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Veröffentlicht am 19.03.2025

Suche nach Sinn

delulu
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Vorweg, es ist das erste Buch dieser Autorin, das ich lese. Dabei fällt mir sofort ins Auge, wie sehr sie es versteht, mit Worten umzugehen, Bilder zu erzeugen und Lesende in die Atmosphäre eintauchen ...

Vorweg, es ist das erste Buch dieser Autorin, das ich lese. Dabei fällt mir sofort ins Auge, wie sehr sie es versteht, mit Worten umzugehen, Bilder zu erzeugen und Lesende in die Atmosphäre eintauchen zu lassen. Leider verliert sie die Lesenden dabei manchmal. Doch eines ist klar, es ist eine gewollte Verwirrung, der Versuch, das Grundrauschen das uns durch Werbung, Film und Musik im Alltag begleitet. Ein zurechtfinden zwischen den Eindrücken unserer schnelllebigen Welt.

Für mich fühlte es sich manchmal wie ein Tag mit ADHS an, verschiedene Szenen prasseln auf einen ein, zeitgleich ohne klare Abgrenzung oder die Möglichkeit kurz zu pausieren. Zurück bleibt man völlig verwirrt und überfordert. Und doch hat es was, dieses bunte Treiben, in dem man verschiedene Abstufungen von bekannten Farben wie Grün antrifft. Ist es das, was das Leben ausmacht? Die Sinnsuche noch beim ableben? Denn so scheint es für Res zu sein, die Protagonistin, die bereits auf den ersten Seiten stirbt und uns mitnimmt in ihren wirren Strudel bis zur Erkenntnis, das es vorbei ist.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Musik und die Liebe

Für Polina
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Eine wundervolle Geschichte über die große Liebe, die einem schon in jungen Jahren begegnen kann und was man alles dafür tut, um sie wiederzufinden.
Nicht umsonst erinnert der Titel „Für Polina“ an das ...

Eine wundervolle Geschichte über die große Liebe, die einem schon in jungen Jahren begegnen kann und was man alles dafür tut, um sie wiederzufinden.
Nicht umsonst erinnert der Titel „Für Polina“ an das berühmte „Für Elise“ - denn auch hier geht es um Musik. Hannes interessiert sich nicht für viel, eigentlich nur für Klaviere und Musik und dann ist da noch Polina - doch die Irrungen und Wirkungen des Lebens sorgen dafür, dass er alles zwischenzeitlich vergisst oder verliert oder sich regelrecht in anderes verennt. Wobei Klaviere ihn auch in der etwas trägeren Phase seines Lebens begleiten, weil er diese als Klavierträger wörtlich in die Hand nimmt. Nur, um Polina wiederzufinden, wendet er sich dem komponieren und einer Tournee zu.
Dieses Buch ist zwar nicht das beste des Autoren, den ich sehr schätze, aber es hat mir wieder gezeigt, welche Wege man geht und welche Hürden man auf sich nimmt, um die Liebe nicht aufzugeben.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Selbstjustiz und blinde Rache

How To Kill a Guy in Ten Ways
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Gleich der erste Satz des Romans zeigt schon, in welche Richtung sich das Ganze bewegen wird und sorgt direkt dafür, dass man wissen möchte, was passiert ist. Das erfährt man auch, nach und nach.

Millie ...

Gleich der erste Satz des Romans zeigt schon, in welche Richtung sich das Ganze bewegen wird und sorgt direkt dafür, dass man wissen möchte, was passiert ist. Das erfährt man auch, nach und nach.

Millie betreibt einen Service, der Frauen in brenzligen Situationen hilft, eine Notfallhotline. Doch genau durch eine dieser Rettungsaktionen wird Millie etwas bewusst und sie entscheidet sich, nicht nur zu helfen, sondern auch mehr durchzugreifen. Als sie ein Mädchen aus der Wohnung eines Mannes befreit, kommt es in Notwehr zu einem Unfall, doch der bringt etwas viel größeres ins Rollen.

Ich hatte massive Probleme mit der Protagonistin, sie ist selbstgefällig, lässt an niemanden ein gutes Haar, selbst über ihre beste Freundin lästert sie in ihren Gedanken - und da sie die Leser teilweise auch direkt anspricht offensichtlich nicht nur gedanklich. Ein Mann weniger? Ist ja auch keine große Sache. Der moralische Kompass ist bei ihr völlig zerstört, das kann man zwar bei ihrer Biografie verstehen, aber wenn es ein Mann wäre, der hier handelt würde gerade Millie sagen“man kann sic nicht wegen einer schweren Kondheit entschuldigen und die Taten auf die schlechten Erfahrungen abwälzen“. Die Form von Selbstjustiz ist enorm. Und trotz meiner Abneigung zu ihr und ihrer Taten, musste ich weiterlesen, denn ich wollte wissen, ob sich manche Fragen und Spannungsbögen aufklären (das tun sie) und ob Millie mit allem davonkommt - um das zu erfahren solltet ihr es selbst lesen. Der Schreibstil ist gut, dadurch fliegt man auch durch die Seiten auch wenn ich sehr oft den Kopf über Millie geschüttelt habe.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Liebe Ost offensichtlich doch eine Option

Note to myself: Liebe ist keine Option
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Alice erwischt ihren Freund mit einer ihrer Freundinnen in ihrer Wohnung, in ihrem Bett, auf ihrer Matratze- kurzerhand wirft sie erst die beiden Personen raus, später auch die Matratze, die promt auf ...

Alice erwischt ihren Freund mit einer ihrer Freundinnen in ihrer Wohnung, in ihrem Bett, auf ihrer Matratze- kurzerhand wirft sie erst die beiden Personen raus, später auch die Matratze, die promt auf dem liebenswürdigen Lennon landet. Obwohl sie erst einmal genug von Männern hat und keine neue Beziehung will, trifft sie sich mit Lennon. Vielleicht kann man ja erstmal nur Freunde sein.


Es ist natürlich von Anfang an klar, welchen Verlauf diese Geschichte nehmen wird und Lennon mehr als ein Freund werden wird, das ist auch gut und richtig so. Allerdings waren mir manche Wendungen und auch Themen einfach zu viel. So kommt vieles auf den Tisch, aber kaum etwas davon wird in der Tiefe dargestellt. Schüchterten Mensch (da fand ich sehr schwierig, dass Asexualität als Verhaltensgrund einfach mal in den Raum geworfen wird und dabei auch noch falsch dargestellt), Ende einer Beziehung wegen Probleme es in der Öffentlichkeit auch zu zeigen, krankes Kind, dass eine teure Operation braucht, ein Wettkampf für Geschäfte, Treffen mit dem Ex zur Verarbeitung, Spendenorganisationen und und und. Ganz besonders gestört hat mich der unerwartete Pregnancy Trope, da wünsche ich persönlich mir eine Ankündigung für (ich weiß, dass es ein persönliches Problem ist, möchte nur darauf aufmerksam machen, dass es nicht für jeden einfach ist, darüber zu lesen und es auch starke Gefühle auslösen kann).

Das klingt nun alles sehr kritisch und sind für mich auch Punkte, die mir das sonst schöne Buch schwergemacht haben. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und als Setting einen Buchladen und ein Museum zu haben sind Pluspunkte, die einiges wieder rausgeholt haben.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Anders

bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann
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Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn der Klappentext und die Tatsache, dass es die knallharte Realität mancher Grossstadtjugendlichen zeigt, haben mich sehr neugierig gemacht.
Man muss sich auf ...


Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn der Klappentext und die Tatsache, dass es die knallharte Realität mancher Grossstadtjugendlichen zeigt, haben mich sehr neugierig gemacht.
Man muss sich auf das Buch einlassen, mit dem eigenwilligen aber sehr besonderen Schreibstil vertraut machen. Aber dann offenbart sich ein authentischer und zeitgemäßer Blick auf das Leben in einer Stadt. Es spielt zwar in Oslo, aber es könnte genauso gut Berlin sein. Was zeigt, das sich europäische Großstädte in ihrer Lebensqualität für Jugendliche ähneln. Ein Meltingpot für Sprache und Kultur. Genau das spiegelt das Buch, denn man wird immer wieder zwischen norwegischen, englischen, arabischer und somalischen Begriffen hin und her geschleudert. Und ich finde es grandios, dass es ganz so aus dem Norwegischen übersetzt wurde, dass der Mix erhalten bleibt. Keine Großschreibung und keine Punkte spiegeln die Schnelllebigkeit und dass manchmal ein Anker fehlt.
Wirklich, ich kann allen nur empfehlen sich auf dieses Buch einzulassen und die Tiefe zu entdecken.

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