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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Eine leichte, warmherzige Wohlfühlgeschichte mit viel Charme!

Ein Zuhause im Frühling
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Darum geht es:
Ella braucht Abstand vom Großstadtleben, von ihrer komplizierten Beziehung und von ihrer kreativen Krise. In einem kleinen Cottage im ländlichen England hofft sie auf Ruhe und einen Neuanfang. ...

Darum geht es:
Ella braucht Abstand vom Großstadtleben, von ihrer komplizierten Beziehung und von ihrer kreativen Krise. In einem kleinen Cottage im ländlichen England hofft sie auf Ruhe und einen Neuanfang. Doch ein lebhafter Hund und ein zunächst wenig zugänglicher Tierarzt sorgen dafür, dass ihr Alltag alles andere als ruhig verläuft. Zwischen neuen Begegnungen und unerwarteten Herausforderungen beginnt für Ella eine Zeit der Veränderung.

Mein Leseeindruck:
Julie Caplin hat einen richtig angenehmen, lockeren und flüssigen Schreibstil, der sich einfach gut lesen lässt. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen. Am Anfang hatte ich allerdings meine Probleme mit den Hauptfiguren. Mit Ella und auch mit Devon bin ich erst mal nicht warm geworden. Ella war mir oft zu zickig, und Devon wirkte auf mich ziemlich oberflächlich. Zum Glück hat sich das aber schnell geändert.

Je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich die beiden ins Herz geschlossen. Ihre Entwicklung hat sich für mich sehr echt angefühlt und hat der Geschichte viel Tiefe gegeben.

Insgesamt ist es eine richtig süße, warmherzige Wohlfühlgeschichte. Perfekt, um einfach mal abzuschalten. Besonders gefallen hat mir der liebevoll beschriebene Schauplatz im ländlichen England. Das Cottage und die Umgebung konnte ich mir richtig gut vorstellen.

Auch das Thema, einen Neuanfang zu wagen und Altes hinter sich zu lassen, wurde schön und gefühlvoll umgesetzt. Ohne viel Drama, dafür mit ganz viel Herz.

Fazit:
4/5 ⭐️ Eine leichte, warmherzige Wohlfühlgeschichte mit viel Charme und einem schönen Setting ideal zum Abschalten.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Ein intensiver, düsterer und wichtiger Roman mit großer Sogkraft, der lange nachwirkt und tief berührt.

Der Fährmann
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Darum geht es:
An der Grenze zwischen Österreich und Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebt eine kleine Gemeinschaft, die von strengen Regeln und alten Traditionen geprägt ist. Der Fährmann Hannes ...

Darum geht es:
An der Grenze zwischen Österreich und Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebt eine kleine Gemeinschaft, die von strengen Regeln und alten Traditionen geprägt ist. Der Fährmann Hannes Winkler liebt seine Jugendfreundin Elisabeth, doch sie ist einem wohlhabenden Hofbesitzer versprochen.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs verschärfen sich die Spannungen in der Region. Beziehungen zerbrechen, Konflikte entstehen, und Misstrauen greift um sich. Als ein Kind verschwindet, eskaliert die Situation und eine Kette tragischer Ereignisse wird ausgelöst.

Der Roman zeigt eine Gemeinschaft im Ausnahmezustand und stellt die Frage, wie Schuld, Entscheidungen und Umstände das Leben der Menschen unwiderruflich prägen.

Mein Leseeindruck:
Aus meiner Sicht ist dieser Roman von Regina Denk ein echtes sprachliches Erlebnis. Sie kann mit Worten zaubern, und genau so hat es sich für mich auch angefühlt. Die Geschichte ist weit mehr als ein düsteres Familiendrama an der deutsch-österreichischen Grenze. Sie hat einen Tiefgang, der mich wirklich getroffen hat.

Ich habe das Buch als tragisch, dunkel und gleichzeitig unglaublich stark empfunden. Es ist intensiv, teilweise kaum auszuhalten, und genau das macht für mich seine Qualität aus. Regina Denk scheut keine Härte, sondern zeigt sie bewusst und sehr präzise. Dadurch wirkt alles nicht übertrieben, sondern konsequent und literarisch sehr sicher gestaltet. Diese Intensität hat mich richtig hineingezogen. Ich hatte beim Lesen eine starke Sogwirkung. Einerseits wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, andererseits hätte ich die Geschichte fast nicht weiterlesen wollen, einfach weil sie so schwer und eindringlich ist. Und gleichzeitig war da auch dieser Gedanke, dass ich am Ende kein weiteres Buch von ihr habe und wieder auf einen neuen Roman warten muss.

Besonders eindrücklich fand ich, wie die Autorin in eine Zeit führt, in der Frauen stark eingeschränkt waren und ihr Leben oft kaum selbst bestimmen konnten. Und auch wenn sich seitdem über die Jahrzehnte vieles verändert hat, bleibt bei mir der Eindruck, dass Abhängigkeiten und Ungleichgewichte in Beziehungen nicht einfach verschwunden sind, sondern in anderer Form weiter existieren können. Deshalb ist die Geschichte so wichtig für unsere Gesellschaft, weil sie genau diese Strukturen sichtbar macht und daran erinnert, dass nicht weggesehen werden darf.

Fazit:
5/5 ⭐️ Ein intensiver, düsterer und wichtiger Roman mit großer Sogkraft, der lange nachwirkt und tief berührt.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Packender Thriller!

Die Tiefe: Verblendet
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Darum geht es:
Mehrere parallel verlaufende Ermittlungen stellen die Polizei vor große Herausforderungen. Zwar gelingt dem Team um Tom Engelhardt ein Fahndungserfolg, doch ein besonders grausamer Fall ...

Darum geht es:
Mehrere parallel verlaufende Ermittlungen stellen die Polizei vor große Herausforderungen. Zwar gelingt dem Team um Tom Engelhardt ein Fahndungserfolg, doch ein besonders grausamer Fall bleibt weiterhin ungelöst. Auch Mascha Krieger und ihr Bruder kommen in einem Mordfall kaum voran und stoßen auf immer neue Unklarheiten.
Erst ein weiterer Todesfall, der zunächst wie ein Suizid erscheint, bringt Bewegung in die festgefahrenen Untersuchungen. Auffällige Parallelen zwischen verschiedenen Ereignissen lassen erkennen, dass die Fälle möglicherweise miteinander verknüpft sind. Schritt für Schritt verdichten sich die Hinweise und lenken die Ermittlungen in eine neue Richtung.

Mein Leseeindruck:
Für mich war dieser Thriller von Karen Sander unglaublich rasant und fesselnd. Ich hatte beim Lesen durchgehend das Gefühl, dass die Spannung kaum nachlässt. Besonders die kurzen Kapitel, die wechselnden Perspektiven und die unterschiedlichen Schauplätze haben für mich ein hohes Tempo erzeugt. Gleichzeitig schafft die Autorin eine richtig düstere, teilweise sogar schaurige Atmosphäre, die mich total in den Bann gezogen hat.
Als zweiter Band der dritten Reihe rund um Tom Engelhardt und Mascha Krieger hat mich das Buch vor allem mit seinen überraschenden Wendungen überzeugt. Immer wieder gab es Momente, in denen neue Erkenntnisse alles, was ich vorher gedacht habe, komplett infrage gestellt haben. Genau das hat es für mich so spannend gemacht.

Am Ende war ich ehrlich gesagt einfach nur froh und dankbar, dass der nächste Band schon bald erscheint. Der Cliffhanger ist nämlich wirklich heftig und hat mich ziemlich sprachlos zurückgelassen. Ich freue mich riesig, dass der dritte Band „Die Tiefe: Verloren“ bereits am 15.05.2026 erscheint.

Fazit:
5/5 ⭐️ Für mich ein absolut packender Thriller, der von Anfang bis Ende fesselt, mit einer düsteren Atmosphäre, überraschenden Wendungen und einem Cliffhanger, der süchtig macht. Für Fans von spannungsgeladenen Krimis ein absolutes Muss!

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Atmosphärisch, dichter und spannender Auftakt!

Die Tiefe: Versunken
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Darum geht es:
Vor der Ostseeküste stoßen Freizeittaucher auf ein gesunkenes Boot. Was zunächst wie ein spektakulärer Fund wirkt, entpuppt sich als grausamer Tatort, denn unter Deck liegt eine ermordete ...

Darum geht es:
Vor der Ostseeküste stoßen Freizeittaucher auf ein gesunkenes Boot. Was zunächst wie ein spektakulärer Fund wirkt, entpuppt sich als grausamer Tatort, denn unter Deck liegt eine ermordete Familie. Kommissar Tom Engelhardt übernimmt die Ermittlungen und folgt einer Spur, die ihn auf den Darß führt. Zur gleichen Zeit versucht Kryptologin Mascha Krieger, einen rätselhaften Brief zu entschlüsseln, den eine junge Ärztin kurz vor ihrem Tod erhalten hat. Nach und nach verweben sich die beiden Fälle immer stärker miteinander, während weitere Gewalttaten die Lage zuspitzen und ein komplexes Geflecht aus Motiven und Geheimnissen sichtbar wird.

Mein Leseeindruck:
Dies ist der Auftakt der dritten Trilogie um Tom Engelhardt und Mascha Krieger und gleichzeitig mein erstes Buch von Karen Sander. Ich muss zugeben, dass ich bisher noch keinen Roman der Autorin gelesen habe, doch das wird sich nach diesem starken Einstieg definitiv ändern.

Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte vollkommen gepackt. Der Fall ist komplex aufgebaut und geschickt miteinander verwoben, sodass ich direkt mitten im Geschehen war. Die Spannung ist von Beginn an spürbar und hält sich konstant auf einem hohen Niveau, ohne zwischendurch nachzulassen.

Besonders gut gefallen hat mir das Ermittlerduo Mascha Krieger und Tom Engelhardt. Beide Figuren wirken authentisch und vielschichtig, mit ihren eigenen Ecken und Kanten, die sie umso greifbarer machen. Ich fand es sehr gelungen, dass nicht nur die Ermittlungsarbeit im Fokus steht, sondern auch Einblicke in das Privatleben der beiden gegeben werden. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz solcher Geschichten aus.

Die Atmosphäre ist durchgehend düster und teilweise richtig beklemmend. Beim Lesen am Abend habe ich mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich die Decke ein Stück höher gezogen habe. Diese dichte Stimmung hat mich durch das gesamte Buch begleitet und die Spannung zusätzlich verstärkt.

Auch der Schreibstil hat mich überzeugt. Die Autorin schreibt klar und flüssig, sodass sich die Seiten nahezu von selbst lesen. Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Handlungsstränge sorgen für ein hohes Tempo und machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Der Cliffhanger am Ende hat bei mir genau das erreicht, was er soll. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht, und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

Fazit:
4,5/5 ⭐️Ein atmosphärisch dichter und spannend konstruierter Auftakt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Eine warmherzige, humorvolle und berührende Geschichte über Neuanfänge, Freiheit und Mut!

Dieser Sommer gehört mir
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Darum geht es:
Für die 43-jährige Charlotte war die Familie immer der Mittelpunkt ihres Lebens. Seit der Trennung von ihrem Mann vor einem Jahr und der bevorstehenden Scheidung ist nichts mehr wie zuvor. ...

Darum geht es:
Für die 43-jährige Charlotte war die Familie immer der Mittelpunkt ihres Lebens. Seit der Trennung von ihrem Mann vor einem Jahr und der bevorstehenden Scheidung ist nichts mehr wie zuvor. Ihre beiden Töchter sind im Ausland und Charlotte sieht sich plötzlich mit einer ungewohnten Leere konfrontiert. Zum ersten Mal seit langer Zeit weiß sie nicht, welchen Weg sie einschlagen soll.

In dieser Phase der Orientierungslosigkeit gewinnt sie neue Freiräume. Sie verbringt wieder mehr Zeit mit ihren Freundinnen Sam und Ava und beginnt, ihr Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Schließlich fasst sie einen mutigen Entschluss: Sie will einen Neuanfang. Spontan zieht sie in eine WG in ein kleines Tiny House am See und übernimmt eine Bar in der Lüneburger Altstadt.
Charlotte fällt es zunächst schwer, ihre neue Freiheit zu genießen. Und dann ist da auch ihr Nachbar Mo, ein charmanter und hilfsbereiter Kioskbesitzer, der ihr Interesse weckt, aber zugleich ein Geheimnis zu haben scheint. Trotz aller Zweifel bleibt Charlotte entschlossen. Dieser Sommer gehört ihr. Sie will herausfinden, wer sie ist und wie sie ihr Leben künftig führen möchte.

Mein Leseeindruck:
Ich habe den Roman wieder total gerne gelesen. Besonders gefallen hat mir, dass wir nicht nur die Perspektive der 43-jährigen Charlotte erleben, sondern auch die ihrer 16-jährigen Tochter Leni, die ihr Auslandsjahr in England verbringt.

Es war spannend zu sehen, wie sich ein Teenager fühlt und denkt, und gleichzeitig die Sicht einer Frau Mitte 40 mitzuerleben. Die Autorin hat diese beiden Welten wunderbar miteinander verwoben, und ich fand es richtig schön, die Parallelen und Unterschiede zu entdecken. Die Geschichte von Leni in England war dabei so süß erzählt, dass sie einem sofort ans Herz wächst.

Charlotte hat sich im Laufe des Romans sehr entwickelt, und es hat mir gefallen, sie auf diesem Weg zu begleiten. Ihre Unsicherheiten, ihre kleinen Schritte in die Freiheit und ihr Mut, ihr Leben neu zu gestalten, wurden so authentisch und berührend dargestellt.

Der Roman ist voller Humor, ich musste oft lachen, aber gleichzeitig steckt eine tiefgründige Ernsthaftigkeit dahinter, die alles sehr stimmig macht. Am Ende habe ich das Buch zufrieden zugeschlagen und das Gefühl gehabt, eine schöne, rundum gelungene Geschichte gelesen zu haben.

Fazit:
4,5/5 ⭐️ Eine warmherzige, humorvolle und berührende Geschichte über Neuanfänge, Freiheit und Mut, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

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