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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Vega Vargs persönlichster Fall – ein fulminanter Reihenauftakt!

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Als auf der idyllischen schwedischen Insel Südkoster ein Mord geschieht, gerät der ganze Ort in Aufruhr, denn der Tote ist allen bekannt, auch Vega Varg, Kriminalbeamtin vor Ort, kannte ihn seit seiner ...

Als auf der idyllischen schwedischen Insel Südkoster ein Mord geschieht, gerät der ganze Ort in Aufruhr, denn der Tote ist allen bekannt, auch Vega Varg, Kriminalbeamtin vor Ort, kannte ihn seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, eine norwegische Zeugin verschwindet spurlos und ein akribische Spurensuche beginnt, die Vega weit in die Vergangenheit führt.

Das Cover leuchtet geradezu und Vega Varg erkennt man als Titelfigur. Das Schweigen der Insel ist ein perfekter Titel, denn es dauert lange, bis Vega dieses Schweigen aufbrechen kann. Was dann ans Licht kommt, erschüttert nicht nur die Insel. Vega Varg ist für mich eine bodenständige Person, über sechzig, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten und einer Nachzüglertochter, die ihr stets Sorgen bereitet. Sie wirkt für mich überzeugend und echt, und Asa Hellberg versteht es gekonnt, ihre Leserschaft mit einem geradlinigen Stil sofort in den Strudel der Ermittlungen einzubeziehen. Es ist ein wahres Verwirrspiel, Fäden laufen in die Vergangenheit, Zusammenhänge erstehen und zerfallen wieder, der Mord bleibt undurchsichtig und zieht einen weiteren nach sich, und ich war bis zum unvorhersehbaren, atemberaubenden Ende stets am Rätseln und Zweifeln. Mich hat das Buch gepackt, auch weil Vega Varg in ihrer Situation und mit ihren Gefühlen sehr gut beschrieben ist, eine Protagonistin, die im Leben steht und bei mir sehr überzeugend und sympathisch ankommt. Ich bin jetzt schon gespannt auf den Folgeband!

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Kurz, knackig, super spannend und sehr atmosphärisch!

Gemünder Blut
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Ina Weinz, Kommissarin in Köln, nimmt sich nach einer schrecklichen Erfahrung eine Auszeit in ihrer Eifler Heimat. Das Dorf und die Menschen sind ihr vertraut, Erholung innerhalb der Familie liegt in greifbarer ...

Ina Weinz, Kommissarin in Köln, nimmt sich nach einer schrecklichen Erfahrung eine Auszeit in ihrer Eifler Heimat. Das Dorf und die Menschen sind ihr vertraut, Erholung innerhalb der Familie liegt in greifbarer Nähe, aber als ein Mord geschieht, fängt ihr Alltag sie sehr schnell wieder ein. Und so begibt sich Ina instinktiv auf eine gefährliche Spurensuche.

Das Cover fängt den Blick, ein Förster beobachtet sein Revier. Passt perfekt, denn Inas Freund und Lover ist Förster und zugleich der beste Freund ihres Bruders. Die beiden geraten unter Mordverdacht, der zwar wieder ausgeräumt werden kann, aber schnell stellt Ina fest, dass beinahe jeder im Ort Probleme mit dem aggressiven und feindseligen Toten hatte. Doch wohin führt die Spur wirklich?
Elke Pistor versteht es hervorragend, ein heimeliges Dorfleben zu beschreiben, eine eigentlich heile Welt mit reichlich Eifler Atmosphäre und liebenswertem Dialekt. Aber der Mord gibt Rätsel auf. Nicht wenige hatten eine Rechnung mit dem Toten offen, doch wer trachtete ihm tatkräftig nach dem Leben? Die Autorin stellt Fallen, erwägt, verwirft, stürzt ihre liebenswerte und lebensechte Kommissarin in Verzweiflung und fordert alles von ihr. Überraschende Wendungen sorgen für reichlich Abwechslung und selbst als man erahnt, wer der Täter sein könnte, ergeben sich noch jede Menge Hindernisse, die für reichlich Gänsehaut sorgen. Der perfekte Showdown lässt einen dann aber doch aufatmen. Für mich war das ein relativ kurzer, aber sehr knackiger Krimi, voller Spannung und Einfallsreichtum, bei dem die Seiten nur so geflogen sind! Einfach super, unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Wie die Natur den Menschen wieder erden kann

Im Sommer der Wildbienen
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Das farbenfrohe Cover voller Blüten stimmt auf einen herrlichen Sommer ein, und Nina Mayen nimmt ihre Leserschaft mit aufs Land und in die wunderbare Natur.
Flora ist in Aufbruchsstimmung und entscheidet ...

Das farbenfrohe Cover voller Blüten stimmt auf einen herrlichen Sommer ein, und Nina Mayen nimmt ihre Leserschaft mit aufs Land und in die wunderbare Natur.
Flora ist in Aufbruchsstimmung und entscheidet sich, Köln und ihre Familie hinter sich zu lassen, um in das alte Häuschen ihrer Großmutter in der Eifel zu ziehen. Für Flora ein schwerer Entschluss, denn sie leidet an einer Form von Autismus, die ihr einen normalen Alltag unmöglich macht.
Nina Mayen beschreibt sehr sanft und liebevoll, wie Flora sich durch ihr neues Leben kämpft und versucht, Struktur zu finden. Erst nach dieser Diagnose kann sie sich selbst besser verstehen und lernen, damit umzugehen und offener zu werden. Die Autorin versteht es, lebendig und detailreich das Landleben zu beschreiben, zarte Liebe und Gefühle in Worte zu fassen und einem die überwältigende Natur näher zu bringen. Es ist eine romantische Geschichte, mit leisen Tönen erzählt und sehr bewegend dargestellt.
Vanessa Bolder erzählt mit angenehmer Stimme, perfekt pointiert und mit liebevollem Einfühlungsvermögen. Sie schafft es spielend, die Charaktere vor dem inneren Auge erstehen zu lassen und sorgt so für ein wunderbares Hörvergnügen!

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Schuld und Sühne, Rache und Vergeltung, ein krasser Thriller!

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Eine junge Frau mit einem markanten Eulen-Tattoo sorgt für einen Skandal im Netz. Hat sie tatsächlich eine Affäre mit dem Bundeskanzler? Oder ist es Fake, ein Kampf um Anerkennung und Publizität? Dann ...

Eine junge Frau mit einem markanten Eulen-Tattoo sorgt für einen Skandal im Netz. Hat sie tatsächlich eine Affäre mit dem Bundeskanzler? Oder ist es Fake, ein Kampf um Anerkennung und Publizität? Dann verschwindet der Kanzler, und nicht einmal die Mitglieder seines Sicherheitsdienstes wissen mehr. Ist er untergetaucht? Art Mayer und Nele Tschaikowski nehmen die Ermittlungen auf und geraten schnell in einen Strudel undurchsichtiger Ereignisse.

Das Cover passt perfekt zu den Vorgängerbänden, die Eule ist die Verbindung zu dem Tattoo. Und Marc Raabe versteht es auch dieses Mal einfach perfekt, seine Leserschaft zu fesseln. Ich kenne die Reihe, habe daher viel Vorwissen und war mit den Protagonisten und deren Vergangenheit schnell wieder vertraut. Der Fall ist spektakulär und verwirrend. Hier kommen alte Connections zum Tragen, Hass, Neid und Verrat bestimmen das Geschehen und Art Mayer, der auf gewisse Weise involviert ist, gerät selbst in Verdacht.
Der Autor schreibt detailreich, sehr atmosphärisch und so schaurig, dass die Szenarien, für mich insbesondere die in den Berliner U-Bahn-Schächten, direkt vor dem inneren Auge erstehen und zusätzlich für Gänsehaut sorgen. Die Beteiligung eines Bundeskanzlers fand ich gewagt, aber die Geschichte ist so überzeugend aufgebaut, dass sie durchaus realistisch wirkt. Das Zusammenspiel der verschiedenen Schauplätze sorgt laufend für Abwechslung, nur langsam werden aus Ahnungen auch Ermittlungserfolge und die Auflösung ist wirklich spektakulär! Ein weiterer hervorragender Thriller aus der Feder Marc Raabes‘, erstklassig und mitreißend gelesen von Peter Lontzek und Pia-Rohna Saxe!

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Erfrischend, liebenswert und ganz schön verrückt!

Bonjour Agneta
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Agneta ist ein graues Mäuschen. Bis zur Selbstaufgabe ist sie ganz für ihre Familie da, erfüllt deren Erwartungen und vergisst dabei sich selbst. Dabei glimmt doch noch Leidenschaft in ihr, und so werden ...

Agneta ist ein graues Mäuschen. Bis zur Selbstaufgabe ist sie ganz für ihre Familie da, erfüllt deren Erwartungen und vergisst dabei sich selbst. Dabei glimmt doch noch Leidenschaft in ihr, und so werden Käse und ein Glas Wein zu ihrer heimlichen Freude. Bis sie eines Tages eine Anzeige liest und den ungeheuren Mut zu einer großen Veränderung fasst.

Die fröhlich leuchtenden Farben auf dem Cover deuten schon auf die großartige Veränderung und auch Leichtigkeit hin, die Agneta bevorstehen. Doch der Weg dahin ist erst einmal steinig und nicht gerade einfach. Sehr warmherzig und kurzweilig beschreibt Emma Hamberg, wie ihre liebenswerte Protagonistin zwischen Hoffen, Bemühen und Aufgabe schwankt, ihre Komfortzone doch verlässt und sehr bald auf unglaubliche, völlig verrückte Erlebnisse zurückblicken kann. Die Geschichte hat viel Tiefgang, ist sensibel und macht Mut, sich selbst in den Fokus zu rücken. Und sie ist lebendig, erfrischend und überraschend, und ganz ehrlich, mit Einar begegnet uns auch ein herrlich abgehobener Charakter, dessen beginnende Demenz zwar traurig ist, aber auch für reichlich humorvolle Ereignisse sorgt. Ein Buch zum Lachen, Schmunzeln, aber auch nachdenken!

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