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Veröffentlicht am 17.02.2020

Willkommen zurück am College

The Chase – Gegensätze ziehen sich an
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Das Cover von The Chase hat mich sofort angesprochen. Es passt wieder perfekt zur Off-Campus Reihe und ich habe sofort Lust bekommen zurück an die Briar U zu kehren.

Der Einstieg war herrlich, da wir ...

Das Cover von The Chase hat mich sofort angesprochen. Es passt wieder perfekt zur Off-Campus Reihe und ich habe sofort Lust bekommen zurück an die Briar U zu kehren.

Der Einstieg war herrlich, da wir Summer ja bereits in der Off-Campus Reihe kennenlernen durften. Sie ist Deans Schwester und scheint anfangs doch ziemlich verwöhnt zu sein. Ich muss gestehen, dass mir Summer am Anfang nicht ganz so sympathisch war, weil sie wie ein Snob wirkte. Das reiche Mädchen, das nichts anderes im Kopf hat als Feiern. Im krassen Gegensatz dazu stand Fitzi, der anscheinend nicht das Klischee des extrovertierten Sportlers erfüllt, sondern eigentlich ein ziemlicher Nerd ist. Der Betitle „Gegensätze ziehen sich an“ passt absolut zur Geschichte, da Summer und Fitz nicht unterschiedlicher sein könnten.

Der Handlungsverlauf hat mir gut gefallen. Elle Kennedy hat auch wunderbar das Thema Vorurteile in die Geschichte eingefügt. Der erste Eindruck von Menschen kann täuschen und auch ich wurde eines besseres belehrt. Im Laufe der Handlung wurde mir Summer sympathischer (allerdings nicht zu 100%) und vor allem Fitz ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Er ist ein absolut perfekter Bookboyfriend! Bei Summer haben mich weiterhin die Spiele mit Hunter etwas gestört und ich bin wirklich gespannt auf seine Geschichte.

Der Schreibstil ist wie gewohnt super flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil mich die Geschichte extrem gefesselt hat. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Summer und Colin, wodurch der Leser schöne Einblicke in die jeweiligen Gedanken und Gefühle erhält. Highlight war auf jeden Fall das Wiedersehen mit den Figuren aus der Off-Campus Reihe, die sich wunderbar in die Handlung eingefügt haben. Es gab jede Menge amüsanter Szenen und herrlich witzige Schlagabtausche zwischen den Figuren. Auch die sinnlichen Szenen haben gut zur Geschichte gepasst. Die Chemie zwischen Summer und Colin war auf jeden Fall spürbar.

Ein paar Kritikpunkte habe ich dennoch, auch wenn mir die Gesichte echt gut gefallen hat. Stellenweise war mir die Geschichte zu hektisch und einige Handlungsstränge wurden nicht wirklich beendet. Gerade auch in den letzten Kapiteln ging für mich die Spannung verloren und irgendwie konnte ich den Funken, der mich anfangs echt von dem Buch begeistert hat, nicht mehr so richtig fühlen. Summer und Fitz waren ein tolles Paar, aber ich hätte mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Und sehr gestört haben mich die unzähligen Erwähnungen wie heiß die Figuren doch sind. Ja Summer und Fitz könnten beide als Model arbeiten, sie sind beide unglaublich gut aussehend, aber daran muss man mich nicht hundertmal im Buch erinnern. Diese Fokussierung auf das Äußere war manchmal etwas anstrengend, vor allem nachdem wir genügend Erwähnungen hatten wie Summer beim Anblick von Fitz Sixpack überall feucht wird und Fitz im Gegenzug seine Hose nicht mehr passt.


Fazit: Mit „The Chase“ kehren wir endlich an die Briar U zurück. Ich liebe die Figuren von Elle Kennedy und habe mich sehr auf das Wiedersehen gefreut. Summer und Fitz sind ein interessantes Pärchen, das nicht unterschiedlicher sein könnte. Trotz kleiner Kritikpunkte hat mir die Geschichte gut gefallen. Das Buch ist perfekt für einen gemütlichen Tag auf dem Sofa.

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Veröffentlicht am 16.02.2020

Gute Geschichte aber zum Ende hin leider zu viel des Guten

A Wish for Us
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Das Cover sieht hübsch aus und die Farbexplosion passt zum Inhalt des Buches, auch wenn es noch ein wenig mehr hätte sein können.

Der Einstieg in die Geschichte klappte bei mir ganz gut, wobei mich der ...

Das Cover sieht hübsch aus und die Farbexplosion passt zum Inhalt des Buches, auch wenn es noch ein wenig mehr hätte sein können.

Der Einstieg in die Geschichte klappte bei mir ganz gut, wobei mich der erste Leseabschnitt teilweise etwas gelangweilt hat. Irgendwie wollte anfangs der Funke bei mir einfach nicht überspringen. Vieles wirkte zu übertrieben, zu dramatisch und sehr wiederholend.

Cromwell Dean ist ein sehr erfolgreicher DJ und ebenso Komponist. Er verfügt über eine besondere Gabe, wodurch seine Musik noch beeindruckender wird. Durch sein Studium lernt er Bonnie kennen, da die beiden zusammen eine Komposition erschaffen müssen. Leider klappt die Teamarbeit anfangs nicht so gut, jedoch sprühen die Funken zwischen ihnen. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Jedoch könnte ein Geheimnis die gemeinsame Zukunft zerstören.

Der Handlungsverlauf war gut gewählt. Die Protagonisten haben anfangs echte Probleme miteinander, vor allem weil Cromwell so unnahbar und stur ist. Bonnie hat mir echt leid getan, weil sie eine gute Note erzielen möchte, aber Cromwell macht es ihr ganz schön schwer. Im Laufe kommen die beiden sich aber immer näher und eine wundervolle Liebesbeziehung beginnt. Es war klasse mitzuverfolgen wie die beiden sich öffnen. Die Geschichte liefert einige emotionale Momente, vor allem Bonnie hütet ein großes Geheimnis. Ihr Zwillingsbruder Easton ist das komplette Gegenteil von ihr, wodurch ich anfangs echt Probleme hatte mit ihm warm zu werden. Generell konnte ich bis zuletzt keine große Verbindung zu den Figuren aufbauen.

Mich persönlich störte vor allem, dass vieles im Buch einfach zu übertrieben wirkte. Die Beschreibungen sollten die Emotionen wecken, jedoch hatte es bei mir die gegenteilige Wirkung. Oftmals war ich genervt von der hohen Dramatik und vieles wiederholte sich. Die unglaublichen Kompositionen konnte ich mir leider nicht vorstellen, wodurch die Gefühle auf der Strecke blieben. Zudem war die Handlung auch sehr vorhersehbar. Gerade die Sache mit Bonnie und Easton war überhaupt nicht überraschend, sondern in der Sekunde klar, als das Geheimnis gelüftet wurde. Ich möchte nicht spoilern, aber ich hätte einen anderen Ausgang besser gefunden auch wenn es mir das Herz gebrochen hätte…

Der Schreibstil ist wirklich sehr gut, abgesehen von den vielen wiederholenden Passagen und Übertreibungen. Man kommt eigentlich zügig durch das Buch und die Geschichte hat einen gewissen Suchtfaktor, weshalb ich auch nicht aufgehört habe zu lesen. Nach dem ersten Abschnitt (ca. 10 Kapitel) hätte ich nämlich Lust gehabt es abzubrechen. Hauptsächlich Bonnies Geheimnis hat mich weiterlesen lassen, da ich wissen wollte, ob meine Vermutungen wahr waren. Leider traf alles genau so ein wie ich es erwartet hatte, wodurch die Plot Twists etwas langweilig wirkten.

Zum Ende möchte ich eigentlich nicht viel sagen, außer dass ich mir gewünscht hätte hier nicht diese Klischees lesen zu müssen. Rückblickend war es einfach zu viel des Guten. Das Buch hat wirklich viel Potenzial, aber wenn ich mir alle Handlungspunkte anschaue, dann wirkt es auch ein wenig wie in einer Seifenoper. Ich würde an dieser Stelle gerne alle Punkte aufzählen, aber ich möchte euch nicht spoilern.

Fazit: „A Wish for us“ ist eine emotionale Geschichte rund um das Thema Musik. Cromwell und Bonnie hatten eine tolle Verbindung und es gab viele beeindruckende Szenen. Im Gesamtüberblick muss ich aber auch gestehen, dass die Geschichte sehr vorhersehbar war und bei mir keine tiefen Gefühle wecken konnten. Viele Passagen waren zu übertrieben, klischeehaft und letztlich konnte mich das Drama nicht ergreifen. Wer auf Musik und Kompostionen steht, der wird bestimmt seinen Spaß mit diesem Buch haben. Cromwell und Bonnie waren ein schönes Paar, aber leider kein Highlight.

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Geheimnisvolle und sinnliche Geschichte, die einen in den Abgrund reißt

Monster in his eyes - In seinen Augen
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Das Cover sieht unglaublich toll aus und ich habe mich mal wieder sofort in das Design verliebt. Die rote Farbe und der wunderschöne Schriftzug sehen grandios aus. Ich bin absolut begeistert!

Der Einstieg ...

Das Cover sieht unglaublich toll aus und ich habe mich mal wieder sofort in das Design verliebt. Die rote Farbe und der wunderschöne Schriftzug sehen grandios aus. Ich bin absolut begeistert!

Der Einstieg in die Geschichte beginnt etwas langsam. Der Leser lernt erstmal die einzelnen Protagonisten kennen. Karissa studiert in New York und teilt sich ihr Zimmer mit Melody. Die beiden sind gute Freundinnen geworden und vor allem die witzigen Konversationen über Philosophie werden mir in Erinnerung bleiben. Ich mochte die Figur Karissa sofort. Als sie Naz kennenlernt sprühen sofort die Funken. Einerseits hat mich der Altersunterschied von 18 Jahren etwas schockiert, aber im Laufe der Geschichte wurde ich immer faszinierter von der Liebesbeziehung der beiden. Ignazio ist ein unheimlich interessanter Protagonist, auch wenn wir durch Karissas Augen nicht alles mitbekommen. Sie scheint anfangs sehr naiv zu sein und hinterfragt das Verhalten von Naz nur sehr selten. Als Leser würde man wahrscheinlich auch im Dunklen tappen, wenn der Klappentext nicht bereits verraten würde, dass Naz in Verbindung mit der Mafia steht. Ich persönlich fand diesen Aspekt aber unheimlich fesselnd, weshalb ich auch nicht aufhören konnte das Buch zu lesen.

Ich muss gestehen bis zur Hälfte des Buches passiert gefühlt nichts anderes als das Karissa und Naz sich besser kennen lernen. Zum Teil war ich etwas gelangweilt, aber da viele von der Reihe geschwärmt haben und mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat, wollte ich das Buch nicht abbrechen. Jetzt nachdem ich die Geschichte beendet habe kann ich nur sagen, Gott sei Dank habe ich durchgehalten.

Das Ende hat mir absolut den Atem geraubt. Ich glaube ein Buch hat selten so langsam angefangen und entwickelte sich dann zu einem richtigen Page Turner. Ich bin immer noch komplett geschockt vom Ende und freue mich riesig auf den zweiten Teil, den ich mittlerweile auf englisch gelesen habe. Ich kann euch nur sagen, diese Reihe entwickelt sich zu einem Liebling von mir.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sagenhaft. Die philosophischen Elemente sind grandios und die düstere Atmosphäre ist herrlich spürbar. Auch wenn in diesem Teil noch nicht allzu viel passiert, so ist das Setting, die Figuren und die Handlung dennoch absolut spannend und mitreißend. Erzählt wird dieses Buch nur aus Sicht von Karissa. Beim Lesen hat mich das manchmal etwas gestört, weil ich unbedingt in den Kopf von Naz schauen wollte, aber dann hätte der Plot Twist wohl nicht funktioniert. Ich bin wirklich begeistert von der Geschichte und kann sie euch nur ans Herz legen. Der zweite Teil ist sogar noch besser und ich freue mich sehr auf die deutsche Übersetzung, da ich das Buch nochmal lesen muss und die deutschen Cover besser finde als die englischen. Die Autorin hat einen herrlichen Mix aus College-Leben, dunklen Mafia-Machenschaften und einer verbotenen Liebe gefunden.

Fazit: „Monster in his eyes“ startet relativ langweilig, entwickelt sich am Ende aber zu einem richtigen Page Turner. Während des Lesens hat mich der ruhige und langsame Anfang noch etwas gestört, doch jetzt rückblickend muss ich sagen, dass es absolut perfekt für das Buch ist. Ich bin komplett sprachlos von der einzigartigen Geschichte und freue mich riesig auf Teil 2. Von mir gibt es eindeutig eine Leseempfehlung, da sich die Geschichte zu einem richtigen Highlight entwickelt hat. Das Buch ist geheimnisvoll, düster und fesselnd. Eine sinnliche Geschichte, die einen in den Abgrund reißt.

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Veröffentlicht am 08.02.2020

Wieder eine süße Geschichte

Love Challenge
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Das Cover von Love Challenge sieht wieder sehr hübsch und verspielt es. Es passt zur süßen Geschichte von Helen Hoang.

Der Einstieg gefiel mir gut. Khai ist Autist, sein Verhalten unterscheidet sich aber ...

Das Cover von Love Challenge sieht wieder sehr hübsch und verspielt es. Es passt zur süßen Geschichte von Helen Hoang.

Der Einstieg gefiel mir gut. Khai ist Autist, sein Verhalten unterscheidet sich aber deutlich von Stella. Khai verarbeitet seine Gefühle als Autist anders als die meisten Menschen. Dadurch hat er wie Stella Probleme im sozialen Umgang mit anderen. Seine Mutter wünscht sich aber, dass er heiratet und die beiden schließen einen Pakt. Drei Monate muss Khai mit einer komplett fremden Frau verbringen, die seine Mutter ausgewählt hat. Esme, die besagte Frau ist anfangs zögerlich als Mutter My sie auf einer Hoteltoilette anspricht und dieses Angebot unterschlägt. Dennoch nimmt sie es an und reist von Vietnam nach Amerika um dort den Sommer mit Khai zu verbringen. Dieser ist alles andere als begeistert, da die Vietnamesin seine Routine ganz schön durcheinander bringt.

Die Idee des Buches ist mal wieder klasse und die beiden Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch. Mys Wunsch ihren Sohn zu verkuppeln kann man durchaus nachvollziehen, auch wenn die Art und Weise ganz schön fragwürdig ist. Khai und Esme könnten nicht unterschiedlicher sein, wodurch dem Leser viele witzige Szenen geboten werden. Durch Khais besondere Art zu fühlen kommt es zu jede Menge amüsanter Szenen, vor allem wenn er nicht so richtig weiß wie er mit den Regungen seines Körpers umgehen soll. Esme dagegen nimmt kein Blatt vor den Mund und stellt den krassen Gegensatz zu Khai dar. Während er nachdenklich ist, handelt Esme.

Der Handlungsverlauf war wieder zuckersüß und das Buch überzeugt mit seinen diversen Figuren. Khai und Esme haben eine interessante Dynamik geboten und auch die Nebenfiguren fügten sich toll in die Geschichte. Ich bin wirklich sehr gespannt auf Quans Buch.

Einziger Kritikpunkt ist die vorhersehbare Handlung. Liebesromane laufen oft nach Schema F ab, aber hierbei fehlte mir irgendwann dann doch die Spannung. Die Figuren waren sympathisch, die Beziehung süß, aber so richtig gefesselt war ich stellenweise einfach nicht. Dennoch habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen.

Der Schreibstil ist wieder herrlich flüssig und man kommt sehr zügig durch das Buch. Persönliches Highlight war die Darstellung von Autismus. Bereits bei Stella konnte der Leser viel über diese Einzigartigkeit erfahren, aber bei Khai äußert es sich widerrum komplett anders. Helen Hoang zeigt damit, dass es viele Facetten von Autismus gibt. Im Gegensatz zu anderen Autoren verrennt sie sich dabei nicht in Klischees und Stereotypen. Ich fand es sehr interessant mehr über Autismus zu erfahren und welche täglichen Herausforderungen Betroffene durchleben.

Fazit: „Love Challenge“ ist ein weiterer wunderbarer Liebesroman aus der Feder von Helen Hoang. Ihre diversen Charaktere überzeugen mit ihrer Einzigartigkeit. Die Liebesgeschichte ist unglaublich süß und hat mir schöne Lesestunden bereitet. Einziges Manko war der absolut vorhersehbare Plot, der mich stellenweise dann doch etwas gelangweilt hat, weshalb ich einen halben Stern abziehe. Alles in allem kann ich euch das Buch aber nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Tolle Aufmachung, aber enttäuschende Handlung

Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
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Ich habe mich sofort in das Cover von Duty & Desire verliebt. Die Gestaltung des Buches ist unglaublich hübsch und die Veredelung des Covers sieht fantastisch aus. Ich bin wirklich hin und weg vom Aussehen ...

Ich habe mich sofort in das Cover von Duty & Desire verliebt. Die Gestaltung des Buches ist unglaublich hübsch und die Veredelung des Covers sieht fantastisch aus. Ich bin wirklich hin und weg vom Aussehen dieses Schätzchens.

Der Anfang des Buches gestaltete sich für mich ziemlich schwierig. Der Klappentext klang sehr vielversprechend, jedoch war mir Charlie anfangs sehr unsympathisch. Seine Darstellung war absolut klischeehaft. Ein 23 Jähriger der nichts anderes im Kopf hat als Vögeln und sich auf keinen Fall auf etwas Festes einlassen. Auftritt Ever, die ebenfalls kein Interesse an einer festen Beziehung hat. Das Kennenlernen – Lust auf den ersten Blick – der beiden verläuft schnell und problemlos. Nach einem Monat des orgasmischen Glücks bemerkt Ever, dass sie sich immer mehr zu Charlie hingezogen fühlt. Ihr wurde aber von ihrer Großmutter und Mutter eingebläut, dass auf Männer kein Verlass ist und sie sich auf keinen Fall binden soll. Aus diesem Grund verbringt Ever auch nur Zeit mit Männern, die vergeben sind. Im Falle ihrer Mutter waren das verheiratete Männer, bei Ever sind es natürlich nur Kerle, die mit ihrem Job verheiratet sind. Da ihr Charlie näher kommt, macht sie prompt Schluss und versucht doch ihr Glück mit anderen Kerlen, sehr zum Missfallen von Charlie. Für ihn ist Ever die perfekte Frau, ein Einhorn wie er es nennt. Der Sex ist grandios und es gibt kein Kuscheln oder Reden über Gefühle. Klar dass Mann das nicht sofort aufgeben will….

Mir hat die Idee des Buches echt gut gefallen, bei der Umsetzung muss ich aber gestehen, dass ich die Liebesbeziehung alles andere als erstrebenswert finde. Charlie würde mit seinem Verhalten nie auf meiner Bookboyfriend Liste landen, da er von Ever nur das Eine will. Es ist in Ordnung wenn sich ein 23 jähriger Polizeianwärter nicht sofort binden möchte, aber Ever’s Dates zu sabotieren und sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verführen ist etwas ganz anderes. Charlie wirkt leider extrem unreif und kennt das Wort Nein nicht. Er will um keinen Preis den schnellen bedingungslosen Sex aufgeben. Am Ende stellt es sich dann aber natürlich doch als die große Liebe heraus kopfschütteln

Ever war aber anfangs keinen Deut besser. Ihr Manifest der Geliebten ist wirklich unmöglich. Im Grunde macht sie einen Monat lang mit einem Mann rum und geht dann zum nächsten weiter. Erst im Laufe des Buches wurde ich mit ihr warm, abgesehen von ihrem Manifest, dass ich weiterhin für absoluten Blödsinn halte. Sie ist einsam und unglücklich ohne Charlie, und sie genießt keine ihrer Verabredungen. Sie will mehr von Charlie, weiß aber nicht, wie sie diese emotionalen Bindungen aufbauen kann. Und während Charlie sich mehr Mühe gibt ihr Freund zu sein und sie wirklich kennenzulernen, wird ihr klar, dass sie ihn schon immer geliebt hat und sie keinen anderen will. Ever’s Charakterentwicklung war sehr gut geschrieben. Dennoch hätte man die komplette Handlung halbieren können, wenn die beiden einfach offen miteinander geredet hätten. Beide dachten die ganze Zeit sie wären allein mit ihren Gefühlen, aber anstatt einfach mal Klartext zu reden, wird das Missverständnis ewig in die Länge gezogen. Dieses Motiv hasse ich mittlerweile wirklich in Liebesromanen, weil es einfach so öde und nervig ist.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht wieso ich das Buch nicht einfach abgebrochen habe und es sogar innerhalb eines Tages durch hatte. So sehr mir die Figuren auch manchmal auf den Keks gegangen sind, es gab auch tolle Szenen und witzige Konversationen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach. Man kommt wirklich sehr zügig durch das Buch und der ein oder andere Moment war echt klasse und hat mich bei der Stange gehalten. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Charlie und Ever, wodurch wir die beiden auch besser kennenlernen konnten.


Fazit: „Duty & Desire“ lässt mich zwiegespalten zurück. Die Aufmachung des Buches ist absolut grandios und sowohl die Idee als auch die Nebenfiguren gefielen mir. Nur mit dem Verhalten von Charlie hatte ich so meine Probleme. Er war mir nicht immer sympathisch und seine Darstellung war zu klischeehaft. Der Handlungsverlauf war vorhersehbar, dennoch bot das Buch witzige und überraschende Szenen. Es war eine nette Geschichte für zwischendurch und ich freue mich auf Jack’s Buch.

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