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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2021

Hat mir fast noch besser gefallen als Band 1

Die Stadt der Tränen
10

Minou und Piet leben nun bereits seit Jahren auf ihrem Landsitz in Puivert und führen dort mit ihrer Tochter Marta ein bodenständiges Leben. Als sie einer Einladung zur königlichen Hochzeit nach Paris ...

Minou und Piet leben nun bereits seit Jahren auf ihrem Landsitz in Puivert und führen dort mit ihrer Tochter Marta ein bodenständiges Leben. Als sie einer Einladung zur königlichen Hochzeit nach Paris nachkommen, nimmt ihr harmonisches Leben allerdings ein jähes Ende. Marta verlässt unbeaufsichtigt das Haus und wird vermisst. Kurz darauf zwingt die Bartholomäusnacht Minou und Piet tragischerweise zur überstürzten Flucht aus der Stadt, da allen Hugenotten der Tod droht.

Die Fortsetzung des Buches „Die brennenden Kammern“ hat mir wieder eine schöne Lesezeit beschert! Durch die gute Anknüpfung an den ersten Band und die fabelhafte und bildhafte Ausdrucksweise der Autorin, befand ich mich augenblicklich wieder in Frankreich bei Minou und Piet. Ach, ich mag dieses Paar sehr. Sie sind so bodenständig und für ihre Verhältnisse bescheiden geblieben, trotz Minous umfangreicher Erbschaft. Grundsätzlich fand ich sogar alle Figuren treffsicher skizziert, jeder Charakter war stark spürbar. So konnte ich mich in jede Szene sehr gut hineinversetzen, was mich stellenweise sogar emotional herausforderte.

Trotz des schweren Themas und des hindernisreichen Lebensweges des sympathischen Paares, konnte die Autorin der Geschichte Leichtigkeit geben. Ich empfand lediglich einzelne Kapitel düster, beispielsweise jene, die mit Vidals verqueren Gedanken und empathielosen Handlungen zu tun hatten. Nichtsdestotrotz war es aufschlussreich, die Verbindung zwischen Piet und Vidal näher betrachten zu können.

Ich gebe zu, dass mir die tragische Geschichte um Marta, deren Leben und Entwicklung ohne ihre leiblichen Eltern und deren Wiederfinden, nicht so gut gefallen hat. Hier waren mir zu viel schicksalshafte Momente und Verknüpfungen. Es wirkte auf mich daher nicht ganz so glaubhaft, genau wie der Showdown, der mir irgendwie unpassend erschien – zu sehr Hollywood-like.

„Die Stadt der Tränen“ steht dem ersten Band in nichts nach. Wo im ersten Band der Krieg im Außen tobte, zeichneten sich hier die Scharmützel auch auf Beziehungsebene und im Inneren der Protagonisten ab. Ich freue mich schon darauf, womit mich Kate Mosse in Band 3 der Reihe überrascht. / 4,5 Sterne

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 07.04.2021

Schwieriges Thema unterhaltsam erzählt

Sylt auf unserer Haut
0

Majas Ehe mit Robert ist nach vielen Jahren recht eintönig geworden. Den Urlaub verbringt das Paar seit langem aber immer noch regelmäßig auf Sylt, wo der Tagesablauf ebenfalls einer altbekannten Routine ...

Majas Ehe mit Robert ist nach vielen Jahren recht eintönig geworden. Den Urlaub verbringt das Paar seit langem aber immer noch regelmäßig auf Sylt, wo der Tagesablauf ebenfalls einer altbekannten Routine unterliegt. Doch plötzlich steht Roberts Arbeitskollege Bernd vor der Tür, hat seine Freundin und jede Menge Abenteuerlust und Fröhlichkeit im Gepäck. Robert gefällt dies ganz und gar nicht. Maja umso mehr. Ob das wohl gutgehen kann?

Dieser „Glücksroman“ von Claudia Thesenfitz hat es in sich. Problematisches Eheleben, mit Humor versüßt und mit Strandurlaubsgefühl garniert. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen!

Die Autorin hat der lieben Maja einen recht miesepetrigen und kontrollsüchtigen Ehemann an die Seite geschrieben. Allerdings muss man sich nicht über Robert ärgern, sondern kann über seine Verschrobenheit und seine Ansichten lachen! Tatsächlich waren die Kapitel aus Roberts Sicht für mich meistens die lustigsten. Auch der wirklich hartnäckige Bernd brachte mich zum Kichern, wobei ich ich dessen ausgeprägte Lebenslust außerordentlich bewunderte. Meines Erachtens stand Maja als Figur neben diesen zwei Herren ein wenig im Schatten, und gerade deswegen gratuliere ich zu dem Mut und der Entwicklungsfähigkeit, welche dieser Charakter im Laufe der Handlung aufbrachte! Im Grunde mochte ich wirklich alle Figuren, deren Stärken, Schwächen und Wünsche von der Autorin auf charmante Art und Weise präsentiert wurden. So schonungslos echt, irgendwie bekannt, und mit dem Fitzelchen Wahrheit, das um die Ecke lauert.

Die Handlung an sich, so vorhersehbar sie auch war, hatte erkennbare Punkte, an denen die Protagonisten wichtige Entscheidungen trafen, meistens aus dem Herzen und der Freude heraus. Diese Energie war deutlich zu spüren und hat auch mich beim Lesen angesteckt. Durch Majas Versuch, die Beziehung aus Vernunft zu retten und dem Verstand die Zügel wieder in die Hand zu geben, wurde wunderbar gezeigt, dass Lebensfreude und -energie einem erfüllten Herzen folgt. Der Schlüssel zum Glück.

„Sylt auf unserer Haut“ motiviert zur Veränderung, zur Leichtigkeit, zum Loslassen von verkrusteten Verhaltensweisen und macht Laune seine selbst gesetzten Grenzen zu erforschen. Sehr unterhaltsam erzählt Claudia Thesenfitz vom Glück sich zu Verändern. Ein gelungenes Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2021

Schöner Auftakt der Reihe

Fly & Forget
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Nach der Trennung von ihrem Freund sucht Liv eine neue Bleibe. Allerdings ist dies in einer Großstadt wie London gar nicht so einfach. Doch durch einen glücklichen Zufall erhält sie plötzlich ein Angebot ...

Nach der Trennung von ihrem Freund sucht Liv eine neue Bleibe. Allerdings ist dies in einer Großstadt wie London gar nicht so einfach. Doch durch einen glücklichen Zufall erhält sie plötzlich ein Angebot für ein Zimmer in einer WG. Liv ahnt jedoch noch nicht, wer ihr in dieser WG über den Weg läuft, und dass dieser Jemand ihr Leben völlig verändern wird.

Dies war für mich das erste Buch aus der Feder von Nena Tramountani, deren Name ich von der „City of Elements“-Reihe her kannte. Neugierig geworden bin ich durch die Leseprobe der Liebesgeschichte von Liv und Noah. Sie hat mir sehr gut gefallen, ich mochte den natürlichen Schreibstil und die Idee einer schicksalhaften Wiederbegegnung mit einem verlorengeglaubten Herzensmenschen.

Die Umsetzung dieser Geschichte fand ich recht gelungen. Vor allem die einzigartigen Nebenfiguren, so unterschiedlich und doch so ergänzend, waren für mich ein großes Plus für die Handlung. Sie halfen Liv und Noah in ihrer Entwicklung und bei der Aufarbeitung der Vergangenheit, waren immer verständnisvoll zur Stelle und rückten damit so manche emotionale Entgleisung wieder zurecht. Mir gefiel die enge Einbindung der Nebenfiguren sehr, es rundete das Geschehen ab und vermied eine zu starre Fixierung auf die Protagonisten.
Ich mochte es, wie ich durch die Gefühle und Gedanken von Liv und Noah geführt wurde. Für mich hat sich vieles authentisch angefühlt, obwohl ich Livs Reaktionen ab und an für übertrieben hielt – aber man kann ja nicht in jeden Menschen hineinschauen, also habe ich es so angenommen. Es war schön die Entwicklungsschritte beider Protagonisten mitzuerleben, zwei Schritte vor, einen zurück. Das wurde von der Autorin sehr gut dargestellt.

Die Handlung hätte man meines Erachtens allerdings etwas schlanker gestalten können. Der Part von Livs Zeitungsartikel „Wie man einen Herzensbrecher bekehrt“ ist ja nun wirklich eine abgedroschene Story, die hier getrost hätte weggelassen werden können. Das Wiederfinden von Noah und die Klärung der Situation war auf verschiedenen Ebenen schon genug, die Angelegenheit „Testobjekt“ war mir hier einfach zu viel und zu konstruiert. Ebenso die künstlich angelegten Rückzüge von Noah zum Ende hin. Hier war ich dann tatsächlich genervt, es hat die schöne Geschichte total zerstört und hat sich nicht mehr natürlich angefühlt.

„Fly & Forget“ hat mir gut gefallen. Freundliche, hilfsbereite Figuren bereichern den Roman und verdeutlichen die Wichtigkeit von echten Freundschaften.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2021

Hat mich nicht gepackt

A Whisper of Stars
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Liv und ihr Freund Finn haben die alten Traditionen und Legenden auf Hawaiki leid. Sie planen bereits ihre Zukunft außerhalb ihrer Heimat, bis eines Tages ein Fremder auf der Insel auftaucht, und noch ...

Liv und ihr Freund Finn haben die alten Traditionen und Legenden auf Hawaiki leid. Sie planen bereits ihre Zukunft außerhalb ihrer Heimat, bis eines Tages ein Fremder auf der Insel auftaucht, und noch ganz andere verrückte Dinge geschehen. Der Wunsch nach Veränderung erfüllt sich für die jungen Leute, allerdings nicht so wie gedacht.

Nach dem Lesen des Klappentextes war ich vom Thema hin und weg. Der Schreibstil der Autorin hatte mir bereits in deren New Adult-Büchern gefallen, also war dieses Buch ein Must-Read für mich. Nun muss ich allerdings sagen, dass mich Tami Fischers Einstieg in das Fantasy-Genre leider nicht packen konnte.

Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, vor allem Liv, die als aufgeweckte, aufmerksame und auch neugierige junge Frau ihren Weg ging. Finn spielte für mich eine eher untergeordnete Rolle, wobei ich es sehr schön fand, wie die beiden zusammenhielten und sich gegenseitig unterstützen. Vor allem in der lebensverändernden Zeit, voll von Einblicken in die magische Welt der Sterne, konnte ich tröstliches Verständnis füreinander erkennen.

Leider war mir die Erzählung an sich meistens zu langatmig. In erster Linie zu Beginn der Geschichte hat sich für mich gefühlt nicht wirklich viel getan. Nach ein paar Kapiteln wurde mir langweilig, und ich musste das Buch weglegen. Das hat mich dann doch selbst überrascht. Erst Tage später wollte ich das Abenteuer von Liv, Finn und Jamie weiter verfolgen. Im Laufe der Handlung wurde dann das Tempo doch noch angezogen, und ich konnte einige wahrlich magische Momente miterleben. Doch letztlich fehlte mir das gewisse Etwas, was mich dazu hätte verleiten können, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.

Sympathische Figuren und ein interessanter Handlungsschauplatz haben leider nicht ausgereicht, um mich für „A Whisper of Stars“ uneingeschränkt begeistern zu können. Band 2 werde ich wohl erst einmal nicht lesen. / 3,5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Zaynity

Dark Elements - Goldene Wut
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Im zweiten Band der Spin-Off-Reihe ist Zayne nun Trinitys Beschützer. Dumm nur, dass Trueborns mit ihren Beschützern keine Beziehung eingehen dürfen. So wollen es zumindest die Regeln. An für sich kein ...

Im zweiten Band der Spin-Off-Reihe ist Zayne nun Trinitys Beschützer. Dumm nur, dass Trueborns mit ihren Beschützern keine Beziehung eingehen dürfen. So wollen es zumindest die Regeln. An für sich kein Problem, wenn da nicht diese Anziehung wäre. Aber glücklicherweise gibt es eine Menge Ablenkung: Zayne und Trinity müssen den „Boten“ aufhalten, von dem niemand weiß, wer er in Wirklichkeit ist. Um eine Apokalypse zu verhindern, stürzen sich die beiden in die Arbeit und holen sich auch altbekannte Hilfe.

Endlich ein neuer Band der Dark-Elements-Reihe! Ich habe mich regelrecht darauf gestürzt. Denn der unnachahmliche Schreibstil der Autorin und deren kraftvolle Figuren reißen mich immer wieder aufs Neue mit.

Die Willensstärke von Trinity hat mich hier allerdings zeitweise etwas genervt, ihr Verhalten kippte meiner Meinung nach zu oft ins Kindische ab. Ja, sie wollte stets zeigen was sie kann, vor allem vor ihrem Zayne, und aus ihrer Eifersucht machte sie auch keinen Hehl. Etwas Zurückhaltung wäre dann doch öfter mal angebracht gewesen. Nichtsdestotrotz konnte mich die romantisch-prickelnde Atmosphäre zwischen den Protagonisten überzeugen. Dieser Wirbelwind aus Emotionen war unheimlich aufregend, stellenweise allerdings überzogen.

Sehr schön fand ich das Wiedersehen mit Roth und Layla. Diese beiden habe ich seit den ersten Bänden doch sehr liebgewonnen.

Ein großer Pluspunkt im Erzählstil von Jennifer L. Armentrout ist die unglaubliche Spannung, die sie in den verschiedenen Bereichen erzeugen kann. Neben dem Beziehungsknistern ist auch die geheimnisvoll-mystische Stimmung da. Stärke zeigt sich nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch in Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Die Handlung drängt auf Lösung des Problems, da die Zeit knapp wird. Und zur Lösung gehört die Aufdeckung der unbekannten Komponente – des Boten. Überraschende Wendungen inklusive! Alle diese Spannungsaspekte wurden in dieser Geschichte meisterhaft verwoben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Eine aufregende, vorwärts drängende Story. Düster, mysteriös, aber auch sehr sexy. Enttäuscht wurde ich allein durch den Cliffhanger am Ende des Buches.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere