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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2026

Zwischen Chaos und Spannung

Tödliche Freundinnen
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„Tödliche Freundinnen“ war für mich ein Thriller, bei dem ich wirklich einen Moment gebraucht habe, um überhaupt richtig in der Geschichte anzukommen. Gerade zu Beginn fiel es mir schwer, den roten Faden ...

„Tödliche Freundinnen“ war für mich ein Thriller, bei dem ich wirklich einen Moment gebraucht habe, um überhaupt richtig in der Geschichte anzukommen. Gerade zu Beginn fiel es mir schwer, den roten Faden zu greifen – vieles wirkte zunächst etwas nebulös und ich hatte keinen richtigen Zugang zu den Figuren.

Ein Grund dafür waren für mich die unterschiedlichen Perspektiven. Zwar haben sie mir im Verlauf der Geschichte immer besser gefallen, da sie zusätzliche Spannung und neue Blickwinkel eröffnet haben, aber am Anfang haben sie mich eher aus dem Lesefluss gerissen. Ähnlich ging es mir mit den verschiedenen Zeitebenen: Die ständigen Sprünge innerhalb der Handlung waren teilweise verwirrend und haben es mir nicht leicht gemacht, der Chronologie zu folgen. Gerade in der Anfangsphase empfand ich das eher als anstrengend als spannend.

Vielleicht lag genau darin auch der Grund, warum ich zunächst keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Alles blieb lange Zeit ein wenig distanziert und schwer greifbar.

Im weiteren Verlauf wurde es dann jedoch deutlich besser. Die Handlung zieht an, die Zusammenhänge werden klarer und ich konnte mich mehr auf die Geschichte einlassen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die starke „Frauenpower“, die sich durch den Thriller zieht – das hat der Geschichte nochmal eine besondere Dynamik gegeben.

Trotzdem bleibe ich am Ende etwas zwiegespalten zurück. Einerseits mochte ich die Idee und die Entwicklung im späteren Verlauf, andererseits hat mir der Einstieg den Zugang unnötig erschwert und auch insgesamt konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Magische Welt mit Luft nach oben

Spellcaster
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„Spellcaster“ ist mir zunächst durch seine schöne Gestaltung ins Auge gefallen – besonders der Farbschnitt ist ein echtes Highlight und macht das Buch zu einem kleinen Hingucker im Regal. Zum Glück bleibt ...

„Spellcaster“ ist mir zunächst durch seine schöne Gestaltung ins Auge gefallen – besonders der Farbschnitt ist ein echtes Highlight und macht das Buch zu einem kleinen Hingucker im Regal. Zum Glück bleibt es nicht nur optisch ansprechend, sondern überzeugt auch durch einen angenehm leichten Schreibstil.

Die Welt rund um das College fand ich grundsätzlich sehr spannend. Die magischen Elemente und die geheimnisvolle Atmosphäre haben direkt mein Interesse geweckt und sorgen für eine tolle Grundidee. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass hier viel Potenzial liegen gelassen wurde. Gerade die verschiedenen Magiearten werden nur recht oberflächlich behandelt – ich hätte mir deutlich mehr Einblicke und Tiefe gewünscht.

Paisley als Protagonistin war mir anfangs durchaus sympathisch. Besonders der Einstieg mit ihren ersten Tagen am College hat mir gut gefallen, da man sie und ihr neues Umfeld gut kennenlernt. Mit der Zeit wurde es allerdings schwieriger: Sie wirkte auf mich oft deutlich jünger als 22 und teilweise sogar etwas kindlich. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, was es mir schwer gemacht hat, komplett mit ihr mitzufühlen. Auch Logan bleibt lange Zeit eher im Hintergrund, obwohl er eigentlich eine wichtige Rolle spielen sollte. Erst relativ spät bekommt man mehr von ihm zu sehen, was ich schade fand, da ich mir hier früher mehr Entwicklung gewünscht hätte. Während der Anfang für mich wirklich gut war, hat die Geschichte im weiteren Verlauf etwas nachgelassen. Einige Passagen ziehen sich und verlieren an Spannung, und auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen.

Insgesamt ein leicht zu lesendes Buch mit interessanter Welt und viel Potenzial – das mich aber vor allem bei den Charakteren und der Ausarbeitung der Magie nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Lady Grace ermittelt charmant und klug

Lady Grace Mysteries
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Schon das Buchcover von „Lady Grace Mysteries – Giftmord“ von Grace Cavendish ist ein echter Hingucker und macht sofort neugierig auf die Geschichte. Es passt wunderbar zur Atmosphäre des Buches und lädt ...

Schon das Buchcover von „Lady Grace Mysteries – Giftmord“ von Grace Cavendish ist ein echter Hingucker und macht sofort neugierig auf die Geschichte. Es passt wunderbar zur Atmosphäre des Buches und lädt direkt dazu ein, in diese Welt einzutauchen.

Inhaltlich handelt es sich um ein wirklich gelungenes Kinder- bzw. Jugendbuch, das genau auf seine Altersgruppe zugeschnitten ist. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, leicht verständlich und dabei durchgehend unterhaltsam. Der Kriminalfall sorgt dafür, dass man als Leser*in miträtseln möchte, ohne dabei überfordert zu werden – genau die richtige Mischung für jüngere Leserinnen und Leser. Trotzdem lässt sich das Buch auch als Erwachsene gut lesen. Zwar wirken die Figuren stellenweise etwas kindlich, doch das ist absolut passend zu ihrem Alter und wirkt dadurch authentisch. Man merkt, dass die Geschichte aus einer jugendlichen Perspektive erzählt wird.

Besonders hervorzuheben ist die Hauptfigur Lady Grace Cavendish, oder einfach Grace. Sie ist eine sehr sympathische und mutige Protagonistin, die ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus ist. Vor allem ihr Umgang mit Menschen, die gesellschaftlich unter ihr stehen, ist beeindruckend: Sie begegnet ihnen mit Respekt, Freundlichkeit und Offenheit. Gleichzeitig ist sie klug, neugierig und hat den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch ihre Freunde Ellie und Masou sind sehr sympathisch und unterstützen Grace bei ihren Abenteuern. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie als Nebenfiguren etwas zu kurz kommen. Hier hätte ich mir gewünscht, noch mehr über sie zu erfahren und sie stärker in die Handlung einzubinden.

Insgesamt ist dieser erste Band der Reihe eine spannende und unterhaltsame Lektüre, die sowohl für junge Leserinnen als auch für Erwachsene geeignet ist. Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Buch hätte gerne etwas länger sein dürfen, um noch mehr aus der Geschichte herauszuholen.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Frühlingshaft

Ein Zuhause im Frühling
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„Ein Zuhause im Frühling“ von Julie Caplin ist für mich genau die Art von Buch, die man sich schnappt, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und man Lust auf etwas Leichtes und Herzerwärmendes ...

„Ein Zuhause im Frühling“ von Julie Caplin ist für mich genau die Art von Buch, die man sich schnappt, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und man Lust auf etwas Leichtes und Herzerwärmendes hat. Es ist ein wunderbar lockerer Frühlingsroman, der perfekt zu den ersten frühlingshaften Tagen passt. Besonders gefallen hat mir, wie angenehm leicht sich das Buch lesen lässt. Es ist eine Lektüre, die man wirklich verschlingen kann – einmal angefangen, möchte man gar nicht mehr aufhören. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und genau richtig, um einfach mal abzuschalten.

Ella als Hauptfigur fand ich richtig gelungen. Sie wirkt total real und greifbar, mit ihren Gedanken, Zweifeln und Gefühlen. Ich habe oft mit ihr mitgelitten, aber genauso oft auch mit ihr gelacht. Gerade diese Mischung macht sie so sympathisch und authentisch – man fühlt sich ihr schnell verbunden. Ein echtes Highlight sind die Dialoge zwischen Ella und Devon. Die beiden haben eine tolle Dynamik und liefern sich immer wieder witzige und charmante Wortwechsel. Diese lockeren, humorvollen Gespräche bringen viel Leichtigkeit in die Geschichte und sorgen für einige richtig schöne Lesemomente. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist sehr gelungen. Sie entwickelt sich nachvollziehbar und in einem angenehmen Tempo, sodass alles glaubwürdig wirkt. Es gibt emotionale Momente, kleine Hürden und viele schöne Augenblicke, die dafür sorgen, dass man richtig mitfiebert.

Insgesamt ist es ein Buch, das sich perfekt für entspannte Lesestunden eignet – egal ob auf dem Balkon, im Park oder im Urlaub. Leicht, unterhaltsam und einfach zum Wohlfühlen. Ein rundum gelungener Frühlingsroman, der Spaß macht und ein Lächeln hinterlässt.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein entspannter Krimi

Mord & Breakfast
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Titel und Buchcovergestaltung bei "Mord & Breakfast - ein Fall für Melody Moss" lassen bereits stark vermuten, dass es bei diesem Krimi eher gemütlicher zugehen wird. Damit spiegeln beide Elemente der ...

Titel und Buchcovergestaltung bei "Mord & Breakfast - ein Fall für Melody Moss" lassen bereits stark vermuten, dass es bei diesem Krimi eher gemütlicher zugehen wird. Damit spiegeln beide Elemente der Buchaußenseite perfekt den Inhalt des Buches wider. Wer also auf der Suche nach einem eher gemütlichen Krimi ist, ist bei diesem Buch an der richtigen Adresse. Melody Moss als Hauptfigur war mir sofort sympathisch und ich hatte großes Mitleid mit ihr, als sie zu Beginn der Geschichte ihren Job verlor. Tatsächlich erwies sich das allerdings als Glücksfall in der Rückschau, da sie so die Zeit hatte das Bed und Breakfast ihrer Tante zu übernehmen. Diese Unterkunft wird wirklich malerisch beschrieben und ich hätte gerne selbst Urlaub dort gemacht. Schottland als Kulisse für diesen Krimi zu wählen, war einfach super passend.
Der Tod ihrer Tante, der sich Dank Melody als Mord herausstellt, ist nicht sehr detailreich beschrieben worden, sodass man keine Angst vor blutigen Szenen haben muss. Auch die Spannung innerhalb des Handlungsverlauf ist eher sachte, was ich jedoch als sehr angenehm empfunden habe. Wer allerdings einen blutrünstigen und spannungsgeladenen Thriller erwartet, ist hier falsch.

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