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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2020

Fernab der niedlichen Elfengeschichten - und voll von Phantasie

Lia Sturmgold – Die Macht der Kristalle
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Lia Dornmeier ist elf Jahre alt und liebt Hockey. Sie trainiert gerade im Stadtpark für ein wichtiges Spiel, als sie der Puck trifft und dann...steckt sie auf einmal in einem Elfenkörper.
Das ist der ...

Lia Dornmeier ist elf Jahre alt und liebt Hockey. Sie trainiert gerade im Stadtpark für ein wichtiges Spiel, als sie der Puck trifft und dann...steckt sie auf einmal in einem Elfenkörper.
Das ist der Beginn eines phantastischen Abenteuers! Denn natürlich hat Lia keinen Plan vom Elfenleben und will so schnell wie möglich zurück in ihren Körper. Doch stattdessen landet sie in einem berühmten Elfeninternat.

Dieses Buch hat mich völlig begeistert. Es ist so phantasievoll, das Leben im Elfeninternat Springwasser hat jeden Tag viele Überraschungen zu bieten.
Es ist lustig, magisch und mysteriös, hat aber auch eine Botschaft.
Was mir besonders gut gefällt: die Elfen sind so verschieden wie wir Menschen und es ist gar nicht alles rosa Glitzerstaub in Springwasser. Ganz im Gegenteil. Es gibt Neid, Missgunst, Machtspielchen, aber vor allem auch echte Freundschaft und Zusammenhalt. Und natürlich nicht nur ein Geheimnis.

Man kann sich alles ganz genau vorstellen - und ich wäre zu gerne auch einmal im Elfeninternat und würde sofort den leckeren Wolkenbrei probieren. Aber leider sind Menschen dort nicht erlaubt.

Empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren, man kann es m. E. durchaus auch schon etwas früher lesen, wenn man nicht ganz zart besaitet ist. Es ist lange nicht so düster und gruselig wie Harry Potter, viel kindgerechter und gleich eines meiner Lieblings-Kinder-Fantasy-Bücher geworden.

Übrigens: auch wenn es überwiegend um Lia und ihre Elfenfreundinnen geht, es gibt auch tolle Elfenjungs im Internat

Die Buchrückseite sagt: "Der bezaubernde erste Band einer Elfenmädchen-Serie" - ich freue mich jetzt schon riesig auf weitere Bände.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2020

Wunderschönes Buch für Reise-Inspirationen

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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Hiergeblieben!

Das ist nicht nur der Buchtitel, sondern auch für Viele von uns das Reisemotto 2020. Urlaub im eigenen Land ist die Devise. Aber wohin nur? Nord- und Ostseeorte sind in den Sommermonaten ...

Hiergeblieben!

Das ist nicht nur der Buchtitel, sondern auch für Viele von uns das Reisemotto 2020. Urlaub im eigenen Land ist die Devise. Aber wohin nur? Nord- und Ostseeorte sind in den Sommermonaten schrecklich überfüllt.

Wenn man keine Idee hat, wohin man fahren möchte, ist dieses Buch eine richtig schöne Inspirationsquelle. Großformatig und mit schönen Fotografien hat es ein witziges Konzept. Berühmte Orte im Ausland, wie z.B. die kunterbunten Badehäuschen in Südafrika bekommen einen deutschen Zwilling gegenübergestellt. Jeweils ein kleines Foto für das "Original" und dann mit großem Foto die deutsche Entsprechung.

Ich kenne ganz viele der vorgestellten inländischen Reiseziele tatsächlich noch nicht. Neben dem doppelten Lottchen gibt es dann noch weitere Infos zum Ziel, Übernachtungs- und Restauranttipps sowie Anregungen, was man in der Gegend sonst noch unternehmen könnte.

Besonders gut gefällt mir die Mischung - neben ganz bekannten Orten gibt es auch ganz, ganz viele mir bislang völlig unbekannte Destinationen.

Das Buch ersetzt keinen Reiseführer, dafür kann es bei 55 Reisezielen nicht in Tiefe gehen, aber es gibt Anregungen für Entdeckungen innerhalb Deutschlands und ist so schön konzipiert, dass man sofort und auf der Stelle verreisen will.
Mein absolute Neuentdeckung & mein persönliches Must-see ist der Geysir von Andernach.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 07.07.2020

Nervensäge Julius ist zurück - und mit ihm sein mieses Karma

Mina und die Karma-Jäger - Fiese Tat im Internat
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Mina -vielmehr ihre Freunde - haben eine geniale Erfindung gemacht. Na gut, sie hat noch ein paar Ecken und Kanten, na gut, eigentlich funktioniert sie noch nicht so wirklich, aber die Idee ist genial! ...

Mina -vielmehr ihre Freunde - haben eine geniale Erfindung gemacht. Na gut, sie hat noch ein paar Ecken und Kanten, na gut, eigentlich funktioniert sie noch nicht so wirklich, aber die Idee ist genial!


Als ob das nicht aufregend genug wäre, ist Julius zurückgekehrt. Natürlich nicht, weil er Freundschaft sucht, sondern weil seine Karmapunkte wieder unterirdisch sind.
Auch dieses Mal ist Julius fürchterlich nervig und Mina total hilfsbereit und gutherzig. Aber in Band 2 lernen wir Julius etwas besser kennen und können auch ein wenig in seine Vergangenheit schauen. Ganz so übel ist er gar nicht und es gab Szenen, da hatte ich richtig Mitleid. Armer Julius!

Für meinen Geschmack hat Band 2 das Potential jetzt voll genutzt, es ist richtig rund geworden. Witzig, frech, schnoddrig und etwas absurd war es ja bereits in Band 1, jetzt konnte man aber manches auch noch besser nachvollziehen und vor allem auch mit dem vermeintlichen unsympathischen Julius (manchmal) mitfühlen.

Der Klimawandel ist auch unterschwellig Thema. Ich habe momentan den Eindruck, dass das quasi Bedingung ist, um aktuell überhaupt ein Kinderbuch veröffentlichen zu können. Bitte nicht falsch verstehen, finde ich gut und wichtig, ich habe inzwischen ganz viele richtig tolle Kinderbücher darüber gelesen, aber es so als Pflichtaufgabe jetzt überall mit zu verfrühstücken?
Hier also auch inklusive, allerdings nur am Rande, in erster Linie ist es ein lustiges Quatschbuch im positiven Sinn, das auch zeigt, dass man eben nicht mit allem durchkommt und alle Taten auch eine Folge haben. Und mal ehrlich: Karmalevel "doppelt ekelig besoffene Kopflaus" - das will man wirklich nicht.



Im Sommer geht es schon weiter mit dem dritten und letzten Teil - und ich bin schon richtig gespannt, was dann passiert. Vor allem, wie dann das Ende ist - eigentlich ist ja ein Happy Karma-End eines, in dem der Geist dann dem Kreislauf entgeht, aber dann wäre Julius ja weg? Sehr spannend, aber wir müssen ja nicht mehr allzu lange warten.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2020

Kleiner Hamster ganz groß

Hamster Humboldt. In der Größe liegt die Kraft
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Hamster Humboldt hat eine supernette Familie: Elli, ein neugieriger Lockenkopf, von Humboldt liebevoll Wuscheline genannt, und Babs, Ellis Mutter und geniale Gurkenrädchenschnitzerin (ihr ahnt, wer darauf ...

Hamster Humboldt hat eine supernette Familie: Elli, ein neugieriger Lockenkopf, von Humboldt liebevoll Wuscheline genannt, und Babs, Ellis Mutter und geniale Gurkenrädchenschnitzerin (ihr ahnt, wer darauf abfährt?).

Ein Lottogewinn bringt ihr friedliches Leben ganz schön durcheinander - denn nach der Freude der Schreck: sie werden erpresst!
Klar, dass Humboldt hier einschreiten muss. Überhaupt ist der kleine Hamster mit einem unerschütterlichen Selbstvertrauen ausgestattet....

Das Buch hat das gewisse Etwas - es ist voll von witzigen und phantasievollen Details und lebt von seinen sympathischen, manchmal etwas verschrobenen, aber stets liebevollen Charakteren. Na gut, einige wenige sind gar nicht liebevoll, aber dafür gibt es ja zum Glück Humboldt.

Dem Kind hat besonders gefallen, dass Humboldt so lustig und von sich eingenommen ist und dass es so viele verschiedene tierische Mitstreiter gibt. Manche zeigen ihr wahres Gesicht erst nach und nach, das war total interessant und spannend zu lesen.
Wir mögen Bücher, in denen Tiere die Helden sind, ganz besonders gerne und Humboldt spielt hier in der Premiumliga.

Eine spannende und lustige Abenteuergeschichte, die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können. Hoffentlich gibt es noch viele weitere Abenteuer mit Humboldt und seinen Freunden.

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Veröffentlicht am 04.07.2020

Mein "erster Ritter", sicher nicht mein letzter

Dunkles Lavandou
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Diese gefühlt unzähligen "Lavendel-Cover-Krimis", die es auf dem Büchermarkt gibt, haben bislang überhaupt nicht angesprochen, ich kann gar nicht genau sagen, warum ich hier nun doch zugegriffen habe. ...

Diese gefühlt unzähligen "Lavendel-Cover-Krimis", die es auf dem Büchermarkt gibt, haben bislang überhaupt nicht angesprochen, ich kann gar nicht genau sagen, warum ich hier nun doch zugegriffen habe.

Nun denn, das Buch hat mir sehr gut gefallen.


Da ist zum einen Leon Ritter, ein aus Deutschland ausgewanderter Gerichtsmediziner, der eine andere Sicht als die Polizei hat, ein gelungener Perspektivenwechsel. Zudem entspricht er nicht dem Klischee des völlig verschrobenen Gerichtsmediziners, sondern ist rundum sympathisch. Auch einmal schön!

Dann natürlich der Ort: die Provence. Es macht Spaß, mit Ritter über einen Markt zu bummeln, Olivenpaste einzukaufen, auf einen Café Creme einzukehren und am Dorftratsch teilhaben zu können.


Der aktuelle, schon sechste Fall, ist auch ohne Vorkenntnisse zu lesen, gar kein Problem. Brutale Morde, die seltsame Parallelen aufweisen - ich fand es sehr spannend und ziemlich düster und brutal. So gar keine lila Lavendelromantik

Beste Unterhaltung - Leon Ritter, Isabelle & Le Lavandou werde ich bestimmt weiterverfolgen.

  • Cover
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