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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2022

Gute Unterhaltung

Der Herzgräber
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Nach dem Selbstmord ihrer Mutter wohnt Heather Evans vorübergehend in deren Haus um den Nachlass zu regeln. Dabei findet sie einen Stapel Briefe von einem Serienmörder. Michael Reave hat Frauen bestialisch ...

Nach dem Selbstmord ihrer Mutter wohnt Heather Evans vorübergehend in deren Haus um den Nachlass zu regeln. Dabei findet sie einen Stapel Briefe von einem Serienmörder. Michael Reave hat Frauen bestialisch ermordet, ihnen das Herz herausgerissen und Blumen in die Leiche gepflanzt. Seit über 20 Jahren ist er schon inhaftiert. Nun beginnt eine neue Mordserie mit den gleichen Merkmalen wie die von Michael Reave. Wer steckt dahinter? Und was bedeuten die Briefe, die Michael Heather’s Mutter geschrieben hat? Heather beginnt, zusammen mit Detective Ben Parker, nachzuforschen und begibt sich dadurch selbst in große Gefahr.

Der Herzgräber wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit, als Michael Reave noch nicht inhaftiert war und sein Unwesen treibt. Beide Zeitebenen wechseln sich in der Erzählweise ab und flechten sich immer mehr ineinander, so dass sich dem Leser, der Leserin die gesamte Geschichte nach und nach offenlegt.
Mir hat Heather als Protagonistin sehr gut gefallen. Ich mochte sie von Anfang an sehr gerne und bin ihr gerne durch den Plot gefolgt. Auch die anderen Charaktere wie Nikki (Heather’s Freundin), Detective Parker und auch Michael Reave fand ich authentisch und bildhaft gezeichnet.
Ich fand die Handlung durchaus spannend allerdings konnte sie mich nicht allzu sehr fesseln. Irgendwie fehlte mir der Nervenkitzel. Es wurden bedrohliche Szenarien immer nur leicht angedeutet aber nie so intensiv, dass ich darin hätte abtauchen können. Mir fehlte da etwas der Tiefgang. Daher wurde ich gefühlsmäßig nicht wirklich gepackt und fühlte mich mehr als ein Zuschauer am Rande des Geschehens, den das Ganze nicht wirklich betrifft. Das fand ich ein bisschen schade. Trotzdem bin ich dem Plot gerne gefolgt und fühlte mich auch gut unterhalten. Der Schreibstil von Jen Williams ist leicht verständlich und bildhaft. Ich hatte keine Mühe beim Lesen und Vorstellen des Geschehens.

Ein guter Thriller, den ich wirklich gerne gelesen habe, obwohl er mich nicht an den Nervenenden packen konnte. Trotzdem eine spannende und gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 19.04.2022

Kurzweilig

Morgen kann kommen
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Ruth findet im Drogeriemarkt durch Zufall ein Foto, dass sie komplett aus der Bahn wirft und sie dazu bringt zu ihrer Schwester zu flüchten, die sie seit 15 Jahren weder gesehen noch gesprochen hat. Bei ...

Ruth findet im Drogeriemarkt durch Zufall ein Foto, dass sie komplett aus der Bahn wirft und sie dazu bringt zu ihrer Schwester zu flüchten, die sie seit 15 Jahren weder gesehen noch gesprochen hat. Bei ihrer Schwester begegnet sie Rudi, Erdal und seiner Cousine Fatma.
Ildikó von Kürthy erzählt hier eine Geschichte von Verrat, Freundschaft, Zusammenhalt, Zweifeln, Entscheidungen, Trauer, eine gewaltige Gefühlspalette tut sich für den Leser, die Leserin auf und lässt Fragen zurück, die sich jeder einmal im Leben stellen sollte. Dies tut sie in einer leichten, verständlichen Sprache, die nie zu schwermütig wird. Die Protagonisten sind authentisch und durchweg liebenswert. Ich mag sie alle sehr gerne und das Buch ist für mich viel zu kurz geraten. Ich hätte liebend gerne noch viel mehr über diese Charaktere gelesen. Das Ende kam für mich viel zu schnell und plötzlich. Dies ließ mich ein bisschen enttäuscht zurück, da ich einfach noch gerne eine Weile in dieser Geschichte geblieben wäre, weil sie mir so gut gefiel. Trotz der ernsten Themen gelingt es Ildikó von Kürthy diese in eine Leichtigkeit zu verpacken und mit einer Prise Humor zu bereichern so dass am Ende Zuversicht und Hoffnung bei mir übrigblieb, die ich immer noch spüren kann, wenn ich an diese Geschichte zurückdenke.
Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, Fragen aufgeworfen, mich zum Lachen und zum Nachdenken gebracht.

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Veröffentlicht am 12.04.2022

Spannend wie von Ellen Sandberg gewohnt

Das Geheimnis
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Ulla wurde von ihrer Mutter als Kind verstoßen und wuchs bei ihrem Vater auf. Kurz vor ihrem 60. Geburtstag zieht Ulla in das ehemalige Haus ihrer Mutter und findet in deren Sachen Dokumente, die über ...

Ulla wurde von ihrer Mutter als Kind verstoßen und wuchs bei ihrem Vater auf. Kurz vor ihrem 60. Geburtstag zieht Ulla in das ehemalige Haus ihrer Mutter und findet in deren Sachen Dokumente, die über das Leben ihrer Mutter berichten und Ulla Erklärungen liefern warum ihre Mutter vor so langer Zeit reagierte wie sie reagierte und Geheimnisse kommen endlich ans Licht. Ellen Sandberg ist wieder mal ein Pageturner gelungen, der mich in dessen Bann gezogen hat. Auch wenn ich die Handlung dieses mal ein bisschen sehr konstruiert fand. Die Ereignisse haben einfach ein kleines bisschen zu gut ineinandergepasst. Das Buch ist in drei Perspektiven unterteilt. Einmal die Sich von Helga (Ullas Mutter) im Jahr 1975, dann die Erlebnisse von Ulla im Jahr 2020 und die von Luise einer alten Bekannten von Helga. Die wechselnden Perspektiven halten den Spannungsbogen konstant oben. Die Figuren sind sehr authentisch und lebendig beschrieben. Ich finde alle auf ihre Art sympathisch und menschlich. Der Schreibstil ist lebendig und locker, typisch für Ellen Sandberg eben. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich tauche für kurze Zeit in eine andere Welt ab. Wieder mal ein sehr gelungenes Buch von Frau Sandberg. Nun freue ich mich schon auf den nächsten Streich aus ihrer Feder, der im Herbst diesen Jahres erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 01.04.2022

Leider nichts für mich

Den Wölfen zum Fraß
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Das Cover hatte bei mir eine leicht düstere Stimmung heraufbeschworen und mich deshalb sehr angesprochen. Auch der Klappentext und die Leseprobe fand ich sehr ansprechend, wenn auch etwas anstrengend zu ...

Das Cover hatte bei mir eine leicht düstere Stimmung heraufbeschworen und mich deshalb sehr angesprochen. Auch der Klappentext und die Leseprobe fand ich sehr ansprechend, wenn auch etwas anstrengend zu lesen. Das sah ich jedoch als Herausforderung und habe eine große Hoffnung gehegt, dass die Handlung mich so sehr fesseln würde, dass sich das anstrengende lesen lohnt. Leider ist dies nicht eingetreten. Ich konnte mich an den ungewöhnlichen Schreibstil nicht gewöhnen. Mir wurde das Ganze zuviel an Metaphern und bildlichenm Geplänkel. Für meinen Geschmack rückte die eigentliche Handlung immer mehr in den Hintergrund und zurück blieben Wortspielereien in Hülle und Fülle. Das ist nichts für mich. Mich haben die Umschreibungen, Methaphern und Wortspiele immer mehr gelangweilt, so dass ich etwa in der Mitte des Buches absolut kein Interesse mehr hatte zu erfahren, wer jetzt der Mörder ist und wie das Buch zu Ende ging. Daher habe ich das Buch abgebrochen und mich anderer Unterhaltungsliteratur zugewandt.

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Veröffentlicht am 11.11.2021

Weise und zum Nachdenken anregend

Die Begegnung. Eine Geschichte über den Weg zum selbstbestimmten Leben
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In einer stürmischen Nacht treffen ein alter Abenteurer und ein junger Ausreißer zufällig in einer abgeschiedenen Holzhütte aufeinander und erzählen sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten. Diese Geschichten ...

In einer stürmischen Nacht treffen ein alter Abenteurer und ein junger Ausreißer zufällig in einer abgeschiedenen Holzhütte aufeinander und erzählen sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten. Diese Geschichten sind gespickt mit vielen Erfahrungen und jeweiligen Erkenntnissen daraus. Jochen Schweizer schreibt sehr flüssig und temporeich. Die Seiten flogen nur so dahin und ich genoss es über das Leben der beiden Protagonisten zu lesen. Ich konnte tief eintauchen in die Handlung und fühlte mich als wäre ich dabei. Viele Erkenntnisse zu denen die beiden Hauptpersonen kamen, regten mich zum nachdenken an und halfen mir dabei meine Sicht auf meine eigene Lebenseinstellung zu ändern. Es hat mir viel Freude gemacht dieses Buch zu lesen und es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal, damit ich öfter nochmal hineinschauen kann. "Die Begegnung" gehört zu meinen Lesehighlights in diesem Jahr.
Das einzige, was mich minimal gestört hat und meinen Lesefluss kurz zum Stillstand brachte, war die Frage, warum Jochen Schweizer "Hytte" anstatt "Hütte" schrieb. Da kam wohl mein Rechtschreib-Monk durch. :D
Fazit: Ein schönes, kurzweiliges Buch über zwei Lebensgeschichten. Voller Wendungen und Lebensweisheiten, die zum Nachdenken anregen. Mir hat es sehr gefallen und mich toll unterhalten.

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