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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Die Clique

Kala
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Helen reist in ihre Heimat, weil sie auf eine Hochzeit eingeladen wurde. Dort trifft sie auf ihre Clique aus Jugendtagen, auch wenn nicht mehr alle leben. Als menschliche Überreste gefunden werden, ist ...

Helen reist in ihre Heimat, weil sie auf eine Hochzeit eingeladen wurde. Dort trifft sie auf ihre Clique aus Jugendtagen, auch wenn nicht mehr alle leben. Als menschliche Überreste gefunden werden, ist Helens Interesse geweckt. Wurde ihre Freundin Kala endlich gefunden, die damals spurlos verschwand?

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln der einzelnen Cliquenmitglieder erzählt. Nachdem geschildert wird, was gerade in der Gegenwart passiert, schweifen die Charaktere ziemlich ausführlich in die Vergangenheit ab und erzählen, wie sich die Clique gefunden hat und was sie zusammen erlebt haben. Dadurch hat sich der Einstieg ins Buch so sehr gezogen, dass ich es schon beiseite legen wollte, weil das alles sehr langatmig erzählt wird. Etwa nach der Hälfte des Buches wird dies dann aber besser, denn dann konnte der Autor durch die Handlung Spannung aufbauen. Mir war die Geschichte insgesamt zu düster und einzelne Szenen waren sehr unschön zu lesen. Irgendwie wird in Romanen Irland immer als sehr düsteres Land mit vielen bösen, eigenbrötlerischen Menschen dargestellt. Das Ende der Geschichte ist äußerst spannend angelegt. Insgesamt ist das Buch keine leichte Kost und hat gewisse Längen, die man überwinden muss, bis die Spannung einsetzt. Dann jedoch kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, was damals passiert ist.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Entspannter Krimi

Mord & Breakfast
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Melody Moss ist in London sehr unglücklich. Mit ihrem Partner ist sie nicht zufrieden und dann verliert sie auch noch ihren Job als Journalistin. Irgendwie kommt es ihr da gerade recht, dass sie dringend ...

Melody Moss ist in London sehr unglücklich. Mit ihrem Partner ist sie nicht zufrieden und dann verliert sie auch noch ihren Job als Journalistin. Irgendwie kommt es ihr da gerade recht, dass sie dringend nach Schottland kommen soll. Ihre Tante Mabel, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat, ist tragisch verunglückt und gestorben. Kaum dort angekommen, wird sie damit konfrontiert, dass sie das B&B ihrer Tante geerbt hat. Doch warum trauert keiner um ihre Tante und war es wirklich ein Unfall? Die Zeichen stehen eher auf Mord.

Das Hörbuch wird von der Sprecherin Sandrine Mittelstädt super vorgetragen. Sie legt viel Modulation hinein, so dass man die Stimmung gut fühlen kann. Es handelt sich um den Auftakt einer neuen cosy-crime-Reihe, die sehr unterhaltsam war. Es geht oft humorvoll zu, aber ohne kitschig zu werden. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber durchaus sympathisch angelegt. Die Auflösung der Umstände des Todes von Mabel war schlüssig. Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt, was Melody mit dem B&B noch alles erleben wird.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Urlaub in Portugal

Das letzte Kind hat Fell
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Angelika und Hans sind nach Portugal gezogen, um dort ihren Ruhestand zu genießen. Als ihnen ein Hund über den Weg läuft, der anscheinend niemandem gehört, nehmen sie ihn kurzerhand mit nach Hause. Als ...

Angelika und Hans sind nach Portugal gezogen, um dort ihren Ruhestand zu genießen. Als ihnen ein Hund über den Weg läuft, der anscheinend niemandem gehört, nehmen sie ihn kurzerhand mit nach Hause. Als Tochter Sandra mit Enkel Finn zu Besuch kommen, ist die Ruhe vorbei. Sandra ist LKW-Fahrerin und ohne Partner und Finn auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Beide fühlen sich in Portugal ganz wohl. Die Familie erlebt einige turbulente Tage zusammen. Zu Beginn fand ich die Geschichte etwas langweilig, weil es sich lange gezogen hat, bis Sandra und Finn mit dem Auto in Portugal angekommen sind. Die Handlung ist nicht sonderlich tiefgehend, aber liebevoll und unterhaltsam aufgebaut. Es gibt einige humorvolle Szenen. Es ist eine Geschichte die man zum entschleunigen lesen kann, die aber auch lebensrelevante Themen anspricht. Am Ende läuft alles ziemlich glatt, mir ein bisschen zu glatt. Die Geschichte strahlt viel Harmonie aus. Eine leichte, sommerliche Lektüre.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Überwachung

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Die Geschichte fängt sehr entspannt an, Fabian trifft sich auf seinem Segelboot mit seiner Tochter Matilda. Von dort können sie beobachten, wie plötzlich die ganze Küstenseite Schwedens im Dunkeln liegt. ...

Die Geschichte fängt sehr entspannt an, Fabian trifft sich auf seinem Segelboot mit seiner Tochter Matilda. Von dort können sie beobachten, wie plötzlich die ganze Küstenseite Schwedens im Dunkeln liegt. Nichtsahnend wird er im Kommissariat jedoch dann mit verschiedenen Vorfällen konfrontiert, bei denen schnell klar wird, dass sie zusammenhängen müssen und der Blackout kein Zufall war. Als es dann immer mehr entführte Kinder gibt, müssen sich die Kommissare ranhalten. Der Autor hat einen sehr komplexen Plot entwickelt. Es wird von mehreren Seiten in viele Richtungen ermittelt, wobei es immer wieder unerwartete Wendungen gibt. Mir hat gut gefallen, dass nicht nur Fabian ermittelt, sondern dass es hier nur in Teamarbeit ging. Man kann den verschiedenen Handlungssträngen sehr gut folgen. Mir persönlich war es etwas zu ausführlich bzw. zu viel reingepackt. Spannung war von Anfang bis Ende vorhanden, was bei so einem dicken Wälzer nicht einfach ist. In Zeiten von Digitalisierung sind die Szenarien in der Geschichte durchaus vorstellbar und vielleicht schon in Anwendung, so gut kenne ich mich damit nicht aus. Das Buch ist für spannende Lesestunden sehr gut geeignet.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Familienkrise

Alle glücklich
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Kira Mohn gibt in ihrem Buch "Alle glücklich" Einblick in eine bodenständige Familie, bestehend aus den Eltern, sowie Sohn und Tochter. Aus wechselnden Blickwinkeln geht es reihum in der Familie und jeder ...

Kira Mohn gibt in ihrem Buch "Alle glücklich" Einblick in eine bodenständige Familie, bestehend aus den Eltern, sowie Sohn und Tochter. Aus wechselnden Blickwinkeln geht es reihum in der Familie und jeder beschreibt, wie er sich fühlt und was gerade so bei ihm los ist. Mutter Nina hat zwei Jobs und muss zusätzlich die Familie versorgen. Vater Alexander ist Arzt in einem Krankenhaus und selten daheim. Sohn Ben ist Student und in einer kompletten Sinnkrise. Seine Schwester Emilia ist noch Schülerin und frisch verliebt. Nach außen geben sie eine glückliche Familie ab, doch im Innern brodelt es gewaltig. Der Familienalltag wird sehr gut beschrieben, mit Ängsten und Sorgen, die jeder bestimmt kennt. Es wird nebeneinander her gelebt und wenig geredet. Am Ende schaukeln sich die Situationen sehr hoch und ich musste mich mit dem Ende erst mal anfreunden. Für mich endete es etwas abrupt. Man kann dem Geschehen jedoch durchweg sehr leicht folgen, man weiß immer, um wen es gerade geht. Durch die Perspektivwechsel kam keine Langeweile auf. Die Autorin hat interessante familiäre Themen angesprochen, mit denen viele Leser auch was anfangen können. Ein toller Einblick in das Leben einer klassischen Familie.

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