Wohlfühlgeschichte rund um zwei Schwestern
Der alte ApfelgartenNach dem Tod ihres Vaters erben die Schwestern Nina und Bette zu gleichen Teilen die Farm. Zu ihrem Entsetzen erfahren sie, dass das Anwesen hoch verschuldet und kaum zu retten ist. Bette, die in einer ...
Nach dem Tod ihres Vaters erben die Schwestern Nina und Bette zu gleichen Teilen die Farm. Zu ihrem Entsetzen erfahren sie, dass das Anwesen hoch verschuldet und kaum zu retten ist. Bette, die in einer renommierten Anwaltskanzlei in London arbeitet, sieht sich gezwungen, länger am Ort zu bleiben. Nina, die jahrelang keinen Kontakt zu Bette hatte, kommt dies ungelegen, dennoch müssen die beiden zusammenarbeiten, um die Farm zu retten. Sie werden dabei unterstützt von Cam, dem die Nachbarfarm gehört, und Ryan, dem Ex-Verlobten von Bette, der sie damals furchtbar verletzt hat.
Es war mein erstes Buch der Autorin und ich kam ohne Probleme in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist bildhaft flüssig, das Ambiente rund um die Farm wunderbar gezeichnet. Die Schwestern Bette und Nina fand ich beide von Anfang an sympathisch, obwohl sie grundverschieden sind. Die erste Hälfte der Story verläuft ein wenig unaufgeregt, da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht, er mit dem Auffinden des alten Apfelgartens kommt Schwung hinein. Die Annäherung der Schwestern ist liebevoll beschrieben, auch die Wandlung von Bette, wie sehr sie sich in ihrer alten Heimat wieder wohl fühl. Besonders gefallen hat mir, dass die Nebenfiguren wie Allie, Bettes Freundin und Barney, Ninas kleiner Sohn, nicht nur begleitende Staffage sind, sondern maßgeblich zur Handlung beitragen. Hingegen schade fand ich, dass Mutter Sophia nur am Anfang vorkommt und danach keine Rolle mehr spielt. Sie erkundigt sich offenbar nicht einmal, wie es ihren Töchtern nun geht. Ryans Verhalten in seiner Jugend konnte ich ebenfalls nicht nachvollziehen, ich kann mir nicht vorstellen, dass ein junger Mann so handeln würde. Und der Bösewicht wird klischeehaft unsympathisch und uneinsichtig gezeichnet.
Trotz meiner kleinen Kritikpunkte ist es eine wundervolle Wohlfühl-Familiengeschichte die ich sehr gern weiterempfehle.