. Die anderen sind alle irgendwie gleich, was ich schade finde.
Der Krimi kommt ohne jegliche Art von Blutvergießen und Gewaltszenen aus, ist aber trotzdem spannend. Für jemanden wie mich, die die grausamen Details in anderen Büchern meist nur überfliegt, ist das sehr angenehm.

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