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Veröffentlicht am 12.09.2025

Spannende Geistergeschichte

Die Geisterflöte
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Da es ja langsam auf den Herbst zugeht, dachte ich es wäre mal wieder Zeit für etwas schauriges. Um es gleich vorwegzusagen: Ich habe die Geisterflöte gern gelesen. Ich fand es auch sehr spannend, aber ...

Da es ja langsam auf den Herbst zugeht, dachte ich es wäre mal wieder Zeit für etwas schauriges. Um es gleich vorwegzusagen: Ich habe die Geisterflöte gern gelesen. Ich fand es auch sehr spannend, aber gegruselt habe ich mich leider nicht.

Aber zur eigentlichen Geschichte:

Die Handlung spielt im Jahr 1860: Elspeth Swansome kommt auf die abgelegene Insel Skelthsea, um dort als Kindermädchen zu arbeiten. Ihre Aufgabe gestaltet sich jedoch alles andere als einfach, denn die kleine Mary gibt seit dem tragischen Tod ihres Zwillingsbruders William kein Wort mehr von sich. Über William und die Umstände seines Unfalls wird nur wenig gesprochen. Während Elspeth versucht, sich im alten Herrenhaus zurechtzufinden, bemerkt sie immer mehr seltsame Vorkommnisse: nächtliche Schritte auf dem Dachboden, mysteriöser Gesang vor ihrer Zimmertür und immer wieder das Pfeifen einer geheimnisvollen Flöte. Bei dem Versuch, die Rätsel zu lösen, gerät Elspeth selbst in große Gefahr.

Der Schreibstil ist schön flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Der Autorin ist es auch sehr gut gelungen eine düstere Atmosphäre zu erzeugen. Aber für richtigen Grusel hat es bei mir dann doch nicht gereicht. Es ist aber eine sehr schöne Geistergeschichte mit der typischen Ausstattung, altes Haus, merkwürdige Bewohner und oft schlechtes Wetter. Die Geschichte beginnt ruhig, wird aber sehr spannend, gerade zum Ende hin, sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen mochte

Fazit: Insgesamt ist „Geisterflöte“ eine gelungene, stimmungsvolle Geistergeschichte, die vor allem durch ihre Atmosphäre und die spannende Entwicklung überzeugt, auch wenn sie mich persönlich nicht zu Gänsehaut-Momenten geführt hat.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Schwächer als Band eins, aber trotzdem gern gelesen

Kasino
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Wie habe ich mich gefreut, als ich den zweiten Band von Kasino in der Hand hielt. Das Buch macht allein optisch schon etwas her, in dem schicken dunkelgrün. Das hat mir schon gut gefallen. Allerdings musste ...

Wie habe ich mich gefreut, als ich den zweiten Band von Kasino in der Hand hielt. Das Buch macht allein optisch schon etwas her, in dem schicken dunkelgrün. Das hat mir schon gut gefallen. Allerdings musste ich noch ein paar Tage warten, bis ich in Ruhe mit dem Lesen beginnen konnte. Aber es hat sich gelohnt. Auch wenn der zweite Teil nicht mit dem ersten mithalten kann, hatte ich doch Spaß beim Lesen.
Im ersten Band von Kasino, ging es um Claire, die dafür gekämpft hat, Croupière im Kasino Baden-Baden zu werden. Nun wollte ich sehen, oder lesen, wie es ihr weiter erging. Leider musste ich feststellen, dass es für Claire in diesem Band keine weitere berufliche Entwicklung gab, sondern es in diesem Band nur darum ging, ob sie in Friedrich einen Ehemann findet, oder eher nicht. Das „Drama“ zwischen den beiden zog sich durch das Buch und hat mich nicht wirklich überzeugt. Friedrich, am Ende des ersten Bandes, als neue, freundliche Figur eingeführt, wird im zweiten Band schnell als Unsympath dargestellt. Er kann tun und sagen, was er will, Claire fühlt sich immer provoziert und liegt deshalb durchgehend im Streit mit ihm. Für mich war das Ganze total überzogen und hat mich oft kopfschüttelnd zurückgelassen. Ich finde, dieses Verhalten passt nicht zu ihrer Figur.
In diesem Band treten mit den Winter-Schwestern neue Figuren auf, die in Baden-Baden für Aufregung sorgen. Sophie Winter ist auf der Suche nach einer guten Partie, und bringt die Herzen der männlichen Bevölkerung in Wallung. Sie bändelt schnell mit Claude, einem Croupier im Kasino, der von Claire angeleitet wird, an. Aber eigentlich ist sie auf der Suche nach Höherem, dass sie im Kasinobesitzer Benazet zu finden glaubt. Auf ihrem Weg dorthin macht sie ausgerechnet Claire als Konkurrentin aus und versucht ihr immer wieder übel mitzuspielen. Das sind auch die einzigen Szenen mit Claire, wo es wirklich interessant wird.
Sophies Schwester Viktoria hat andere Pläne. Sie ist Lehrerin und auf der Suche nach einer Anstellung und findet sie bei einem Hotelier, dessen Sohn Privatunterricht bekommen soll. Dazu muss noch erwähnt werden, dass Buch spielt 1848, dem Jahr, in dem der Revolutionsgeist durch Deutschland weht. Auch der Hotelierssohn und seine Freunde sind davon ergriffen und auch Viktoria ist nicht frei von diesen Gefühlen. Also gründen sie einen Verein, um sich für ihre Rechte stark zu machen. Hier hatte ich auf einen spannenden Erzählstrang gehofft, schließlich ging in Baden-Baden die Elite ein und aus. Allerdings bleibt die Geschichte hier auch etwas flach.
Am Ende des Buches geht es dann plötzlich ganz schnell, der etwas zähe Mittelteil wird zügig aufgelöst und fast jeder Leser wird mit dem Schluss zufrieden sein.
Mein Fazit: Der erste Teil war interessanter, aber alles in allem war das Buch angenehm zu lesen, und hat mir trotz der Kritikpunkte Lesefreude gebracht

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Interessante Idee aus der Welt des Sherlock Holmes

Holmes & Moriarty
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Ich habe mich anfangs sehr gefreut, mal wieder etwas Neues von Sherlock Holmes zu lesen. Bin zwar kein eingeschworener Fan, aber konnte den Geschichten schon immer etwas abgewinnen. Die Idee dieses Buchs, ...

Ich habe mich anfangs sehr gefreut, mal wieder etwas Neues von Sherlock Holmes zu lesen. Bin zwar kein eingeschworener Fan, aber konnte den Geschichten schon immer etwas abgewinnen. Die Idee dieses Buchs, dass Sherlock mit seinem Erzfeind Moriarty zusammenarbeiten muss, hat mich neugierig gemacht. Zudem hat mich das schöne Cover gleich angesprochen.
Das Positive an der Geschichte ist, dass es sich wieder um einen spektakulären Fall handelt, in den Holmes hineingezogen wird. Allerdings hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Der Handlungsstrang wird abwechselnd aus der Sicht von Dr. Watson und Col. Moran, dem Assistenten von Professor Moriarty erzählt. Da aber in den einzelnen Kapiteln nicht angedeutet wird, wer gerade der Erzähler ist, kann man das nur am Stil und an der Wortwahl erkennen, sodass ich in den ersten Kapiteln manchmal stutzte, bis ich mich eingelesen hatte. Insgesamt ist der Erzählstil des Autors flüssig und gut zu lesen.
Am Beginn der Geschichte handeln die beiden gegnerischen Parteien unabhängig voneinander, jede hat ihr eigenes Rätsel zu lösen, gegen Mitte des Buchs wird dann klar, dass die einzelnen Verbrechen doch miteinander zu tun haben und Holmes und Moriarty sind gezwungen miteinander zu arbeiten. Sehr zu ihrem eigenen Verdruss, aber besonders zu dem ihrer Assistenten, was immer wieder in ihren Sichtweisen dargestellt wird.
Die Reise führt uns nach spektakulären Ereignissen in London in die Schweiz, wo dann der große Showdown stattfindet. Bis dahin ist alles noch spannend und ich würde sagen, ein Fall in typische Holmes-Manier. Das Ende allerdings fand ich dann doch schon etwas abgehoben und kam dann doch sehr schnell, da die Hinführung zur Auflösung doch sehr schleppend war. Manches habe ich bis zum Schluss nicht verstanden. Teilweise warfen Holmes und Moriarty Lösungen in den Raum, wo ich mich frage, wie sie da plötzlich draufgekommen sind. Andererseits bin ich ja auch nicht das Genie. Was ich mich allerdings bis zum Schluss gefragt habe, warum die beiden unbedingt zusammenarbeiten mussten. Mir ist nicht aufgefallen, dass einer der beiden Kontrahenten wirklich etwas eigenständiges beigetragen hat, was der andere nicht auch hätte herausfinden können. Insgesamt bleiben alle Charaktere, bis auf Moran, ziemlich blass.
Alles in allem eine ordentliche Geschichte, die mich gut unterhalten hat und echte Holmes-Fans kommen hier wahrscheinlich auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Spannender Fall mit einem humorigen Ermittlerteam

Prost, auf den Doktor
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In "Prost, auf den Doktor" führt uns der Autor nach Brunngries, wo ein Mordfall unter Bikern für Aufsehen sorgt. Nach einem feuchtfröhlichen Abend auf einer Wiese am Rande des Ortes ziehen sich die Motorradfahrer ...

In "Prost, auf den Doktor" führt uns der Autor nach Brunngries, wo ein Mordfall unter Bikern für Aufsehen sorgt. Nach einem feuchtfröhlichen Abend auf einer Wiese am Rande des Ortes ziehen sich die Motorradfahrer in ihre Zelte zurück. Doch zwei von ihnen verschwinden heimlich in den Gasthof Krause, wo sie ein Zimmer gebucht haben. Für den Arzt Sebastian Burgegger endet die Nacht hier tödlich – und Hauptkommissar Tischler steht vor einem kniffligen Fall.
Der Autor Friedrich Kalpenstein erzählt die Ermittlungen mit viel Wortwitz und einem feinen Gespür für Humor. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, direkt in Brunngries dabei zu sein und gemeinsam mit Tischler und seinem Team zu ermitteln. Der Krimi bleibt bis zur letzten Seite spannend, mit unerwarteten Wendungen an genau den richtigen Stellen. Burgegger selbst ist dabei alles andere als eine Lichtgestalt in Weiß und liefert jede Menge Tatmotive. Dazu kommt auch eine stattliche Anzahl Verdächtiger.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte zwar Teil einer Reihe ist, aber problemlos auch für Neueinsteiger wie mich funktioniert. Ich war vorher noch nie „in Brunngries“, aber bei diesem Fall fühlte ich mich schnell heimisch und bestens unterhalten.
Ein kleiner Wermutstropfen: Der Dackel, der auf dem Cover abgebildet ist, spielt im Roman selbst kaum eine Rolle – da hatte ich mir etwas mehr Bezug zur Geschichte vorgestellt. Trotzdem gefällt mir das Cover gut, da ich keinem Dackelblick widerstehen kann.
Fazit: Ein spannender Krimi mit einer Prise Humor und einem sympathischen Ermittlerteam. Wer gerne miträtselt und Cosy Crime mag, sollte unbedingt zugreifen!

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Leider nicht meins – Politdrama im Weltall ohne echte Verbindung

Die Schatten der Solaren Union
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Das auffällige Cover von „Die Schatten der Solaren Union“ hat mich sofort angesprochen. Ich dachte mir: Warum nicht mal wieder Sci-Fi lesen? In Filmen mag ich das Genre sehr, aber bei Büchern ist es mir ...

Das auffällige Cover von „Die Schatten der Solaren Union“ hat mich sofort angesprochen. Ich dachte mir: Warum nicht mal wieder Sci-Fi lesen? In Filmen mag ich das Genre sehr, aber bei Büchern ist es mir oft zu technisch. Trotzdem habe ich mich spontan beworben – danke an @vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!

Anfangs war ich noch sehr neugierig. Das Buch kam liebevoll verpackt mit Poster und Lesezeichen, die Vorfreude war groß. Doch leider konnte der Inhalt mich nicht abholen.

Die Geschichte spielt 200 Jahre in der Zukunft, nach der Besiedlung anderer Planeten. Doch statt klassischer Science-Fiction erwartet einen ein politischer Machtkampf im All: Präsidentenwahl, Koalitionen, Wahlkampfthemen wie KI und Queerfeindlichkeit. Leider wird man mitten ins Geschehen geworfen, ohne die Welt oder Hintergründe erklärt zu bekommen. Gleichzeitig wird viel Raum für Nebensächlichkeiten wie Kleidungsdetails (Stichwort „eukalyptusgrün“) gegeben.

Die Handlung besteht fast nur aus Gesprächen, Intrigen und Verhandlungen – alles sehr distanziert erzählt. Die Figuren bleiben blass, ihre Motive unklar. Ich fand das Lesen sehr mühsam und hätte das Buch vermutlich abgebrochen, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre.

Fazit:
Leider konnte mich „Die Schatten der Solaren Union“ überhaupt nicht überzeugen. Der drehbuchartige Stil, wenig emotionale Tiefe und ein überfrachtetes Worldbuilding ohne Handlung – das war nichts für mich.

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