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Veröffentlicht am 15.10.2019

Der Maskenmann

Der siebte Schrei
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Sechs Jungen verschwinden zeitversetzt, fünf von ihnen werde eine Woche später nach ihrem Verschwinden ermordet aufgefunden. Nur der neunjährige stumme Steve kann dem Maskenmann schwer Verletzt entkommen. ...

Sechs Jungen verschwinden zeitversetzt, fünf von ihnen werde eine Woche später nach ihrem Verschwinden ermordet aufgefunden. Nur der neunjährige stumme Steve kann dem Maskenmann schwer Verletzt entkommen. Steve ist traumatisiert, doch nur er kann Hinweise zum Mörder geben.
Special Agent Deacon Hamilton wird auf Steve angesetzt, er soll Vertrauen aufbauen und Steve neu befragen, denn ein weiterer Junge wird vermisst.

„Der siebte Schrei“ wurde von der Autorin Linda Bundinger geschrieben. Der Thriller ist mit 249 Seiten im Bastei Lübbe Verlag 2019 erschienen. Für mich war „Der siebte Schrei“ der erste Thriller der Autorin.

Der Thriller wird aus verschiedenen Blickwinkeln und Zeitebenen geschrieben. Man lernt Deacon Hamilton kennen. Der Agent wird nach einen missglückten Polizeieinsatz, bei dem er schwer Verletzt wurde zur Eingliederung in den Aktiven Dienst an Ungelöste Fälle gesetzt. So soll er Steve befragen, der ein Jahr zuvor dem Serienmörder entkommen konnte. Doch kann Steve im helfen? Die Autorin erzählt auch aus der Perspektive des Mörders, welches ich sehr spannend fand, den von diesem Thema hatte ich noch nie etwas gehört. Und habe somit noch etwas gelernt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die einzelnen 27 Kapitel haben eine angenehme länge.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da mich die Leseprobe in ihren Bann gezogen hatte und ich wurde nicht enttäuscht. „Der siebte Schrei“ hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere und die Orte wurden gut herausgearbeitet. Agent Hamilton war mir von Anfang an sympathisch. Ich würde mich freuen, wenn es noch mehr Fälle mit ihm geben würde.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Düster und Blutig

Das Labyrinth des Fauns
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Das Labyrinth des Fauns

Spanien 1944, es herrscht Krieg. Im Norden kämpfen Rebellen einen erbitterten Kämpf gegen Offizier Vital und seine Männer. Ofelia, ein 13 jähriges Mädchen und ihre hochschwangere ...

Das Labyrinth des Fauns

Spanien 1944, es herrscht Krieg. Im Norden kämpfen Rebellen einen erbitterten Kämpf gegen Offizier Vital und seine Männer. Ofelia, ein 13 jähriges Mädchen und ihre hochschwangere Mutter Carmen sind auf dem Weg zum Quatier von Vital, denn er ist der neue Mann von Ofelias Mutter. Sie möchte das Ihre Kinder sicher und behütet aufwachsen. Sie fahren durch einen alten Wald, er so alt ist, das er Geschichten von längst vergangenen Zeiten erzählen könnte.

Die Bäume wisperten :“ Alles Verlohrene kann wiedergefunden werden.“ S.9

„Das Labyrinth des Fauns“ ist 2019 mit 318 Seiten im Fischer Verlag erschienen. Cornelia Funke zählt zu den international erfolgreichsten und bekanntesten Kinder und Jugendbuchautoren. Guillermo del Toro, Regisseur von „Pans Labyrinth“ bat Cornelia Funke eine Romanfassung des Films zu schreiben. Diese „unmögliche“ Aufgabe hat sie gerne angenommen.

Ofelia fühlt sich sehr unwohl in der alten Mühle, dem Quatier von Offizier Vital. Er ist ein brutaler und blutrünstiger Mann, der nicht verheimlicht, was er von Ofelia und ihrer Mutter wirklich hält. Doch Carmen trägt seinen Sohn. Carmen lebt in ihrer eigenen Welt und träumt davon, das Vital für sie sorgt. Ofelia nennt ihn einen Wolf und die Autorin beschreibt seine Brutalität sehr bildhaft.

Eines Tages trifft Ofelia auf einen Faun, der ihr erzählt, das sie eine verschwundene Prinzessin sei und sie drei Aufgaben erfüllen müsse um in Ihr Königreich zurück zu kehren. Da sie unglücklich mit Ihrem jetzigen Leben ist willigt sie ein.

Im Laufe der Geschichte lässt die Autorin kleine Erzählungen bzw. Legenden mit einfließen, die alles passender machen. Der Leser erfährt wie alles ganz genau miteinander verstrickt oder besser, aufeinander aufbaut.

Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es sehr blutig und düster ist. Cornelia Funke redet nicht um der heißen Brei herrum und erzählt vom Krieg, von Gut und Böse und davon das es Hoffnung gibt. Die haben den Film „Pans Labyrinth“ vor langer Zeit mal gesehen und konnte mich nicht mehr an die Einzelheiten erinnern. Ich glaube, das das gut war, sonst hätte ich versucht parallelen zwischen Film und Buch zu suchen. Was mich allerdings wundert ist, das es sich um ein Jugendbuch handelt. Ich hätte erwartet das das Buch erst ab 14/16 Jahren ist. Das Buch ist nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Mein Herz so schwarz

Mein Herz so schwarz
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Es soll der schönste Tag im Leben von Evie und Richard werden, doch es kommt ganz anders. Denn Evie springt kurz nach ihrer Hochzeit von den Klippen. Zurück bleibt der fassungsloser Ehemann Richard, ihre ...

Es soll der schönste Tag im Leben von Evie und Richard werden, doch es kommt ganz anders. Denn Evie springt kurz nach ihrer Hochzeit von den Klippen. Zurück bleibt der fassungsloser Ehemann Richard, ihre beste Freundin Rebecca und die Hochzeitsgesellschaft. Doch warum ist Evie gesprungen? Hatte sie Probleme? Wo ist ihre Leiche? Kann sie überlebt haben? Wenn ja, wo ist sie dann? Rebecca und Richard versuchen dem Rätsel auf den Grund zu gehen und stoßen dabei auf dunkele Geheimnisse. Habe sie Evie wirklich gekannt.

Mit „Mein Herz so schwarz“ erscheint das vierte Buch der Autorin Jenny Blackhurst. Der Psychothriller ist mit 396 Seiten im Bastei Lübbe Verlag 2019 erschienen. Für mich war „Mein Herz so schwarz“ der erste Thriller der Autorin.

Der Thriller wird aus verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen geschrieben. Rebecca erzählt wie sie sich kennen lernten und was sie zusammen durchgemacht haben. Die Autorin schickt einen in die Vergangenheit und erzählt über Evies Kindheit und Jugend und deckt dabei ein paar Geheimnisse auf. Diese Zeitsprünge fand ich sehr interessant. Am Anfang war es verwirrend, aber mit der Zeit wusste ich genau wo ich mich befand. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die einzelnen Kapitel haben eine angenehme länge.

Für mich war „Mein Herz so schwarz“ das erste Buch der Autorin. Ich persönlich würde nicht sagen, das es sich hierbei nicht um einen Psychothriller handelt, sondern eher um ein Drama. Das Buch handelt von Freundschaft die in Feindschaft über geht und von unerfüllter Liebe.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da mir die Leseprobe so gut gefallen hat. Wenn ich auf dem Cover lese, es handelt sich um einen Psychothriller, dann erwarte ich eine Spannungskurve. Doch hier ... man könnte schreiben, der Mittelteil ist genial geschrieben, da fällt es nicht so auf. Spannend wurde es für mich erst auf den letzten 80 Seiten.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Fressfeind

Fressfeind
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Ein Biest geht um in Kommissar Hausmanns beschaulichem Kleinstadtrevier. Ein Mann wird ermordet und ausgeweidet. Das besondere, ihm fehlt jegliches Körperfett. Weitere Morde folgen und das nicht nur an ...

Ein Biest geht um in Kommissar Hausmanns beschaulichem Kleinstadtrevier. Ein Mann wird ermordet und ausgeweidet. Das besondere, ihm fehlt jegliches Körperfett. Weitere Morde folgen und das nicht nur an Menschen. Was ist bloß los in der Stadt? Zur gleichen Zeit empfängt der Hobby-Alienjäger Henry mysteriöse Signale, die von Außerirdischen zu stammen scheinen.
Untersuchen führen die „Ermittler“ auf die Spur eines Geheim Labores. Waren es wirklich Außerirdische? Oder doch etwas ganz anderes?

Mit „Fressfeind“ erscheint nun schon das vierte Buch von dem Autor Mikael Lundt. Er steht für Fantastik mit Humor. Mit dem Roman „Fressfeind“ beginnt eine rasante Jagd zwischen Krimi und Science-Fiction mit Mystery Faktor. Für mich war „Fressfeind“ der erste Roman von dem Autor aber bestimmt nicht der letzte.

In „Fressfeind“ lernt man Kommissar Hausmann kennen, einen gutmütigen leicht dicken Kommissar, der am Anfang völlig im dunkeln Tappt. Er ist im Revier der Sonderermittler für „besondere“ Fälle.
Henry ist Familienvater mit eigener Reinigung, der in seinem Keller an deinem Detektor zur Alien Aufspürung bastelt. Seine Frau ist eher weniger begeistert von seinem Hobby.
Die anderen Mitglieder der Alienjäger a la Ghostbusters sind Pfitzmann, Breeze und Salbe.
Werden sie den Mörder finden?

Der Schreibstil ist locker und flüssig ohne Fachwörter, welches das lesen sehr angenehm macht. Jeder Charakter hat seine eigene Redensart, welches mir beim lesen geholfen hat. Durch die Bildliche Beschreibung der Ort wusste man immer wo man sich gerade befindet.

„Fressfeind“ ist ein sehr gut geschriebener Mysterie Thriller mit einer guten Portion Humor. Für alle die es mit der Alienjagd nicht allzu ernst nehmen, ist dieser Roman auf jeden Fall etwas.
Ich sage nur Mulder meets Ghostbusters.

Veröffentlicht am 29.04.2019

Dear Amy

DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest
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Der Psychothriller „Dear Amy“ wurde von Helen Callaghan geschrieben. Er ist 2016 mit 395 Seiten im Knaur Verlag erschienen.

Erster Satz: Katie Browne packt ihre Sachen.

Margot Lewis ist Lehrerin und ...

Der Psychothriller „Dear Amy“ wurde von Helen Callaghan geschrieben. Er ist 2016 mit 395 Seiten im Knaur Verlag erschienen.

Erster Satz: Katie Browne packt ihre Sachen.

Margot Lewis ist Lehrerin und arbeitet nebenbei bei einer Zeitung. Sie schreibt die Kolumne

„Dear Ama“. Als aus Ihrer Klasse die 15 jährige Kathie verschindet, glaubt Margot an eine Entführung. Doch niemand will Ihr glauben., bis Margot Briefe erhält.

„Liebe Amy, bitte bitte BITTE helfen Sie mir! Ich bin von einem fremden Mann entführt worden, der mich in seinem Keller gefangen hält. Ich weiß nicht wie lange ich schon....“ Bethan Avery

Bethan Avery verschwand vor 20 Jahren und Margot will ich unbedingt helfen. Die Polizei bestätigt die Echtheit der Briefe und sie sind neu. Warum schreibt Bethan diese Briefe an Amy? Wo ist Kathie? Was verschweigt Margot?

Fazit: Ein spannender Thriller mit einem flüssigem Schreibstil. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und das Cover passt zum Buch. Man ist von Anfang an voll im Geschehen, bei dem der Schluss leider ein wenig zu kurz ist. Trotzdem , ein gutes Buch für jeden Thriller Fan.