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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2026

Zwischen Blüten und Neubeginn

Brombeerblaue Tage
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„Brombeerblaue Tage“ von Simone Veenstra war für mich tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Das wunderschöne Buchcover und der poetische Titel haben sofort meine Neugier geweckt und eine besondere Atmosphäre ...

„Brombeerblaue Tage“ von Simone Veenstra war für mich tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Das wunderschöne Buchcover und der poetische Titel haben sofort meine Neugier geweckt und eine besondere Atmosphäre versprochen – eine Einladung, in eine gefühlvolle Geschichte einzutauchen, der ich kaum widerstehen konnte.

Der Roman erzählt eine berührende Geschichte über Verlust, Neuanfang und das Wiederfinden der eigenen Wurzeln. Besonders gelungen fand ich die realistischen Einblicke in authentische Familienstrukturen und unterschiedliche Lebensabschnitte. Die Figuren wirken nahbar und echt, mit all ihren Konflikten, Sehnsüchten und Unsicherheiten.
Ein besonderes Highlight war für mich der liebevolle Bezug zum Garten. Zwischen Pflanzen, Erde und Blumen entfaltet sich nicht nur ein atmosphärischer Schauplatz, sondern zugleich Elisas persönliche Reise zu sich selbst. Ihre Selbst- beziehungsweise Wiederfindung ist eng mit der Natur verwoben und verleiht der Geschichte eine warme, beinahe tröstliche Stimmung. Auch die wunderschönen Blumenillustrationen im Inneren des Buches haben das Leseerlebnis bereichert und die besondere Atmosphäre zusätzlich unterstrichen.
Trotz aller positiven Eindrücke hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu kurz gekommen ist. Manche Entwicklungen und Emotionen hätten für meinen Geschmack noch mehr Tiefe vertragen. Das mag der vergleichsweise kurzen Textlänge von knapp 300 Seiten geschuldet sein – dennoch hätte ich Elisa und ihre Welt gern noch intensiver begleitet.

Insgesamt ist „Brombeerblaue Tage“ ein gefühlvoller Roman mit viel Herz, Naturverbundenheit und authentischen Figuren, der besonders Leserinnen und Leser anspricht, die Geschichten über Familie, Veränderung und persönliche Entwicklung lieben.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Eine Nonne ermittelt

Mord in der Pension Möwennest
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Mit „Mord in der Pension Möwennest“ legt Jess Kidd erneut einen Krimi vor, der sich deutlich von klassischen Genrevertretern unterscheidet. Wer bereits einen anderen Roman der Autorin kennt, wird sich ...

Mit „Mord in der Pension Möwennest“ legt Jess Kidd erneut einen Krimi vor, der sich deutlich von klassischen Genrevertretern unterscheidet. Wer bereits einen anderen Roman der Autorin kennt, wird sich bestätigt fühlen: Auch dieser Krimi ist ebenso charmant wie skurril erzählt und besticht durch eine besondere Atmosphäre, die lange nachwirkt. Besonders außergewöhnlich ist die Hauptfigur: Nora, eine ehemalige Nonne, übernimmt die Ermittlungen. Diese Konstellation verleiht der Geschichte eine frische Perspektive und hebt sie aus der Masse heraus. Nora ist eine ausgesprochen sympathische Protagonistin – ruhig, aufmerksam und zugleich mutig. Im Laufe der Handlung erfährt man immer mehr über ihre Beweggründe, das Kloster zu verlassen, sowie über ihre Vergangenheit. Diese Rückblicke sind nicht nur spannend, sondern geben ihrer Figur Tiefe und Glaubwürdigkeit. Dadurch entwickelt man als Leserin ein zunehmendes Verständnis für ihre Entscheidungen und ihren inneren Konflikt.

Auch die Nebenfiguren tragen maßgeblich zum besonderen Charme des Romans bei. Tatsächlich wirkt nahezu jede Figur auf ihre eigene Weise skurril und ungewöhnlich. Diese Eigenheiten sorgen für Humor, aber auch für überraschende Wendungen. Die Pension Möwennest wird so zu einem Schauplatz, an dem nichts ganz gewöhnlich erscheint – was die kriminalistische Spannung zusätzlich verstärkt. Allerdings gibt es kleinere Längen im Erzähltempo. Manchmal ziehen sich die Entwicklungen etwas, insbesondere gegen Ende hätte die Handlung stellenweise etwas straffer erzählt werden können.

Das Ende lässt Noras Zukunft bewusst offen. Diese Offenheit erzeugt Neugier und lässt Raum für Spekulationen. Ich habe mich direkt gefragt, ob es einen weiteren Band geben wird, in dem Nora erneut ermittelt oder ihr persönlicher Weg weiterverfolgt wird.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Ein Mordfall in der Welt der Reichen

Das Gesetz der Elite
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Der Thriller „Gesetz der Elite – Ihr Reichtum ist ihr Untergang“ von Sandrone Dazieri ist der vierte Band einer Reihe, was mir vor dem Lesen nicht bewusst war. Dennoch lässt sich die Handlung auch ohne ...

Der Thriller „Gesetz der Elite – Ihr Reichtum ist ihr Untergang“ von Sandrone Dazieri ist der vierte Band einer Reihe, was mir vor dem Lesen nicht bewusst war. Dennoch lässt sich die Handlung auch ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen und bleibt insgesamt verständlich. Allerdings merkt man an einigen Stellen, dass Bezüge zu den vorherigen Bänden bestehen: Bestimmte Anspielungen erschließen sich nicht vollständig, und auch die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren Colomba Caselli und Dante Torre bleiben teilweise etwas unklar. Die beiden haben eine bewegte und intensive Vorgeschichte, die sich mir leider durch die fehlende Kenntnisse der Vorbände nicht ganz erschlossen hat.
Inhaltlich rückt der Thriller eine wohlhabende Elite ins Visier eines Mörders und entwickelt daraus eine spannende Grundidee. Die Handlung ist in sich geschlossen und logisch aufgebaut, sodass man der Geschichte gut folgen kann. Allerdings gibt es auch Passagen, in denen sich die Handlung etwas zieht, wodurch das Tempo zeitweise nachlässt. Der Thriller im Ganzen ist eher ruhiger und weniger actiongeladen.

Insgesamt bietet der Thriller eine solide und nachvollziehbare Geschichte mit interessanter Ausgangslage. Trotz kleiner Längen und der fehlenden Vorkenntnisse zu den vorherigen Bänden ist das Buch gut lesbar und eignet sich auch für Leserinnen und Leser, die die Reihe bisher nicht kennen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Zwischen Wahrheit und Fiktion

Das letzte Buch von Marceau Miller
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„Manchmal fühlt sich Wahrheit an wie eine gut konstruierte Geschichte.“ – Dieser Gedanke drängt sich beim Lesen von "Das letzte Buch von Marceau Miller" immer wieder auf.

Der Roman entzieht sich einer ...

„Manchmal fühlt sich Wahrheit an wie eine gut konstruierte Geschichte.“ – Dieser Gedanke drängt sich beim Lesen von "Das letzte Buch von Marceau Miller" immer wieder auf.

Der Roman entzieht sich einer klaren Genrezuordnung: Zwar als Roman deklariert, liest er sich streckenweise wie ein Krimi – spannend, rätselhaft und voller überraschender Wendungen. Im Zentrum steht Sarah, die nach dem Tod ihres Mannes versucht, die Wahrheit hinter seinem Sterben aufzudecken. Dabei gerät sie immer tiefer in ein Geflecht aus Andeutungen, Widersprüchen und möglichen Täuschungen. Besonders reizvoll – und zugleich fordernd – ist das Spiel mit den Ebenen von Fiktion und Realität. Immer wieder stellt sich die Frage, ob die verstorbene Figur tatsächlich nur Teil einer Geschichte ist oder ob sich dahinter mehr verbirgt. Diese Unsicherheit zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man als Leser:in ständig die eigene Wahrnehmung hinterfragt.

Die Handlung ist durchgehend fesselnd, gleichzeitig aber auch emotional belastend. Sarahs Verzweiflung und ihr unbedingter Wille, die Wahrheit zu finden, sind so eindringlich geschildert, dass man regelrecht mit ihr mitleidet. Gerade deshalb wird das Lesen zeitweise anstrengend – Pausen erscheinen fast notwendig, um das Geschehen zu verarbeiten.Hinzu kommt eine permanente Ambivalenz: Wer ist Freund, wer Feind? Figuren verändern sich, Motive bleiben lange im Dunkeln, und vermeintliche Gewissheiten lösen sich immer wieder auf. Diese Unsicherheit hält die Spannung hoch, kann aber auch verunsichern – im positiven Sinne.

Das Ende schließlich überrascht. Es ist nicht vorhersehbar und wirkt dennoch konsequent, ohne alle Fragen eindeutig zu klären. Gerade diese Offenheit macht den Reiz des Romans aus.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Eine literarische Umarmung

The Faraway Inn
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Sarah Beth Durst versteht es wie kaum eine andere Autorin Geschichten zu schreiben, die sich wie eine Umarmung anfühlen. Genauso ging es mir mit "The Faraway Inn" wieder. Die ganze Geschichte dreht sicht ...

Sarah Beth Durst versteht es wie kaum eine andere Autorin Geschichten zu schreiben, die sich wie eine Umarmung anfühlen. Genauso ging es mir mit "The Faraway Inn" wieder. Die ganze Geschichte dreht sicht um Calisa, die aufgrund von Liebeskummer im Inn ihrer Großtante den Sommer verbringen möchte. Während ihres Aufenthalts entdeckt sie immer wieder sonderbare Dinge, sodass schnell beim Lesen klar wird, dass diese Geschichte eine magische sein wird. Dabei gibt es immer wieder wunderbare und vor allem auch wunderschöne kleine Details, die mich in diese wundersame Welt hineingezogen haben. Ich hätte tatsächlich ewig so weiterlesen können, weil ich mich in dieser Geschichte und ihrer magischen Welt so wohlgefühlt habe!
Im Vergleich zu anderen Büchern von Sarah Beth Durst ist dieses Buch allerdings an eine etwas jüngere Leserinnenschaft gerichtet. Trotzdem hat es mir auch als erwachsene Person großen Spaß gemacht diese fantastische Story zu lesen. Für mich war sie wirklich eine gemütliche Abwechslung zum Alltag und ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen, die noch weiter auf die Dinge hinter den Türen eingeht - ohne hier zu viel verraten zu wollen!

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