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Veröffentlicht am 26.01.2021

Spannend und kurzweilig

Der Zwillingscode
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Der 17jährige Vincent lebt in einer dystopischen Zukunft, in der jeder Mensch automatisch von einem Computersystem Sozialpunkte für sein Handeln bekommt und eingestuft wird. Vincent ist eine Doppel-C-Seele, ...

Der 17jährige Vincent lebt in einer dystopischen Zukunft, in der jeder Mensch automatisch von einem Computersystem Sozialpunkte für sein Handeln bekommt und eingestuft wird. Vincent ist eine Doppel-C-Seele, was gar nicht gut ist. An eine Ausbildung ist mit so einem Status nicht zu denken und deswegen repariert er unauthorisiert die mechanischen Haustiere der Menschen. Die Begegnung mit einer älteren Dame, die von ihm ihre ungewöhnliche Katze reparieren lässt, stößt ihn schließlich auf eine Spur in seine Vergangenheit, die aber schließlich viel mehr ans Licht bringen wird, als lediglich das Geheimnis um den Tod seiner Mutter…

Als dieses Buch hier ankam, war ich doch etwas erstaunt. Es ist nämlich echt dünn, das hatte ich nicht erwartet. Die Klappenbroschur ist aber dennoch schön designt und weiß zu gefallen.

Inhaltlich ist das Buch in Kapitel unterteilt, die eine angemessene Länge haben. Generell lässt es sich gut lesen, obwohl sehr viel technisches Schnick-Schnack vermittelt wird. Schließlich spielt die Geschichte in der Zukunft, doch davon muss man sich nicht abschrecken lassen. Der Science Fiction-Anteil hält sich in Grenzen und integriert sich gut in diese abenteuerliche Geschichte.

Zu Beginn war mir Vincent, unsere Hauptfigur, nicht sehr sympathisch, denn es machte den Eindruck, als wäre er lediglich ein Faulpelz, der sich auf Kosten des Systems auf die faule Haut legt. Das dies nicht so ist, das zeigt sich im Verlauf der Geschichte. So wird schnell klar, dass er eigentlich gar nichts für seinen schlechten Status kann und so wird man neugierig, was sich denn weiter dahinter verbirgt.
Zugegeben, die Figuren sind allesamt ein wenig platt und kaum einer ist wirklich scharf umrissen. Das hat mir bei der Lektüre aber tatsächlich nichts ausgemacht, weil die Geschichte an sich mit viel Tempo und sehr spannend erzählt wird.

Die Welt, die Margit Ruile hier geschaffen hat, ist sehr interessant und sehr vielschichtig. Es ist quasi alles möglich und deswegen war es mir als Leser ab und an ein wenig zu undurchsichtig. Viel musste einfach als gegeben hingenommen werden. Wenn man aber nicht davon ausgeht, dass alles logisch erklärt werden kann und man einfach nur eine gute Geschichte lesen möchte, die in einem Universum spielt, das man so nicht kennt, dann ist dieses Buch auf jeden Fall eine Reise wert!

Das Ende ist ein wenig offen. Die Geschichte an sich ist zwar zu Ende erzählt und auch befriedigend aufgedeckt worden, aber dennoch gibt es Raum für mehr. Und wenn es eine Fortsetzung geben sollte, dann wäre ich auf jeden Fall nicht abgeneigt diese ebenfalls zu lesen.

FAZIT
Der Zwillingscode von Margit Ruile hat mich trotz einiger Schwächen sehr gut unterhalten und an die Seiten fesseln können. Die Geschichte ist kurzweilig und actionreich. Wer gerne Jugendbücher liest, die in die Welt der Science Fiction eintauchen, ohne jedoch zu ausschweifend zu werden, der ist hiermit gut beraten!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2019

Eine tolle Fantasy-Welt!

Die Spiegelreisende
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Ophelia wird von ihrer Familie dazu bestimmt einen fremden Mann vom weit entfernten Pol zu heiraten. Dazu muss sie ihre Heimat Anima verlassen und mit dem Fremden in seine Heimat ziehen. Als der Auserwählte ...

Ophelia wird von ihrer Familie dazu bestimmt einen fremden Mann vom weit entfernten Pol zu heiraten. Dazu muss sie ihre Heimat Anima verlassen und mit dem Fremden in seine Heimat ziehen. Als der Auserwählte Ophelia abholt, entpuppt er sich als ein unfreundlicher, wenig gesprächiger, riesiger Mann. Nicht nur Ophelia ist entsetzt, auch ihre Familie kann sich mit dieser Wahl nicht so recht anfreunden. Dennoch kann die Vereinbarung nicht mehr rückgängig gemacht werden und Ophelia reist mit Thron zum Pol, wo sie in eine Welt, die ihr völlig fremd ist, zurecht kommen muss – und das nahezu ohne Hilfe, denn Thorn ist zunächst wenig hilfreich und glaubt zu allem übel nicht, dass sie lange überleben wird. Und auch Thorns Familie ist alles andere als liebevoll und hilfsbereit. Ophelia kann sich auf diese Hochzeit keinen Reim machen …

Diese Geschichte war so richtig erfrischend anders! Die Welt, die Christelle Dabos hier erschaffen hat, ist so umfangreich und so voller Ideen, dass ich selbst nach dem ersten Band, der immerhin über 500 Seiten beinhaltet, noch nicht durchblickt habe, was alles möglich ist und was nicht.
Das ist gleichermaßen toll, wie ärgerlich für mich gewesen. Einerseits fand ich es total klasse, dass es hier so viel neues zu entdecken gab. Die Autorin hat hier so viele Ideen eingebracht, so viel Kreativität, dass es einfach nie langweilig werden konnte, weil es ständig neues zu entdecken gab. Andererseits war alles aber auch so viel, dass ich überhaupt kein wirkliches Bild davon bekam, wie die beschriebene Welt denn nun wirklich ausschaut, denn so richtig konkret wird es nicht, bzw. nur in ganz bestimmten Teilen. Das fand ich etwas schade, denn ich hätte diese Welt doch gerne mehr greifbar gehabt.
Die Figuren, die Christelle Dabos hier kreiert hat, sind mindestens genauso facettenreich wie es auch schon der Weltenentwurf war.
Es gibt so viele Figuren, die so seltsame und faszinierende Fähigkeiten haben, dass sie unendlich scheinen. Vor allem aber wirklich vielschichtig. Keine Figur scheint genau das zu sein, was sie auf dem ersten Blick zu sein scheint.
Die Protagonistin Ophelia ist so erfrischend unheldenhaft, dass sie mir direkt sympathisch war. Sie ist so menschlich, so normal, dass ich mich direkt mit ihr anfreunden konnte.
Thorn hingegen hat mir wirklich teils den letzten Nerv geraubt, vor allem zu Beginn wollte ich ihn gerne einfach nur nehmen, schütteln und ihm ein paar Benimmregeln einbläuen.
Aber nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch jegliche Nebenfigur hat ihren ganz eigenen und unverkennbaren Charakter und das schöne ist, dass man nie weiß, wo man bei ihnen dran ist.
Die Geschichte selbst kommt nur langsam aus dem Quark. Lange Zeit fühlte ich mich total in der Luft hängend, weil ich einfach nicht wusste, wohin mich diese Geschichte führen würde. So fasziniert ich auch von der Welt und den Figuren war, aber so sehr ärgerte ich mich, dass ich einfach keinen roten Faden fand, der mich durch die Handlung führte. Erst zum Schluss erfährt man schließlich ein wenig was darüber, worum es eigentlich geht. Wahrscheinlich jedenfalls, wirklich sicher bin ich mir auch jetzt noch nicht. Für meinen Geschmack hätte es hier ein wenig konkreter zugehen können, ich hätte mir mehr Infos gewünscht.
Trotz aller Kritik bin ich jetzt sehr gespannt auf die Fortsetzung, die im Juli bereits folgen soll. Und dann erfahren wir hoffentlich endlich mehr!

Fazit
Christelle Dabos hat in Die Verlobten des Winters, den ersten Band der Reihe Die Spiegelreisende, eine wahnsinnig tolle Fantasy-Welt erschaffen! So umfangreich wie diese Welt war, so facettenreich waren auch sämtliche Figuren in diesem Buch. Dennoch hat mich die Geschichte ein wenig zwiegespalten zurück gelassen, denn gerade am Tempo der Geschichte und der Durchsichtigkeit der Handlung hatte ich zu meckern. Dennoch will ich unbedingt wissen, wie die Reise weiter gehen wird und erwarte den zweiten Teil nun dringend!

Veröffentlicht am 12.03.2019

Und es endet mit einem fiesen Cliffhanger...

Die Gabe der Auserwählten
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Lia und Rafe haben es geschafft! Sie konnten dem Komizar entfliehen und kehren nun gemeinsam zurück in Rafes Königreich Dalbreck. Lia ist als zukünftige Königin an seiner Seite. Aber es zieht sie tatsächlich ...

Lia und Rafe haben es geschafft! Sie konnten dem Komizar entfliehen und kehren nun gemeinsam zurück in Rafes Königreich Dalbreck. Lia ist als zukünftige Königin an seiner Seite. Aber es zieht sie tatsächlich zurück nach Morringhan, denn sie will ihr Königreich vor den Plänen des Komizars schützen. Rafe plant jedoch nicht so bald Dalbreck zu verlassen, obwohl er es Lia versprochen hatte. Er fühlt sich verpflichtet nach dem Tode seines Vaters erst sein Königreich wieder zu vereinen.
Lia kann seine Entscheidung nicht akzeptieren und bricht mit Rafe …
Obwohl ich zwischen dem letzten Band und diesem hier sehr, sehr lange Zeit habe verstreichen lassen, bin ich doch überraschend gut wieder in die Geschichte rein gekommen. Genau genommen war ich ab der ersten Seite wieder total in Venda präsent und habe Rafes und Lias Flucht fieberhaft mitverfolgt und ihnen auf ihrer Reise die Daumen gedrückt.
Die Geschichte setzt also genau dort wieder ein, wo der zweite Band endete.
Mit dem zweiten Band war ich ja nicht so ganz zufrieden. Mir passierte auf den über 500 Seiten einfach zu wenig. Auf diesen Band war ich nun sehr gespannt, denn der dritte Band ist tatsächlich eigentlich nur die Hälfte des eigentlichen dritten Bandes. Für den deutschen Markt wurde der dritte Band nämlich in zwei Teile geteilt, die dem dritten und dem vierten Band der Reihe entsprechen. Hierfür verfasste die Autorin eigens für unseren Markt sogar noch einen extra Übergang zwischen diesen Bänden.
Der dritte Band ist demnach auch recht knapp gehalten und der dünnste.
Inhaltlich hat er mir allerdings sehr gut gefallen. Die Spannungen zwischen Lia und Rafe sind spür- und greifbar. Beide fühlen sich zwischen ihren Gefühlen und Bedürfnissen und ihren Verpflichtungen hin und her gerissen. Dass Kaden ebenfalls noch dabei ist und sich ebenfalls noch Hoffnungen auf Lia macht, macht die Sache nicht eben einfacher.
Mir hat dieser Band sehr gefallen und natürlich endet er mit einem gemeinen Cliffhanger, denn nun will man natürlich auf jeden Fall wissen, wie Lias altes Königreich reagiert, wenn die Verräterin wieder kommt und ob die Bedrohung durch den Komizar wirklich so real ist, wie Lia glaubt. Denn davon sind noch lange nicht alle überzeugt.

Fazit
Die Gabe der Auserwählten aus der Feder von Mary E. Pearson hat mir dieses mal wieder so wirklich gut gefallen. Die innere Zerrissenheit von Lia und Rafe bekommt der Leser deutlich zu spüren und nimmt ihnen diese auch absolut ab. Das Ende ist so gemein wie erwartet: es endet natürlich mit einem fiesen Cliffhanger, der einen sofort zum nächsten Band greifen lässt.

Veröffentlicht am 12.03.2019

Eine tolle Reihe, die ich in guter Erinnerung behalten werde!

Der Glanz der Dunkelheit
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Lia und Rafe haben miteinander gebrochen uns sich für die Pflicht und gegen das Gefühl entschieden. Während Rafe versucht wieder die Oberhand in seinem Königreich zu gewinnen, ist Lia endlich in Morringhan ...

Lia und Rafe haben miteinander gebrochen uns sich für die Pflicht und gegen das Gefühl entschieden. Während Rafe versucht wieder die Oberhand in seinem Königreich zu gewinnen, ist Lia endlich in Morringhan angekommen. Da sie immer noch als Verräterin gesucht wird, hält sie sich jedoch versteckt und versucht ihre Freundinnen und ihre Brüder zu finden.
Schnell wird ihr klar, dass Morrighan bereits durch vendanische Spitzel infiltriert wurde und gerade als es brenzlig wird, taucht ein Freund auf um zu helfen. Gemeinsam versuchen sie nun die drohende Gefahr durch den Komizar abzuwenden, doch nicht jeder glaubt, dass es diese Gefahr auch wirklich gibt …
Den letzten Teil dieser Reihe habe ich direkt im Anschluss an den dritten gelesen. Das musste auch sein, denn der Cliffhanger wäre echt zu böse gewesen um dann so lange zu warten.
Nun war es das also, das große Finale. Ich bin immer noch ziemlich geflasht von dieser Reihe. Sie hat mir total gut gefallen, ich habe mich wirklich total wohl gefühlt in dieser von Mary E. Pearson erschaffenen Welt.
Zu Beginn der Reihe war mir nicht so recht klar, warum es „Chroniken der Verbliebenen“ heißt, aber am Ende ist schon klar geworden, dass die Verbliebenen die heutigen Völker waren, die sich in dieser neuen Welt erst einmal ihren Platz erkämpfen mussten und auch noch weiterhin müssen. Was genau mit der ursprünglichen Gesellschaft geschehen ist, das erfahren wir zwar nicht im Detail, aber die Geschichte, wie sich alles entwickelt hat, war als Rahmenhandlung durchaus interessant und hat der Story noch einmal einen extra geheimnisvollen Touch verliehen.
Die vordergründige Handlung fand ich zum Ende hin auch sehr gut und überzeugend. Die ganzen Intrigen und Bündnisse haben sich aufgeklärt und die persönlichen Differenzen wurden ebenfalls abgehandelt.
Zum Ende hin hatte ich allerdings keinen blassen Schimmer, wie diese ausweglose Situation aufgeklärt werden sollte, wie das alles zufriedenstellend enden könnte. So ganz überzeugt bin ich von der Auflösung auch tatsächlich immer noch nicht. Einerseits war es schon ziemlich episch, aber andererseits fand ich es auch ein wenig plump gelöst und hätte mir da vielleicht etwas realistischeres gewünscht. So ganz glaubhaft fand ich das jedenfalls nicht. Leider kann ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen ohne zu spoilern, deswegen belasse ich es jetzt bei diesen allgemeinen Aussagen.
Nichtsdestotrotz hat mir dieses Buch gefallen und insgesamt die ganze Reihe. Ich habe die Figuren einfach absolut lieben gelernt und überwiegend in mein Herz geschlossen. So fällt es mir recht schwer diese Welt hinter mir zu lassen, bin aber gleichzeitig sehr gespannt auf die nächste Buchreihe der Autorin, die ebenfalls in dieser Welt spielen soll. Man kann also gespannt sein!

Fazit
Der Glanz der Dunkelheit aus der Feder von Mary E. Pearson konnte mich total zufrieden zurück lassen, auch obwohl mir das Ende nicht allzu glaubhaft erschien. Dennoch habe ich die Figuren und den gesamten Weltenentwurf wirklich sehr lieb gewonnen und werde diese Reihe in sehr guter Erinnerung behalten.

Veröffentlicht am 17.02.2019

Eine gelungene quasi-Fortsetzung!

Der Klang der Täuschung
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Nach einem schweren Leben ist Kazi ist eine Rahtan geworden. Dazu noch eine sehr gute, die von Königin Lia die wichtigsten Aufträge erhält. Ihr neuster Auftrag führt sie ins Herrschaftsgebiet der Ballengers, ...

Nach einem schweren Leben ist Kazi ist eine Rahtan geworden. Dazu noch eine sehr gute, die von Königin Lia die wichtigsten Aufträge erhält. Ihr neuster Auftrag führt sie ins Herrschaftsgebiet der Ballengers, wo sie einen im geheimen nach Verrätern suchen soll. Sie gerät mit ihrem kleinen Trupp mitten in einen Machtkampf um die Vorherrschaft und wird zusammen mit Jase, dem Oberhaupt der Ballengers verschleppt …

Ganz klar! Diese Reihe macht ihm Titel alle Ehre, denn in dieser Geschichte gibt es so viel Lug und Trug wie ich es selten erlebt habe. Selbst Figuren, die man zu kennen glaubte, wissen einen immer wieder zu überraschen und nie ist etwas so, wie man es erwartet hatte.

Auf den 640 Seiten, die diese Geschichte umfasst, passiert so unglaublich viel, dass es kaum in Kürze wieder zu geben ist.

Wieder wird die Geschichte aus der Sicht mehrerer Personen erzählt. Hauptsächlich aber aus der Sicht von Kazi und Jase.
Ebenso gibt es auch hier wieder zahlreiche Einschübe zwischen den Kapiteln, die geschichtliche Einträge wieder spiegeln oder auch Worte von Königin Jezelia aus Venda. Das lockert die Handlung einerseits ein wenig auf und macht neugierig. Andererseits sind diese Einschübe aber auch häufig verwirrend, weil man sie nicht immer einzuordnen weiß. Das wird wahrscheinlich auch wieder erst zum Schluss der Reihe kommen, wie ein Puzzle, das erst noch zusammen gesetzt werden muss.

Hauptfiguren sind auf jeden Fall Kazi und Jase. Beide sind so unterschiedlich wie sie nur sein können. Kazi hatte eine wirklich schwere Kindheit und musste sich lange Zeit alleine durchschlagen. Sie weiß was es heißt zu hungern und zu überleben. Jase hingegen ist als Sohn des Ballenger-Oberhaupts, der eine ganze Stadt unter sich hat, mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund groß geworden. Dennoch weiß er sich zu behaupten und Verantwortung zu übernehmen.
Wie bereits Lia und Rafe in der Vorgänger-Reihe, sind auch Kazi und Jase in ihren Verpflichtungen gefangen und nehmen ihre Verantwortung sehr ernst. Da sich diese nicht unbedingt überschneiden, kommt es zu massig Konflikten. Dennoch fühlen sich die beiden sehr zueinander hingezogen und sprechen dies auch offen aus. Leider aber auch, dass es für sie trotz allem keine Zukunft geben kann. Ihr Pflichtgefühl verhindert dies.

Auf der einen Seite haben wir also Kazi, die ihren Auftrag erledigen will und auf der anderen Seite Jase, der dies nicht zulassen kann, weil dies ein Eingriff in sein Hoheitsgebiet bedeutet und seine ohnehin geschwächte Machtposition schwächen würde. Um ihn kreisen eh die Geier, die nur auf einen Fehler seinerseits warten um die Macht an sich zu reißen und seine Stellung zu übernehmen.

Ein Wiedersehen mit Altbekannten gibt es im übrigen ebenfalls und so erfahren wir, was in der Zwischenzeit mit Lia, Rafe, Kaden, Eben und Co. geschehen ist. Dies allerdings eher nebenbei, das Hauptaugenmerk liegt nun auf anderen Personen.

Sehr schön fand ich auch, dass wir in diesem Band sehr viel mehr über die ersten Siedler, quasi die ersten Verbliebenen erfahren und somit auch mehr über die Vergangenheit des Landes. Das war einfach sehr interessant und so fügen sich viele Bilder zusammen, die man ggf. bereits aus der ersten Reihe mitgenommen hat.

Diese Geschichte macht wirklich Spaß und ich bin schon sehr gespannt darauf wie es weiter gehen wird mit Kazi und Jase.
Wer sich übrigens fragt, ob man diese Reihe auch lesen kann, ohne Kenntnis von Die Chroniken der Verbliebenen: Ja, kann man! Die Handlung ist auch so absolut nachvollziehbar, aber es zahlreiche Anspielungen und die versteht man natürlich nur, wenn man auch die erste Reihe kennt.

Fazit
Mit Der Klang der Täuschung legt Mary E. Pearson hier den ersten Teil der neuen Buchreihe Die Chroniken der Hoffnung vor, der im selten Universum spielt wie bereits Die Chroniken der Verbliebenen. Ein Wiedersehen mit Altbekannten ist also sicher, aber dennoch liegt hier das Hauptaugenmerk auf neuen Figuren und auch die Geschichte ist eine neue. Und diese braucht sich durchaus nicht zu verstecken!

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Spannung