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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Industriearbeiter

Glimmende Himmel
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In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste ...

In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste verweilt, damit sie wieder gesund wird. Die Lebensumstände in der Stadt sind für die ganzen Arbeiterfamilien furchtbar und oftmals geht es um Leben und Tod. June versucht zu helfen, wo sie kann, denn in ihrer Heimat hat ihr ihre Tante vieles über Naturheilmittel beigebracht. In der Spinnerei läuft sie Franky über den Weg, der von den Craven Dales verschwand, als seine Frau starb. Man spürt eine Anziehung zwischen den beiden. Jedoch bleibt vieles unausgesprochen und Franky kann sich June gegenüber nicht öffnen. Die Verhältnisse in der Industriestadt wurden gut dargestellt, aber das Geschehen geht kaum vorwärts. Ohne die Vorkenntnisse des ersten Bandes, hätte ich vieles nicht verstanden. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Am Ende blieb alles sehr vage und ich vermute mal, dass es einen weiteren Band geben wird, denn sonst macht dieser Band überhaupt keinen Sinn. Ich fand diesen Teil um einiges schwächer als den ersten Band.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Mäßig spannend

Das Signal
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Viola verliert nach einem Unfall ein Bein und ist erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Mann Adam besorgt ihr eine Pflegerin und lässt sie nicht mehr aus dem Haus. Erst denkt Viola, dass ihr Mann halt ...

Viola verliert nach einem Unfall ein Bein und ist erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Mann Adam besorgt ihr eine Pflegerin und lässt sie nicht mehr aus dem Haus. Erst denkt Viola, dass ihr Mann halt sehr fürsorglich ist und nur ihr Bestes will. Doch schnell merkt sie, dass es immer mehr Ungereimtheiten gibt. Sie kommt auf die Idee, heimlich Tracker zu bestellen, die sie geschickt anbringt, um ihr Umfeld zu kontrollieren. Ihr wird klar, dass Adam ihr selten die Wahrheit erzählt. Doch was hat er zu verbergen und um was geht es wirklich?

Die Ausgangslage fand ich sehr spannend. Viola sind die Hände gebunden, weil sie ohne fremde Hilfe nichts machen kann. Sie hat erstmal alles hingenommen, was Adam ihr aufgetischt hat, kam aber schnell ins grübeln. Dadurch soll natürlich Spannung aufgebaut werden. Es wird dann Schritt für Schritt erzählt, wie Viola vorgeht und was sie herausfindet. Das hat sich sehr gezogen und irgendwann fand ich es recht ermüdend und langweilig, wie sie jeden Tag die Tracker gecheckt hat. Erst im letzten Drittel der Geschichte kommt die Autorin mal auf den Punkt, um was es hier wirklich geht. Insgesamt fand ich die Geschichte etwas arg an den Haaren herbeigezogen. Für einen Thriller war das zu langweilig, kein Nervenkitzel, keine Stelle, wo man den Atem anhalten muss. Die Auflösung hat es bei mir dann auch nicht mehr rausreißen können. Es ist eine interessante Geschichte, aber mir fehlte ganz klar die Spannung darin.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Die Malerin

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Der dritte Band der Reihe beschäftigt sich in der Gegenwart mit Hannah Borowski, die daran zu knabbern hat, dass erst ihre beste Freundin auszieht und dann ihr Vater sie kennenlernen will, den sie bisher ...

Der dritte Band der Reihe beschäftigt sich in der Gegenwart mit Hannah Borowski, die daran zu knabbern hat, dass erst ihre beste Freundin auszieht und dann ihr Vater sie kennenlernen will, den sie bisher noch nie gesehen hat. Im Vergangenheitsstrang geht es um das Waisenkind Marlen, die als als geflüchtetes Mädchen von Wilma vor den Russen versteckt wird und seitdem bei ihr wohnt und ihr hilft. Die beiden Handlungsstränge werden im Verlauf des Buches abwechselnd erzählt, wobei mich die Vergangenheit mehr gefesselt hat, als Hannah in der Gegenwart. Hier wird öfter Bezug auf die anderen Bände der Reihe genommen, man versteht aber trotzdem den Zusammenhang. Mir fehlte ein bisschen mehr Bezug zu dem Strang aus der Vergangenheit, daher kam mir das Ende etwas banal vor. Mir hat der Erzählstil der Autorin sehr gut gefallen. Man konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Sie hat die Geschichte sehr lebendig werden lassen, weil die Handlungen und Handlungsorte gut beschrieben wurden. Insgesamt ist dies ein schöner Abschluss der Familiengeschichte Borowski, der am Ende keine Fragen mehr aufwirft.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Selbstbestimmt

Hazel sagt Nein
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Hazel Blum zieht mit ihren Eltern Gus und Claire, sowie ihrem Bruder Wolf von Brooklyn nach Riverburg, da Gus dort als Professor eine Stelle bekommen hat. Die Kinder müssen daher die Schule wechseln und ...

Hazel Blum zieht mit ihren Eltern Gus und Claire, sowie ihrem Bruder Wolf von Brooklyn nach Riverburg, da Gus dort als Professor eine Stelle bekommen hat. Die Kinder müssen daher die Schule wechseln und gleich am ersten Schultag wird Hazel zum Direktor gerufen. Dort erwartet sie ein unglaubliches, unmoralisches Angebot. Der Direktor bietet ihr ein Empfehlungsschreiben an, wenn sie ihm in ihrem letzten Schuljahr sexuell zur Verfügung steht. Hazel sagt selbstbestimmt sofort Nein. Doch das löst ungeahnte Folgen aus. Die Geschichte dreht sich nicht alleine um Hazel, sondern beleuchtet auch die Folgen für die anderen Familienmitglieder. Das wurde sehr schlüssig erzählt. Man erfährt durch die wechselnden Sichtweisen, was die jeweiligen Familienmitglieder nach dem Vorfall erleben und wie sich das auf das beschauliche Riverburg auswirkt. Teilweise fand ich Claire als Mutter etwas eigenartig und auch Vater Gus war irgendwie mit sich selbst beschäftigt. Der Verlauf der Geschichte hat sich anders gestaltet als ich erwartet habe, aber zum Ende hin fand ich die Entwicklungen sehr interessant. Die Autorin hat sehr viele wichtige Themen angeschnitten, so dass die Geschichte sehr amerikanisch wirkt, aber nicht alles ausführlich behandelt werden konnte. An einigen Stellen wäre da vielleicht weniger mehr gewesen. Das Buch war aber sehr angenehm zu lesen, da es abwechslungsreich gestaltet ist.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Alleingang

Minnesota
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Jo Nesbo bringt einen neuen Ermittler ins Rennen. Bob Oz, traumatisiert und voller Kummer um seine verstorbene Tochter. Ich finde, er hat schon viel Ähnlichkeit mit Harry Hole. Er tut viel im Alleingang ...

Jo Nesbo bringt einen neuen Ermittler ins Rennen. Bob Oz, traumatisiert und voller Kummer um seine verstorbene Tochter. Ich finde, er hat schon viel Ähnlichkeit mit Harry Hole. Er tut viel im Alleingang und lässt sich keine Vorschriften machen. Der Fall ist knifflig. Jemand hat wohl sehr stark was gegen die Waffenlobby und Drogenbosse in Minneapolis und hinterlässt Leichen. Die Polizei wird an der Nase rumgeführt und das vermeintliche, finale Ziel ist schwer auszumachen. Zugegeben, tat ich mir zu Beginn der Geschichte unheimlich schwer, in das Geschehen reinzukommen. Es ist nicht immer klar definiert, aus wessen Sicht gerade geschildert wird, da mitten im Kapitel die Sichtweisen wechseln. Mich hat das Buch erst im letzten Drittel packen können. Da wurden mir die Zusammenhänge klar und viele rätselhafte, vorangegangene Szenen ergaben plötzlich Sinn. Ich mag den Schreibstil des Autors sehr, denn er beschreibt in kurzen, prägnanten Sätzen alles Wesentliche, was man wissen muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass so wie aus Harry Hole, auch aus Bob Oz ein Ermittler wird, von dem wir noch einiges lesen können.

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