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Veröffentlicht am 19.11.2023

Für mich das beste Weihnachtsbuch der Autorin

Weihnachtszauber und Hundepfoten
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WEIHNACHTSZAUBER UND HUNDEPFOTEN


Ich habe schon einige Weihnachtsbücher von Petra Schier gelesen, aber ich glaube keines davon hat sich nachhaltig so in meinen Kopf gebrannt wie das diesjährige. Es ...


WEIHNACHTSZAUBER UND HUNDEPFOTEN


Ich habe schon einige Weihnachtsbücher von Petra Schier gelesen, aber ich glaube keines davon hat sich nachhaltig so in meinen Kopf gebrannt wie das diesjährige. Es war wieder einmal ein tolles Buch zur Einstimmung auf die kommende Weihnachtszeit, aber es geht auch um „häusliche Gewalt“ und deshalb gab es durchaus auch Momente in denen ich schlucken musste. Ein sehr wichtiges Thema, welches Petra Schier authentisch in die Geschichte miteingebracht hat und eines, das zeigt, wie wichtig es ist ,dass man sich helfen lässt, dass man sich Hilfe holen kann. Melissas Geschichte hat mich sehr bewegt, auch weil man halt immer im Hinterkopf hat, dass was sie erlebt in der Realität tagtäglich passiert.

Wir lesen im diesjährigen Weihnachtsbuch von Melissa und ihrem kleinen Sohn die sich, nachdem sie vor ihrem gewalttätigen Mann ins Frauenhaus geflüchtet ist, ein neues Leben aufbauen möchte. Sie hat das Vertrauen in Männer verloren und auch ihrem Sohn setzt das erlebte nachhaltig zu. Als Sicherheitsexperte Lennart auf die beiden trifft verliebt er sich sofort in Melissa, aber er erkennt auch das hinter Mutter und Sohn eine schwere Zeit liegt und das es nicht leicht sein wird beider Vertrauen zu gewinnen. Er überlegt erst einmal ob er diesen Weg gehen will, will seine Chance dann aber nutzen. Seine Boxerdame Sissy gewinnt das Herz des kleinen Andys und hilft diesem das Geschehene besser zu verarbeiten und auch Melissa und Lennart lernen sich besser kennen. Aber wird Lennart auch Melissas Herz gewinnen? Santa Claus und seine Crew spielen auch dieses Mal eine Rolle, allerdings hält dieses Jahr Santas Frau die Fäden in der Hand weil Santa selbst krank ist.

Petra Schiers Weihnachtsromane lese ich schon seit einigen Jahren. Mir gefällt an ihren Büchern die Mischung, aber eben auch das Santa Claus immer so ein bissel Amor spielt. Dieses Jahr kam er etwas kürzer, aber das hängt mit der Thematik des diesjährigen Buches zusammen. Zu lesen was Melissa und der kleine Andy erlebt haben hat mich sehr betroffen, was es aus ihnen, gerade aus dem kleinen Andy, gemacht hat war schlimm. Die Autorin hat eine authentische Geschichte geschrieben, das Thema „häusliche Gewalt“ sehr gut integriert und Melissas war eine starke, authentische Protagonistin. Sie hat ihr Leben in die Hand genommen, dafür gesorgt das es ihnen besser geht und sich ein neues Leben aufgebaut. Die Unsicherheit als Lennart in ihr Leben getreten ist war gut beschrieben. Man spürte sofort das sie sich zu Lennart hingezogen fühlte, aber eben auch die Unsicherheit ob sie sich nochmals auf einen Mann einlassen soll. Lennart selbst war ein starker Charakter und mir hat gefallen wie einfühlsam er war und das er nichts überstürzte obwohl er sich vom ersten Moment an zu Melissa und ihrem Sohn hingezogen fühlte. Der kleine Andy hat mein Herz am meisten berührt. Er hat für sein Alter zu viel erlebt und das merkt man ihm auch an, aber umso mehr freut es einen wenn man liest wie er langsam wieder zu einem Kind wird und nicht mehr alles hinter denkt. Melissa und Andy haben viele Krisen zu meistern, aber sie werden in dieser Zeit von ihren neuen Freunden aufgefangen und unterstützt.

Die Autorin hat sich mit dem diesjährigen Weihnachtsroman selbst übertroffen. Er ist ein bisschen anders wie gewohnt, Santa spielt in diesem Jahr eine eher untergeordnete Rolle, aber letztendlich ist es eine wunderschöne Geschichte die den Leser gut unterhält, viel Tiefgang hat, einige Wendungen bereit hält und bei der natürlich auch Liebe und Romantik nicht zu kurz kommt. Die Nebencharaktere wachsen einen auch sehr ans Herz und am Ende ist manches anders als anfangs gedacht. Petra Schier hat ein wichtiges Thema in die Geschichte eingebaut, ein schweres Thema, welches mich sehr berührt hat, welches Wege aufzeigt um einen Neuanfang zu starten, aber das Buch erdrückt einem beim Lesen dennoch nicht.

Für mich war das Weihnachtsbuch 2023 das bislang beste was ich von der Autorin gelesen habe. Es hat mich sehr bewegt, einfach weil man weiß das Melissas und Andys Geschichte sich genau in diesem Moment irgendwo da draußen gerade passiert.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne. Schon heute freue ich mich auf den Weihnachtsrom 2024 und ich bin schon jetzt sehr gespannt wem Santa dann auf die Sprünge hilft und auf wenn von den liebgewonnenen Protagonisten wir wieder treffen werden.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Luises Kampf um ein eigenbestimmtes Leben

Gut Friesenhain - Zwischen Traum und Freiheit
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GUT FRIESENHAIN – ZWISCHEN TRAUM UND FREIHEIT

Mirjam Müntefering hat unter dem Pseudonym Lotte Grünewald ihre erste historische Buchreihe "GUT FRIESENHAIN" geschrieben.

„Zwischen Traum und Freiheit“ ...

GUT FRIESENHAIN – ZWISCHEN TRAUM UND FREIHEIT

Mirjam Müntefering hat unter dem Pseudonym Lotte Grünewald ihre erste historische Buchreihe "GUT FRIESENHAIN" geschrieben.

„Zwischen Traum und Freiheit“ passender könnte der Untertitel für den ersten Band der Reihe nicht sein. Wir begleiten Luise in einer Zeit in der sich die Töchter noch den Eltern unterzuordnen hatten und darüber hinaus deren Entscheidungen zu akzeptieren hatten.

Es ist nicht leicht dieses tolle Buch in eine Rezension zu verpacken, aber ich versuche es mal. In jedem Falle kann ich euch jetzt schon sagen das Buch ist ein "MUST HAVE" für alle die gerne historische Bücher lesen.

Luise von Scheweney ist eine junge Frau die ihrer Zeit weit voraus ist. Sie möchte gerne Tierärztin werden, in einer Zeit in der Frauen nur in Ausnahmefällen zum Studium zugelassen werden. Heiraten möchte sie erst dann wenn sie sicher ist den Mann iihres Herzens gefunden zu habent. Während ihre jüngere Schwester ihr Leben als Grafentochter und den Erwartungen in sie akzeptiert hat, begehrt sie auf und schließt sich Frauen an die um ihre Rechte kämpfen. Ihre Eltern ahnen nichts davon, aber ihre besten Freundinnen sind eingeweiht.

Im ersten Band der Triologie geht es um Lusie, gleichzeitig spielen ihre jüngere Schwester Clara und die Tochter des Stallmeisters, Marie eine große Rolle. Marie wächst mit den Töchtern des Grafenpaares auf, lernt mit ihnen und ist eng mit den Schwestern verbunden, aber sie ist manchmal auch außen vor weil sie eben von Geburt an nicht „Standesgemäß“ ist. Der Freundschaft der drei jungen Frauen tut das keinen Abbruch, aber dem Leser wird so klar das vieles in dieser Zeit einfach anders war und das man für vieles das heute selbstverständlich ist, kämpfen musste.

„Zwischen Träumen und Freiheit“ beginnt gleich spannend und genauso geht es weiter. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich war am Ende überrascht wie schnell ich durch dieses 730 Seiten dicke Buch gekommen war. . Meine Gefühle fuhren während des Lesens Achterbahn, ich habe oft über das gelesene nachgedacht.

Ein Buch mit einer tollen Handlung, einem wichtigen Thema und nebenbei erfährt man noch einiges über Friesenpferde, aber auch über das Leben in dieser anderen Zeit. Es ist echt interessant zu lesen wie die Frauen damals um ihre Rechte kämpften und uns somit auch den Weg für ein eigen bestimmtes Leben freigemacht haben. Neben diesen wichtigen Themen spielt auch ein tragischer Unfall, lange vor der Geburt der Grafenkinder, eine große Rolle. Die Eltern der Schwestern haben für Luises Träume und Wünsche keinen Sinn, man merkt immerzu das der Ruf des Hauses im Vordergrund steht und natürlich eine Heirat nur standesgemäss sein darf.. Luise hat es auch hier schwer, denn die Eltern finden das es für sie an der Zeit ist eine Familie zu gründen. Sie präsentieren ihr mögliche Kandidaten, aber für Luise kommt das nicht in Frage. Erst als Großvetter Johann auf der Bildfläche erscheint macht ihr Herz kleine Hüpfer, aber die große Liebe ist es nicht. Zwischenzeitlich lernt sie dann noch Max Brugge kennen, einen Sozialdemokrat der sie immer wieder verspottet und nicht ernst nimmt. Dennoch bewegt er etwas in ihr.

Die Geschichte wird aus Perspektive der drei jungen Damen erzählt, wobei Luise im ersten Band den größten Raum einnimmt. Dem Leser wird recht schnell klar das die Protagonistinnen total unterschiedlich sind, aber das man sich auf jede einzelne verlassen kann. Sie sind immer füreinander da und gehen Probleme gemeinsam an. Ich mochte sie alle und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung die bereits im Januar erscheint. Man wusste während des Lesens nie was noch kommen würde, denn die Autorin hat Wenungen parat mit denen man selbst nicht immer rechnet.

Die Autorin zaubert einem während des Lesens Bilder vor Augen, immer wieder kann man schmunzeln und das ernste Thema „Frauenrechte“ bringt einem immer wieder zum Nachdenken. Der Schreibstil ist flüssig und führt dazu das man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Von mir gibt es für diesen kraftvollen Auftaktsband eine absolute Leseempfehlung und fünf wohlverdiente Sterne. Für mich gehört dieses Buch zu den Jahreshighlights 2023.

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Kerzenduft liegt in der Luft

Winterträume in der kleinen Manufaktur am Meer
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Winterträume in der kleinen Manufaktur am Meer von Julia Rogasch



Die Einstimmung auf Weihnachten beginnt für mich immer dann wenn das neue vorweihnachtliche Winterbuch von Julia Rogasch erscheint. Ihre ...

Winterträume in der kleinen Manufaktur am Meer von Julia Rogasch



Die Einstimmung auf Weihnachten beginnt für mich immer dann wenn das neue vorweihnachtliche Winterbuch von Julia Rogasch erscheint. Ihre Bücher erleichtern mir den Übergang in die kältere Zeit des Jahres und sorgen dafür das ich schon mal ein bissel vorweihnachtliche Atmosphäre schnuppern kann.

„Winterträume in der kleinen Manufaktur am Meer“ erzählt die Geschichte von Alea und ihrer Tante Martje. Die beiden stehen sich sehr nah was daran liegt das Alea in ihrer Kindheit recht viel Zeit bei und mit der Tante verbracht hat. Als Tante Martje stürzt ist es für Alea selbstverständlich das sie ihr, solange wie nötig, beisteht. Allerdings bringt das ihre eigenen Zukunftspläne gehörig durcheinander, denn sie steht mit ihrem Freund gerade vor einem Neuanfang in Bayern. Statt seine Freundin zu unterstützen macht er ihr Vorwürfe und setzt sie unter Druck. Für Alea steht trotzdem fest das sie ihre Tante unterstützt solange ihre Hilfe benötigt wird und so macht sie sich dann auf den Weg an die Nordsee, zu ihrer kranken Tante und deren kleinen Manufaktur die ihr einmal sehr am Herzen gelegen hat. Ihrer Tante geht es den Umständen entsprechend gut, aber es wird dauern bis sie wieder in der Kerzenmanufaktur stehen kann und tolle Kerzen für ihre Kunden entwerfen kann. Solange übernimmt Alea, die in ihrer Kindheit das Handwerk des Kerzengießen von ihrer Tante gelernt hat, die Arbeit in der Kerzenmanufaktur und erkennt dabei das in ihrem Leben vieles falsch läuft. Als sie dann auch noch den netten, aber auch geheimnisvollen Nachbar kennenlernt gerät ihre Welt komplett aus dem Häuschen.

„Winterträume in der kleinen Manufaktur am Meer“ ist die Art von Geschichte bei der einem warm ums Herz wird.

Die Protagonisten haben alle ihren eigenen Charme und wachsen einem recht schnell ans Herz. Egal ob Zweibeiner oder Vierbeiner, sie alle tragen dazu bei das diese Geschichte eine Wohlfühlatmosphäre verbreitet. Alea steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben und obwohl der Freund sie mächtig unter Druck setzt steht für sie fest das sie bei ihrer Tante bleibt solange es nötig ist. Tante Martje ist ein herzensguter Mensch die aber nur eines möchte, nämlich das ihre Nichte glücklich und zufrieden ist. Das es nicht so ist merkt die kluge Tante natürlich schon lange, aber sie mischt sich nicht in das Leben ihrer Nichte ein obwohl es für sie nichts größeres gäbe als wenn Alea ihr Lebenswerk weiterführen würde. So ist sie und das finde ich schon wunderbar. Alea hingegen übernimmt ohne zu zögern den Job ihrer Tante. Je mehr sie in der Kerzenmanufaktur werkelt um so mehr merkt sie das diese Aufgabe sie ausfüllt und wie viel Spaß es macht der Kreativität ihren Lauf zu lassen. In all den Tagen schließt sie auch Freundschaft mit dem Nachbarn der sich um den kleinen Welpen der Tante kümmert. Sie verbringen immer wieder Zeit miteinander und dabei erkennt sie dann auch das ihr geplanter Neuanfang auf sehr wackeligen Beinen steht. Sie führt viele Gespräche mit dem Nachbarn, aber er selbst gibt nur wenig über sich preis und Alea fragt sich ob sie ihm überhaupt trauen kann.

Julia Rogasch schafft es immer wieder mich mit ihren Büchern zu verzaubern. Das Buch verbreitet vorweihnachtliche Stimmung, bringt einem gleichermaßen zum Nachdenken und Lachen, verbreitet Urlaubsfeeling, Romantik und zeigt das es nie zu spät für einen Neuanfang ist. Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen von Sylt, dem Meer, der Kerzenmanufaktur, aber eben auch das man quasi während des Lesens ins Handwerk des Kerzengießen eintauchen konnte.

Was mir auch ganz gut gefallen hat ist das man auf viele Charaktere trifft die eigentlich nicht viel mit der Geschichte zu tun haben. Diese Begebenheiten sind ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, zeigen Alea den Weg und weisen sie in die richtige Richtung und am Ende schließt sich der Kreis.

Die Kerzen die Alea und ihre Tanten gezaubert haben hatte ich vor Augen und ich war schon ein bissel froh das die kleine Manufaktur für mich nicht erreichbar ist – ich glaube ich wäre arm geworden. Der Zusammenhalt unter den einzelnen Nachbarn hat mir richtig gut gefallen. Ein Buch bei dem man am liebsten in die Handlung springen möchte weil man alles mit eigenen Augen sehen möchte.

Für mich war der Winterroman 2023 wieder ein absoluter Volltreffer und ich hoffe das ich den Protagonisten die in diesem Buch eine größere oder auch nur kleinere Rolle spielten irgendwann noch einmal wieder treffen darf.

Der Schreibstil der Autorin hat dafür gesorgt das ich das Buch, wann immer möglich, in die Hand genommen habe. Für mich ein Highlight 2023, das ich sehr gerne weiterempfehle und dem ich gerne mehr als fünf Sterne geben würde.

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Veröffentlicht am 15.10.2023

Der Zauber von Weihnachten springt bei dieser Geschichte sofort rüber

Das Weihnachtswunder von Haus 7
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DAS WEIHNACHTSWUNDER VON HAUS 7

Für mich war es das erste Buch welches ich von Anja Marschall gelesen habe, aber ich kann schon jetzt sagen das es definitiv nicht das Letzte war.

In der Geschichte „Das ...

DAS WEIHNACHTSWUNDER VON HAUS 7

Für mich war es das erste Buch welches ich von Anja Marschall gelesen habe, aber ich kann schon jetzt sagen das es definitiv nicht das Letzte war.

In der Geschichte „Das Weihnachtswunder von Haus 7“ geht es um die alleinerziehende Lena deren Leben gerade nicht so einfach ist. Ein Schicksalsschlag führt dazu das sie ihre kleinen Kinder alleine großziehen muss und als ihr dann noch die Wohnung gekündigt wird, ist sie am Ende. In ihrer Not wünscht sie sich vom Weihnachtsmann einen Partner mit dem sie in glücklichen und schwierigen Zeiten durchs Leben gehen kann, aber auch eine bezahlbare Wohnung.

September ist für mich die Zeit in der ich meine ersten Weihnachtsbücher lese und in diesem Jahr fiel der Startschuss mit „Das Weihnachtswunder von Haus 7“. Ich hätte mir kein anderes Buch für den Einstieg wünschen können, denn diese Geschichte macht das aus was ich mir unter Weihnachten vorstelle: „Zusammenhalt, Freundschaft, Liebe, Verzeihen und ganz viel Magie“ - von alle dem wimmelt es in dem Buch.

Die Bewohner von Haus 7 wachsen einem recht schnell ans Herz, im Grunde sind sie wie eine große Familie die sich gegenseitig unterstützen und wenn Not am Mann ist auch helfen. Eine kleine Gemeinschaft die füreinander da ist und die nun gemeinsam versuchen ihr geliebtes Haus vor dem Abriss zu bewahren. Lena schmiedet einen Plan und damit stellt sie ihr Leben auf den Kopf.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen und die Autorin hat mir Bilder in den Kopf gezaubert. Der Schreibstil war flüssig und hat bei mir dafür gesorgt das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Protagonisten hatten Ecken und Kanten, aber das machte sie nur noch um so sympathischer. Beim lesen hatte ich oftmals ein schmunzeln im Gesicht, aber es gab auch bewegende Momente und ganz viele magische. Die magischen sind natürlich nicht immer realistisch, aber in einer Weihnachtsgeschichte wie dieser passen sie gut rein und somit hat mich das auch nicht gestört.

Ich kann diese bezaubernde Weihnachtsgeschichte allen wärmstens empfehlen, ein Buch das einen in Weihnachtsstimmung versetzt und gleichzeitig teilweise richtig spannend ist.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 25.09.2023

Spannend und fesselnder erster Band

Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit
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Die Glücksfrauen – Der Geschmack von Freiheit

„Der Geschmack von Freiheit“ ist der erste Band der Triologie „Die Glücksfrauen“. Im Mittelpunkt der Reihe stehen Luise, Anni und Maria die während des zweiten ...

Die Glücksfrauen – Der Geschmack von Freiheit

„Der Geschmack von Freiheit“ ist der erste Band der Triologie „Die Glücksfrauen“. Im Mittelpunkt der Reihe stehen Luise, Anni und Maria die während des zweiten Weltkrieges in Nazi-Deutschland leben und irgendwann, aus den unterschiedlichsten Gründen, um ihr Leben kämpfen müssen. Luise und ihre besten Freundinnen leben in großer Gefahr und irgendwann muss Luise flüchten. Sie geht ins Exil nach Amerika und muss sich dort ein neues Leben aufbauen während ihre Freundinnen in der Heimat bleiben.

85 Jahre später erbt June von ihrer Großmutter ein Restaurant. Sie ist überrascht, wusste sie doch nicht einmal das ihre Großmutter Besitzerin eines solchen ist. Noch überraschter ist sie als sie erfährt das ihr das Restaurant nur zu einem Drittel gehört und die anderen beiden Anteile ihren besten Freundinnen bzw. deren Nachkommen gehören. June soll sich auf die Suche nach Anni und Maria, bzw. deren Nachkommen machen und ihnen ihr Erbe zukommen lassen.

June zögert keinen Moment, sie möchte den letzten Willen ihrer Großmutter unbedingt erfüllen und macht sich sogleich an die Arbeit. June die eigentlich immer dachte sie hätte ein inniges Verhältnis zu ihrer Großmutter ist erschüttert als sie erkennt das ihre Großmutter ein Geheimnis vor ihr verborgen hat, das Geheimnis ihrer Vergangenheit.

Der erste Band der Reihe „Die Glücksfrauen“ hat mich gleich in den Bann gezogen und ich muss sagen mir haben beide Handlungsstränge gleichermaßen gefallen. Es war spannend und fesselnd zu lesen wie Luise und ihre Freundinnen in diesen schweren Tagen zusammenhielten und wie sie über ihre Zukunft nachdachten. Dann kommt aber alles ganz anders. Luise und ihr Freund Richard sind im Widerstand tätig und als sie auffliegen müssen sie sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen. Luise möchte das die Freundinnen sie begleiten, aber diese lehnen ab. So geht Luise auf große Reise und ist glücklich als sie in Amerika ankommt, aber so einfach ist das neue Leben dann auch nicht. Sie zittert immer um ihre Freundinnen, aber auch ihr eigenes Leben steht unter keinem guten Stern.

June findet im Nachlass ihrer Großmutter alte Notizbücher und alte Briefe. Anhand dieser lernt sie eine verborgene Seite ihrer Großmutter kennen und liest mit deren Augen von ihrer Vergangenheit.

Das Buch ist wirklich toll geschrieben und mir hat gefallen das man in June eine Protagonistin mittleren Alters erleben durfte. June war mir sofort sympathisch und je mehr sie über das damalige Leben ihrer Großmutter liest, umso mehr erkennt sie Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Sie stellt Nachforschungen an um den letzten Willen ihrer Großmutter zu erfüllen und dabei stellt sie nicht nur fest das es einiges gibt das in ihrer beiden Leben vorkommt, sondern sie überdenkt auch ihr eigenes Leben. Bei ihren Nachforschungen nach Maria und Anni wird sie von Hendrik dem Koch aus dem Restaurant ihrer Großmutter und Walter einem Anwalt unterstützt.

Der erste Band hat ein offenes Ende und wenn man erfahren will wie es letztendlich dazu kam das die Freundinnen sich aus den Augen verloren haben, wie es Anni und Maria ergangen ist dann muss man auch die Folgebände lesen. Eigentlich bin ich kein Fan von offenen Enden, man hätte Luises Geschichte durchaus in diesem ersten Band zu Ende erzählen können, aber komischerweise hat es mich nicht gestört. Vielleicht liegt es daran das Luise das Verbindungsglied zur Vergangenheit, aber auch zwischen June und den Freundinnen ist. Ich denke das Luise auch in den nächsten Bänden noch eine große Rolle spielen wird und somit das Ende letztendlich doch gerechtfertigt sein wird.

Allen in allem hat mir das Buch richtig gut gefallen. Die Zustände im damaligen NaziDeutschland waren gut beschrieben und ich bibberte mit den Freundinnen, aber auch die Anfangszeit von Luise in Richard haben mich sehr bewegt. Da wo alles gut werden sollte, lief dann auch alles anders als erwartet und ich fieberte mit Luise mit.

Anna Claire, auch bekannt unter dem Namen Anja Saskia Beyer ,hat einen wunderbaren, bewegenden Roman geschrieben bei dem man die Zeit des zweiten Weltkrieges aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten durfte. Die Mischung des Buches war Klasse und es gab immer mal wieder Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat. Das es eine Geschichte ist die bewegt liegt auf der Hand.

Von mir gibt es daher auch fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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