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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2019

Unterschiedliche Meinung von Mutter und Kind

Rulantica (Bd. 1)
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Normalerweise sind wir (Leseratte, weiblich, 10 Jahre) und ich (Mutter) einer Meinung, was Bücher angeht, hier haben wir aber einmal eine unterschiedliche Einschätzung.
Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet, ...

Normalerweise sind wir (Leseratte, weiblich, 10 Jahre) und ich (Mutter) einer Meinung, was Bücher angeht, hier haben wir aber einmal eine unterschiedliche Einschätzung.
Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet, schon am Einband erkennbar, setzt sich das im Innenteil fort. Ganz viel Farbe, auch ganzseitig mit farbigem Hintergrund hinterlegte Seiten, auf antik gemachte vergilbte Seiten, bunte Illustrationen, für ein Buch in dieser Preisklasse unglaublich. Während das Kind hiervon begeistert war, fand ich es beim Lesen eher anstrengend, es war mir zu unruhig und auch weiße Schrift auf blauem Grund ist nicht mein Fall (ist aber nur ab und an, nicht flächendeckend).

Zum Inhalt: Auch hier wird zehnjährigen Leser*innen schon einiges abverlangt (empfohlenes Lesealter ist 10-12 Jahre). Zum Einstieg viele Götter mit komplizierten Namen, Wechsel von der Welt der Götter in die Wasserwelt und wieder in die reale Welt der Menschen und zurück, anfangs fand ich keinen richtigen Zugang und hätte nicht gedacht, dass es Kindern anders geht.
Aber auch hier die Kindermeinung, dass es zwar anfangs kompliziert ist, aber man halt einfach weiterlesen muss, dann wird es doch klar.
O.K. - ich traue offensichtlich der jungen Leserin zu wenig zu.

Während ich tatsächlich ungefähr das halbe Buch zum warmwerden gebraucht habe, war die Tochter gleich nach ein paar Seiten begeistert. Die Geschichte ist aber tatsächlich richtig, richtig gut (bei mir eben mit den eben erwähnten Startschwierigkeiten), spannend, voller Fantasie, toll beschrieben, so dass man sich alles prima vorstellen kann, mit einem tierischen besten Freund (Snorri, wir lieben Dich!). Fantasy in der besten Umsetzung.

Fazit: hier durfte das Zielgruppen-Kind die Bewertung abgeben, volle fünf Sterne und absolute Begeisterung

Veröffentlicht am 09.11.2019

Familienauszeit in Norwegen

Eigentlich nordwärts
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Das Buch dokumentiert die Reise der Familie (Mutter, Vater und Sohn Noah, zum Zeitpunkt der Reise kurz vor dem Schuleintritt stehend) sowie auf einer Teilstrecke auch noch der Familienhund Metti.
Eine ...

Das Buch dokumentiert die Reise der Familie (Mutter, Vater und Sohn Noah, zum Zeitpunkt der Reise kurz vor dem Schuleintritt stehend) sowie auf einer Teilstrecke auch noch der Familienhund Metti.
Eine dreimonatige Auszeit aus dem Job hat die Reise so erst möglich gemacht.
Im ersten Teil erfährt man, was das Wörtchen "Eigentlich" im Titel bedeutet.
Pläne sind dazu da, geändert zu werden...Insgesamt ist der erste Teil eher der Vorbereitung und des "So war das ja nicht gedacht" Reisens gewidmet und war für mich etwas zäh zum Lesen.

Die eigentliche Fahrradreise startet dann - ich dachte ja bislang, dass das in Norwegen völlig easy ist, da man fast überall sein Zelt aufschlagen darf.
Wie das dann tatsächlich war, das erfährt man dann im Buch.
Richtig gut hat mir gefallen, dass es so authentisch ist, eben kein Hochglanz-Foto-Doku von tollen Fjordlandschaften, sondern die Realität. Die da in Norwegen durchaus öfters einfach REGEN heißt oder viel mehr Kilometer als gedacht, bis endlich ein geeigneter Schlafplatz gefunden wird.
Aber auch - und vor allem - viele innige Familienzeit und bereichernde Begegnungen unterwegs.
Die Familie ist gläubig und ihr Glaube ist selbstverständlicher Bestandteil der Reise, liest sich aber keineswegs missionarisch, gehört eben dazu - hat mich aber anfangs etwas irritiert.

Das Buch ist sehr hochwertig, viele Fotos, auch doppelseitige sowie eine Karte, die die Route veranschaulicht, machen das Mitreisen lebendiger.
Die Fotoauswahl gefällt mir gut: die kleinen Momente wie das Steinkunstwerkbauen, ein Luftsprung von Noah und dann wieder ganzseitige Landschaftsfotos und Fotos der schwerbepackten Räder, eine schöne Balance, die da gewählt wurde.

Ich fand es spannend, diese Reise zu begleiten - auch oder gerade weil ich mir diese Art des Reisens nicht zutrauen würde (und wohl auch nicht möchte...).

Veröffentlicht am 02.11.2019

Wunderschönes Buch mit vielen, vielen Details, eine Inspirationsquelle

Du darfst auf meine Haut
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Alle meine Bücher aus dem Löwenzahn-Verlag sind bislang ausnahmslos so wunderschön und liebevoll gestaltet, dass ich sie am liebsten immerzu streicheln möchte. So auch dieses hier.
Schon auf der Innenseite ...

Alle meine Bücher aus dem Löwenzahn-Verlag sind bislang ausnahmslos so wunderschön und liebevoll gestaltet, dass ich sie am liebsten immerzu streicheln möchte. So auch dieses hier.
Schon auf der Innenseite beginnt es: ein kleines persönliches Rezeptbüchlein liegt bei, quasi ein Notizbuch für alle Lieblingsrezepte.
Und dann geht es auch schon wirklich los.

Zuerst wird im Badezimmer aufgeräumt, denn eigentlich brauchen wir all die 100 Tiegelchen und Töpfchen nicht, die sich da angehäuft haben. Fünf Produkte reichen aus. Der ganze Abschnitt dreht sich um Inhaltsstoffe, Reduzierung und Co.

Dann gibt es Grundlageninfos zum Kräuter- und Pflanzensammeln und Pflanzenporträts. Von A wie Ätznatron bis Z wie Zinkoxid, jede Menge Infos.

Für völlig Ahnungslose in der Pflanzenwelt wird es hier allerdings schon schwierig, denn Pappelknospen, Drüsiges Springkraut & Co werden zwar gut beschrieben, aber leider gibt es weder Foto noch Zeichnung direkt daneben und wenn man die Pflanzen nicht kennt, dann braucht man Sekundärliteratur. Hier hätte ich mir noch etwas mehr erhofft.

Die folgenden Rezepte sind von einer überwältigenden Bandbreite - von kühlendem Wegerich-Fußgel zu Notfall-Räuberöl, von AfterSun Kokos-Lavendel bis zu Deo, Zahncreme, Creme gegen Hautunreinheiten, Erkältungsbalsam... unglaublich, was sich alles mit der Natur im eigenen Haushalt zaubern lässt.

Dazu gibt es hilfreiche Fotos, Skizzen, Ausflüge in die Vergangenheit, ein Glossar, es macht einfach Spaß, das Buch von vorne bis hinten durchzustöbern.
Denn obwohl die Rezepte nicht allzu viele Zutaten brauchen - als Stadtmensch ohne Garten oder großen Balkon ist es gar nicht so einfach, an all die Kräuter und Pflanzen zu kommen. Auch Nachbars Birke kann man nicht einfach so anbohren.
Ich werde wohl trotz des bezaubernden Buches meine Naturkosmetik weiterhin kaufen, aber das Badezimmer von all dem überflüssigen Kram befreien, das mache ich sofort.

Fast vergessen, muss aber unbedingt noch erwähnt werden: ich schätze das stimmig Gesamtkonzept des Löwenzahn-Verlags, auch dieses Buch verzichtet auf Plastikfolie und wurde klimapositiv hergestellt.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Tervetuloa (das ist finnisch und heißt Willkommen) zu Band Vier

Das Springende Haus. Einsame Insel voraus!
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Tervetuloa (Willkommen auf finnisch) zu Band Vier oder Talofa (Hallo auf polynesisch) - wie man mit dem Einstieg unschwer erkennen kann, geht es auch im vierten (und leider letzten) Band mit dem springenden ...

Tervetuloa (Willkommen auf finnisch) zu Band Vier oder Talofa (Hallo auf polynesisch) - wie man mit dem Einstieg unschwer erkennen kann, geht es auch im vierten (und leider letzten) Band mit dem springenden Haus wieder weit in die Welt hinaus.


Dieses Abenteuer ist richtig, richtig spannend. Opa Widu hat den Kindern vor seiner Abreise wieder ein richtig schweres Rätsel aufgegeben, das sie unbedingt lösen müssen, denn sie brauchen ihre Großeltern ganz dringend. Das springende Haus verliert immer mehr an Akku-Kapazität und ohne Oma und Opa sind sie aufgeschmissen.
Zu alle dem schnüffelt die neugierige Nachbarin natürlich wieder ständig herum....

Die Reihe um das springende Haus ist die perfekte Abenteuergeschichte für junge Leser*innen (vorlesen geht natürlich auch prima).
Das Buch ist geheimnisvoll, voller Phantasie (wer hätte nicht auch gerne so ein hüpfendes Haus?), mit lustigen Haustieren und schön spannend. Gleichzeitig kann man in fremde Länder reisen und von Brötchen mit Birpfelmarmelade träumen...

Sehr stimmige Illustrationen machen das Buch dann auch noch optisch zu einem Genuss. Nick, Lonni, die Haustiere und alle anderen Familienmitglieder sind uns inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Wir empfehlen die Reihe allen Entdeckerkindern ab sechs Jahren.

Veröffentlicht am 01.11.2019

Genug von langweiligen Adventskalendern? Kathrinchen ist die Lösung

Kathrinchen Zimtstern und der Nussknackerdetektiv
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Kathrinchen Zimtstern ist ein kleines vorwitziges und mutiges Engelchen aus dem Erzgebirge. Zusammen mit ihren Freunden, dem alten Räuchermann Arthur und dem jungen Nussknackersoldaten Johann von Knatterburg ...

Kathrinchen Zimtstern ist ein kleines vorwitziges und mutiges Engelchen aus dem Erzgebirge. Zusammen mit ihren Freunden, dem alten Räuchermann Arthur und dem jungen Nussknackersoldaten Johann von Knatterburg erlebt sie ein echtes Weihnachtsabenteuer.

Das Buch ist ein Adventskalenderbuch - d.h. es besteht aus 24 Kapiteln und stimmt richtig schön auf Weihnachten ein.
Es beginnt gleich mit einem Ausflug auf einen erzgebirgischen Marktplatz und auch das Wichteldorf, in dem es naturgemäß um die Jahreszeit etwas hektischer zugeht, darf nicht fehlen.
Schön ist auch, dass man Einblick in die Erzgebirgshistorie bekommt, am Rande erfährt man beispielsweise, wie die Weihnachtspyramiden entstanden sind.
Lustig auch die wohldosierten sächsischen O-Töne, für Nichtsachsen damit gleich noch ein kleines Rätsel inklusive.

Das Buch ist einfach herzerwärmend, mit ganz vielen liebevollen Details (beispielsweise zeigen nummerierte Zimtsterne immer das jeweilige Kapitel an) und sehr hochwertig hergestellt. Damit es nicht gar zu beschaulich wird, gibt es viele Abenteuer zu bestehen. Der Weihnachtsmann wurde entführt, böse Stinke-Trolle kreuzen den Weg und was spielt eigentlich der Verwaltungswichtel Helge Hektikmacher für eine Rolle?

Für alle, die eine Alternative zu den üblichen Adventskalendern suchen oder Adventsstimmung vermissen -> Kathrinchen ist eine prima Wahl!