Platzhalter für Profilbild

Kathi1984

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Kathi1984 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kathi1984 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2023

Spannender Folgeband

Akte Nordsee - Der Teufelshof
0

Der zweite Band aus der Reihe Akte Nordsee steht dem ersten Band in Sachen Spannung und Lesefreude in nichts nach.
Das Wiedersehen mit der Anwältin Fentje Jacobsen und dem Journalisten Niklas John bereitet ...

Der zweite Band aus der Reihe Akte Nordsee steht dem ersten Band in Sachen Spannung und Lesefreude in nichts nach.
Das Wiedersehen mit der Anwältin Fentje Jacobsen und dem Journalisten Niklas John bereitet viele schöne Lesestunden sowie Rätselspaß für den Leser.

Fentje wird zu einer Hochzeit von einem Jugendfreund eingeladen. Im Anschluss geschieht ein schrecklicher Doppelmord und Fentje sieht sich privat in den Fall involviert. Ihr Jugendfreund steht zunächst unter Mordverdacht und sie übernimmt als Anwältin seine Verteidigung. Im Laufe der Geschichte werden immer mehr menschliche Abgründe sichtbar, die Fentje und ihr Umfeld zunehmend erschüttern. Gemeinsam mit dem Journalisten Niklas John, der ebenfalls privat zu Verdächtigen im Mordfall verstrickt ist, beginnt für Fentje die Ermittlungsarbeit.

Besonders gut gefallen haben mir in diesem Fall erneut die Perspektivwechsel zwischen Fentjes Arbeit als Anwältin und die Schilderungen von ihrem Leben auf dem Hof. Fentje wirkt dadurch bodenständig und lebensnah sowie sehr authentisch. Das glamouröse Leben, wie Niklas es führt, ist ihr fremd. Der Kontrast zwischen diesen beiden Hauptprotagonisten könnte nicht größer sein. Trotzdem oder gerade wegen dieser Gegensätze ist die Spannung zwischen den beiden zu spüren. Hier ist noch Entwicklungspotential für weitere Folgebände! Gerade diese privaten Einstreuungen machen eine Ermittlerreihe am Ende für den Leser aus. Gerne verfolgen wir die Entwicklungen der Ermittler über mehrere Bände hinweg. So wachsen uns Fentje und Niklas mehr und mehr ans Herz.

Die Ermittlungsarbeit hielt einige überraschende Wendungen bereit und bis zuletzt konnte ich nicht sicher sagen, wer nun der Täter war. So soll es in einem gelungenen Kriminalroman sein. Der Schreibstil von Eva Almstädt ist wie in all ihren Büchern fesselnd, mitreißend und spannend. Absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2023

Spannung auf Rügen

Inselmord
0

Katharina Peters legt mit „Inselmord“ bereits den 12. Band der Romy-Beccare-Reihe vor. Erneut folgen wir Romy und ihrem Team auf der Insel Rügen bei einem spannenden Fall, der tief in die Abgründe der ...

Katharina Peters legt mit „Inselmord“ bereits den 12. Band der Romy-Beccare-Reihe vor. Erneut folgen wir Romy und ihrem Team auf der Insel Rügen bei einem spannenden Fall, der tief in die Abgründe der Menschen schaut.
Eine junge Frau wird erdrosselt im „Nonnenloch“ aufgefunden. Hier sollen der Sage nach vor langer Zeit abtrünnige Nonnen mit dem Tod bestraft worden sein. Im Laufe der spannenden Ermittlungen wird Romy mit immer schlimmeren menschlichen Abgründen konfrontiert. Bis zum Schluss ist nicht ganz klar, wie alles miteinander zusammenhängt und wer die genauen Täter sind. Die Spannung bleibt bis zum Ende der Geschichte erhalten.

Etwas zu kurz kommen mir in diesem Band die Erzählstränge um Romy und ihren Mann Jan. Hier hätte ich mir mehr private Geschichten rund um die sympathische Ermittlerin gewünscht. Wir begleiten Romy schon eine Weile und sie hätte auch auf privater Ebene noch Entwicklungspotential. Der Schreibstil von Katharina Peters ist zu jeder Zeit spannend und mitreißend, sodass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen.

Ich empfehle die Krimis von Katharina Peters allen Krimifans, die es nicht allzu brutal mögen, aber trotzdem tief in einen Fall mit einbezogen werden. Von meiner Seite gibt es für „Inselmord“ eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2023

Über Freundschaft zwischen Männern

Roxy
0

Johann von Bülow legt mit Roxy einen soliden Debütroman vor, der von einer Männerfreundschaft erzählt, in der jeder Einzelne unterschiedlicher nicht sein könnte.
Auf der einen Seite ist da Marc, der aus ...

Johann von Bülow legt mit Roxy einen soliden Debütroman vor, der von einer Männerfreundschaft erzählt, in der jeder Einzelne unterschiedlicher nicht sein könnte.
Auf der einen Seite ist da Marc, der aus einfachen Verhältnissen stammt und auf der anderen Seite Roy, der aus einer reichen Familie stammt und in seinem Leben nichts missen musste. Gemeinsam erleben Marc und Roy in ihrer Kindheit, Jugend und im frühen Erwachsenenalter die Abenteuer ihres Lebens. Nicht immer findet diese Freundschaft auf Augenhöhe statt, sondern beide reiben sich an ihrem unterschiedlich sein. Als eine junge Frau namens Carolin in das Leben der beiden tritt, wird die Freundschaft auf eine Probe gestellt.
Als Roy plötzlich stirbt, beginnt Marc auf der Beerdigung auf sein Leben mit all den verpassten Chancen und Gelegenheiten zurückzuschauen. Hier überwiegen oft die traurig-schönen Momente, die den Leser nachdenklich machen. Marc stellt sich die Frage, wie sein Leben an manch einer Stelle weitergelaufen wäre, wenn er anders entschieden hätte. Den gesamten Roman über ist Marc auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben, allerdings bleibt Marc sehr blass. Er konnte mich emotional nicht allzu sehr berühren. Die Figur, die am Ende noch großes Potential gehabt hätte, Carolin, konnte von Johann von Bülow nicht mehr präsent ausgearbeitet werden. Hier wäre noch mehr drin gewesen!
Der Roman wird größtenteils in Rückblenden von Marc erzählt, wenn er sich an die prägenden Erlebnisse mit Roy erinnert. Der Schreibstil von Johann von Bülow ist ruhig, gemäßigt und trotzdem präzise. Traurige Stimmungen werden gut eingefangen und regen zum Nachdenken an. Alles in allem ein solider Roman, den ich gerne gelesen habe. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 06.03.2023

Eine Frau sucht sich selbst

Wovon wir leben
0

Birgit Birnbacher erzählt in ihrem Roman „Wovon wir leben“ von Julia, die nach einem schweren Fehler bei ihrer Arbeit als Krankenschwester von jetzt auf gleich keine Arbeit mehr hat. Als Konsequenz zieht ...

Birgit Birnbacher erzählt in ihrem Roman „Wovon wir leben“ von Julia, die nach einem schweren Fehler bei ihrer Arbeit als Krankenschwester von jetzt auf gleich keine Arbeit mehr hat. Als Konsequenz zieht sich aus der Stadt zurück aufs Dorf in ihre alte Heimat zu ihren Eltern. Dort angekommen, trifft sie auf all das, von dem sie glaubte, dass sie es in der Stadt hinter sich gelassen hat: alte Rollenbilder, festgefahrene Strukturen und die Fragestellung, was man selbst wert ist ohne Arbeit. Sie kämpft mit sich selbst um ihren Platz in der neuen Gesellschaft auf dem Dorf und mit den Gegebenheiten vor Ort. Plötzlich wird ihre Mutter für Julia zum Vorbild, die es geschafft hat, sich aus den gesellschaftlichen Erwartungen frei zu machen und losgelöst von allem ein neues Leben angefangen hat.
Als Julia „den Städter“ Oskar kennenlernt, der ein bedingungsloses Grundeinkommen für einen gewissen Zeitraum bekommen hat und sie die Zeit im Dorf vertreibt, beginnt Julia erneut zu grübeln. Dabei ist sie zu jeder Zeit ein starker weiblicher Charakter, bei dem es Spaß macht, die Entwicklung in der Persönlichkeit zu sehen und zu verfolgen. Julia ist auf der Suche nach ihrer eigenen Zukunft und sie kämpft gemeinsam mit Oskar für einen positiven Blick in diese.
Birgit Birnbacher erzählt leise und ohne Schnörkel, aber wortgewaltig von einer starken Frau, die in der Mitte ihres Lebens noch einmal neu anfangen darf und mit der der Leser zu jeder Zeit mitfühlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2023

Leider nicht überzeugend

Malvenflug
0

Ursula Wiegele erzählt in ihrem Roman „Malvenflug“ von einer Familie in der Nachkriegszeit. In Rückblicken wird die Familiengeschichte aufgearbeitet und neu gedacht und hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen ...

Ursula Wiegele erzählt in ihrem Roman „Malvenflug“ von einer Familie in der Nachkriegszeit. In Rückblicken wird die Familiengeschichte aufgearbeitet und neu gedacht und hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Figuren, aus deren Perspektive die Geschichte rückblickend betrachtet wird.
Die Geschichte ist in mehrere Teile gegliedert. Zunächst betrachtet Ursula Wiegele das Leben der Protagonisten während des Krieges und später wird aus der Perspektive von Helga erzählt.
Schreckliche Themen, die durch die Nazi-Diktatur immer wieder an der Tagesordnung waren, werden hier angerissen, aber schlussendlich nicht genügend ausgeleuchtet. Auch die Resultate dessen in Bezug auf die einzelnen Familienmitglieder bleiben hier meiner Meinung nach sehr oberflächlich und ohne jeglichen Tiefgang.
Ich bin mit diesem Roman leider an keiner Stelle warm geworden und konnte nicht richtig in die Story reinfinden. Die Charaktere und der Schreibstil waren für mich weder fesselnd, noch interessant. Schade! Von meiner Seite gibt es seit Langem keine Kauf- und Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere