Platzhalter für Profilbild

Lesemaus66

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Lesemaus66 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemaus66 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

Schönes leichtes Buch

Weihnachten mit Tony
2

Carie ist vor 7 Jahren aus Schottlang weggegangen nach Australien,
um dort in einem Zoo zu arbeiten. Wallabys liegen ihr sehr am Herzen.
Sie kommt jetzt zu Weihnachten nach Hause, auch weil ihr Vater
im ...

Carie ist vor 7 Jahren aus Schottlang weggegangen nach Australien,
um dort in einem Zoo zu arbeiten. Wallabys liegen ihr sehr am Herzen.
Sie kommt jetzt zu Weihnachten nach Hause, auch weil ihr Vater
im Krankenhaus liegt nach einer Herzattacke.
Ihr Vater ist ein engagierter Tierschützer, der sich für die Wallabys, die auf einer kleinen Insel leben sehr einsetzt.
Die Insel wurde jetzt verkauft und die neuen Eigentümer wollen dort ein Luxus-Resort erschaffen. Ausgerechnet Carries Jugendliebe ist der Architekt, der dort das Resort gestalten soll.
Im Verlauf des Romans kommt es zu einigen Verwicklungen, Missverständnissen
und Kommunikationsproblemen. Das Ganze spielt vor Weihnachten in den tief
verschneiten schottischen Highlands bei Loch Lomond.
Meiner Meinung nach ist der Roman „Weihnachten mit Tony“ eine lockere leichte Geschichte, wenig Tiefgang und einem geringen Spannungsbogen. Die wenigen Personen, die in dieser Geschichte vorkommen, sind wenig ausgearbeitet. Vieles bleibt an der Oberfläche. Die Landschaft wird schön beschrieben, so dass man Lust auf Schottland bekommt, gerade im Winter. Das sich die Geschichte an einer wahren Begebenheit anpasst, macht das Buch noch etwas reizvoller.
Carrie kommt Weihnachten nach Hause und trifft im Flugzeug bereits, ohne es schon zu wissen, auf die Käufer der Insel. Dann trifft sie ihre Jugendliebe wieder, wegen der sie nach Australien gegangen ist. Es kommt, wie es kommen muss, sie finden sich wieder.
Es gibt noch ein paar Kommunikationsdefizite, aber der Ausgang ist von Anfang an klar.
Tony um den es in dem Roman gehen sollte, spielt nach meinem Empfinden nur eine untergeordnete Rolle, eher Mittel zum Zweck.
Insgesamt kann man den Roman lesen, schön für ein gemütliches Wochenende mit Kekse backen und Glühwein trinken, aber wenig Tiefgang, deswegen auch nur 3 Sterne.
Ich hatte mir von dem Roman etwas mehr versprochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 18.10.2025

Schöner Cosy Crime mit viel Landschaft

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
1

Das Buch "Mörderische Brise" ist das Auftaktbuch zu einer neuen Serienvon Nina Ohlandt und Jan F.Wielpütz.
Der Prolog erscheint mir zunächst etwas düster und unheilvoll, ergibt aber zum Ende des Buches ...

Das Buch "Mörderische Brise" ist das Auftaktbuch zu einer neuen Serienvon Nina Ohlandt und Jan F.Wielpütz.
Der Prolog erscheint mir zunächst etwas düster und unheilvoll, ergibt aber zum Ende des Buches einen Sinn.
Die Hauptfigur ist Hannah Bülow, Kommissarin die nach einem persönlichen Schicksalsschlag zu ihreralten Freundin Constanze nach Ostersande an der Ostsee zieht.sie arbeiten dort auf der Dienststelle zusammen.
Es wird eine Leiche am Strand entdeckt, die früher zu der Clique der beiden gehörte.
Sehr schnell wird klar, dass eine frühere Geschichte von Hannah und Constanze noch nicht zu Ende ist und unterschwellig die Geschichte begleitet. Im Verlauf kommt es zu einem weiteren Mord.
Die Charaktere sind für mich gut dargestellt, wobei ichmit Constanze nicht warm geworden bin. Einen Teil des Ausgangs der Geschichte fand ich vorhersehbar.
Den Anteil den der Vater von Constanze als Babysitter hatte fand ich konstruiert. Wer lässt seine Kinder von jemandem der fremd Ist beaufsichtigen.
Insgesamt ein schöner Cosy Crime der die Landschaft um die Wismarer Bucht gut beschreibt, wobei gemäß dem Genre der Anteil der kriminalistischen Geschichte nicht im Vordergrund steht, sondern andere Nebenschauplätze, wie Liebe, Freundschaft, Vertrauen, aber auch Misstrauen und Verrat. Sie sehr kann einen die eigene Vergabgebheit beschäftigen, bis man loslassen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.08.2025

Schöne Geschichte aus Tausendundeiner Nacht

Der Duft der fernen Insel
1

Sarah Lark schreibt das Buch als Christina Rey. Die Ankündigung auf dem Cover hat mich etwas irritiert, da mir nicht klar ist, warum eine Autorin unter einem Pseudonym schreibt und dann aber
ihren korrekten ...

Sarah Lark schreibt das Buch als Christina Rey. Die Ankündigung auf dem Cover hat mich etwas irritiert, da mir nicht klar ist, warum eine Autorin unter einem Pseudonym schreibt und dann aber
ihren korrekten Namen mit angibt.
Der Duft der fernen Insel ist eine wunderschöne Geschichte die von einer jungen Lehrerein aus England handelt, die nach einer Operation sehend wurde und an einer Schule für blinde Kinder unterrichtet.
Eve bekommt die Chance nach Sansibar zu emigrieren, um dort eine erblindete Tochter des Sultans als Gouvernante zu unterrichten. Sansibar ist eine Insel die für Gewürze bekannt ist, aber auch für den Sklavenhandel. Dort wird der Islam als Kultur und Religion gelebt.
Für Eve eine völlige neue und unbekannte Welt.
Sie lernt bereits auf dem Weg zum Sultanspalast Fanny und Ethan kennen. Fanny wird sie begleiten, als Dolmetscherin und Ethan ist dort als Diplomat und Übersetzer tätig.
Die Tochter des Sultans lebt im Harem und ist dort als eher verzogenes und wildes Kind bekannt. Durch ihre Blindheit wurde ihr vieles nachgesehen.
Als der Sultan stirbt und es eine starke Konkurrenz der beiden Brüder um die Nachfolge geht, wechselt Nunu mit Eve und Fanny auf eine Gewürzplantage die ihr vererbt wurde.
Nunu und Eve verlieben sich beide in Ethan, der dort dann als Verwalter tätig wird. Was für Ethan fast schreckliche Folgen gehabt hätte.
Nunu entwickelt mit ihrer Blindheit ein feines Gespür für ihre Sinne und beginnt sich verstärkt mit Düften und Parfümkompositionen zu beschäftigen.
Im Weiteren erlebt Nunu viele Wechsel. Sie muss einen gewalttätigen Mann heiraten, flieht nach Europa mit einem weiteren Mann und findet dann irgendwann ihr eigenes Glück.

Ich habe die Geschichte als sehr wechselhaft und in einigen Teilen auch als etwas langatmig empfunden, gerade im zweiten und dritten Abschnitt war es etwas zäh. Die Beschreibungen der Insel, der Gewürze und der Menschen sind sehr bildhaft und auch die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen. Gerade im ersten Teil wo der Harem, Stonetown, die Menschen dort und das Zusammenleben der Frauen beschrieben werden. Der Sklavenhandel wird in der Geschichte mit einbezogen und ich konnte mir ein Bild von der Grausamkeit aus diesem Teil der Geschichte von Sansibar gut vorstellen, was die Insel aber sicherlich auch stark geprägt hat mit den Plantagen.
Auch die weiteren Orte an denen die Geschichte spielt sind gut heraus gearbeitet. Teilweise konnte ich die Gewürze, Aromen und Öle fast selbst riechen beim Lesen.
Das Buch hat von mir vier Sterne bekommen, da die Autorin für mein Empfinden in einigen Bereichen der Geschichte zu ausschweifend ist, es kommen immer wieder neue Handlungsaspekte und Orte hinzu und zum Schluss muss sich alles sehr schnell finden und das Buch ein Ende finden. Es ist schön, das zum Schluss jeder und jede ihren Platz gefunden hat, aber das Ende erscheint fast etwas kitschig.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 06.05.2025

Ein magisches Buch

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
6

Das Buch „Die Buchreisenden, ein Weg aus Tinte und Magie“ von Akram El- Bahay
ist der erste Band einer Dilogie.
In dem Buch hat El- Bahay eine magische Welt aus Wörtern und Buchstaben erschaffen.
Es ...

Das Buch „Die Buchreisenden, ein Weg aus Tinte und Magie“ von Akram El- Bahay
ist der erste Band einer Dilogie.
In dem Buch hat El- Bahay eine magische Welt aus Wörtern und Buchstaben erschaffen.
Es gibt Libronauten, die durch ihre Gabe einer besonderen Stimme hinter die Wörter reisen können. Sie leben in einer Gemeinschaft, in einem Buchladen, den es eigentlich nicht gibt. Es gibt eine bestimmte Vorgehensweise wie sie die Buchreisenden in die Geschichten hinein und wieder heraus bringen können. Im Weiteren gibt es für die Buchreisenden Verhaltensregeln auf der Reise, damit die Geschichte nicht durcheinander gebracht wird. Immer schön auf dem Weg bleiben, ist das Motto.

Adam ist einer von den Libronauten. Er kennt nur die Zeit in der Buchhandlung und er hat diese besondere Gabe. Adam ist einer Hauptprotagonisten. Daneben gibt es Elisa und ihren Cousin William und noch einige andere, die für die Geschichte bestimmend und wegweisend sind. Elisa und William leben in einem Theater, hier befindet sich eine Welt aus Elfen, Trollen und Zwergen. Wälder und Seen entstehen dort. Elisa ist auf der Suche, da ihre Mutter verschwunden ist.

Sie begibt sich mit William und Adam auf abenteuerliche Reisen in die Welt der Bücher, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Meiner Meinung nach ist mit dem Buch „Die Buchreisenden“ El- Bahay ein sehr gutes Buch gelungen. Für mich war es das erste Buch von diesem Autor und ich war gespannt auf seine Erzählweise und wie er die Charaktere beschreibt, wie er die Geschichte aufbaut und die Spannung hält.
Ich muss gestehen, dass ich mich von Anfang an in der Geschichte befunden habe und immer mittendrin war in den Abenteuern und Geschichten. Zunächst war die Vorstellung hinter die Wörter zu reisen etwas unrealistisch und für mich schwer vorstellbar, aber was für eine wunderbare Idee, wenn es wirklich funktionieren würde. Ein Erzähler liest eine Geschichte vor und man reist in das Land und die Zeit, die in dem Buch beschrieben ist. Das sich das Buch so gut liest hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Charaktere sehr gut beschrieben sind. Nicht nur Adam, sondern auch die anderen Hauptdarsteller wie Elisa, William, Fabelwesen wie Luthin und die Libronauten. Die ganze Geschichte bleibt spannend bis zum Ende und ich hätte am liebsten gleich den zweiten Band gelesen, um hinter das Geheimnis zu kommen.
Aber wie der Band schon sagt, es ist ein Weg aus Tinte und Magie und der Weg war nach dem ersten Band noch nicht zu Ende.
Zusammenfassend kann ich sagen, war es für mich ein sehr lesenswertes Buch. Was mir schwergefallen ist, dass man nicht eben ein zwei Seiten lesen kann, dann wird es schwierig den Faden beizubehalten. Bei den Kapiteln geht es zur gut. Sie sind mit einem Haupttext überschrieben und insgesamt in sich abgeschlossen.
Die Protagonisten sind mir im Verlauf der Geschichte ans Herz gewachsen, auch wenn der Umgang unter ihnen manchmal etwas ruppig war, wobei sie dabei wahrscheinlich immer das Ziel vor Augen hatten, gemeinsam hinter das Geheimnis zu kommen.
Viele Fragen bleiben am Schluss des ersten Bandes offen und ich bin gespannt, wie die Reise weiter geht. Von mir gibt es fünf von fünf Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 01.05.2025

Leichter Sommerroman mit ganz viel Gefühl

Mein Herz will Meer
0

Barbara Merlenkamp ist das Pseudonym von zwei Autoren, die unter dem Namen Romane veröffentlichen. Das Buch von Barbara Merlenkamp „Mein Herz will Meer“ ist ein schöner Sommerroman.
Das Cover zeigt bereits ...

Barbara Merlenkamp ist das Pseudonym von zwei Autoren, die unter dem Namen Romane veröffentlichen. Das Buch von Barbara Merlenkamp „Mein Herz will Meer“ ist ein schöner Sommerroman.
Das Cover zeigt bereits einige Details die dann auch in der Geschichte eine Rolle spielen.

Nicki und Viola sind beste Freundinnen seit der Schulzeit und kennen den Hauptort an der Ostsee in dem der Roman spielt seit ihrer Jugend. Nicki hat einen evangelischen Pfarrer geheiratet, während Viola ihr Studium als Opernsängerin abgeschlossen hat. Sie singt im Chor der Dresdner Semperoper.
Liiert ist sie mit einem angehenden Schlagerstar.
Die Beziehung geht etwas dramatisch auseinander und Viola landet einen Sommer lang bei ihrer Freundin und soll dort einen Frauenchor aufbauen und leiten.
Es gibt Verwicklungen, eine neue Liebe, ganz viel Romantik und Gefühle.

Barbara Merlenkamp hat für mein Empfinden einen Roman geschrieben, der sich gut als Urlaubslektüre, im Sommer in einem Liegestuhl oder direkt am Meer wunderbar lesen lässt.
Die Landschaft um Sulzhagen wird wunderbar beschrieben, so dass man Lust bekommt diese Region näher kennen zu lernen. Die Details sind liebevoll dargestellt. Das Schaf mit dem Strohhut auf dem Cover kommt in der Geschichte vor, genauso wie das Haus mit dem Reetdach.
Viola als eine Hauptprotagonistin ist eine junge Frau die durch harte Arbeit ihren Platz im Chor an der Semperoper gefunden hat. Sie zweifelt manchmal an ihren Fähigkeiten, aber das ist durchaus menschlich, wer tut das nicht. In der WG in der sie mit einer anderen jungen Frau lebt, haben die beiden eine gute Gemeinschaft gefunden.
Im Weiteren gibt es natürlich eine neue Liebe die zu Viola kommt.
Wie in dem Lied von Herbert Grönemeyer „Tausendmal berührt“ findet Viola in der Geschichte eine neue Liebe und bleibt sich dennoch treu, mehr sei nicht verraten. Sie ist eine liebevolle Figur.
Nicky empfinde ich als bodenständiger. Sie hat ein Optikergeschäft. Sie ist in der Kirchengemeinde von ihrem Mann angesehen und sie unterstützen sich gegenseitig. Wie es in einer guten Partnerschaft sein sollte. Vielleicht sieht Viola bei ihrer besten Freundin darin auch ein Vorbild.
Es ist ein Wohlfühlroman, wo relativ schnell klar ist wie die Strukturen angelegt sind und worauf es hinausläuft. Das empfinde ich als nicht schlimm, da es insgesamt auch so angelegt ist und man vorher einschätzen kann in welchem Genre dieses Buch unterwegs ist.
Von mir eine Kauf- und Leseempfehlung wenn man für eine kleine Auszeit einen Roman zum Wohlfühlen haben möchte, mit Liebe, etwas Herzschmerz, leichter Dramatik und einen Happy End.


  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl