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Veröffentlicht am 16.05.2020

Ein guter Auftakt einer neuen Schattenjäger-Reihe!

Die Roten Schriftrollen
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Inhalt:


Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler romantischer Urlaub zu zweit werden. Aber kaum sind Alec Lightwood und Magnus Bane in Paris angekommen, erfahren sie von einem dunklen Dämonenkult, ...

Inhalt:


Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler romantischer Urlaub zu zweit werden. Aber kaum sind Alec Lightwood und Magnus Bane in Paris angekommen, erfahren sie von einem dunklen Dämonenkult, der ihre ganze Reise auf den Kopf stellt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, verfolgen sie eine Spur quer durch Europa. Dabei kommen immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht, die auch die Beziehung der beiden gefährden könnte…


Meinung:


„Die Roten Schriftrollen“ ist der Auftakt einer Trilogie rund um Alec und Magnus. Der erste Band spielt dabei während „City of Fallen Angels“, kurz nachdem die beiden ein Paar wurden.


Für diese Buchreihe hat Cassandra Clare noch die Hilfe eines weiteren Autors in Anspruch genommen: Wesley Chu. Wer schon viele Bücher aus der Schattenjägerwelt gelesen hat, wird das hier sofort, vor allem am Schreibstil, erkennen. Jener ist nicht wie gewohnt, aber das nicht auf eine negative Weise. Er ist insgesamt flüssig zu lesen und nicht zu ausschweifend in der Beschreibung der Orte, wie es zum Beispiel in „City of Heavenly Fire“ der Fall war.


Die Handlung ist gut durchdacht aufgebaut und so konzipiert, dass die Spannung nie ganz verloren geht. Die Geschichte steht nie still und man möchte die ganze Zeit wissen, wie sie sich entwicklen wird. Die Autoren haben auch eine kleine Wendung eingebaut, die nochmals dazu beiträgt, dass man das Buch vor allem zum Ende hin kaum aus der Hand legen kann. Auch die kleinen Nebenhandlungen konnten mich sehr überzeugen. Sie fügen sich nahtlos in das Hauptgeschehen ein und runden die Geschichte damit perfekt ab.Daneben hat mich noch sehr positiv überrascht, wie gut sich dieses Buch in die Handlung aus „Die Chroniken der Unterwelt“ einfügt. Die Autorin hat in der Hauptreihe extra eine Lücke für die Möglichkeit einer Geschichte über Alec und Magnus freigelassen. In „Die Roten Schriftrollen“ erfährt man viel neues Hintergrundwissen über Magnus, Alec und ihre Beziehung zueinander. Da hier auch kein Detailwissen von der Hauptreihe vorausgesetzt wird, ist das Buch somit auch für diejenigen geeignet, die „Die Chroniken der Unterwelt“ vor einiger Zeit gelesen haben.


Die Ausarbeitung der Charaktere ist den Autoren in diesem Buch insgesamt gut gelungen. Alle Figuren, auch altbekannte Nebencharaktere, werden sehr authentisch dargestellt und ihre Beziehungen zueinander gut verdeutlicht. Dennoch hätte ich mir gewünscht, einen tieferen Einblick in Alecs und Magnus Gedankenwelt zu bekommen. Vor allem bei Alec fehlt es mir teilweise an Tiefe. Letzteres mag vielleicht aber auch der Erzählform geschuldet sein. Das Buch besitzt nämlich einen Er-Erzähler, wodurch in meinen Augen fast immer generell eine Distanz zwischen Charakteren und Lesern aufgebaut wird.


Insgesamt kann ich sagen, dass mir der Auftakt der Trilogie um Alec und Magnus gut gefallen hat.Überzeugen konnte er mich vor allem durch die durchdachte Handlung. Des Weiteren muss ich ehrlich zugeben, dass ich die beiden Hauptcharaktere schon in „Die Chroniken der Unterwelt“ sehr in mein Herz geschlossen habe und sie hiermit noch mehr lieb gewonnen habe. Eine klare Leseempfehlung für alle Fans der Schattenjägerwelt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2020

Ein berührender Fantasy-Roman!

Crescent City 1 – Wenn das Dunkel erwacht
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"Through love all is possible." - Sarah J. Maas


Dieser Satz aus "Crescent City" hat mich sehr berührt und gehört nun zu meinen liebsten Buchzitaten.
So wie dieses Zitat, konnte ich mich auch der Rest ...

"Through love all is possible." - Sarah J. Maas


Dieser Satz aus "Crescent City" hat mich sehr berührt und gehört nun zu meinen liebsten Buchzitaten.
So wie dieses Zitat, konnte ich mich auch der Rest des Buches überzeugen.

Der Schreibstil ist wie immer flüssig zu lesen und einzigartig.
Die Handlung war auch sehr originell und die Idee dahinter hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Der Aufbau der Geschichte ist durchdacht und schlüssig. Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, dass sich die Autorin etwas in den Nebenhandlungen verrannt hat, aber das hat nicht zum Verlust des Lesespaß geführt und ist daher kaum nennenswert.
Die Handlung ist - vor allem am Ende - eine spannende, emotionale Achterbahnfahrt. Ich muss aber auch kurz erwähnen, dass, selbst für einen Fantasy-Roman, die Protagonistin gegen Ende des Buches zu viel Glück hatte. Das fand ich etwas unrealistisch - wenn das Sinn macht.

Die Charaktere waren wie immer gut ausgearbeitet und ich konnte sie alle in mein Herz schließen. Ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen waren alle authentisch.
Positiv überrascht hat mich vor allem die tiefgründige Freundschaft zwischen Danika und Bryce. Obwohl man auch nicht unbedingt einen riesigen Einblick in diese bekommen hat, fühlt sie sich dennoch sehr vielschichtig an und ist mir unter die Haut gegangen.
Die Liebesbeziehung zwischen den Protagonisten fand ich hingegen etwas oberflächlicher und der Funke ist da bei mir noch nicht ganz übergesprungen - aber vielleicht kommt das ja in Band zwei.

Als Fazit kann ich also sagen, dass mir das Buch trotz kleiner Schwächen sehr gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2020

Interessanter Psychothriller

Sieben Lügen
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Inhalt:

Jane und Marnie sind beste Freundinnen - und unter Freunden kann man doch ehrlich sein, oder? Doch um ihre Freundschaft zu retten, fängt Jane an Lügen zu spinnen. Die eine zieht die andere nach ...

Inhalt:

Jane und Marnie sind beste Freundinnen - und unter Freunden kann man doch ehrlich sein, oder? Doch um ihre Freundschaft zu retten, fängt Jane an Lügen zu spinnen. Die eine zieht die andere nach sich und irgendwann wird es zu einem tödlichen Spinnennetz, aus dem es augenscheinlich kein Entkommen gibt…

Meinung:

Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt. Jeder von ihnen beinhaltet die Geschichte, die zur jeweiligen Lüge führt. Diesen Aufbau finde ich sehr gelungen, da er meine Neugier steigern konnte. Auch die gewählte Erzählform hat mein Interesse geweckt. Die Handlung wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Jane erzählt, wobei diese sich immer wieder direkt an eine andere Person wendet. Somit wirkt es so, als würde sie die Geschichte jemanden mitteilen. Der Schreibstil hat diese besondere, eher unkonventionelle Erzählweise gut und fließend in die Geschichte eingebunden, so dass das Leseerlebnis dadurch nicht gestört wurde.

Die Handlung des Buches finde ich grundsätzlich sehr interessant. Jede Lüge hat eine Geschichte und zeigt durch diese die gefährlichen Abgründe der menschlichen Psyche auf - und dies so realistisch, dass mir manchmal die Luft weggeblieben ist. Die Geschichte entfaltet sich gezielt und besitzt durchweg einen roten Faden, der schlüssig konstruiert ist. Auch die Details der Handlung waren gut durchdacht und haben mich mehr als einmal zum Nachdenken gebracht. Letztere haben zusammen mit dem Konstrukt aus Nebenhandlungen überwiegend zu dem erschreckend realitätsnahen Leseerlebnis beigetragen.

Es ist also nachvollziehbar wenn ich sage, dass ich auf der einen Seite von der Handlung begeistert war. Auf der anderen Seite ist mir im Verlauf der Geschichte dann aber leider eine, für mich, große Schwäche ins Auge gefallen: Die fehlende Spannung. Zu Beginn des Buches gibt es einen kleinen Spannungsbogen. Danach scheint es so, als hätte die Autorin fast ganz auf die Spannung verzichtet. Nach ungefähr der Hälfte des Buches war meine Neugier auf das Ende der Geschichte fast nicht mehr vorhanden und ich musste mich teilweise dazu zwingen weiterzulesen. Das hat das Leseerlebnis in der ganzen zweiten Hälfte des Buches negativ beeinflusst.

Diese Enttäuschung wurde leider nur ein wenig durch die solide Ausarbeitung der Protagonisten gelindert. Vor allem Jane konnte mich da überzeugen. Ihr Gedankenfluss erscheint zwar manchmal simpel, ist dennoch bei genauerem Hinsehen komplex - genau wie ihr Charakter. Die Autorin hat sich an dieser Stelle bemerkbar viel Mühe gegeben, was sich in der Authentizität von Jane widerspiegelt. Die anderen Charaktere wurden meiner Meinung nach aber leider etwas vernachlässigt. Sie spielen zwar für die Handlung eine große Rolle, dennoch erscheinen sie eher blass. Dies kann natürlich aber auch gezielt von der Autorin gewollt sein, weil wir die Geschichte ja durch Janes Augen erleben.

Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch durch seine Einzigartigkeit und Realitätsnähe begeistern konnte. Dennoch besitzt es auch Schwächen, wie zum Beispiel die überwiegend fehlende Spannung, die schwer ins Gewicht fallen.
3,5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

Ein Buch für eventuell die jüngere Leserschaft

Lovely Curse, Band 1
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Ich hatte Anfangsschwierigkeiten und konnte mich erst einmal nicht wirklich in der Geschichte zurechtfinden. Der Schreibstil ist zwar flüssig und leicht, dennoch auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, da ...

Ich hatte Anfangsschwierigkeiten und konnte mich erst einmal nicht wirklich in der Geschichte zurechtfinden. Der Schreibstil ist zwar flüssig und leicht, dennoch auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, da manchmal Wörter verwendet werden, die sich eher an die jüngere Zielgruppe richten. Klar, für letztere ist das wahrscheinlich kein Störfaktor, für mich allerdings schon.

Die Charaktere sind meiner Meinung nach nicht ausreichend ausgestaltet worden. Alle Basisinformationen sind zwar vorhanden, dennoch fehlt hier das Detail. Die Protagonistin durchlebt ein Wechselbad der Gefühle und widerspricht sich sehr oft. Dadurch kann ich sie nicht wirklich einschätzen und ihr Charakter wirkt umdurchscheinend und unschlüssig. Sie selbst beschreibt sich zwar immer mit ein paar Eigenschaften und will somit augenscheinlich andeuten, dass sie eine Charakterentwicklung durchmacht bzw. durchgemacht hat. Ich als Leser kann das aber so nicht bestätigen, vor allem weil diese Eigenschaften nur manchmal vorhanden sind. Ich denke es wird durch diese Erklärung nicht überraschend sein, dass mir die Protagonistin mit Fortschreiten des Buches immer mehr auf die Nerven gegangen ist. Genauso erging es mir mit Simon. Jener hat keinerlei Charaktertiefe. Seine Beziehung zu Aria, der Protagonistin, ist toxisch. Er möchte sie die ganze Zeit kontrollieren und wissen, wo sie mit wem ist und was sie macht. Aria ist sich dessen manchmal bewusst und dann plötzlich ist sie ihm wieder total dankbar für sein toxisches Verhalten. Dabei vergisst sie ganz, dass es auch noch Menschen in ihrem Leben gibt, die sich in diesem Sinne normal verhalten. Wie Dean. Er hat sich ihr gegenüber zwar am Anfang im Sinne des "Bad Boys" wie ein Idiot verhalten, danach war er aber immer zuvorkommend, fürsorglich und nett. Das ignoriert die Protagonistin fast vollkommen. Zwar knistert es auch von ihrer Seite plötzlich ziemlich wenn Dean in ihrer Nähe ist, aber nein, Dean steht ja quasi für das Böse. Deshalb ist er schlecht und es ist richtig, sich von ihm fernzuhalten und ihn zu verletzen. Dean ist der einzige Charakter, den ich in mein Herz schließen konnte. Er ist authentischer und handelt schlüssiger als die anderen. Des Weiteren ist sein Sinn für Humor sehr amüsant.

Die Handlung an sich konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Sie plätschert vor allem am Anfang vor sich hin und ist kaum spannend. Alle Fantasy-Elemente wirken insgesamt etwas lächerlich, was sich irgendwann dann auf die ganze Geschichte ausgeweitet hat. Ich finde es wurde einfach zu lange gewartet, um mehr in den mystischen Teil der Handlung einzutauchen. Ich denke die jüngere Leserschaft könnte das vielleicht anders empfinden - mein zwölfjähriges Ich hätte dem Buch vielleicht etwas abgewinnen können.

Insgesamt kann ich also sagen, dass mich das Buch leider nicht überzeugen konnte. Wenn ich es nicht als Hörbuch gehört hätte, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen.
2,5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

Komplexer Fantasyroman

Das neunte Haus
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Es war schwierig sich in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil ist nicht leicht, aber dennoch einzigartig. Man wird schon zu Anfang mit vielen Informationen überhäuft und es wird einem schwer gemacht, ...

Es war schwierig sich in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil ist nicht leicht, aber dennoch einzigartig. Man wird schon zu Anfang mit vielen Informationen überhäuft und es wird einem schwer gemacht, sich in dieser neu erschaffenen Welt zurecht zu finden. Da die Protagonistin schon mehr Wissen hat als der Leser, wird erst einmal nicht viel erklärt. Es waren viele Fragezeichen in meinem Kopf, die durch sich häufende seltsamen Formulierungen - welche eventuell der Übersetzung geschuldet sind?! - vermehrt wurden. Allein durch die rückblickenden Kapitel wurden immer mehr Fragen geklärt und man lernt dadurch auch die Charaktere besser kennen. Letztere sind gut ausgearbeitet und auch ihre Beziehungen zueinander werden klar aufgezeigt.

Die Handlung an sich ist komplex und sehr gut durchdacht. Man merkt, dass sich die Autorin über so ziemlich alles Gedanken gemacht hat und dort noch viele Dinge schlummern, die sie in den weiteren Bänden aufgreifen wird.

Als Leser merkt man schnell, dass dies kein "normaler" Fantasyroman ist. Es werden auch Crime-Elemente eingebaut. Und trotz dieser Kombination ist das Buch noch erschreckend authentisch und realistisch. Es zeigt Abgründe auf und ist generell sehr düster gehalten.

Auch wenn ich gefühlt eine Ewigkeit gebraucht habe um diesen Roman zu beenden, konnte er mich überzeugen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich die Geschichte der Protagonistin in den weiteren Bänden weiterentwickeln wird!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere