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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

Mord im Museum

FriesLandRaub (Nordseekrimi)
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Dieses Mal ermitteln Covaci und Wolf nicht als Duo, sondern auch Manu ist nach langer Dienstunfähigkeit wieder mit an Bord. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das gut fand. Alexander von Holten, jung, ...

Dieses Mal ermitteln Covaci und Wolf nicht als Duo, sondern auch Manu ist nach langer Dienstunfähigkeit wieder mit an Bord. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das gut fand. Alexander von Holten, jung, schwerreich und aus angesehener Familie, wird im Museum von St Peter Ording erschossen aufgefunden. Keine verwertbaren Spuren, kein Motiv, nur eine Statue, die den von Holtens gehört und im Museum ausgestellt wird, könnte ein Hinweis sein. Diese Spur führt nach Bayern in das Milieu des Drogenhandels und der Geldwäsche. Ein Münchner Kollege reist zur Unterstützung an und das ist ausgerechnet Covacis alter Vorgesetzter. Konflikte sind vorprogrammiert. Bei ihren Ermittlungen laufen die Beamte gegen eine Mauer aus Beton in Gestalt der Mutter des Opfers. Sie ist arrogant, voller Standesdünkel und verweigert jede Mithilfe. Sie war mir von Herzen unsympathisch. Der Verdacht liegt nahe, dass ein Familienmitglied der Mörder sein könnte. Es gibt viele Vermutungen, aber keine Beweise.

Das Ende hat mir gut gefallen, denn es war hochspannend. Die Erzählweise vermittelte den Eindruck, ich erlebe den Einsatz durch die Augen der Polizisten und bin bei jedem Geräusch wie sie zusammengezuckt. Die Hintergründe für die Tat haben mich nur bedingt überzeugt, denn ich fand sie teilweise etwas weit hergeholt. Das spielte aber zu diesem Zeitpunkt keine Rolle mehr, denn bis dahin war der Krimi fesselnd und sehr unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Die Bronzezeit wird auf spannende Weise lebendig

Die Tränen des Sonnengottes 1
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Die Welt ist im Umbruch. Die Zeit der Jäger und Sammler neigt sich dem Ende zu. Die neue Zeit gehört dem Ackerbau und Handel. Menschenopfer gehören bei beiden zum Alltag, um die Götter zu besänftigen. ...

Die Welt ist im Umbruch. Die Zeit der Jäger und Sammler neigt sich dem Ende zu. Die neue Zeit gehört dem Ackerbau und Handel. Menschenopfer gehören bei beiden zum Alltag, um die Götter zu besänftigen. Missgunst und das Streben nach Macht und Reichtum sind dagegen keine Erfindungen unserer Zeit .

Als die beiden Fürstensöhne, der jüngere Arben und Burnaby , durch ein Komplott um die Nachfolge ihres ermordeten Vaters gebracht werden, schwören sie Rache. Ein Orakel der Mondgöttin schickt sie auf die gefährliche Wanderung ins unbekannte Zweistromland. Nun beginnt für die beiden und mich ein packendes Abenteuer in der mir unbekannten Welt der Bronzezeit. Mit der Überquerung der Alpen betreten wir eine völlig neue farbenprächtige Welt, in der wir interessante Kulturen kennenlernen. Nur gut, dass Arben kein Mensch ist, der sich für das Kriegshandwerk begeistert. sondern sich für die ihm unbekannten Sitten und Errungenschaften interessiert. Ich war überrascht, wie kultiviert auch in meinen Augen, die Länder rund um das Mittelmeer waren. Sei es der Schiffsbau und die Navigation auf den Meeren oder auch Regierungsformen, die selbst heute noch modern erscheinen. Richtig aufregend wird es , als wir das Reich Hammurapis , das Zweistromland, betreten. Unglaublich wie weit der Wissenstand dort schon war, angefangen bei der Astronomie , über Kriegsführung bis hin zur Gesetzgebung. All dies saugt Arben in sich auf und nimmt sich vor, das gewinnbringend für sein Volk einzusetzen. Burnaby geht in seiner Rolle als Krieger auf und so ist es nicht überraschend, dass ich durch ihn viel über das Kriegshandwerk erfahre. Manches hat mich stark an die Römer erinnert. Aber auch das Grauen der damaligen Kriege wird anschaulich geschildert, manches fast mehr als mir lieb war. Auch gesellschaftliche Aspekte finden Eingang in die Erzählung. Aber jede Reise geht einmal zu Ende und die beiden kehren in ihre Heimat zurück, fest entschlossen Rache zu üben und sich ihr Geburtsrecht zurückzuholen.

Ich habe noch nie einen Roman gelesen, der mir die Bronzezeit so lebendig und spannend nahe gebracht hat. Das Schicksal der beiden Brüder ist voller fesselnder Erlebnisse und bildet die perfekte Verpackung für die historischen Fakten. Mein Fazit ? Unbedingt lesen !

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Der Mensch ist des Menschen größter Feind

Waldmann
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Hauptkommissar Hannes Waldmann ist ein begnadeter und engagierter Ermittler und Streiter für die Gerechtigkeit. Doch sein Leben ist aus den Fugen geraten, als seine Frau Maria auf dem Basar von Lagos spurlos ...

Hauptkommissar Hannes Waldmann ist ein begnadeter und engagierter Ermittler und Streiter für die Gerechtigkeit. Doch sein Leben ist aus den Fugen geraten, als seine Frau Maria auf dem Basar von Lagos spurlos verschwand. Trotz Therapie kann er nicht loslassen .

Die Ukraine leidet unter Putins brutalem Überfall. Frauen und Kinder suchen ihr Heil in der Flucht. Das ist ein absoluter Glücksfall für skrupellose Menschenhändler, die Not und Hoffnungen der Geflüchteten für ihre Zwecke missbrauchen.

Als Waldmann mit den Ermittlungen in einem Mordfall im Rotlichtmilieu beauftragt wird, mischen sich die Sphären. Pia, eine Journalistin, die für eine Reportage über verschwundene Frauen recherchiert, bittet Waldmann um Hilfe bei der Suche nach einer verschwundenen Ukrainerin. Waldmann vermutet einen Zusammenhang zu seinem aktuellen Fall und er scheint richtig zu liegen, denn die Toten in seinem Umfeld werden zahlreicher. Waldmann ist entschlossen, die Frau zu finden. Dieses Mal wird er sie retten - für Maria, für sich.

Die Krimis des Autors sind in meinen Augen immer fesselnd und haben eine düstere Atmosphäre. All das findet sich auch in diesem Fall. Waldmann ist für mich ein schwieriger Charakter. Er stößt andere vor den Kopf, ignoriert Vorschriften und Vorgesetzte, wenn sie ihm nicht passen. Ich hatte eher Mitleid, weil er den Verlust seiner Frau nicht verarbeitet hat und ihn immer begleitet. Wenn mich etwas beeindruckt hat, dann sein unbändiger Wille, die Frau zu retten trotz möglicher Konsequenzen für sich selbst Nicht weniger wichtiger für das Geschehen war für mich Pia, die sich aufrichtig Sorgen um die Frauen macht und sich dadurch in große Gefahr bringt. Dann wäre da noch Suse, auch jemand der großes Leid erfahren und dabei ihre Menschlichkeit bewahrt hat.

Was mich bis ins Mark erschüttert hat, waren die Abschnitte, die den Menschenhändler und dem Schicksal der Frauen gewidmet waren. Frauen als Ware, um möglichst hohe Gewinne zu erzielen, ist nichts neues. Hier war es um so schrecklicher , da die Ukrainerinnen bereits Opfer des Krieges waren. Fast zu Tränen gerührt haben mich die Nachrichten der Verschwundenen an ihren Mann an der Front.

Das Ende des Buches hat mich nicht mit Freude über den Ermittlungserfolg erfüllt. Zu viele Opfer, zu viele ungesühnte Verletzungen, aber alles andere hätte ich nicht als passend empfunden, sondern eher als Hohn. Und bei allem Schecken vermitteln mir die letzten Zeilen ein Gefühl von einem möglichen Neuanfang und Hoffnung.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Fesselnd, erschrecken, aufwühelnd

Der Kissenmörder (Bajetzky & Kuper - Thriller 6)
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Erneut haben es die Kommissare Emma Bajetzky und Alex Kuper mit einem brutalen Serienmörder zu tun. Er erstickt Frauen mit einem Kissen, nachdem sie mehrere Stunden in seiner Gewalt waren. Für die beiden ...

Erneut haben es die Kommissare Emma Bajetzky und Alex Kuper mit einem brutalen Serienmörder zu tun. Er erstickt Frauen mit einem Kissen, nachdem sie mehrere Stunden in seiner Gewalt waren. Für die beiden Kommissare kaum auszuhalten, den Familien der Opfer gegenüberzutreten, darunter auch Kinder. Trotz allem Schrecken die normale Ermittlungsarbeit läuft an. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Opfern ? Wo liegt das Motiv ? Das ist spannend beschrieben und gibt Einblicke in die polizeiliche Routinearbeit . Was die Ermittler dann herausfinden , hat viele verschiedene Emotionen bei mir ausgelöst. Da war das Entsetzen über die brutale Vorgehensweise , die kein Mitleid erkennen lässt.

Da die beiden Beamten ein mögliches Motiv in der Jugend des Täters vermuten, werden Nachforschungen beim Jugendamt und anderen einschlägigen Stellen notwendig. Was Emma und Alex hier über das Leid mancher Kinder erfahren, hat mich traurig gestimmt. Gleichzeitig war da Wut über das Versagen, aber auch die Hilflosigkeit der Behörden. Ich habe die zwei Kommissare für diesen Teil der Ermittlungen nicht beneidet. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die beiden einen sadistischen Mörder suchen, der weiter morden wird.

Gegen Ende des Thrillers nimmt die Spannung weiter zu. Viele konkurrierende Aspekte stürmen auf Emma und Alex ein. Wie damit umgehen ? Das Ende hat mich kalt erwischt und war für mich, so seltsam es klingen mag, erleichternd. Der Thriller war wie immer packend, unterhaltsam und stellenweise auch informativ.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Geschichte fesselnd wie ein Krimi

Das Amulett der Sekhmet
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Das Triumvirat, zu dem sich Marcus Antonius , Octavius und Lepidus zusammen gefunden haben, um die Mörder Caesars zu bestrafen, hat die vereinbarte Bestandsdauer von fünf Jahren fast erreicht. Mittlerweile ...

Das Triumvirat, zu dem sich Marcus Antonius , Octavius und Lepidus zusammen gefunden haben, um die Mörder Caesars zu bestrafen, hat die vereinbarte Bestandsdauer von fünf Jahren fast erreicht. Mittlerweile ist ein Machtkampf zwischen Octavius und Antonius entbrannt, die beide die alleinige Macht im Römischen Reich anstreben. Zu diesem Zweck versuchen sie ihre Einfluss, in den ihnen zugedachten Gebieten zu festigen.

In diesem Teil der Geschichte sind Mara und Brutus zu ihrem Bedauern gezwungen, getrennte Wege zu gehen, was mir aber ein spannendes Lesevergnügen beschert. So bin ich Augenzeuge des Kampfes zwischen Pompeius Sextus und Octavius vor Sicilia und begleite mit Brutus Antonius auf seinem Feldzug gegen die Parther.

Der überwiegende Teil des Buches beschäftigt sich mit Octavius, was mir persönlich gut gefallen hat, da ich das Geschehen hier packender fand. Octavius Krieg gegen Sextus spielt überwiegend auf See ab. Zu Beginn scheinen sich alle Götter gegen Octavius verschworen zu haben, denn er muss einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen. Ich vermute jedoch, es lag daran, dass er einfach den Seekrieg nicht beherrschte. Die Lage ändert sich, als sich der Pirat Menodoros auf seine Seite schlägt. Mit seinem nautischen Wissen und seinem Hang zu ungewöhnlichen Manövern hat er mich sehr an den Seehelden Horatio Nelson erinnert. Sextus und seine Kumpane fand ich nur verabscheuungswürdig. Die Seeschlachten werden lebendig und anschaulich geschildert und manches technisches Detail hat mich wirklich überrascht.

Antonius macht sich siegessicher auf, dem Partherkönig Phraates IV zu bezwingen. Dabei hat jener bereits seine Intrigen gesponnen und seine Fallen gestellt. Antonius erkennt das nicht und führt seine Legionen ins Verderben. Vielleicht war er abgelenkt, da er seine Zukunft mit Kleopatra plant. Obwohl Antonius der Angreifer ist, hätte ich ihm den Sieg gegönnt. Allzu grausam und arrogant erschien mir der Partherkönig. Bei Antonius Rückzug werden Erinnerungen an Napoleons Russlandfeldzug wach. Ich wurde in meiner Meinung bestärkt, dass Kriege nichts heroisches anhaftet, sondern nur Leid bringen.

Durch eingestreute Anekdoten und viel direkter Rede zeichnet die Autorin ein lebhaftes Bild der damaligen Zeit. Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung, denn Brutus und Mara sind immer noch getrennt, der Machtkampf nicht entschieden.

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