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Lenokan

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2018

Und die Münze dreht sich

Das Spielhaus
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Entdecke, wie Spieler den Lauf unserer Welt auf einem riesigen Spielbrett – der ganzen Welt – bestimmen!

Zum Inhalt
„Das Spielhaus“ von Claire North ist in drei Novellen unterteilt. In jeder begleiten ...

Entdecke, wie Spieler den Lauf unserer Welt auf einem riesigen Spielbrett – der ganzen Welt – bestimmen!

Zum Inhalt
„Das Spielhaus“ von Claire North ist in drei Novellen unterteilt. In jeder begleiten wir einen Spieler des Spielhauses. Spielt man zunächst noch gewöhnliche Spiele auf einem Schachbrett, so wird das Spielfeld plötzlich zur ganzen Welt und die Einsätze – Lebensjahre, Fähigkeiten, Menschenleben – immer höher, sobald man in die oberen Gemächer des Spielhauses gelassen wird. Die Spiele beeinflussen den Lauf der Geschichte. Das einzige, was zählt ist der Sieg. Zunächst begegnen wir Thene im 16. Jahrhundert in Venedig, anschließend Remy bei einer Treibjagd in Siam 1938. Jahrhundert und schließlich Silver bei seinem Duell mit der Spielmeisterin im heutigen New York und rund um die Welt.

Meine Meinung
„Das Spielhaus“ ist in einem ungewöhnlichen Stil geschrieben, den ich so noch nicht gesehen habe. Besonders am Anfang ist das Lesen aufgrund von sehr verschachtelten Sätzen oft etwas schwierig, doch gleichzeitig wird der Leser so auch auf die entsprechende Epoche eingestimmt.
Besonders toll finde ich, wie es der Autorin gelungen ist, ihre Geschichte zu erzählen, ohne jede Handlung genau zu benennen. So hat man beim Lesen selbst etwas Interpretationsspielraum, verliert den roten Faden aber nicht aus den Augen.
Auch der Leser wird in die Geschichte einbezogen und nimmt eine Beobachterperspektive ein. Dies fand ich zwar etwas gewöhnungsbedürftig und besonders ein Perspektivenwechsel in der letzten Novelle hat mich etwas irritiert, doch insgesamt macht das die Geschichte noch interessanter.
Aufgrund der Erzählweise konnte man die Charaktere leider nicht wirklich kennenlernen. Deshalb ist es mir auch nicht gelungen, mich besonders gut mit ihnen zu identifizieren.
Die Idee finde ich auf jeden Fall gelungen, obwohl ich eigentlich etwas anderes erwartet hatte. Man muss sich ein wenig Zeit nehmen, um in das Buch reinzukommen und manchmal macht der Schreibstil das Lesen nicht leicht. Insgesamt lohnt sich diese Leseerfahrung aber.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Packender Auftakt

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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„Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt“ ist der spannende Auftakt einer neuen Trilogie von Akram El-Bahay, die mich mit ihren fantastischen Fabelwesen sofort packen konnte! Eine wunderbare ...

„Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt“ ist der spannende Auftakt einer neuen Trilogie von Akram El-Bahay, die mich mit ihren fantastischen Fabelwesen sofort packen konnte! Eine wunderbare Geschichte für alle fantasybegeisterten Bücherliebhaber!


Zum Inhalt:

Samir will das Leben des Diebes, der er war, hinter sich lassen und der Palastwache des Weißen Königs beitreten. Stattdessen wird er nach Paramythia, eine Stadt voller Bücher unter der Stadt der Menschen, geschickt, um dort Regale voller seltener Bücher und den Eingang zum Herzen der Bücherstadt zu bewachen. Da Samir nie lesen gelernt hat, reizt ihn diese Aufgabe anfangs wenig. Doch schon bald muss er feststellen, dass die Bücherstadt nicht bloß alte Worte beheimatet, sondern auch Wesen, die es eigentlich gar nicht geben dürfte! Seine Neugier wird geweckt und Samir stürzt in ein packendes Abenteuer auf der Suche nach Antworten auf die Rätsel um Paramythia.

Meine Meinung:

Die Geschichte konnte mich vollkommen begeistern! In jedem Kapitel geschieht etwas Neues und Unerwartetes, sodass das Lesen nie langweilig wird. Nach und nach kommen immer mehr Fragen um die Geheimnisse auf, die Paramythia in seinem Herzen zu verbergen hat und es bleibt bis zum Schluss spannend. Selbst als ich das Buch beendet hatte, gab es noch genug offene Fragen, um mich schon auf die Fortsetzung zu freuen.
Die Charaktere sind mir allesamt sehr sympathisch. Als Bücherfreund lese ich gerne von den „Büchernarren“, wie die Bibliothekare und Gelehrten so schön bezeichnet werden, und natürlich haben es mir auch die Fabelwesen besonders angetan. Sie erinnern ein wenig an die Geschöpfe aus der griechischen Mythologie, so gibt es zum Beispiel Halbpferde, sogenannte Nushishan. Doch unterscheiden sie sich auch von diesen und sind mehr wie in ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht verstrickt.
Vor allem aber mochte ich die Hauptcharaktere Samir und Kani. Samir, der eigentlich nicht an Märchen glauben will, gerät von Neugier gepackt immer weiter in das größte Abenteuer seines Lebens hinein und wird dabei von der starken und mindestens genauso neugierigen Kani begleitet. Besonders gefällt mir, dass unser Held Samir nicht perfekt ist, sondern selbst immer wieder Niederlagen einstecken muss und sein Ziel trotzdem nicht aus den Augen verliert. Kani mag ich sehr für ihre selbstbewusste und offene Art.
Auch das Cover ist natürlich ein wahrer Hingucker im Bücherregal und stimmt den Leser schon auf die düsteren Geheimnisse der Bibliothek ein. Der angenehme Schreibstil rundet die ganze Geschichte noch zusätzlich ab und schafft eine Atmosphäre, die mich direkt mit in das Abenteuer gezogen hat.

Mein Fazit:

Insgesamt hatte ich viel Freude beim Lesen der Geschichte und werde auf jeden Fall auch noch die Fortsetzung lesen, weil es einfach noch zu viele unbeantwortete Fragen gibt. Jeder, der sich für Fantasyromane begeistern kann und Spaß an Geschichten über geheimnisvolle Bibliotheken und Bücher hat, wird sicher genauso gerne die Abenteuer von Samir und Kani verfolgen wie ich.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Originalität
  • Handlung
Veröffentlicht am 14.06.2017

Gegensätze ziehen sich an

Feel Again
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„Feel again“ von Mona Kasten ist ein wundervoller Abschluss der Again-Trilogie und mein persönlicher Favorit der Reihe! Die Geschichte um Sawyer und Isaac ist abwechslungsreich, unterhaltsam und an einigen ...

„Feel again“ von Mona Kasten ist ein wundervoller Abschluss der Again-Trilogie und mein persönlicher Favorit der Reihe! Die Geschichte um Sawyer und Isaac ist abwechslungsreich, unterhaltsam und an einigen Stellen einfach nur witzig!

Zum Inhalt:

Sawyer liebt es, zu fotografieren. Außerdem geht sie zu oft feiern, trinkt zu viel Alkohol und hat ständig eine neue Affäre. Damit ist sie das komplette Gegenteil von dem schüchternen Isaac. Doch durch ein gemeinsames Projekt, bei dem Sawyer Isaac für ihr Abschlussprojekt zu einem Bad Boy machen will, lernen sich die beiden immer besser kennen und erkennen, dass der andere nicht nur das ist, was er auf den ersten Blick zu sein scheint. Schnell entwickelt sich aus dem Projekt mehr und Sawyer lernt, was es heißt, sich jemandem anzuvertrauen.

Meine Meinung:

Es ist schön, auch in diesem Teil der Again-Reihe wieder nach Woodshill zurückzukehren und alte Bekannte, wie Dawn, Spencer und Allie, wiederzutreffen. Auch wenn Sawyer mir in den anderen Teilen nicht sonderlich sympathisch war, konnte ich mich in der von ihr erzählten Geschichte schnell mit ihr anfreunden.
Teilweise konnte ich mich gut mit ihr, teilweise besser mit Isaac identifizieren. Ich mochte die Kontraste zwischen den beiden sehr. Und wie heißt es so schön: Gegensätze ziehen sich an. Für mich passen die beiden einfach perfekt zusammen!
Isaacs Entwicklung mitanzusehen, hat viel Spaß gemacht! Außerdem hat auch Sawyer sich ein großes Stück weiterentwickelt.
Bereits aus den vorherigen Teilen bekannte Charaktere sind schön mit in die Handlung eingeflossen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Besonders Dawn als unnachgiebige Freundin an Sawyers Seite mochte ich sehr.
Beim Lesen wurde es einfach nie langweilig, denn immer wieder sind überraschende Wendungen eingetreten. Außerdem gab es immer wieder witzige Momente, bei denen ich beim Lesen einfach laut lachen musste!

Fazit:
Alles in allem hat mir der Aufbau der Beziehung zwischen Sawyer und Isaac sehr gut gefallen! Die beiden sind so liebenswerte Charaktere, dass ich sie jetzt schon vermisse. Wer Spaß an einer Liebesgeschichte zwischen zwei völlig gegensätzlichen Charakteren hat, wird Sawyers und Isaacs Geschichte sicher so sehr lieben wie ich! „Feel again“ ist ein absolutes Must-Read für alle Fans der Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 10.04.2017

Nette Geschichte in einer fantasievollen Welt

Die flammende Welt
1

„Die flammende Welt“ von Genevieve Cogman ist der dritte Teil der Reihe um Bibliothekarin Irene Winters.
Die Bibliothek, ein Ort, an dem besondere Bücher, die von Bibliothekaren gesammelt werden, aufbewahrt ...

„Die flammende Welt“ von Genevieve Cogman ist der dritte Teil der Reihe um Bibliothekarin Irene Winters.
Die Bibliothek, ein Ort, an dem besondere Bücher, die von Bibliothekaren gesammelt werden, aufbewahrt werden, wird von Alberich, einem abtrünnigen Bibliothekar bedroht. Er hat sich der Chaos-Seite angeschlossen und will die Bibliothek vernichten. Dies versucht die Bibliothekarin Irene Winters mithilfe ihrer Freunde Kai, dem Drachen, Vale, dem besten Detektiv Londons, und Zayanna, der Elfe, zu verhindern. Doch nicht alle ihre Freunde sind so vertrauenswürdig wie Irene es sich wünscht.
Ein abwechslungsreiches Abenteuer auf der Suche nach einem Weg, um Alberich aufzuhalten, beginnt. Dabei spielen Drachen, Werwölfe und Feen in den verschiedenen Parallelwelten eine entscheidende Rolle.

Ich habe den dritten Teil gelesen, ohne vorher die ersten beiden Bände zu lesen, und konnte die Geschichte trotzdem gut verstehen. Trotzdem denke ich, dass das Vorwissen aus den vorherigen Teilen nicht geschadet hätte. Also empfehle ich, die Reihenfolge der Bücher einzuhalten.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Umgebung und Irenes Gedanken werden sehr schön und anschaulich beschrieben. Anfangs hatte ich allerdings Probleme mit den teilweise sehr langen, verschachtelten Sätzen. Dies hat sich aber mit der Zeit gelegt.
Auch mochte ich die Idee von chaotischen, von Elfen regierten und geordneten, von Drachen regierten Parallelwelten, die durch die neutrale Bibliothek, die sich ganz dem Sammeln und Schützen einzigartiger Bücher verschrieben hat, sehr.
An einigen Stellen hat mir allerdings die Spannung gefehlt, da es die ganze Zeit heißt, man müsse sich beeilen, um Alberich aufzuhalten, aber dann noch mehrere Seiten lang darüber diskutiert wird.
Außerdem zweifelt Irene für meinen Geschmack manchmal zu sehr an ihren eigenen Entscheidungen.
Ansonsten sind die Charaktere gut gelungen, sodass ich sie schnell ins Herz schließen konnte.

Alles in allem finde ich die Geschichte sehr schön. Sie hat ihre Höhen und Tiefen, doch letztendlich überzeugen für mich die sympathischen Charaktere und die Weltengestaltung. Fantasyleser werden diese Geschichte sicher mögen. Ich halte es jedoch für sinnvoll erst die anderen beiden Bände zu lesen.

  • Cover
  • Fantasie
  • Thema
  • Atmosphäre
  • Figuren
Veröffentlicht am 13.07.2018

Vielversprechender Anfang, schwaches Ende

Witchborn
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Die 14-jährige Alyce ist auf der Flucht vor den Hexenjägern, die ihre Mutter ermordet haben. In ihrer Tasche befinden sich nur eine selbst gebaute Strohpuppe, die ihr Leben schützen soll, und der Brief ...

Die 14-jährige Alyce ist auf der Flucht vor den Hexenjägern, die ihre Mutter ermordet haben. In ihrer Tasche befinden sich nur eine selbst gebaute Strohpuppe, die ihr Leben schützen soll, und der Brief ihrer Mutter. Dieser soll der Schlüssel zu ihrer Rettung sein. Doch als sie endlich den Empfänger findet, gerät sie erneut in die Fänge ihrer Verfolger. Plötzlich steht Alyce im Mittelpunkt einer königlichen Intrige und versucht gleichzeitig, ihre eigenen magischen Fähigkeiten zu verstehen.

Soweit hat mich der Inhalt neugierig gemacht, sodass ich mich sehr gefreut habe, als ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte.

Die Geschichte verstrickt Fantasy mit realen geschichtlichen Begebenheiten. Die Hexenverfolgung und die Rivalität zwischen Königin Elisabeth I. und Maria Stuart wird thematisiert, was sofort mein Interesse geweckt hat.

Anfangs konnte mich der Autor auch in eine düstere mittelalterliche Stimmung versetzen. Zwischenzeitig ging dann die Spannung leider etwas verloren, da die Protagonisten den Geheimnissen nur langsam auf die Spur kamen. Doch gegen Ende war ich von der Art der Auflösung wirklich enttäuscht. Alles wirkte irgendwie plattgeredet und gleichzeitig sind mir bis zum Schluss einige Dinge nicht ganz klar geworden. Es ist zwar Stoff für eine Fortsetzung vorhanden, doch bin ich leider nicht sicher, ob ich diese lesen werde.

Doch etwas Positives möchte ich trotzdem anmerken, denn der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Er ist recht einfach gehalten. Trotzdem würde ich das Buch nicht unbedingt für Jüngere empfehlen, da es dazu einfach teilweise zu verwirrend ist. Für Ältere fehlt allerdings irgendwann die Spannung.

Die Hauptperson Alyce macht für meinen Geschmack keine große Entwicklung durch. Sie bleibt überwiegend das unwissende kleine Mädchen, das kaum Antworten auf seine Fragen bekommt und nur langsam ihre magischen Fähigkeiten begreift. Ihr treuer Gefährte Solomon ist dafür aber absolut liebenswert und würde alles für Alyce tun.

Insgesamt war ich zu Beginn wirklich gefesselt von der Geschichte. Sie lässt sich leicht lesen, bleibt teilweise aber auch etwas unklar. Mir hat am Ende einfach die Spannung gefehlt, sodass ich leider nicht sicher bin, ob ich eine mögliche Fortsetzung lesen würde.