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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Augenöffnend

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Nachdem ich von „Blackout“, ein früheres Werk des Autos, extrem begeistert war, konnte ich es kaum erwarten, diesen neuen Thriller in den Händen zu halten. Schon anhand der ersten Leseprobe war zu erahnen, ...

Nachdem ich von „Blackout“, ein früheres Werk des Autos, extrem begeistert war, konnte ich es kaum erwarten, diesen neuen Thriller in den Händen zu halten. Schon anhand der ersten Leseprobe war zu erahnen, dass die Story ähnlich aufgebaut war und viele Überraschungen und Spannungsmomente bieten würde. So war es dann auch. Ich hatte anfangs zwar Schwierigkeiten, die vielen Personen, welche die verschiedenen Handlungsstränge belebten, auseinander zu halten, kam mit der Zeit aber gut damit zurecht.

Mich überzeugte vor allem das gewählte Thema und der damit zusammenhängende verschachtelte Aufbau der Handlung. Der Autor schien mir über eine breite, fachliche Informationspalette zu verfügen, wodurch ihm eine hervorragende Mischung aus realen Möglichkeiten und Fiktion gelang. Der Niedergang unscheinbarer, aber wichtiger Pflanzen, allgemeine Ignoranz und zudem verschiedene Ungereimtheiten politischer Natur, haben mich schockiert. Das Thema war für mich wirklich schwer zu verdauen und dazu schwierig zu lesen, weil viele Seiten teilweise geballte Hintergrundinformationen enthielten. Etwas anstrengend, aber fantastisch!
Auch die Charaktere gefielen mir im Grunde gut. Jeder für sich engagierte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten, was für den Verlauf der Geschichte und die Dringlichkeit der Situation notwendig und passend war. Ich mochte allerdings den Influencer Linus nicht, der jedem und allem die Kamera vor die Nase hielt, um aufzuklären. Andererseits war dieser so der unerschrockene Botschafter, der mutig voranging und die Welt über die katastrophalen Zustände informierte!

Insgesamt fand ich die Story augenöffnend. Man sollte ab und an über den Tellerrand schauen und Zusammenhänge erkennen lernen. Wie auch bei Elsbergs Thriller „Blackout“, der bei mir rückblickend allerdings noch ein wenig mehr Eindruck hinterließ.

Letztlich empfehle ich „Eden“ aber auf jeden Fall zu lesen! Ein beeindruckendes Buch, mit unfassbaren Momenten und Erkenntnissen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Weckt die Neugier

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Ich gestehe, das Cover hätte mich nicht unbedingt gelockt. Aber ich beobachtete die Bücher des Autors schon länger, hatte bisher aber noch nie zugegriffen. Doch in diesem Fall gefiel mir das Thema mit ...

Ich gestehe, das Cover hätte mich nicht unbedingt gelockt. Aber ich beobachtete die Bücher des Autors schon länger, hatte bisher aber noch nie zugegriffen. Doch in diesem Fall gefiel mir das Thema mit der dahinterliegenden Mystik.

Der unkomplizierte Schreibstil von Kai Meyer gefiel mir sofort. Zudem mochte ich die Unerschrockenheit, mit welcher er Eckpunkte der Deutschen Geschichte aufgriff, um seine Erzählung lebendig und interessant zu gestalten und außerdem vorwärts zu bringen. Die umstrittene Persönlichkeit von Alistair Crowley mit den entsprechenden Hintergründen einzubinden, fand ich mutig und machte mich auch sehr neugierig. Dementsprechend spannend waren für mich die Erlebnisse der Jungs-Clique, die sich mit dem Okkulten beschäftigten. Deren Erlebnisse konnte ich über zwei Zeitebenen betrachten, was mich anfangs etwas störte, weil ich gerne in der ersten Zeitebene weitergelesen hätte. Letztlich fehlte mir aber insgesamt das gewisse Etwas. Die Handlung kam mir zwar recht aufregend, jedoch ein wenig verloren vor.
Obwohl ich die Vorgänger-Bände nicht kannte, konnte ich der Erzählung gut folgen.

Zusammenfassend mochte ich das Buch gerne, hätte mir aber mehr mystische Momente gewünscht. Den Autor werde ich mir allerdings merken, sein Werk las sich sehr unterhaltsam. „Das Antiquariat am alten Friedhof“ empfehle ich somit als Lektüre gerne weiter.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Inspiriert

Meine zauberhafte Dekowelt
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Ich liebe die Sachbücher aus dem Kosmos-Verlag! Sie haben nicht nur einen Wiedererkennungswert, sie sind auch rundum hochwertig gestaltet.

Das Thema Deko erschien mir in diesem Buch aus einem sehr persönlichen ...

Ich liebe die Sachbücher aus dem Kosmos-Verlag! Sie haben nicht nur einen Wiedererkennungswert, sie sind auch rundum hochwertig gestaltet.

Das Thema Deko erschien mir in diesem Buch aus einem sehr persönlichen Blickwinkel heraus, was mir super gefiel. Vor allem mochte ich das Vorgehen der Autorin, die den Aufbau Ihres Ratgebers mit Grundlagen, wie Materialkunde und unter anderem mit Tipps zu Bastelwerkzeugen begann und jedem damit die Möglichkeit gab, im individuellen Tempo in das Thema DIY einzusteigen. Diesen Einstieg fand ich großartig, denn Michaela Waldl zeigte auch ganz konkret, wo man entsprechendes Bastelmaterial finden kann, z.B. nimmt sie den Leser mit in den Wald oder besucht Flohmärkte.

Hilfreich fand ich die nach Jahreszeiten sortierte Deko-Auswahl, die für alle Gestaltungsvorlieben Vorschläge bereit hielt. Zudem ließen sich Kurzinfos zu Pflanzen, sogar mit besonderen Hinweisen, zwischen den Seiten blicken. Mein Favorit war aber eindeutig der Dekozauber im Winter, der seinen besonderen Charme versprühte. Also: Von mir aus kann die Bastelei starten!

Letztlich fand ich den Ratgeber sehr gelungen. Ein Buch zum Stöbern und Entdecken, das zum Ausprobieren inspiriert. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Durchwachsen

Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich
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Anfangs begeistert, später ein wenig genervt von Längen und Klischees. Interessante Grundidee, Umsetzung wenig gelungen

Mich erinnerte die Storyline ein wenig an die Bücher einer anderen Autorin, die ...

Anfangs begeistert, später ein wenig genervt von Längen und Klischees. Interessante Grundidee, Umsetzung wenig gelungen

Mich erinnerte die Storyline ein wenig an die Bücher einer anderen Autorin, die ich in der Vergangenheit unwahrscheinlich gerne gelesen hatte. Ich mochte das Flair von New Orleans, obwohl ich finde, dahingehend wäre noch mehr drin gewesen.

Die Leseprobe hatte mich richtig begeistert, allerdings muss ich im Nachhinein gestehen, dass ich über zu viele Längen hinweg lesen musste und mir das gewisse Etwas fehlte. Auch ein wenig mehr Spannung und weniger Klischees hätten der Geschichte meiner Meinung nach gut getan.

Doch an für sich war das Buch gut zu lesen und sprachlich modern geschrieben. Die Protagonistin war mir sympathisch, Lavaughn sah ich entschlossen und selbstbewusst, einer interessanten Beziehungskiste stand also von Anfang an nichts im Wege. In diesem Rahmen mochte ich die Thematisierung von Vorurteilen und deren Überwindung im Laufe der Handlung. Schön, wenn entwicklungsfähige Figuren ein Buch bereichern!

Letztlich war „Pearls & Skulls“ allerdings kein Buch, welches mir unbedingt in Erinnerung bleiben wird. Ebenso wie die Charaktere, bei denen ich manchmal den Bezug und den Überblick verloren hatte. Ich fand die Story nett, aber am Ende überraschend unscheinbar. / 2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Mag man nicht mehr aus der Hand legen

Schwüre, die wir brechen
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Ich bin mit diesem Band 2 in die Thriller-Reihe gestartet und werde mir nun auch den Auftakt zu Gemüte führen, denn ich bin sehr begeistert vom Gesamtpaket, welches das Autorenduo hier ablieferte!

Die ...

Ich bin mit diesem Band 2 in die Thriller-Reihe gestartet und werde mir nun auch den Auftakt zu Gemüte führen, denn ich bin sehr begeistert vom Gesamtpaket, welches das Autorenduo hier ablieferte!

Die Ermittler nahm ich sehr authentisch wahr, genau wie die Konflikte, in denen sie privat steckten. Als Reiheneinsteigerin konnte ich der Erzählung nämlich gut folgen, da die Entwicklungen aus Band 1 ausreichend eingebunden wurden. Außerdem haben die Autoren, meiner Meinung nach, ein realistisches Bild der Polizeiarbeit nachgezeichnet, wie auch die damit verbundene, oft bremsende Bürokratie im Hintergrund. Ein informatives Gegengewicht zum außergewöhnlichen Fall im Zentrum des Thrillers, in dem der Täter äußerst brutal zugange war. Ja, düster ist die Story schon, aber in meinen Augen passend zur Intention des Killers.

Und das alles in einem klaren, direkten und modernen Schreibstil, was insgesamt tatsächlich ausgezeichnete Unterhaltung bot.

Am Ende erwies sich „Schwüre, die wir brechen“ für mich, wie erwartet, als Pageturner, auf dessen Fortsetzung, bzw. den neuen Fall des Ermittlerteams ich mich jetzt schon freue. Lest das Buch, es wird euch gefallen!

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