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Veröffentlicht am 31.03.2020

Magie aus Sonne und Mond

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
1

Mit „Shadow Tales – Das Licht der fünf Monde“ erschafft Isabell May eine neue wundervolle Welt voller Mond- und Sonnenmagie. Die Protagonistin Lelani lebt in einem kleinen Dorf im Königreich Vale und ist ...

Mit „Shadow Tales – Das Licht der fünf Monde“ erschafft Isabell May eine neue wundervolle Welt voller Mond- und Sonnenmagie. Die Protagonistin Lelani lebt in einem kleinen Dorf im Königreich Vale und ist fasziniert von den fünf Monden. Als sich eines Nachts Lelanis geheimnisvolles Amulett öffnet, beginnt für sie eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und Zukunft. Begleitet wird sie dabei von ihrem besten Freund Haze und dem mysteriösen Kyran.

Das Cover ist wunderschön und erzeugt schon zu Beginn eine magische und mysteriöse Atmosphäre, die durch den Prolog aufgegriffen und verstärkt wird.
Die Geschichte an sich ist etwas zäh und zum Teil auch etwas vorhersehbar, trotzdem hat es viel Spaß gemacht Lelani auf ihrer Reise zu begleiten und Bekanntschaft mit den Blutwölfen, den Pixies und den Kelpies zu schließen. Besonders gut gefallen haben mir die Mond- und die Sonnenmagie, wobei ich mir gewünscht hätte noch mehr darüber zu erfahren.
Der Erzählstil ist sehr schön und man taucht direkt in die Geschichte ein. Durch die bildhafte Erzählung kann man sich alles sehr gut vorstellen.
Lelani als Protagonistin war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist bodenständig und doch verträumt. Einziger Kritikpunkt ist, dass sie Kyran sofort verfällt und er in ihren Augen der perfekte Märchenprinz ist. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr natürliches Misstrauen gewünscht. Auf die Dreiecksbeziehung hätte ich persönlich gut verzichten können.

Insgesamt ist Shadow Tales ein schöner Fantasy-Roman mit einer tollen Welt und interessanten Charakteren. Ich freue mich trotz mancher Kritikpunkte schon auf den zweiten Band und bin gespannt wie es weiter geht.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Fantasie
Veröffentlicht am 14.12.2019

Spannend bis zum Ende

Das tödliche Wort
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Irene Winters ist Bibliothekarin und sammelt im Auftrag der Bibliothek die verschiedensten Bücher in allen Ecken der unterschiedlichen Welten ein.

In ihrem neusten Abenteuer muss Irene alles daran setzen ...

Irene Winters ist Bibliothekarin und sammelt im Auftrag der Bibliothek die verschiedensten Bücher in allen Ecken der unterschiedlichen Welten ein.

In ihrem neusten Abenteuer muss Irene alles daran setzen einen politischen Mordfall aufzuklären um einen Frieden zwischen Drachen und Elfen zu ermöglichen. Es sieht nach einem Durchbruch aus, bis ein wichtiger Verhandlungsführer der Drachen ermordet wird. Der Täter muss schnellstens gefunden werden! (Klapptext)

„Das tödliche“ von Genevieve Cogman ist der fünfte Band der Bibliothek-Reihe und schließt an die vorherigen Bände an. Schon das Cover fügt sich optisch schön in die Reihe ein und auch das Erzählmuster wird beibehalten. Dennoch kann man das Buch auch ohne Vorwissen lesen.

Irene war mir ab der ersten Seite des ersten Bands sofort sympathisch, so dass ich mich jedes Mal freue, sie erneut auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Sie findet für jedes Problem mit viel Witz und Kreativität eine Lösung und lässt sich nie unterkriegen, beispielsweise setzt in kniffeligen Situationen ihr Poker Face auf. Auch Kai möchte ich mit seiner geheimnisvollen und verführerischen Art nicht vermissen müssen, zudem bleibt es immer bis zum Ende spannend, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Irene entwickelt. Besonders toll fand ich diesmal, dass Vale mehr ins Rampenlicht gerückt wird und seine Tätigkeit als Detektiv eine maßgebliche Rolle spielt.

Wie auch in den letzten Bänden wird alles authentisch und detailliert beschrieben. Formal gesehen ist Sprache angenehm und flüssig zu lesen und auch das Layout ist sehr schön gestaltet. Dadurch, dass es bis zum Ende spannend bleibt wie das Ganze ausgeht, hat es sehr viel Spaß gemacht „Das tödliche Wort“ zu lesen und mit Irene mit zu ermitteln und mit zu fiebern. Zudem lässt der Schluss auf weitere Bände hoffen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch ein absolutes Muss für alle Bibliothek-Liebhaber ist. Für alle die die Reihe noch nicht kennen, kann ich den ersten Band „Die unsichtbare Bibliothek“ nur empfehlen, denn es lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick ins Buch zu werfen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Originalität
  • Fantasie
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2019

Und dann?

Cinder & Ella
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Dass die Geschichte von Brian und Ella weiter geht, kam für mich völlig überraschend, da die Handlung aus meiner Sicht bereits in Band 1 abgeschlossen wurde und die beiden ihr märchenhaftes Happy End ...

Dass die Geschichte von Brian und Ella weiter geht, kam für mich völlig überraschend, da die Handlung aus meiner Sicht bereits in Band 1 abgeschlossen wurde und die beiden ihr märchenhaftes Happy End erhielten.

So überraschend Band 2 war, so klar war natürlich, dass ich es unbedingt lesen muss.

Brian und Ella sind endlich ein Paar. Nun müssen sie sich zusammen der „realen“ Welt stellen. Dabei werden nicht nur Brians Bekanntheit und Ellas neue Presse-Beliebtheit zu Problemen, sondern auch Ellas Beziehung zu ihrer Familie wird auf eine harte Probe gestellt. Zusätzlich hat sie immer noch mit den Folgen des Unfalls und ihren Komplexen wegen ihrer Narben zu kämpfen.

Das Cover passt im Prinzip gut zu Band 1 und ist auch sehr schön, leider beißen sich die Farben meiner Meinung nach etwas.

Die Geschichte ist leider etwas zerstückelt. Es werden immer wieder neue Themen angeschnitten, aber nicht weiterverfolgt. Es dreht sich sehr viel um Ellas Komplexe und das Interesse der Medien an ihr, wodurch Brian, ihre Freunde und das Alltägliche viel zu kurz kommen. Insgesamt ist es aber ganz interessant zu erfahren, wie Ellas Leben nach dem Happy End aussieht.

Ella an sich ist mir nach wie vor sehr sympathisch gewesen. Sie ist einfach sie selbst und gerade durch ihre Selbstzweifel wirkt sie authentisch. Leider stockt ihre Entwicklung, die in Band 1 große Fortschritte gemacht hat, ziemlich und erst gegen Ende tut sich hier nochmal etwas.

Von Brian erfährt man leider nicht mehr viel Neues. Er ist der sympathische, liebevolle und überaus verständnisvolle Freund, der versucht Ella das Leben zu erleichtern und sie vor dem ganzen Hollywood-Rummel zu schützen. Er selbst als Person bleibt dabei wie Vivian leider etwas auf der Strecke.

Toll fand ich, dass man auch neue Personen wie zum Beispiel Brians Mum kennenlernen durfte, die die Geschichte durchaus bereichern.
Kelly Orams Schreibstil ist nach wie vor sehr angenehm, sodass das Lesen gleich viel mehr Spaß macht.

Insgesamt hätte es meiner Meinung nach keinen zweiten Band geben müssen, da Band 1 in sich abgeschlossen ist. Von „Cinder & Ella – Happy End – Und dann?“ sollte man nicht zu viel erwarten oder sich den Kopf darüber zerbrechen, wie realistisch das Ganze sein könnte. Die Geschichte an sich ist ganz nett und es war schön noch mal etwas von den beiden zu hören. Man kann, muss die Fortsetzung aber nicht unbedingt lesen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.09.2019

Eine einzigartige, bunte, facettenreiche und skurrile Fortsetzung. Einfach grandios.

Die Spiegelreisende
1

„Hier meine Meinung: Ihr braucht dringend Rat. Und mein Rat: Hört immer auf meine Meinung.“ (S. 165)

Mein Rat und meine Meinung: Lest dieses Buch!

Mit „Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters“ ...

„Hier meine Meinung: Ihr braucht dringend Rat. Und mein Rat: Hört immer auf meine Meinung.“ (S. 165)

Mein Rat und meine Meinung: Lest dieses Buch!

Mit „Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters“ hat Christelle Dabos ein irrwitziges, detailreiches, eigentümliches und fantastisches Universum erschaffen. Nun geht Ophelias Abenteuer in „Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“, dem zweiten Band der Saga, endlich weiter. Und es ist grandios.

Ophelia wird nun endlich offiziell in die Gesellschaft des Pols eingeführt und hat dabei nicht nur mit ihrem sturen, regelverliebten und scheinbar gefühllosen Verlobten Thorn und ihrer wuseligen Familie zu kämpfen, sondern muss sich auch vor den neusten Intrigen und Machtspielchen am Pol hüten. Als Vize-Erzählerin hat sie ungewollt Aufmerksamkeit auf sich gezogen und erhält schon bald anonyme Drohbriefe. Als kurz darauf bedeutende Persönlichkeiten der Himmelsburg verschwinden, gibt Faruk ihr den Auftrag die Vermissten zu suchen. Dabei gerät sie immer tiefer in die Welt der Illusionen und muss lernen, dass nichts ist wie es scheint.

Bereits als ich das Buch in den Händen hielt, war mir klar: Das ist was ganz besonderes! Das Cover ist mit viel Liebe gestaltet und in einem sanften Pastellgelb gehalten, das ebenso wie die feine detaillierte Zeichnung hervorragend zu Band 1 passt.

Schlägt man das Buch auf, so erleichtern ein Rückblick, ein Personenregister-Lesezeichen und eine Übersicht über die Familien einem den Wiedereinstieg in die Geschichte.
Aus der schüchternen und zurückhaltenden Ophelia, die wir in Band 1 kennenlernen durften, ist inzwischen eine starke junge Frau geworden, die eine enorme Entwicklung im Laufe der Geschichte durchmacht. Ophelia ist außergewöhnlich und mir sehr sympathisch, da sie sich trotz aller Widerstände nicht unterkriegen lässt und an den Steinen, die ihr in den Weg gelegt werden wächst, die Dinge selbst in die Hand nimmt und zeigt was sie kann. Trotzdem bleibt sie sich immer treu. Auch viele bereits lieb gewonnene Charaktere wie Thorn und Berenilde, Ophelias Großonkel, Archibald und Reineke, durch die die Geschichte so lebendig, liebenswürdig und spannend wird, dürfen natürlich weiterhin nicht fehlen.

Von Anfang bis Ende ist und bleibt es spannend. Es gibt noch so viel zu entdecken und immer wieder werden alte Fragen beantwortet, Hinweise gegeben und neue Fragen aufgeworfen. Es passiert unglaublich viel in diesen 611 Seiten, sodass es zum Teil fast schwer fällt den Überblick zu behalten und man das Gefühl hat nicht nur ein Buch zu lesen.

Christelle Dabos Schreibstil ist unbeschreiblich. Sie erschafft ein ganzes Universum, lässt die Leser in die Geschichte eintauchen, gibt jeder Figur eine ganz eigene Stimme und erweckt alles zum Leben. Eine einzigartige und originelle Saga, die man nicht verpassen sollte!

Christelle Dabos hat mit „Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“ eine äußerst gelungene Fortsetzung der Spiegelreisenden-Saga geschaffen, die die Leser wieder in eine bunte, facettenreiche, bezaubernde und einzigartige Welt mit skurrilen und liebenswerten Charakteren eintauchen lässt und für jeden Fantasy-Liebhaber ein Muss ist.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Originalität
  • Amtosphäre
Veröffentlicht am 12.05.2019

Ein Buch voller Lebensweisheiten

First Comes Love
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Wer ist dieses seltsame Mädchen, das seit neustem auf dem Campus herum streunert? Auf diese Frage bekommt der in sich gekehrte Gray schneller eine Antwort als ihm lieb ist, denn Dylan hat es sich in den ...

Wer ist dieses seltsame Mädchen, das seit neustem auf dem Campus herum streunert? Auf diese Frage bekommt der in sich gekehrte Gray schneller eine Antwort als ihm lieb ist, denn Dylan hat es sich in den Kopf gesetzt ihn als Freund zu gewinnen und ihn aus seinem Schneckenhaus heraus zu locken. Von da an beginnt sich Grays Leben radikal zu ändern. Dylan sprüht vor Lebensfreude, lebt ihre verrückten Ideen aus und kann gar nicht anders als andere Menschen zum Lächeln zu bringen. Keiner von beiden ahnt, welche Bedeutung dieser gemeinsame Sommer, in dem sie viel miteinander unternehmen, für beide haben wird…

Dylan und Gray sind zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Dylan ist ein au-ßergewöhnlicher Charakter und war mir sofort sehr sympathisch, da sie sehr individuell, intuitiv, erfrischend anders und voller Liebe für die ganze Welt ist. Leider wird sie während der ganzen Ge-schichte für den Leser nicht greifbar, was zum Teil daran liegt, dass man nur sehr wenig über sie als Person erfährt, aber auch an ihrer Kurzweiligkeit. Über Gray hingegen erfährt man sehr viel. Seine Vergangenheit, Gedanken, Gefühle, Probleme und Wünsche werden mit dem Leser geteilt. Er wird als seht tiefsinnig und anfangs auch als einsam dargestellt. Beide passen perfekt in ihre Geschichte und durch den Perspektivwechsel kann man sich als Leser gut in beide hineinversetzten.

„First comes love – liebe mich, wenn du dich traust“ von Katie Kacvinsky ist ein Liebesroman der anderen Art. Die Geschichte an sich behandelt ein eher „durchgekautes“ Thema, das durch sympathische und authentische Charaktere, sehr viele zum Teil versteckte Lebensweisheiten und das Fehlen nerviger Klischees gut umgesetzt wurde. Der Roman ist ein meiner Meinung nach sehr gelungen, da er von den Figuren lebt und ohne Aufbauschungen und Dramas auskommt. Zudem bleibt es von Anfang bis Ende spannend, wie sich die Beziehung zwischen Dylan und Gray entwickelt. Wer bereits andere Bücher von Katie Kacvinsky gelesen hat, der kennt bereits ihren angenehmen Schreibstil, der den Lesespaß noch steigert. Vollendet wird das ganze Buch durch das schöne Cover, das sehr gut zur Geschichte passt.

Insgesamt ist „First comes love“ ein für mich außergewöhnlicher Roman mit gelungenen Charakte-ren, der zum Nachdenken über das Leben anregt und in (k)einem Bücherregal fehlen sollte.

  • Cover
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Atmosphäre