Keine leichte Fantasy
American GodsAmerican Gods ist keine leichte Fantasy, sondern eher eine ruhige, teilweise sehr eigenwillige Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Shadow, der nach seiner Haftstrafe in eine seltsame Welt hineingezogen wird, ...
American Gods ist keine leichte Fantasy, sondern eher eine ruhige, teilweise sehr eigenwillige Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Shadow, der nach seiner Haftstrafe in eine seltsame Welt hineingezogen wird, in der alte Götter aus verschiedenen Kulturen in der modernen Gesellschaft überleben müssen. Schnell wird klar, dass ein Konflikt zwischen alten und neuen Göttern bevorsteht.
Was das Buch besonders macht, ist die Idee. Götter existieren, solange Menschen an sie glauben. Das ist spannend und wird auf viele verschiedene Arten erzählt, oft auch in kleinen Nebenstories, die erstmal nichts miteinander zu tun haben.
Die Atmosphäre ist eher ruhig und manchmal fast schon schwer. Es geht viel um Identität, Glauben und Veränderung. Gleichzeitig passiert immer wieder etwas Unerwartetes, das die Geschichte interessant hält.
Man muss sich darauf einlassen. Das Tempo ist nicht hoch, und es gibt viele Passagen, die eher nachdenklich als spannend sind. Dafür bekommt man eine sehr besondere, ungewöhnliche Geschichte.
Der Schreibstil ist angenehm, aber nicht immer einfach. Manche Stellen sind bewusst offen oder verwirrend.
Insgesamt ein Buch, das nicht für jeden ist, aber sehr viel bietet, wenn man genau solche Geschichten mag.