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Veröffentlicht am 16.04.2025

Ups and Downs

Dark Sigils – Was die Magie verlangt
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Der Einstieg ins Buch wird leicht gestaltet. Der Leser wird begrüßt von einem epischen, dramatischen Schreibstil, der gefühlt bei jedem 2. Satz für Gänsehaut sorgt. Er ist brutal, nichts für schwache Nerven, ...

Der Einstieg ins Buch wird leicht gestaltet. Der Leser wird begrüßt von einem epischen, dramatischen Schreibstil, der gefühlt bei jedem 2. Satz für Gänsehaut sorgt. Er ist brutal, nichts für schwache Nerven, aber auch magisch und bildhaft schön. So werden der Weltenentwurf, aber auch die Lebenssituation der Protagonistin passend untermalt.

In dieser Welt gibt klassische Elemente der Schichtenspaltung. Es gibt die Unteren und Oberen. Die Unteren besitzen wenig Magie, kämpfen und töten für ein Gramm. Während die Oberen scheinbar endlos viel zu besitzen scheinen und die Unteren nach Belieben damit versorgen. Und Ray lebt Unten.

Um Geld zu verdienen, kämpft sie mit Hilfe von Magie in Kampfarenen.

"»Du kämpfst wie jemand, der nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen hat.«"

Die Kämpfe sind brutal und atemlos, lassen den Leser mit fiebern. Gleichzeitig sind die Kämpfe die perfekte Einführung in die Welt, da Ray Magie direkt verwendet und erklärt.

Magische Elemente sind spannend und originell eingebaut. Es gibt Magie zur Defensive oder Offensive. Ray ist im offensiven Bereich Zuhause, lässt Magiemienen erscheinen oder lässt ihre Gegner mit einer Handbewegung erstarren.

Die Magie hier wird unfassbar schön, bildreich und mächtig beschrieben. Aber sie hat nicht nur Sonnenseiten. Magie ist begrenzt verfügbar. Magie ist gefährlich. Magie macht süchtig.

Durch diese Prämissen, schneidet Anna Benning wirklich interessante Themen an. Nicht nur ärmliche Verhältnisse werden gut herübergebracht, sondern auch Verhalten in Abhängigkeit oder wie man durch Notsituationen in Mitglied in Gangs wird (z. B. weil man kein Dach über dem Kopf hat oder sonst den Schutz der anderen Mitglieder verliert) werden aufgegriffen.

- eine Trigger Warnung dazu, wäre vorab jedoch sicherlich nicht verkehrt gewesen -

Das Buch hat also eine komplexe Fantasy-Welt mit vielen Details zur Magie, dessen Nutzung, Auswirkungen sowie unterschiedlichen Schichten. Man kann das hier nicht nebenbei lesen. Konzentration ist hier die Devise. Also genau das, was ich an neuen Fantasy-Welten mag!

Ab dem Einblick in die Welt der Oberen, nahm meine Begeisterung jedoch graduell ab. Es ging erst viel um Charakter- und Weltvorstellung. Doch je länger man liest, desto höher war der Fokus auf der Lovestory (die ich nicht nachvollziehen konnte, insbesondere nicht in dem Tempo).

Der Protagonistin widerfährt von Oberen, deren Welt und auch explizit ein paar der Charaktere viele Ungerechtigkeiten. Für den Leser entsteht damit Story technisch viel Spannung. Mit der Hauptfigur konnte man mitfühlen. Hier hat man sich gemeinsam hilflos, wütend und verloren gefühlt. Vielleicht auch ein wenig ängstlich.

Aus dieser Gefühlswelt einen Wechsel der Emotionen entstehen zu lassen, ist schwierig und benötigt eine Entwicklung und Zeit(!). Die hat mir hier gefehlt. Somit war es mir nur schwer möglich mich in das Zwischenmenschliche, die Bindung zwischen den Charakteren hineinzufühlen. Diese empfand ich als zu oberflächlich ausgearbeitet.

Zudem war mir dann das „Liebe, die nicht sein darf“-Konzept zu über dramatisch und zu viel – sicherlich davon unterstützt, dass ich die Gefühlsentwicklung schon nicht nachvollziehbar fand.

Fazit:

Schade.

Ich wollte das Buch mögen. Es hat vielversprechend begonnen. Die Grundlagen – Schreibstil, Weltenentwurf, Magie-Elemente – sind unfassbar gut ausgearbeitet. Der wachsende Fokus auf die Liebesgeschichte mit einer wenig authentischen Gefühlsentwicklung, hat dem Leseerlebnis für mich jedoch einen Abbruch getan und zähflüssiger gestaltet.

Eine Ausarbeitung der Charakterbindung oder eine Fokusänderung z. B. auf das Abenteuer selbst, würden mir (in den Folgebänden) besser gefallen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Lovestory von Rotkäppchen und dem Wolf

Red Riding Huntress
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Märchenadaptionen sind und bleiben etwas Schönes. Von Rotkäppchen habe ich bisher noch nicht allzu viele Abwandlungen gelesen, wodurch ich sehr neugierig auf „Red Riding Huntress“ der beiden Autorinnen ...

Märchenadaptionen sind und bleiben etwas Schönes. Von Rotkäppchen habe ich bisher noch nicht allzu viele Abwandlungen gelesen, wodurch ich sehr neugierig auf „Red Riding Huntress“ der beiden Autorinnen geschaut habe. Der eingebaute Twist gefiel mir auch direkt total gut. Es ist kein kämpfen gegen den Wolf, sondern ein miteinander kämpfen. Cool oder?

Lesen kann man aus der Perspektive von Gestaltwandler Diaz und der Jägerin Zinnja. Der erste Eindruck startet mit Diaz Sichtweise. Seinem Rudel wird stark zugesetzt von einer Hexe und direkt zu Beginn befinden wir uns mit ihm auf seiner Wache. Er stellt sich als aufmerksamer Wolf mit Liebe zu seinem Rudel vor, weshalb er schnell die Hilfe einer Jägerin im Kampf gegen die Hexe sucht und auf Zinnja zugeht.

Protagonistin Zinnja scheint bereits einiges durchgemacht zu haben. Sie liebt es anderen Menschen zu helfen und hat sich das zum Job gemacht. Dadurch hat sie bereits gegen eine Reihe gefährlicher Monster gekämpft und möchte auch den Auftrag von Diaz und seinem Rudel annehmen.

Zusammen machen sich die Zwei auf den Weg die Hexe zu besiegen. Damit bedienen sich die Autorinnen einer klassischen Märchen-Storyline.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass Diaz und Zinnja durch ihr Abenteuer und die Zeit zusammen viel miteinander wachsen und voneinander lernen. Seine Liebe zum Rudel zeichnet ihn aus, er ist loyal, voller Zuneigung und macht alles für die Gestaltwandler in seinem Kreis. (Was schon einige Sympathiepunkte bei mir hervorgerufen hat) Zinnja hat bis dahin viel alleine bewältigt und lernt die gemeinsame Zeit zu schätzen und was es bedeutet, sich auf jemanden verlassen zu können. Währenddessen ist Zinnja eine Person, die gerne mal von Zuhause loszieht und Diaz zeigt, welche Schönheit darin liegt auch außerhalb seines Rudels zu helfen und sich mit anderen zu vernetzen.

Auf dem Weg zum Ziel des Auftrages, erleben die Protagonisten einige Abenteuer und es passiert fortlaufend etwas. Doch der Fokus ist eindeutig auf den Emotionenaufbau gelegt worden. Beim Lesen entsteht das Gefühl wieder das erste Verlieben mitzuerleben. Von schnellem Herzklopfen, Nervosität, Aufregung und Freude, werden die Emotionen in den Beschreibungen gut aufgefangen.

Doch auch die Magie, die beide Autorinnen in ihren Märchenroman eingebaut haben, weiß zu faszinieren. So werden die wandelnden Wölfe oder der Geist des Berges episch beschrieben, während man neue Wesen, wie die Schemen voll kalter Dunkelheit, fürchten lernt.


Fazit:

Eine schöne Märchenadaption mit Rotkäppchen und dem Wolf in einem Team. Die Charakterentwicklung in diesem Buch macht einfach Spaß und die Emotionen werden grandios übermittelt. Magie, Abenteuer und originelle Fantasy-Wesen inklusive. Lediglich die Hexe, den Bösewicht der Geschichte hätte ich gerne etwas näher kennengelernt.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Stille oder Lärm?

Sounds of Silence
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Atmosphärisch weiß „Sounds of Silence“ absolut zu begeistern. Kleine Beschreibungen des idyllischen Ortes Golden Oaks, lassen schnell ein schönes Herbstgefühl entstehen. Protagonistin Tatum und ihr Hund ...

Atmosphärisch weiß „Sounds of Silence“ absolut zu begeistern. Kleine Beschreibungen des idyllischen Ortes Golden Oaks, lassen schnell ein schönes Herbstgefühl entstehen. Protagonistin Tatum und ihr Hund Sherlock machen gerne Spaziergänge im Ort. Während Sherlock in Matsch springt, macht Tatum Fotografien von der Landschaft, der bunten Blütenpracht, malerischen Flüssen oder Wasserfällen. In Golden Oaks war ich gerne unterwegs.

So geht es auch Tatum, die insbesondere die Ruhe vor dem Trubel zu schätzen weiß. Mit lauten Geräuschen kommt sie nicht zurecht. Kommt ein lauter Ton überraschend, führt das bei ihr nicht selten zu einer Panikattacke. Im starken Kontrast dazu steht Dash, dessen Gedanken bei Stille zu laut werden. Bei dem jede Sekunde durch ein Gespräch oder lauter Musik gefüllt ist.

Der Kontakt zwischen den Beiden trägt erst Mal viel Konfliktpotenzial in sich. Zunächst fand ich Tatum auch etwas unhöflich. Zwar mag sie die Ruhe, hat aber selbst ein vorlautes Mundwerk. Doch mit den Seiten habe ich ihre direkte und offene Art zu schätzen gelernt. Der Wechsel zwischen ihrer Schutzmauer zu ihrer ehrlichen Haut, war spürbar und gleichzeitig blieb sie sich selbst treu.

Dash war mir ein Ticken schneller sympathisch. Er geht auf die Menschen mit einem Lächeln zu, hat Ecken und Kanten und ist dabei seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Als großer Musikliebhaber, habe ich mich auch schnell ein wenig mit ihm identifizieren können. Nur bei der Lautstärke ist er sicherlich auf einem anderen Level als ich. Doch nimmt er bereits nach wenigen Seiten Rücksicht auf Tatum, nachdem er ihre Reaktionen beobachtet. Er zeigt sich empathisch und einfühlsam.

In „Sounds of Silence“ habe ich eine gesunde Kommunikation erleben dürfen. Missverständnisse werden geklärt, Gefühle kommuniziert und jeder bekommt Zeit zur Verarbeitung. Ich finde es total wichtig, dass das vermehrt in der Buchwelt aufgenommen wird.

Die Liebesgeschichte zwischen zwei gegensätzliche Parteien nimmt einen großen Fokus in diesem Buch ein, insbesondere am Anfang. Erst im ca. letzten Drittel verschiebt sich der Fokus mehr auf Traumata, Verarbeitung und Heilung.

Es gibt immer mal wieder Momente im Alltag, da ist man so reizüberflutet, dass laute Geräusche einfach zu viel werden. Auf der anderen Seite, kann ich oft abschalten, wenn gute Musik läuft. Potenzial zum Nachempfinden der beiden Protagonisten, ist auf jeden Fall gegeben.

Doch je länger man liest, desto neugieriger wird man auf die Hintergründe der Charaktere und dem Ausmaß ihrer Liebe zu Stille bzw. Lärm. Am Ende muss ich sagen, dass es schon harter Tobak ist und es aus meiner Perspektive nicht verkehrt ist, sich die Triggerwarnung am Ende des Buches durchzulesen.

Mich selbst hat es emotional mitgerissen, hautnah mitfühlen lassen und an die Seiten gefesselt. Die Charaktere konfrontieren sich gegenseitig mit ihren Traumata, geben sich aber auch Halt und Unterstützung. Das Buch ist eindeutig nicht zum lockeren Abschalten oder als leichte Lektüre gedacht.

Fazit:

Eine emotionale Achterbahn. Emotional, dreht sich viel um Verarbeitung, Konfrontation von Ängsten und einer „Schritt für Schritt“-Heilung.

Bei mir hat es ein wenig gedauert bis ich mit Tatum warm wurde, so habe ich sie über die Seiten doch zu schätzen gelernt. Während Dash bereits etwas früher Sympathiepunkte bei mir sammeln konnte.

Für Leser auf der Suche nach einer offenen und gesunden Kommunikation zwischen den Charakteren, starken Emotionen und einem Herbstgefühl.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Schneeweißchen und Rosenrot meets Frozen

Schneesturm und Rosenblut
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Geschwisterliebe. Wer kennt diese ironische Beschreibung für zankende Geschwister nicht? Doch Eira und Rhosyn bringen diese Beschreibung auf ein neues Level. Die Zwei sind gefühlt die Streithähne der Nation ...

Geschwisterliebe. Wer kennt diese ironische Beschreibung für zankende Geschwister nicht? Doch Eira und Rhosyn bringen diese Beschreibung auf ein neues Level. Die Zwei sind gefühlt die Streithähne der Nation und in ihren Streichideen praktisch unantastbar – wirklich Hut ab an die Kreativität der Autorin an dieser Stelle.

Von der Autorin werden viele Gegensätze und Reibungspunkte ins Geschehen hineingearbeitet. Die Schwestern sind bereits auf sich allein gestellt, Eine möchte auf die Andere aufpassen und die Andere will sich ausleben, hört natürlich nicht und fühlt sich eingeengt. Dadurch ergeben sich viele Spannungen und ihre Tendenz für lustige, magische Streiche.

Rhosyn hat eine magische Affinität zu Pflanzen, wodurch sie mal Pflanzen in Eiras Zimmer wachsen lässt und absichtlich Ungeziefer anziehen möchte. Währenddessen friert Eira alles Mögliche zu Eis, wie zum Beispiel das Badewasser von Rhosyn.

Doch unter den Prinzenbrüdern ist Byron auch ziemlich gut dabei mit seinen Streichen. Der zweitgeborene Prinz treibt viel Schabernack, genießt Aufmerksamkeit, aber kann nichts mit Regeln anfangen. Auf der anderen Seite ist der Thronerbe, der sich absolut regelkonform verhält, Bücher und Bibliotheken sind die absolute Freizeitbeschäftigung, aber Überlebenskills oder soziale Umgangsformen fallen ihm schwer.

Byron sorgt mit einem Hexenstreich dafür, dass die zwei verflucht werden und Hilfe einer magiebegabten Person benötigen. Was sie zu den zwei streitenden Schwestern führt.

Es gibt viele Reibereien folglich jugendlicher Charaktere, die noch in der Findungsphase sind und zwischen Verantwortung und Selbstverwirklichung jonglieren. Durch die Kontraste streiten die Hauptfiguren viel miteinander, aber lassen mit jedem Satz ihre Liebe zueinander durchsickern. Und somit ziehe ich wieder einen Rückschluss zum Anfang meiner Rezension. "Schneesturm und Rosenblut" ist ein Buch mit starken Fokus auf Geschwisterliebe mit überspitzter Darstellung klassischer Alltagsprobleme.

Die Spannungen sind sehr humorvoll gestaltet und von kreativen Streichen durchzogen. Natürlich findet sich dadurch ganz viel Drama im Buch, was mich mit dem humorvollen Touch wirklich gut unterhalten hat. Auch romantische Gefühle werden aufgegriffen und runden das Leseerlebnis schön ab.

Lediglich das Ende empfand ich etwas abrupt. Der letzte Showdown war schneller vorbei, als ich erwartet hätte, wobei das durch paar weitere Epilog-Seiten wieder etwas abgefedert wurde.

Fazit:

Drama, Lachen und Magie. Jedes Geschwisterchen wird sich in der Geschichte ein wenig wiederfinden und über das gegenseitige Foppen schmunzeln. Einige Streitereien werden überspitzt dargestellt, aber lassen sich gut auf den Alltag übertragen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Glaube an Wunder

Der Weihnachtskrieger
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Carsten Lehmann schreibt bildgewaltig, mit originellen Metaphern und ein wenig altertümlich. Er malt Bilder mit seinen Worten. Einige Textpassagen lesen sich wie Dialoge zu alten Zeiten damaliger Ritter ...

Carsten Lehmann schreibt bildgewaltig, mit originellen Metaphern und ein wenig altertümlich. Er malt Bilder mit seinen Worten. Einige Textpassagen lesen sich wie Dialoge zu alten Zeiten damaliger Ritter und Krieger. Metaphern und Lehren schleichen sich schön und teilweise episch ins Geschehen ein, so dass der Leser einige Zitate zum Herausschreiben findet.

Damit entführt der Autor in das Abenteuer vom Weltenwanderer Lukas. Der Protagonist will seine kranke Mutter retten, muss dafür in einer anderen Welt voller Magie und Gefahren mehrere Aufgaben bewältigen und über sich hinauswachsen. Er bestreitet ein klassisches Abenteuer, ist aber auch zweifelnd, ängstlich, kein „Alles könnender“-Protagonist und damit unfassbar realistisch. Bei ihm geht es darum, dass er sich selbst Schritt für Schritt immer mehr zutraut und langsam Mut gewinnt.

Dabei ist er jedoch nicht allein. Unterstützt wird er von einigen Fantasy-Wesen, aber insbesondere seinen Wegbegleitern den loyalen Gnomen und einer mürrischen Fee. Sie helfen ihm in der winterlichen Welt, sich kalten Tagen und brutalen Monstern zu stellen. Und vor allem sich der Magie und den Wundern zu öffnen.

Ein wirkliches Highlight des Buches sind die Fantasy-Elemente und -Wesen sowie die winterliche Atmosphäre. Widersacher, wie die göttlichen Nornen, die das Schicksal Anderer mit Garn beeinflussen oder eine Fee, deren Gemütslage erkennbar ist anhand der verändernden Landschaft auf ihrem Kleid, zeichnen diese Geschichte aus.

Genauso wie winterliche Details. Beim Lesen frieren praktisch die Finger ein, man möchte sie am liebsten über einen Kamin halten oder an einer warmen Tasse Schokolade erwärmen. Schlitten fahren und Eislaufen machen direkt Lust auf kalte Temperaturen und die Beschreibung der Landschaften wird gestaltet, wie auf einer Winter-/Weihnachtspostkarte.

Jedoch ist der „Weihnachtskrieger“ nichts für die ganz kleinen Leser. Der Schreibstil ist anspruchsvoller und vor den etwas brutaleren Monstern, sollte man auch keine Angst haben.

Die originellen Metaphern entwerfen gut vorstellbare Szenerien, gleichzeitig brachten sie und die anspruchsvollere Sprache auch kleine Längen mit ins Geschehen. Man muss gedanklich mehr dabeibleiben. Knappere Sätze in gefährlichen Situationen, ein schnelleres Vorankommen im Abenteuer oder die ein oder andere Seite weniger, hätten das Abenteuer in Hinsicht auf die Spannung noch weiter abgerundet.

Fazit:

Ein tolles, winterliches Abenteuer für Krieger in Spe. Es gilt viele Gefahren zu bestehen, Monster zu bekämpfen, Aufgaben erfolgreich zu absolvieren und mit Lukas eine Heldengeschichte zu schreiben. Die Beschreibungen sind fantasiereich und bildreich. Auf dem Weg zum Ziel schleicht sich jedoch auch die ein oder andere Länge mit ein.

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