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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2019

Grausam und Vielschichtig

Eisige Tage
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Der Inhalt:
In Leipzig wird ein Anwalt erschossen in seinem Auto gefunden. Die Kriminalkommissare Seiler und Novic nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bald auf eine Spur die zu vermissten Mädchen in ...

Der Inhalt:
In Leipzig wird ein Anwalt erschossen in seinem Auto gefunden. Die Kriminalkommissare Seiler und Novic nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bald auf eine Spur die zu vermissten Mädchen in Leipzig führt. Was hat der Anwalt damit zu tun gehabt?
Das Cover:
Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Im Moment weisen die Cover von Krimis und Thriller meist die gleichen Gestaltungsmerkmale auf. Dieses Cover gehört dazu und als Krimi- und Thrillerfan lege ich mein Augenmerk auf solche Cover. Außergewöhnlich bei diesem Cover ist eine Prägung, die an Eisblumen erinnert. Das gefällt mir gut.
Die Sprache:
Mir hat die Sprache und der Schreibstil von Alex Pohl sehr gut gefallen. Er hat einen sehr bildlichen Sprachstil, so dass mir beim Lesen ohne große Mühe Bilder des beschriebenen Geschehens im Kopf erschienen. Das hat mir sehr gefallen und das Buch wurde dadurch für mich zum Pageturner.
Meine Meinung:
Die Geschichte fing bereits spannend an und hat mich sofort gefesselt. Alex Pohl erzählt in verschiedenen Zeitebenen und aus verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten. Manchmal sorgte dies bei mir für etwas Verwirrung, was ich jedoch nicht als negativ empfand sondern ich glaube, dass dies so gewollt ist. Es hat mich bei Laune gehalten und die Spannung hoch gehalten. Die einzelnen Schicksale der Protagonisten wurden sehr gut miteinander verwoben und für mich war dies von Anfang bis Ende stimmig. Die Handlung ist sehr grausam und schockierend aber dennoch Realitätsnah. Mich hat die Geschichte sehr berührt und ich fühlte mich sehr gut unterhalten und wurde zum Nachdenken angeregt. Ich fühle mich für ein Thema sensibilisiert, dass ich bisher immer ausgeblendet habe weil es unangenehm und einfach zu schrecklich zum Hinschauen ist. Obwohl die Story in vielen Schichten Tragik und Hoffnungslosigkeit beschreibt gelingt es Alex Pohl zum Ende hin wieder einen kleinen Funken Hoffnung und Glaube an das Gute im Menschen zu hinterlassen. Dies hat mir an diesem Buch besonders gut gefallen.
Die Protagonisten Seiler und Novic, so unterschiedlich die beiden sind, haben mir beide sehr gut gefallen. Ich mochte jeden mit seinen besonderen Eigenschaften und den Lasten, die sie auf den Schultern zu tragen hatten. Sie waren menschlich und sympathisch.
Fazit:
Ein sehr realistischer Thriller ohne Schnörkel, spannend und grausam bis zum Ende. Der Autor schafft es mit seinem Schreibstil ohne Mühe Bilder in meinen Kopf zu pflanzen. Nichts für schwache Nerven aber sehr lesenswert für Fans von vielschichtigen, Realitätsnahen Thrillern. Ich kann es sehr empfehlen!

5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 01.02.2019

Tragische und spannende Familiengeschichte!

Der Verrat
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Inhalt:
Die drei Schwestern, Pia, Birgit und Ariane sind sehr unterschiedlich. Pia lebt mit ihrem Mann auf einem Weingut an der Saar, Birgit betreibt ein Antiquitätengeschäft in Frankfurt und Ariane sitzt ...

Inhalt:
Die drei Schwestern, Pia, Birgit und Ariane sind sehr unterschiedlich. Pia lebt mit ihrem Mann auf einem Weingut an der Saar, Birgit betreibt ein Antiquitätengeschäft in Frankfurt und Ariane sitzt seit 20 Jahren im Gefängnis. Als Ariane nun auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wird drohen alte Geheimnisse ans Licht zu gelangen. Eine Schwester möchte diese unbedingt verborgen halten und eine Schwester gibt alles dafür um diese ans Licht zu bringen.

Das Cover:
Ich finde das Cover sehr ansprechend und passend zum Plot gewählt.

Die Sprache:
Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen. Den Geschehnissen und Ausführungen war leicht zu folgen. Die Orte und Handlungen waren bildlich beschrieben, so dass ich keine Mühe hatte, mir diese vorstellen zu können.

Meine Meinung:
Ellen Sandberg ist mit „Der Verrat“ eine spannende Geschichte gelungen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr los ließ. Durch wechselnde Zeitsprünge zwischen den Jahren 1998 und 2018 wird dem Leser Stückchen für Stückchen ein tragisches Familiengeheimnis zwischen den drei Schwestern preisgegeben. Ich fand diese Erzählweise sehr gelungen weil mir nicht direkt der ganze Brocken hingeworfen wurde sondern in kleinen feinen Häppchen, nach und nach, mir die Tragik des Geschehens eröffnet wurde. Dadurch entstand eine Spannung die sich bis zum Ende hin steigerte und zur ersehnten Auflösung führte.
Ich fand die Personen sehr gut beschrieben. In jede der Figuren konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Für einige Figuren hatte ich mehr Verständnis als für andere aber ihre Motive und Gedankengänge konnte ich gut nachvollziehen auch wenn ich in einigen Fällen anders gehandelt hätte.
Mir hat die Handlung und wie die Autorin diese erzählt hat sehr gut gefallen. Ich hatte von Anfang an das Gefühl mitten in dem Geschehen dabei zu sein und als eine Art stiller Beobachter alles mitverfolgen zu können.

Fazit:
Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Die Handlung ist spannend und flüssig erzählt und versteht es den Leser bis zur Auflösung zu fesseln und auch nach dem Ende noch nicht loszulassen. Dieses Buch hat eindeutig den Charakter, dass ich es noch ein zweites Mal lesen möchte und auch sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 28.01.2019

Spannend mit einigen Längen

Eisiger Dienstag
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Der Inhalt:
Eine Sozialarbeiterin findet bei einer ihrer Schützlinge eine Leiche die bereits anfängt zu verwesen. Die Ermittler Yvette Long und Mal Karlsson beginnen zu ermitteln. Die Frau bei der die ...

Der Inhalt:
Eine Sozialarbeiterin findet bei einer ihrer Schützlinge eine Leiche die bereits anfängt zu verwesen. Die Ermittler Yvette Long und Mal Karlsson beginnen zu ermitteln. Die Frau bei der die Leiche entdeckt wurde scheint psychisch gestört zu sein und deshalb bittet Karlsson die Psychologin Frieda Klein um Unterstützung. Diese beginnt zu ermitteln und taucht immer tiefer in den Fall ein.

Die Sprache:
Mir hat der Sprach- und Erzählstil gut gefallen. Ich konnte das Geschehen ohne Mühe verfolgen und hatte keine Verständnisprobleme wegen einer allzu komplizierten Wahl der Ausdrucksweise.

Das Cover:
Mich hat das Cover sehr angesprochen. Dadurch bin ich erst auf dieses Buch aufmerksam geworden. Unter einem mit dunklen Wolken verhangenen Himmel sieht man einige Bauwerke einer Stadt und ein Teil von einem Fluss und Brücken. Die Bauwerke sind aus weißem Mauerwerk und heben sich daher sehr gut von dem dunklen Himmel ab.

Meine Meinung:
Ich habe das Vorgängerbuch „Blauer Montag“ aus dieser Reihe um Frieda Klein nicht gelesen. Werde dies jedoch nun zeitnah nachholen. Es ist zwar nicht zwingend notwendig, die Vorgeschichte zu kennen aber ich bin nun neugierig geworden und möchte wissen, was im ersten Buch geschah.
Ich habe einige Seiten gebraucht bis ich mich in die Geschichte einfinden konnte. Mir hat es anfänglich Mühe bereitet die vielen Charaktere kennenzulernen und sie mir bildlich vorzustellen. Nach etwa 100 Seiten war ich dann jedoch mitten ins Ereignis eingetaucht und hatte von den Hauptcharakteren auch ein lebhaftes Bild vor Augen.
Frieda hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Ich konnte sie sehr gut kennenlernen. Trotz ihrer vielen privaten Probleme hat sie die Zusammenhänge gut kombiniert und den Fall dann auch gelöst. Es gab viele Wendungen und einige Überraschungen, die den Leser bei Laune hielten. Aber trotzdem wurde bei mir nur eine mäßige Spannung aufgebaut. Es gab einige Längen, die die Autoren sich, meiner Meinung nach, hätten sparen können. So fand ich zum Beispiel einige Orte von London zu detailgetreu beschrieben, was mein Interesse schwinden ließ, denn ich wollte eigentlich zügig wissen wie es in dem Fall weiterging.
Das Ermittler-Duo Karlsson und Yvette Long fand ich authentisch dargestellt. Karlsson fand ich sympathisch, Yvette kam bei mir weniger sympathisch rüber aber trotzdem waren ihre Handlungen und Ansichten durchaus verständlich und nachvollziehbar.

Fazit:
Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich konnte das Buch von Anfang bis Ende flüssig durchlesen. Die anfänglichen Schwierigkeiten um die Charaktere kennenzulernen und in den Fall einzusteigen haben sich recht schnell gelegt. Ab dann hielt mich eine mäßige, gleichbleibende Spannung bei der Stange und das Ende kam für mich überraschend. Ich werde den nächsten Band auf jeden Fall auch lesen weil ich wissen möchte, wie es mit Frieda weitergeht. Sie ist mir sympathisch und etwas ans Herz gewachsen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen wegen der Längen, die ich oben bereits erwähnt habe.

Veröffentlicht am 18.01.2019

Spannende und kurzweilige Lektüre

Fremdland
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Der Inhalt:
Eine 97-Jährige Dame wird in einem Altersheim ermordet und der Mörder lässt Rätsel am Tatort zurück. Jay Schmitt wird mit dem Fall betraut und fängt an zu ermitteln. Allerdings beschäftigt ...

Der Inhalt:
Eine 97-Jährige Dame wird in einem Altersheim ermordet und der Mörder lässt Rätsel am Tatort zurück. Jay Schmitt wird mit dem Fall betraut und fängt an zu ermitteln. Allerdings beschäftigt ihn ein Fall aus der Vergangenheit, in den sein Vater irgendwie involviert ist, mehr. In dem alten Fall geht es um das Einwandererpaar Mo und Aissa Diallo, die versuchen sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen und dabei mit der Polizei in Berührung kommen.

Das Cover:
Mich hat das Cover auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Mir gefällt wie sich das blau der Schrift vom schwarz-weißen Hintergrund abhebt. Der Buchtitel springt einem sofort ins Auge.

Die Sprache:
Mir hat der Sprachstil des Autors gut gefallen. Ich konnte ohne Schwierigkeiten der Handlung folgen. Philipp Reinartz hat mit kurzen Sätzen die Geschehnisse fließend erzählt und somit von Anfang bis Ende dafür gesorgt, dass die Spannung nicht abriss.

Meine Meinung:
Da ich den Vorgänger-Roman nicht gelesen habe, auf dem die Geschichte von Jay und seinem Vater aufbaute, hatte ich am Anfang etwas Mühe mir ein Bild von den Ereignissen zu machen, die zwischen den beiden vorgefallen sind. Nach ein paar Seiten war ich jedoch informiert und konnte mich von da an ganz in die neue Geschichte fallen lassen. Das Buch war in verschiedene Kapitel aufgeteilt. Einige Kapitel erzählten die Geschichte von Mo und Aissa Diallo. Dann reiste der Leser in einigen Kapiteln in die Vergangenheit auf das Polizeirevier von vor 20 Jahren und andere Kapitel erzählten von Jays Ermittlungen in der Gegenwart, an dem Mord an der 97-jährigen Frau Sprenger im Altenheim und von seinen heimlichen Ermittlungen an einem alten Fall. Nach und nach verwoben sich die drei Fälle ineinander und die Spannung stieg. Ich konnte im letzten Drittel des Buches nicht mehr aufhören zu lesen weil ich es kaum erwarten konnte, zu erfahren wie die Geschehnisse zusammenhingen. Ich war begeistert von der Vielschichtigkeit dieses Buches und dass am Ende doch alles zu einem logischen Ausgang führte. Für mich hatte dieses Buch alles, was ich an einer guten Geschichte schätze: Spannung, Tiefgang, Drama, Rätsel und ein logisches Ende.
Ratz-Fatz hatte ich die Seiten verschlungen und war auf einer Seite froh, dass ich nun wusste wie die Dinge zusammenhingen und auf der anderen Seite war ich traurig, dass es schon vorbei war.
Deshalb freue ich mich schon auf weitere Ermittlungen von Jay Schmitt und seinem Team.
Die Figuren fand ich übrigens auch authentisch und mal mehr oder weniger sympathisch. Jay mochte ich als Figur sehr und auch seine Ex-Freundin Sonja ist mir sehr sympathisch. Mit Jays Vater konnte ich weniger etwas anfangen. Den mochte ich zeitweise einfach nur schütteln, damit er endlich mal den Mund auf macht und mit der Wahrheit herausrückt. Mo und Aissa fand ich auch sehr authentisch dargestellt.

Fazit:
Ein spannendes, vielschichtiges Buch, das mich wunderbar unterhalten hat. Ich konnte mich gut in die Geschehnisse einfinden und habe mit den Charakteren gelitten, gefiebert und gerätselt.

Veröffentlicht am 17.01.2019

Enttäuschend

Sofia trägt immer Schwarz
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Der Inhalt:
Sofia ist die Tochter von Rossana und Roberto. Die Mutter ist depressiv und der Vater flüchtet sich in seine Arbeit. Sofia bekommt keinen Halt und macht sich alleine auf die Suche nach Glück ...

Der Inhalt:
Sofia ist die Tochter von Rossana und Roberto. Die Mutter ist depressiv und der Vater flüchtet sich in seine Arbeit. Sofia bekommt keinen Halt und macht sich alleine auf die Suche nach Glück und einem Platz in dieser Welt. Ihre Tante Martha begleitet sie ein Stück bei ihrer Suche. Sofia möchte Schauspielerin werden und es verschlägt sie von Mailand nach Rom und dann nach New York.

Das Cover:
Ich bin durch das Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden. Vorher kannte ich den Autor Paolo Conetti noch nicht und hatte auch noch nichts von ihm gelesen. Auf dem Cover ist eine schwarze, weibliche Person skizziert abgebildet, die sich von einem warm-gelben Hintergrund absticht.

Die Sprache:
Paolo Conetti beschreibt die Ereignisse in einer sehr bildlichen Sprache, die jedoch leicht verständlich ist.

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Zu gerne wollte ich wissen, was Sofia auf der Suche nach sich selbst erlebt und welche Erkenntnisse sie dadurch gewinnt. Die Geschichte fängt mit ihrer Geburt und Kindheit Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre an. Am Anfang ist mir Sofia noch sehr sympathisch und ich kann einen Bezug zu ihr herstellen. Auch die Figuren von Mutter und Vater gefallen mir anfänglich noch recht gut. Zur Mitte hin verliere ich dann jedoch die Verbindung zu den Figuren und sie distanzieren sich immer mehr. Sie werden mir gleichgültig und ich verliere das Interesse an ihrer Geschichte. Sofia kann ich überhaupt nicht mehr folgen. Ihre Handlungen machen weder Sinn für mich noch berühren sie mich in irgendeiner Weise. Der Autor trifft leider überhaupt nicht meinen Ton. Auch das Ende konnte mich nicht mehr umstimmen. Es passiert leider nichts was mich in irgendeiner Form bewegt, so dass die Seiten nur noch so dahinplätschern und ich froh war, als ich an der letzten Seite angelangt war und ich das Buch schließen konnte.

Fazit:
Die bildliche Sprache des Autors hat mir gut gefallen und die Geschichte ließ sich leicht lesen. Jedoch konnte ich mit dem Inhalt und den Personen nichts anfangen. Sie haben in mir nichts berührt. Literatur ist eben Geschmacksache und dieses Buch hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.