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Veröffentlicht am 20.10.2019

Und dann?

Cinder & Ella
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Dass die Geschichte von Brian und Ella weiter geht, kam für mich völlig überraschend, da die Handlung aus meiner Sicht bereits in Band 1 abgeschlossen wurde und die beiden ihr märchenhaftes Happy End ...

Dass die Geschichte von Brian und Ella weiter geht, kam für mich völlig überraschend, da die Handlung aus meiner Sicht bereits in Band 1 abgeschlossen wurde und die beiden ihr märchenhaftes Happy End erhielten.

So überraschend Band 2 war, so klar war natürlich, dass ich es unbedingt lesen muss.

Brian und Ella sind endlich ein Paar. Nun müssen sie sich zusammen der „realen“ Welt stellen. Dabei werden nicht nur Brians Bekanntheit und Ellas neue Presse-Beliebtheit zu Problemen, sondern auch Ellas Beziehung zu ihrer Familie wird auf eine harte Probe gestellt. Zusätzlich hat sie immer noch mit den Folgen des Unfalls und ihren Komplexen wegen ihrer Narben zu kämpfen.

Das Cover passt im Prinzip gut zu Band 1 und ist auch sehr schön, leider beißen sich die Farben meiner Meinung nach etwas.

Die Geschichte ist leider etwas zerstückelt. Es werden immer wieder neue Themen angeschnitten, aber nicht weiterverfolgt. Es dreht sich sehr viel um Ellas Komplexe und das Interesse der Medien an ihr, wodurch Brian, ihre Freunde und das Alltägliche viel zu kurz kommen. Insgesamt ist es aber ganz interessant zu erfahren, wie Ellas Leben nach dem Happy End aussieht.

Ella an sich ist mir nach wie vor sehr sympathisch gewesen. Sie ist einfach sie selbst und gerade durch ihre Selbstzweifel wirkt sie authentisch. Leider stockt ihre Entwicklung, die in Band 1 große Fortschritte gemacht hat, ziemlich und erst gegen Ende tut sich hier nochmal etwas.

Von Brian erfährt man leider nicht mehr viel Neues. Er ist der sympathische, liebevolle und überaus verständnisvolle Freund, der versucht Ella das Leben zu erleichtern und sie vor dem ganzen Hollywood-Rummel zu schützen. Er selbst als Person bleibt dabei wie Vivian leider etwas auf der Strecke.

Toll fand ich, dass man auch neue Personen wie zum Beispiel Brians Mum kennenlernen durfte, die die Geschichte durchaus bereichern.
Kelly Orams Schreibstil ist nach wie vor sehr angenehm, sodass das Lesen gleich viel mehr Spaß macht.

Insgesamt hätte es meiner Meinung nach keinen zweiten Band geben müssen, da Band 1 in sich abgeschlossen ist. Von „Cinder & Ella – Happy End – Und dann?“ sollte man nicht zu viel erwarten oder sich den Kopf darüber zerbrechen, wie realistisch das Ganze sein könnte. Die Geschichte an sich ist ganz nett und es war schön noch mal etwas von den beiden zu hören. Man kann, muss die Fortsetzung aber nicht unbedingt lesen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.09.2019

Eine einzigartige, bunte, facettenreiche und skurrile Fortsetzung. Einfach grandios.

Die Spiegelreisende
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„Hier meine Meinung: Ihr braucht dringend Rat. Und mein Rat: Hört immer auf meine Meinung.“ (S. 165)

Mein Rat und meine Meinung: Lest dieses Buch!

Mit „Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters“ ...

„Hier meine Meinung: Ihr braucht dringend Rat. Und mein Rat: Hört immer auf meine Meinung.“ (S. 165)

Mein Rat und meine Meinung: Lest dieses Buch!

Mit „Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters“ hat Christelle Dabos ein irrwitziges, detailreiches, eigentümliches und fantastisches Universum erschaffen. Nun geht Ophelias Abenteuer in „Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“, dem zweiten Band der Saga, endlich weiter. Und es ist grandios.

Ophelia wird nun endlich offiziell in die Gesellschaft des Pols eingeführt und hat dabei nicht nur mit ihrem sturen, regelverliebten und scheinbar gefühllosen Verlobten Thorn und ihrer wuseligen Familie zu kämpfen, sondern muss sich auch vor den neusten Intrigen und Machtspielchen am Pol hüten. Als Vize-Erzählerin hat sie ungewollt Aufmerksamkeit auf sich gezogen und erhält schon bald anonyme Drohbriefe. Als kurz darauf bedeutende Persönlichkeiten der Himmelsburg verschwinden, gibt Faruk ihr den Auftrag die Vermissten zu suchen. Dabei gerät sie immer tiefer in die Welt der Illusionen und muss lernen, dass nichts ist wie es scheint.

Bereits als ich das Buch in den Händen hielt, war mir klar: Das ist was ganz besonderes! Das Cover ist mit viel Liebe gestaltet und in einem sanften Pastellgelb gehalten, das ebenso wie die feine detaillierte Zeichnung hervorragend zu Band 1 passt.

Schlägt man das Buch auf, so erleichtern ein Rückblick, ein Personenregister-Lesezeichen und eine Übersicht über die Familien einem den Wiedereinstieg in die Geschichte.
Aus der schüchternen und zurückhaltenden Ophelia, die wir in Band 1 kennenlernen durften, ist inzwischen eine starke junge Frau geworden, die eine enorme Entwicklung im Laufe der Geschichte durchmacht. Ophelia ist außergewöhnlich und mir sehr sympathisch, da sie sich trotz aller Widerstände nicht unterkriegen lässt und an den Steinen, die ihr in den Weg gelegt werden wächst, die Dinge selbst in die Hand nimmt und zeigt was sie kann. Trotzdem bleibt sie sich immer treu. Auch viele bereits lieb gewonnene Charaktere wie Thorn und Berenilde, Ophelias Großonkel, Archibald und Reineke, durch die die Geschichte so lebendig, liebenswürdig und spannend wird, dürfen natürlich weiterhin nicht fehlen.

Von Anfang bis Ende ist und bleibt es spannend. Es gibt noch so viel zu entdecken und immer wieder werden alte Fragen beantwortet, Hinweise gegeben und neue Fragen aufgeworfen. Es passiert unglaublich viel in diesen 611 Seiten, sodass es zum Teil fast schwer fällt den Überblick zu behalten und man das Gefühl hat nicht nur ein Buch zu lesen.

Christelle Dabos Schreibstil ist unbeschreiblich. Sie erschafft ein ganzes Universum, lässt die Leser in die Geschichte eintauchen, gibt jeder Figur eine ganz eigene Stimme und erweckt alles zum Leben. Eine einzigartige und originelle Saga, die man nicht verpassen sollte!

Christelle Dabos hat mit „Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“ eine äußerst gelungene Fortsetzung der Spiegelreisenden-Saga geschaffen, die die Leser wieder in eine bunte, facettenreiche, bezaubernde und einzigartige Welt mit skurrilen und liebenswerten Charakteren eintauchen lässt und für jeden Fantasy-Liebhaber ein Muss ist.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Originalität
  • Amtosphäre
Veröffentlicht am 12.05.2019

Ein Buch voller Lebensweisheiten

First Comes Love
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Wer ist dieses seltsame Mädchen, das seit neustem auf dem Campus herum streunert? Auf diese Frage bekommt der in sich gekehrte Gray schneller eine Antwort als ihm lieb ist, denn Dylan hat es sich in den ...

Wer ist dieses seltsame Mädchen, das seit neustem auf dem Campus herum streunert? Auf diese Frage bekommt der in sich gekehrte Gray schneller eine Antwort als ihm lieb ist, denn Dylan hat es sich in den Kopf gesetzt ihn als Freund zu gewinnen und ihn aus seinem Schneckenhaus heraus zu locken. Von da an beginnt sich Grays Leben radikal zu ändern. Dylan sprüht vor Lebensfreude, lebt ihre verrückten Ideen aus und kann gar nicht anders als andere Menschen zum Lächeln zu bringen. Keiner von beiden ahnt, welche Bedeutung dieser gemeinsame Sommer, in dem sie viel miteinander unternehmen, für beide haben wird…

Dylan und Gray sind zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Dylan ist ein au-ßergewöhnlicher Charakter und war mir sofort sehr sympathisch, da sie sehr individuell, intuitiv, erfrischend anders und voller Liebe für die ganze Welt ist. Leider wird sie während der ganzen Ge-schichte für den Leser nicht greifbar, was zum Teil daran liegt, dass man nur sehr wenig über sie als Person erfährt, aber auch an ihrer Kurzweiligkeit. Über Gray hingegen erfährt man sehr viel. Seine Vergangenheit, Gedanken, Gefühle, Probleme und Wünsche werden mit dem Leser geteilt. Er wird als seht tiefsinnig und anfangs auch als einsam dargestellt. Beide passen perfekt in ihre Geschichte und durch den Perspektivwechsel kann man sich als Leser gut in beide hineinversetzten.

„First comes love – liebe mich, wenn du dich traust“ von Katie Kacvinsky ist ein Liebesroman der anderen Art. Die Geschichte an sich behandelt ein eher „durchgekautes“ Thema, das durch sympathische und authentische Charaktere, sehr viele zum Teil versteckte Lebensweisheiten und das Fehlen nerviger Klischees gut umgesetzt wurde. Der Roman ist ein meiner Meinung nach sehr gelungen, da er von den Figuren lebt und ohne Aufbauschungen und Dramas auskommt. Zudem bleibt es von Anfang bis Ende spannend, wie sich die Beziehung zwischen Dylan und Gray entwickelt. Wer bereits andere Bücher von Katie Kacvinsky gelesen hat, der kennt bereits ihren angenehmen Schreibstil, der den Lesespaß noch steigert. Vollendet wird das ganze Buch durch das schöne Cover, das sehr gut zur Geschichte passt.

Insgesamt ist „First comes love“ ein für mich außergewöhnlicher Roman mit gelungenen Charakte-ren, der zum Nachdenken über das Leben anregt und in (k)einem Bücherregal fehlen sollte.

  • Cover
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 23.09.2018

Tempting the Beast

Tempting the Beast
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Celeste ist Literaturstudentin und modelt um sich ihr Geld zu verdienen. Als ihr Bruder Cameron ihr einen vielversprechenden Auftrag auf einer exklusiven Party verschafft, trifft sie auf den geheimnisvollen ...

Celeste ist Literaturstudentin und modelt um sich ihr Geld zu verdienen. Als ihr Bruder Cameron ihr einen vielversprechenden Auftrag auf einer exklusiven Party verschafft, trifft sie auf den geheimnisvollen Braden Hunter, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Dieser scheint der Einzige zu sein, der ihr helfen kann, nachdem ihr Bruder auf mysteriöse Weise verschwindet. Celeste geht mit Braden einen folgenschweren Deal ein: Er findet ihren Bruder und dafür gehört sie ihm.

„Tempting the Beast“ ist der Auftakt einer erotischen und fesselnden Dilogie von Peyton Dare mit einem wunderschönen Cover. Es ist relativ schlicht gestaltet, wirkt aber dennoch durch das dunkle Design mit der leuchtend blauen Schrift und den hellen Lichtreflektionen mysteriös und edel.

Peyton Dare hat einen absolut fesselnden Schreibstil, der die Leser geradezu zwingt das Buch am Stück durchzulesen. Geschickt verwebt sie Aspekte des Märchens „Die Schöne und das Biest“ mit ihren eigenen Ideen und schafft somit eine völlig neue Dimension zwischen Märchen und einer Welt voller Geheimnissen und Erotik. Die Geschichte wird im Wechsel aus den Perspektiven von Celeste und Braden erzählt und ermöglicht den Lesern so, sich in die beiden Hauptcharaktere besser hineinzuversetzen.

Die Handlung ist meiner Meinung nach nicht besonders spannend, da das Buch gefühlt fast nur aus erotischen Szenen besteht, und bis auf eine Ausnahme die Teile dazwischen recht ähnlich gestaltet sind.

Celeste fand ich zu Beginn des Buches sehr sympathisch und interessant, da sie Literatur studiert und modelt. Obwohl sie sehr hübsch ist, möchte sie nicht nur auf ihre Schönheit reduziert werden, wodurch sie bei mir extra Pluspunkte gesammelt hat. Besonders spannend ist ihre geheimnisvolle Vergangenheit, die immer wieder Rätsel aufwirft und ein essentieller Bestandteil der Handlung bildet. Dennoch konnte sie mich nicht ganz überzeugen. Im Verlauf des Buches wird sie sehr naiv dargestellt, hinterfragt und handelt meiner Meinung nach zu wenig und lässt sich zu leicht verführen. Braden ist hingegen ist sehr dominant und verkörpert authentisch den „Bad Boy“ des Buches. Trotzdem konnte er mich durch seine nicht greifbare und leicht arrogante Art nicht für sich gewinnen, da er irgendwie nichts tut um seinen Teil des Deals einzuhalten und scheinbar nur durch Rachegedanken und Verlangen angetrieben wird.

Insgesamt war das Buch recht gut geschrieben, aber dennoch fehlte mir persönlich die Spannung, die Abwechslung und die Tiefe in der Handlung. Empfehlen würde ich das Buch denen, die sehr erotische Bücher mögen und mit wenig Tiefgang zufrieden sind. Persönlich würde ich allerdings nicht nochmals zu dem Buch greifen.

  • Cover
  • Erotik
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 29.03.2018

Nach den Elfen im zweiten Band kommen nun die Drachen.

Das dunkle Archiv
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Irene Winters ist Bibliothekarin und sammelt im Auftrag der Bibliothek die verschiedensten Bücher in allen Ecken der unterschiedlichen Welten ein. Dabei wird sie stets von Kai, ihrem Lehrling, begleitet. ...

Irene Winters ist Bibliothekarin und sammelt im Auftrag der Bibliothek die verschiedensten Bücher in allen Ecken der unterschiedlichen Welten ein. Dabei wird sie stets von Kai, ihrem Lehrling, begleitet.

In ihrem neusten Abenteuer muss Irene alles daran setzen die für das Bestehenbleiben der Bibliothek unabdingbare Neutralität zwischen Drachen und Elfen zu sichern.

Irene kommt gerade von einem Auftrag zurück, als sie von der Drachendame Jin Zhi abgepasst wird. Diese ist Anwärterin auf ein hohes politisches Amt im südlichen Königreich der Drachen und konfrontiert Irene mit der Behauptung einer der anderen Bibliothekare würde ihren Konkurrenten Qing Song unterstützen. Durch diese Aussage wird die Neutralität der Bibliothek gefährdet. Irene begibt sich in die Bibliothek und wird auf die Mission geschickt, der Behauptung nachzugehen und gegebenenfalls den "Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen". Dazu reißt sie zusammen mit Kai in das New York der 20er Jahre und findet sich dort zwischen Gangsterbossen, einer fragwürdigen Polizei und undurchschaubaren Drachen-Intrigen wieder.

„Das dunkle Archiv“ von Genevieve Cogman ist der vierte Band der Bibliothek-Reihe und schließt an die vorherigen Bände an. Schon das Cover fügt sich optisch schön in die Reihe ein und auch das Erzählmuster wird beibehalten. So kommt es zum Beispiel, dass das Buch wieder einmal mit Irenes Flucht beginnt.

Irene war mir ab der ersten Seite des ersten Bands sofort sympathisch, so dass ich mich jedes Mal freue, sie erneut auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Sie findet für jedes Problem mit viel Witz und Kreativität eine Lösung und lässt sich nie unterkriegen, beispielsweise mischt sie sich theatralisch unter eine Demonstration um ihren Gegnern zu entgehen oder setzt in kniffeligen Situationen ihr Poker Face auf. Auch Kai möchte ich mit seiner geheimnisvollen und verführerischen Art nicht vermissen müssen, zudem bleibt es immer bis zum Ende spannend, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Irene entwickelt. Leider musste ich in diesem Band auf einige liebgewonnene Charaktere wie Vale verzichten, dafür trifft man aber auf so viele neue Gesichter, dass man fast keine Zeit hat den alten nachzutrauern.

Wie auch in den letzten Bänden wird die neue Welt authentisch und detailliert beschrieben, so dass man beinahe das Gefühl hat selbst in ihr zu leben. Insgesamt hatte ich allerdings auf etwas mehr Magie gehofft und auch die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr drachenlastig. Dafür erfährt man nun endlich mehr über die Bibliothek an sich. Formal gesehen ist Sprache angenehm und flüssig zu lesen und auch das Layout ist sehr schön gestaltet. Dadurch, dass es bis zum Ende spannend bleibt wie das Ganze ausgeht, hat es sehr viel Spaß gemacht „Das dunkle Archiv“ zu lesen und Irene für einige Stunden in ihrem Beruf zu begleiten. Zudem lässt der Schluss auf weitere Bände hoffen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch ein absolutes Muss für alle Bibliothek-Liebhaber ist, auch wenn es meiner Meinung nach nicht ganz so stark ist, wie die vorherigen Bände. Für alle die die Reihe noch nicht kennen, kann ich den ersten Band „Die unsichtbare Bibliothek“ nur empfehlen, denn es lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick ins Buch zu werfen.

  • Cover
  • Charaktere
  • Fantasie
  • Geschichte