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Veröffentlicht am 13.10.2019

Unglaublich spannend

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld
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Theas Cousine Nathalie starb bei einem Gewaltverbrechen und hinterließ ein tiefes schwarzes Loch in der Familie. Als Thea eines Tages einen geheimnisvollen schwarzen Umschlag erhält, nimmt ihr Leben eine ...

Theas Cousine Nathalie starb bei einem Gewaltverbrechen und hinterließ ein tiefes schwarzes Loch in der Familie. Als Thea eines Tages einen geheimnisvollen schwarzen Umschlag erhält, nimmt ihr Leben eine sinnhafte Wende. Denn sie erhält eine Einladung zur Geheimorganisation der Black Coats, einer Gruppe Frauen, die sich an gewalttätigen Männern rächen. Doch ist Rache die richtige Antwort?

Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Prolog, der erzählt, wie alles seinen Anfang nahm. Ich war daher sofort gefesselt von der Handlung und so flogen die Seiten nur so dahin.
Wir lernen Thea kennen und durchlaufen mit ihr die Aufnahmerieten für die Black Coats.

Die Organisation bildet Mädchen zu Geheimaufträgen aus, die darauf aus sind sich an Menschen zu rächen, die Frauen ein Unrecht taten. Dabei gehen die Black Coats nicht zimperlich vor. Überhaupt gibt es in diesem Jugendbuch sehr viel Gewalt und Brutalität. Es ist also tendenziell nicht für zartbesaitete Seelen geeignet. Ich fand es ungemein spannend und fieberte die ganze Zeit mit. Dabei schaffte es die Autorin ohne Schwierigkeit das Thema Selbstjustiz zu beleuchten und nicht nur in Schwarz-Weiß erscheinen zu lassen. Das war eine sehr interessante und ungewöhnliche Aufmachung für ein Jugendbuch.

Die Mädchen aus Theas Team der Black Coats sind mir außerdem ans Herz gewachsen. Es war toll zu verfolgen, wie aus einem Haufen total unterschiedlicher Charaktere eine Gruppe zusammenwächst, die füreinander einsteht und sich unterstützt.

Dabei ist nicht alles Gold, was bei den Black Coates glänzt und das müssen sie auf die schmerzliche Art erkennen. Außerdem begleiten wir Thea dabei, wie sie mit dem Tod ihrer Cousine, die ihr sehr nahe stand, endlich abschließen kann. Mein Leserinnenherz befriedigte dabei der geniale Epilog!

"The Black Coats. Denn wir vergeben keine Schuld" von Collen Oakes ist ein genialer Einzelband, der ein kontroverses Thema beleuchtet und viel Spannung produziert.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Anders als Keira und Mount, doch trotzdem ziemlich gut

Sinful Prince
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Eigentlich sollte Temperance nur den erlesenen Seven Sinners Whisky präsentieren. Doch als sie in das luxuriöse alte Anwesen kommt, sieht sie dort eine Menge Menschen, die sich selbst nackt präsentieren ...

Eigentlich sollte Temperance nur den erlesenen Seven Sinners Whisky präsentieren. Doch als sie in das luxuriöse alte Anwesen kommt, sieht sie dort eine Menge Menschen, die sich selbst nackt präsentieren und das auch noch beim Liebesspiel. Vollkommen fasziniert schaut sie zu und bemerkt nicht, dass sie selbst beobachtet wird und zwar von einem Fremden, der ihr sehr gefährlich werden kann.

Ich liebe die Sinful-Trilogie der Autorin rund um Keira und Mount. In dieser Reihe soll es nun um Keiras Managerin Temperance gehen. Diese arbeitet hart, lebt scheinbar nur für ihren Job und hat ihre Leidenschaft, die Kunst, fast aufgegeben. Temperance kommt aus dem Bayou und hatte dort eine bewegte Vergangenheit mit der sie eigentlich nichts mehr zu tun haben möchte.
Während eines Arbeitstermins vergisst sie alles und gibt sich einem faszinierenden Fremden hin. Von diesem erfährt sie nichts und so tappen wir lange Zeit im Dunkeln, wer er ist und warum er daraus so ein Geheimnis macht.

Die Geschichte wird im ersten Teil fast ausschließlich aus Temperances Sicht erzählt. Im zweiten Band sollten wir auch mehr von dem mysteriösen Fremden erfahren, der im Start der Trilogie noch nicht ganz greifbar war.
Dafür hat die Autorin eine Reihe interessanter und unterhaltsamer Nebenfiguren eingeführt. Da wäre zum einen eine frivole Vermieterin in den 70ern, die viel zu neugierig erscheint. Aber auch Männer aus Temperance Vergangenheit erscheinen vielversprechend für die weitere Handlung. Außerdem führt die Autorin eine Gruppe Frauen ein, die zu Freundinnen werden und wie Superheldinnen erscheinen, von denen jede ihre eigene Superkraft hat. Mount und Keira schneien übrigens auch kurz vorbei, was ich sehr schön fand. Die beiden waren einfach grandios. <3

Kurz gesagt: Das Lesen macht einfach Spaß. Allerdings ist es ein kurzes Vergnügen, denn die Geschichte umfasst keine 250 Seiten. Diese Enden dann auch noch mit einem fiesen Cliffhanger. Zum Glück erscheint Teil zwei schon am Ende des Monats. Sodass das Warten nicht so lange sein sollte.

Temperance Geschichte ist für mich nicht wirklich mit der Vorgängertrilogie zu vergleichen. Beide spielen zwar im gleichen Universum, allerdings ist die Entwicklung der Protagonisten bzw. deren Beziehung nicht sehr unterschiedlich. Ich kann nicht sagen, welcher Auftakt mir besser gefiel. Meghan March hat es einfach drauf spannende und heiße Unterhaltung zu schreiben auf die man sich einfach nur freuen kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 10.09.2019

Kartengewaltig

Verrückt nach Karten
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Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich liebe es, wenn ich ein Buch zum ersten Mal aufschlage und darin eine Karte entdecke, die das Universum der Geschichte darstellt. Meist finde ich solche Karten ...

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich liebe es, wenn ich ein Buch zum ersten Mal aufschlage und darin eine Karte entdecke, die das Universum der Geschichte darstellt. Meist finde ich solche Karten in Fantasytiteln und stöbere dann ein wenig in der gezeigten Landschaft. Ich frage mich dann oft, wer diese Karten gestaltet. Greifen die AutorInnen selbst zum Zeichenstift oder beschreiben sie ihre Welt ganz genau jemanden, der sich mit Grafik auskennt.

Wie kommen AutorInnen überhaupt dazu ihrer Welt eine Landkarte zu verpassen? Was inspiriert sie?

Diese und noch viele Fragen mehr versucht dieser gewaltige Band herausgegeben von Huw Lewis Jones zu beantworten. Auf etwas mehr als 250 Seiten und innerhalb von vier Kapiteln findet man alles, was ein Bücherwurm schon immer über Karten in Büchern wissen wollte.

Dabei sind ein paar besonders farbenfrohe und kreative Landkarten großflächig im Buch zu finden.

Teilweise sehen sie aus wie echte, historische Karten. Ein paar berühmte Karten sind auch dabei aus den Geschichten von Tolkien oder aus Narnia. Aber auch die Karte des Rumtreibers, deren Entwicklungsgeschichte in einem Essay erzählt wird. Das Buch gliedert sich in mehrere Essays, die man häppchenweise lesen kann. Ich finde "Verrückt nach Karten" sehr interessant und blättere immer wieder gerne darin herum. Das Buch ist sicher auch ein toller Geschenktipp für viele Bücherwürmer!

Veröffentlicht am 05.09.2019

Tolle Illustrationen

Spukalarm in der Schokofabrik
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Klara und ihre Mutter sind neu in der Stadt. Ihre neue Wohnung liegt in der Schokoladensiedlung direkt gegenüber von einer alten verlassenen Schokoladenfabrik. Dort soll es spuken, das behaupten zumindest ...

Klara und ihre Mutter sind neu in der Stadt. Ihre neue Wohnung liegt in der Schokoladensiedlung direkt gegenüber von einer alten verlassenen Schokoladenfabrik. Dort soll es spuken, das behaupten zumindest die Nachbarsjungen Theo uns Matti. Ob das stimmt finden die drei während eines Streifzugs selbst heraus...

Ich hatte in die Geschichte hineingelesen und mochte direkt ihren Humor. Klara trifft auf kuriose Gestalten, die die Handlung interessant machen. So wie Susi, die mit ihrem Dreirad alles kurz und klein fährt. Oder den Kater Herrn Nougat. Ein süßes Detail fand ich, dass ganz viele Namen an an Schokolade angelehnt waren.

Klara musste umziehen und vermisst ihre beste Freundin. Die beiden Jungs helfen ihr und bereichern ihr neues Leben. Das fand ich sehr schön zu lesen. Gemeinsam erkunden sie die Schokoladenfabrik und machen dabei eine erstaunliche Entdeckung.
Ich fand das Ganze super niedlich und glaube, dass Kinder ab 9 Jahren viel Spaß mit der Geschichte haben werden.

Der Schreibstil ist dementsprechend angepasst, auch wenn ich finde, dass ein paar schwierigere Worte auf jeden Fall dabei waren.

Das Highlight des Buches sind die farbigen und großflächigen Illustrationen von Monika Parciak, welche ab und an eingestreut, das Leseerlebnis zu etwas besonderem machen.

"Spukalarm in der Schokofabrik" von Mascha Matysiak ist ein unterhaltsames und niedliches Kinderbuch aus dem neuen Hummelburg Verlag, welches mit tollen Illustrationen besticht.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Drachenei jei jei

Silberdrache (Silberdrache 1)
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Da schlüpft doch tatsächlich ein silbernes Drachenbaby aus dem großen grauen "Stein", der Joss fast erschlagen hätte. Die seltene Spezies soll dessen Gefährten große Macht verleihen, allerdings lauern ...

Da schlüpft doch tatsächlich ein silbernes Drachenbaby aus dem großen grauen "Stein", der Joss fast erschlagen hätte. Die seltene Spezies soll dessen Gefährten große Macht verleihen, allerdings lauern an allen Ecken und Enden Leute, die auch unbedingt einen silbernen Drachen wollen.
Weit entfernt in einer anderen Zeit an einem anderen Ort muss Sirin sich von ihrer schwer kranken Mutter verabschieden, die ihr immer Geschichten von Drachenreitern erzählte...

Wie diese beiden Handlungsstränge zusammen gehören erschließt sich im Laufe der Handlung. Beide Charaktere haben ihre Erzählstränge, wobei der von Joss ganz klar im Vordergrund steht.

Er ist zusammen mit seiner Schwester Leibeigener einer feudalen Familie in einer mittelalterlichen Welt, die von Drachen verwüstet wurde. Macht hat der, der viele Drachen hat. Diese streben nach Macht und haben viele Menschen ausgerottet. Als dem Jungen ein seltenes silbernes Drachenei in die Hände fällt, wittert er die Chance auf Freiheit für sich und seine Schwester.
Joss ist ein junger Teenager, der manchmal zu leichtgläubig ist. Dafür hat er ganz viel Mut und ein gutes Herz. Mir gefiel das Setting, welches Angie Sage hier aufbaute wahnsinnig gut. Der Weltenentwurf ist grandios durchdacht und es machte Spaß, alles zu entdecken. Teilweise erinnerte es mich an eine Mischung aus "Drachenzähmen leicht gemacht" und "Game of Thrones".

Die Gegenspieler, eine ganze drachenvernarrte Familie besitzen ein wenig Ähnlichkeit mit den Lannisters. Es geht brutal und spannend zu. Das Buch soll, wenn mich jetzt nicht alles täuscht, ab 12 Jahren sein. Allerdings kann man auch mit ein paar Jahren mehr auf dem Buckel Spaß an der Geschichte haben.

Sirins Handlungsstrang webt sich in die Geschichte mit ein. Nach und Nach kriegen wir eine Ahnung, wie die moderne Gegenwart mit der Drachenwelt kollidieren könnte. Ihr Schicksal hat mich sehr bewegt. Ihre Geschichte ist sehr dunkel, niederschmetternd und traurig. Man kann nur hoffen, dass es in den nächsten Bänden für sie bergauf gehen wird.

In der ersten Hälfte hatte die Handlung ein paar Längen, doch dafür holt die Autorin am Ende alles an Spannung heraus. Das hat mir wiederum gut gefallen.

"Silberdrache" von Angie Sage ist der Auftakt einer Reihe, der mich sehr überrascht hat. Der Weltenentwurf ist grandios und die Figuren sind interessant ausgearbeitet. Junge Drachenfantasy, die ihres Gleichen sucht.