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Katti

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2020

Ein wunderschöner historischer Roman

Das Findelkind
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Der Roman wird aus zwei Sichtweisen erzählt. Zum einen wird das Leben von Magdalena in den 1760er Jahren beleuchtet und zum anderen das Leben von Catherine in den 1790er Jahren in Celle. Beide Handlungsstränge ...

Der Roman wird aus zwei Sichtweisen erzählt. Zum einen wird das Leben von Magdalena in den 1760er Jahren beleuchtet und zum anderen das Leben von Catherine in den 1790er Jahren in Celle. Beide Handlungsstränge werden am Ende des Romans zusammengeführt. Obwohl ich schon sehr früh erahnen konnte, inwiefern das Schicksal der beiden Frauen miteinander verflochten ist, hielt der Roman doch noch einige unvorhergesehene Wendungen für mich parat. Den beiden Hauptcharakteren widerfährt großes Unrecht. Ich musste regelrecht mit ihnen mitleiden und konnte ihre Machtlosigkeit nachvollziehen. Ich fand es aber auch sehr bewundernswert, dass sich die beiden nicht unterkriegen ließen und trozdem weitergemacht haben.

Die Spannung im Roman wird durch die wechselnden Sichtweisen an den jeweils spannendsten Stellen hoch gehalten.

Die bildreiche Sprache des Romans hat es mir sehr leicht gemacht einen Zugang zu finden und den Roman innerhalb sehr kurzer Zeit zu lesen. Die Nebencharaktere sind ebenfalls authentisch gestaltet worden.

Die Erzählform ist zum einen ein Ich-Erzähler, wenn es um Catherine geht. Die anderen Charaktere und auch Magdalena sind aus der Sicht des allwissenden Erzählers beschrieben.

In diesem Roman stehen sehr deutlich starke Frauen im Fokus. Diese wollen sich von der Erfüllung ihrer Träume auch nicht durch die vorherrschenden gesellschaftlichen Regeln abbringen lassen und kämpfen für sie. Sie trauen sich ebenfalls Widerworte gegen Männer zu geben und ihre Meinung offen zu sagen. Hier hat micham Ende vor allem von den Nebencharakteren besonders die Frau des Untervogts von Waldenberg positiv überrascht.

Der Roman zeichnet sich durch eine sehr große Authentizität aus, weil die Autorin gute Recherchearbeit betrieben hat. Dieses merkt man dem Roman durch und durch an. Der Inhalt könnte sich in der damaligen Zeit tatsächlich so abgespielt haben. Die gesellschaftlichen Normen sehr gut wiedergespiegelt, indem es zum Beispiel für Frauen nicht möglich war bestimmte Berufe zu erlernen. Außerdem ist die Sprache der Epoche angepasst. Hier haben zum Beispiel die Kinder ihre Eltern gesiezt.

Für mich war es sein sehr lesenswerter historischer Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit Spannung, Humor und vielen Emotionen

Everdeen River
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Klappentext:

Sam, Lady von Kasterly, schert sich nicht um die starren Regeln des Hochadels. Um sie wegen ihrer öffentlichen Fehltritte zu disziplinieren, schickt man sie gemeinsam mit ihrem Bodyguard ...

Klappentext:

Sam, Lady von Kasterly, schert sich nicht um die starren Regeln des Hochadels. Um sie wegen ihrer öffentlichen Fehltritte zu disziplinieren, schickt man sie gemeinsam mit ihrem Bodyguard Jackson geradewegs nach Everdeen River, mitten in die Provinz.

Zuerst ist sie empört über diese Entwicklung, findet dann dort aber nicht nur zu sich selbst – auch der Ex-Soldat Jackson verdreht ihr den Kopf.

Wählt Sam am Ende ein Leben fernab ihrer Herkunft mit Jackson oder entscheidet sie sich für ein Leben als Adelige und damit gegen ihn?


Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und detailliert, sodass man wunderbar in die Geschichte eintauchen kann. Es ist zudem ein Spannungsbogen aufgebaut worden, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.

Die Hauptfigur Sam begehrt immer wieder gegen die Regeln des Hochadels auf und sorgt damit regelmäßig für Skandale. Sie fühlt sich ungeliebt und eingesperrt. Ihr Vater hat nach einem neuerlichen Skandal die Nase voll und schickt sie und ihren Bodyguard nach Everdeen River. Dort macht sie eine sehr starke Entwicklung durch und man lernt sie von einer ganz anderen Seite kennnen. Es ist von der zickigen Adeligen immer weniger zu sehen.

Jackson ist nicht begeistert an seinen Heimatort zurückzukehren, der Ort erinnert ihn an seinen besten Freund Tom, der im Krieg ums Leben gekommen ist. Seinen Tod hat er noch nicht verarbeitet. Zudem hat er deshalb einen sehr gefährlichen Weg gewählt, der seine Freunde in große Gefahr bringt. Er macht ebenfalls eine sehr starke Entwicklung durch und setzt sich auch Dank Sam endlich mit Toms Tod auseinander.

Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich sehr langsam und zaghaft. Das Leben in Everdeen River lässt beide zu sich selbst und auch zueinander finden.

Die Nebencharaktere des Romans wurden sehr gut herausgearbeitet und machen ebenfalls ihre eigenen Entwicklungen im Laufe der Zeit mit. Ich habe sie sofort ins HErz geschlossen. Die Einwohner von Everdeen River sind wie eine große Familie, in der jeder mit offenen Armen aufgenommen wird.

Fazit:

Ein wunderschöner Roman, bei dem Spannung, Humor und Emotionen nicht zu kurz kommen.

Es gibt von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere