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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Der Vermisste

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf ...

Grace zieht nach ihrer Scheidung zurück auf die Farm ihres Vaters Jack. Dieser hat mit seiner Demenz zu kämpfen und Grace gibt alles, um für ihn da zu sein. Seit ihr Bruder Michael vor vielen Jahren auf See gestorben ist, haben die beiden nur noch sich. Gemeinsam versuchen sie den Alltag zu meistern, als plötzlich eine junge Frau auftaucht und behauptet, dass Grace Bruder noch leben würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So machen sich die drei auf Spurensuche. Kann es wirklich wahr sein?

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr einfühlsam. Vor allem das Thema Demenz ist stets präsent, denn Jack ist schlimmer als ein Sack Flöhe zu hüten. Stets setzt er sich etwas in den Kopf und führt es unverzüglich aus. Man kann mitfühlen, wie überfordert Grace ist. Dazwischen erfährt man immer wieder, wie es Michael ergangen ist. So kann man mitverfolgen, was sich alles zugetragen hat und was auf See passiert ist. Ich bin der Geschichte sehr gerne gefolgt, da sie so wunderbar ehrlich geschrieben wurde. Vor allem das Ende hat mich ziemlich überzeugt. Die Autorin hat es geschafft, die Spannung bis zum Ende zu halten. Eine wirklich gelungene, liebevoll erzählte, tragische Familiengeschichte!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Inselsturm

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart ...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es ins Jahr 1995 zurück, wo einige Jugendliche im Schullandheim ihre Klassenfahrt verbringen, bis zwei der Kinder verschwinden. In der Gegenwart treffen auf der Insel Neuwerk mehrere Personen aufeinander, die schon damals anwesend waren. Wer hat da was zu verbergen? Von der Insel kann keiner mehr flüchten, weil ein Orkan naht und so spitzen sich die Dinge schnell zu. Der Roman ist sehr vielschichtig. Es gibt zu Beginn mehrere lose Fäden, wo die Verbindung erst hergestellt werden muss. Die Zusammenhänge werden Stück für Stück aufgedeckt, bis es am Ende in einem Sturm der Erkenntnisse endet. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende zu halten. Mir hat gut gefallen, dass aus mehreren Sichtweisen erzählt wird. So bekommt man einen Rundumblick der Lage. Wie zufällig sich die Charaktere auf der Insel treffen, wird sehr gut dargestellt. Denn bei der Anreise ahnt noch niemand, was sich da zusammenbraut. Die Stimmung auf der Insel wurde gut eingefangen, vor allem als der Orkan angebraust kam. Da ich schon öfter Urlaub auf Nordseeinseln gemacht habe und im Herbst eine Sturmflut miterlebt habe, konnte ich mich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Ich habe mich sehr gut von der Geschichte unterhalten gefühlt!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spion

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn ...

Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn damit, dass er auch mal Spion spielen darf und zieht mit ihm einen großen Coup in Kasachstan auf. Es läuft aber nicht alles so, wie er sich das ausgemalt hatte. Die politische Lage zur handelnden Zeit, fand ich sehr gut dargestellt. Für mich hat sich der Beginn sehr lange gezogen und ich wusste nicht, in welche Richtung es gehen soll. So richtig spannend und interessant wurde es erst ganz am Schluss, wo sich die Ereignisse dann aber regelrecht überschlagen. Man sollte den Roman als Spionagegeschichte nicht so ganz ernst nehmen, denn vieles wirkte auf mich eher improvisiert und überstürzt, wie in einem Klamauk. Meinen Humor hat die Geschichte leider nicht so ganz getroffen. Insgesamt ist es eine unterhaltsame Geschichte, in der in verschiedene Länder gereist wird und die Charaktere auch so einiges erleben. Mir blieb das Geschehen aber zu sehr an der Oberfläche. Insgesamt wird mir die Geschichte nicht lange in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Die Clique

Kala
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Helen reist in ihre Heimat, weil sie auf eine Hochzeit eingeladen wurde. Dort trifft sie auf ihre Clique aus Jugendtagen, auch wenn nicht mehr alle leben. Als menschliche Überreste gefunden werden, ist ...

Helen reist in ihre Heimat, weil sie auf eine Hochzeit eingeladen wurde. Dort trifft sie auf ihre Clique aus Jugendtagen, auch wenn nicht mehr alle leben. Als menschliche Überreste gefunden werden, ist Helens Interesse geweckt. Wurde ihre Freundin Kala endlich gefunden, die damals spurlos verschwand?

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln der einzelnen Cliquenmitglieder erzählt. Nachdem geschildert wird, was gerade in der Gegenwart passiert, schweifen die Charaktere ziemlich ausführlich in die Vergangenheit ab und erzählen, wie sich die Clique gefunden hat und was sie zusammen erlebt haben. Dadurch hat sich der Einstieg ins Buch so sehr gezogen, dass ich es schon beiseite legen wollte, weil das alles sehr langatmig erzählt wird. Etwa nach der Hälfte des Buches wird dies dann aber besser, denn dann konnte der Autor durch die Handlung Spannung aufbauen. Mir war die Geschichte insgesamt zu düster und einzelne Szenen waren sehr unschön zu lesen. Irgendwie wird in Romanen Irland immer als sehr düsteres Land mit vielen bösen, eigenbrötlerischen Menschen dargestellt. Das Ende der Geschichte ist äußerst spannend angelegt. Insgesamt ist das Buch keine leichte Kost und hat gewisse Längen, die man überwinden muss, bis die Spannung einsetzt. Dann jedoch kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, was damals passiert ist.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Entspannter Krimi

Mord & Breakfast
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Melody Moss ist in London sehr unglücklich. Mit ihrem Partner ist sie nicht zufrieden und dann verliert sie auch noch ihren Job als Journalistin. Irgendwie kommt es ihr da gerade recht, dass sie dringend ...

Melody Moss ist in London sehr unglücklich. Mit ihrem Partner ist sie nicht zufrieden und dann verliert sie auch noch ihren Job als Journalistin. Irgendwie kommt es ihr da gerade recht, dass sie dringend nach Schottland kommen soll. Ihre Tante Mabel, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat, ist tragisch verunglückt und gestorben. Kaum dort angekommen, wird sie damit konfrontiert, dass sie das B&B ihrer Tante geerbt hat. Doch warum trauert keiner um ihre Tante und war es wirklich ein Unfall? Die Zeichen stehen eher auf Mord.

Das Hörbuch wird von der Sprecherin Sandrine Mittelstädt super vorgetragen. Sie legt viel Modulation hinein, so dass man die Stimmung gut fühlen kann. Es handelt sich um den Auftakt einer neuen cosy-crime-Reihe, die sehr unterhaltsam war. Es geht oft humorvoll zu, aber ohne kitschig zu werden. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber durchaus sympathisch angelegt. Die Auflösung der Umstände des Todes von Mabel war schlüssig. Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt, was Melody mit dem B&B noch alles erleben wird.

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