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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2022

Mystery Thriller

Lieblingskind
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Ein Ort voller Geheimnisse, ein altes Bergwerk und eine Geschichte die sich zu wiederholen scheint. Joe kehrt in seinen Heimatort zurück, indem einst seine Schwester verschwand. Von den Ereignissen seiner ...

Ein Ort voller Geheimnisse, ein altes Bergwerk und eine Geschichte die sich zu wiederholen scheint. Joe kehrt in seinen Heimatort zurück, indem einst seine Schwester verschwand. Von den Ereignissen seiner Jugend verfolgt, versucht er immer noch zu verstehen was damals wirklich geschah.

Der Einstieg ist mir durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil sehr leicht gefallen und durch die kurzen Kapitel lässt es sich sehr flott lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe erzählt. Hin und wieder bekommen wir ein paar Rückblicke in seine Vergangenheit, die immer zur passenden Situation gewählt wurden. Joe ist ein eher unsympathischer Charakter mit Alkoholproblemen und einer Spielsucht. Trotzdem haben mir seine teils derben Sprüche gefallen.

Dieser Thriller mit einem Hauch Mystery Elementen hat mich etwas an ein sehr bekanntes Buch von King erinnert, was für mich aber nicht schlimm war. Der Klappentext lässt vermuten, dass die Geschichte sich größtenteils um Annie dreht. Ihr Part war aber nur der Auslöser der Ereignisse.

Spannung war von Anfang an vorhanden und auch wenn die Geschichte zwischendurch einige Längen hatte, kam doch immer mal wieder Gruselstimmung auf. Leider gab es auch ein paar Logik Fehler und manche Handlungen waren sehr fragwürdig. Aber ein paar Wendungen waren für mich doch sehr überraschend. Das Ende kann man so Hinnehmen, aber es bleiben einige Frage offen und lässt dem Leser Raum für eigene Interpretationen.

Fazit: Insgesamt habe ich mich trotz der Kritikpunkte gut unterhalten gefühlt. Wer Mystery-Thriller mag, der sollte es trotzdem lesen.

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Veröffentlicht am 16.05.2022

Ein toller Auftakt mit interessanten Charakteren

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Die Geschichte handelt von der jungen und sehr begabten Schmiedin Ziva, die sich zusammen mit ihrer Schwester, einem Söldner und einem Bücherwurm auf eine gefährliche Reise begibt. Im Gepäck das mächtigste ...

Die Geschichte handelt von der jungen und sehr begabten Schmiedin Ziva, die sich zusammen mit ihrer Schwester, einem Söldner und einem Bücherwurm auf eine gefährliche Reise begibt. Im Gepäck das mächtigste Schwert, das Ziva je geschmiedet hat. Wenn dieses Schwert in die falschen Hände gerät, kann es fatale Folgen haben.

Der Auftakt hat mir gut gefallen, was zum einen an dem lockeren und humorvollen Schreibstil lag und zum anderen an den vielseitigen Charakteren. Normal liebe ich Protagonistinnen die nicht auf den Mund gefallen sind und sich zu wehren wissen. Ziva ist aber anders. Sie lebt zurückgezogen, leidet unter Panikattacken und lässt nur ihre Schwester an sich ran. Aber genau diese Art passt perfekt zum Gesamtbild der Geschichte und macht sie sympathisch. Ihre Entwicklung zu verfolgen war sehr beachtenswert. Ihre Schwester Temra ist genau das Gegenteil, sehr aufgeschlossen und offen. Dieses Duo, kombiniert mit dem hübschen Söldner Kellyn und dem Buchliebhaber Petrik, brachte eine interessante und abwechslungsreiche Gruppe zu tage.

Die erste Hälfte des Buches ist etwas ruhiger. Action tritt zum Großteil erst in der zweite Hälfte auf und nimmt zum Ende hin immer mehr zu. Obwohl das Buch nur knapp 400 Seiten hat, passiert doch recht viel. Manche Szenen fühlten sich aber dadurch etwas zu schnell abgehandelt an. Das Setting war sehr schön beschrieben und mir hat es sehr viel Spaß gemacht die Gruppe auf ihrem Weg zu begleiten. Die Liebesgeschichte, die mehr im Hintergrund läuft, passte von der Intensität auch super. Auch die Anspielung auf die Artus-Sage war sehr originell. Ich freue mich schon auf Band 2 und hoffe, dass dann noch etwas mehr auf die Besonderheit der Geschichte eingegangen wird.

Fazit: Ein toller Auftakt dieser lockeren High Fantasy Geschichte mit einer originellen Idee und tollen Charakteren.

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Veröffentlicht am 11.05.2022

Viele tolle Ideen mit kleinen Schwächen

Die magischen Buchhändler von London
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Das wunderschöne Cover und die Geschichte über einen Geheimbund magischer Buchhändler hat sofort mein Interesse geweckt. Die Buchhändler verkaufen nicht nur Bücher, sondern beschützen auch die Menschen ...

Das wunderschöne Cover und die Geschichte über einen Geheimbund magischer Buchhändler hat sofort mein Interesse geweckt. Die Buchhändler verkaufen nicht nur Bücher, sondern beschützen auch die Menschen vor Wesen aus einer übernatürlichen Welt.

Ich habe etwas gebraucht um in das Buch zu finden, da wir mitten im Geschehen starten und die Handlung sehr verwirrend war. Wir lernen Susan kennen, die in London studieren möchte und herausfinden will, wer ihr Vater ist. Diese wird zu Beginn von dem Buchhändler Merlin gerettet und lernt, dass neben der Welt der sterblichen noch eine Alte magische Welt existiert. Ich liebe es in fremde Welten einzutauchen und obwohl wir hier nur einen kleinen Einblick bekommen, war diese doch sehr interessant.

Die Grundidee dieser Geschichte gefällt mir richtig gut, aber ich habe mich in der Handlung oft gehetzt gefühlt. An manchen Stellen war das Erzähltempo sehr schnell, wodurch ich den Überblick verloren habe. Auf viele Informationen z.B. die Magie der Buchhändler oder die Alte Welt wird nur sehr vage eingegangen. Auch die Charaktere waren für mich sehr farblos und unscheinbar. Wir haben eine typische Hauptprotagonistin: Unwissend und plötzlich im Mittelpunkt der Geschehnisse stehend und weiß perfekt mit ihrem gerade erst neu erworbenen Wissen umzugehen. Dafür haben mir aber die gefährlichen Wesen richtig gut gefallen, weil diese nicht dem Standard entsprachen und natürlich London als Setting.

Fazit: Eine Fantasy Geschichte mit vielen tollen Ideen, die leider durch eine zu schnelle Erzählweise und zu wenig Informationen etwas verloren gegangen wirkt und sich nicht von der Masse abheben kann.

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Eine außergewöhnliche Geschichte

Das unglaubliche Leben des Wallace Price
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Was erwartet einen nach dem Tod? Diese Erfahrung macht Wallace Price und lernt sich und das Leben mehr wert zuschätzen.

Dieses Buch sticht durch seine Andersartigkeit heraus. Auch wenn es anfangs etwas ...

Was erwartet einen nach dem Tod? Diese Erfahrung macht Wallace Price und lernt sich und das Leben mehr wert zuschätzen.

Dieses Buch sticht durch seine Andersartigkeit heraus. Auch wenn es anfangs etwas an die Weihnachtsgeschichte erinnert, hat es noch ein bisschen mehr zu bieten. Hauptsächlich dreht sich aber alles um Wallace, der ein echter Widerling ist. Nach seinem Tod landet er in einer Zwischenwelt und überdenkt sein bisheriges Leben. Und dieser Weg dorthin konnte mich leider nicht so ganz packen. Es passiert sehr wenig, weshalb ich mich beim lesen oft schwer getan habe, da die Handlung etwas zäh und vorhersehbar war.

Mit Wallace wurde ich auch nicht warm. Für mich ist dieser Charakter zu gekünstelt dargestellt. Seine Veränderung war für mich einfach zu gewollt und hat mich nicht berührt. Allerdings konnten die anderen Charaktere punkten. Mei hat mir richtig gut gefallen mit ihrer lauten und tollpatschigen Art. Hugo und seine ruhige Art mochte ich auch ganz gerne. Die Geschichte und das Schicksal der beiden konnten mich mehr berühren.

Das Buch hat aber sehr viel Humor und Witz und ich musste öfter mal lachen. Das war ein schöner Kontrast zum Thema Tod, um was es ja hauptsächlich geht. Auch der Gedanke, dass die Zwischenwelt eine Teestube ist, war sehr amüsant. Das Ende war ok, aber leider auch wieder zu gewollt, kitschig und klischeehaft.

Fazit: Eine interessante Geschichte über ein beklemmendes Thema, das mich aber nicht so ganz mitreißen konnte.

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Eine interessante aber komplexe Fantasy Geschichte mit längen

Crescent City 1 – Wenn das Dunkel erwacht
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Crescent City ist ein Buch, dass es mir nicht immer leicht gemacht hat. Besonders mit dem Anfang habe ich mich etwas schwer getan, was allerdings nicht an dem tollen Schreibstil der Autorin lag, sondern ...

Crescent City ist ein Buch, dass es mir nicht immer leicht gemacht hat. Besonders mit dem Anfang habe ich mich etwas schwer getan, was allerdings nicht an dem tollen Schreibstil der Autorin lag, sondern eher an der Menge an Informationen und weil die Story nach dem ersten großen Ereignis etwas zäh voran geht.

Das Worldbuilding ist wirklich großartig, aber auch sehr komplex. Mir hat es sehr gut gefallen das in der Stadt viele verschiedene Wesen wie Fae, Engel, Wölfe, Vampire, Meereswesen etc. zusammen leben. Um vorprogrammierte Konflikte aus dem Weg zu gehen, muss es natürlich eine Politik geben, die in diesem Fall von gottesähnlichen Wesen regiert wird. Interessant ist auch die Mischung aus Magie und moderner Technik, die in der Stadt herrscht.

Hauptcharakter der Geschichte ist die Halb-Fae Bryce. Mit ihr konnte ich am Anfang überhaupt nichts anfangen, da sie erstmal den Eindruck erweckt nur Partys, Drogen und Männer im Kopf zu haben. Aber wenn man sie erstmal etwas besser kennen lernt und hinter die Fassade schaut, sieht man ihr großes Herz. Der männliche Part übernimmt der Engel Hunt. Ein sehr interessanter Charakter, der viel mit Bryce gemeinsam hat. Gemeinsam sollen sie eine Reihe Morde aufklären.

Die Mischung aus dieser verworrenen Urban-Fantasy und den Ermittlungen von Bryce und Hunt waren insgesamt sehr interessant, obwohl ich wirklich sehr lange gebraucht habe, um rein zu kommen. Wo es am Anfang an Spannung und Action fehlte, gab es am Ende eine Wendung nach der anderen, bei der man kaum zum Luft holen kam. Das Finale war dafür sehr gelungen.

Fazit: Ein komplexes Fantasy Buch, das ich trotz Start Schwierigkeiten gerne weiter Empfehlen kann.

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