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Veröffentlicht am 12.03.2026

Super ideen, teils nicht ganz ausgereift

Starminster - Stadt in den Wolken
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Starminster hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich gleichzeitig teils das Gefühl hatte, dass es etwas zu viel wollte. So werden durchaus Komplexe Themen zu Moral aufgegriffen, die dann aber teils ...

Starminster hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich gleichzeitig teils das Gefühl hatte, dass es etwas zu viel wollte. So werden durchaus Komplexe Themen zu Moral aufgegriffen, die dann aber teils recht schnell einfach aufgelöst werden, oder den Lesenden ein wenig hängen lassen, und ich kann aktuell gar nicht einschätzen, ob ich das Buch für Kinder an der Stelle so geeignet fände. Hängt vermutlich stark vom Kind ab.
Ich habe aber eindeutig gemerkt, dass sich bei der Geschichte viel Mühe gegeben wird, es werden auch viele Themen aufgegriffen (wie Gleichberechtigung und Ungleichbehandlung, Ausschluss, Diskriminierung von Minderheiten, und selbst solche Themen wie dass Städte nicht immer für alle Personen gleich zugänglich gemacht sind), was ich persönlich einerseits richtig cool fand, andererseits hatte ich in einem so kurzen Buch aber auch teils das Gefühl, dass das dem ganzen gar nicht gerecht werden kann.

Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen, sie war zwar recht simpel und schnell zu durchschauen aber nicht so geschrieben, als würde man davon ausgehen, dass die Lesenden gar nicht begreifen, die Figuren waren großteils liebenswürdig (auch wenn ich mir hier manchmal etwas mehr Differenziertheit gewünscht hätte, statt nur so nebenbei) und das einzige, was mir tatsächlich grundsätzlich nicht gefallen hat war der Umgang von Astrids Kindheit in Gefangenschaft. Also das Buch benennt es zwar durchaus als solches, aber scheint es nicht so zu behandeln? Das Kind hat Jahre in einem Schuppen eingesperrt gelebt, und jetzt soll ich mir sagen lassen, dass das keine bleibenden Schäden hinterlassen hat? Da hätte es mir wirklich so 100 Seiten mehr an Aufarbeitung geben müssen, und fand ich für die Kürze dieses Buches ein wirklich sehr schweres Thema. Besonders die "Auflösung" und "Begründung" dazu am Ende ist einfach ... nein. Ich verstehe, dass Astrid das Kind ihrer Mutter ist, aber als pädagogische Fachkraft: das ist Kindeswohlgefährdung auf höchstem Niveau, und irgendwer muss sie da bitte rausholen. (Okay, ist ja mit dem Buch auch passiert, aber halt mehr als das, finde ich.)

Was aber nichts daran ändert, dass das Buch mir großteils sehr gefallen hat, und ich auch gespannt bin, was da noch kommen wird, und vielleicht habe ich ja sogar Glück, und wir kriegen noch ein bisschen mehr was zu den Problemen, die Astrid hat? Ich glaube zwar nicht zwingend dran, aber bei so vielen ernsten Themen im Buch hätte ich trotzdem irgendwie die Hoffnung, dass auch das noch etwas mehr aufgegriffen wird, als das bisher der Fall war.

Alles in allem durchaus unterhaltsam, und eine spannende Welt mit guten Ideen, eventuell aber nicht ganz ab 11 geeignet, und ein wenig mehr Auseinandersetzung und differenzierte Auseinandersetzung mit ernsten Themen, wenn man sie denn schon einbringt, wäre wünschenswert gewesen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Absolut empfehlenswert, aber hätte gerne länger sein dürfen

Heartbreak Hotel
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Die Idee von einem Hotel außerhalb der Zeit, in dem Leute ihre Probleme verarbeiten können, bevor sie wieder in ihr Leben eintauchen, finde ich ich eine wirklich tolle, und diese Graphic Novel hat das ...

Die Idee von einem Hotel außerhalb der Zeit, in dem Leute ihre Probleme verarbeiten können, bevor sie wieder in ihr Leben eintauchen, finde ich ich eine wirklich tolle, und diese Graphic Novel hat das in meinen Augen echt schön umgesetzt. Wie mit verschiedenen Farben gearbeitet wurde, um unterschiedliche Stimmungen oder Momente zu verdeutlichen, und dass die Zeit in der Hotel hauptsächlich einfarbig war, weil Trauer eben dafür sorgt, dass Dinge trister sind, hat mir richtig gut gefallen.

Ebenso das Design der Figuren (Cäsar und die Raupe sind das niedlichste was ich je gesehen habe!), und die einzelnen Geschichten. Gerade mit Maya verbringen wir dabei sehr viel Zeit und können ihre Gedanken daher besonders gut nachvollziehen, aber auch die anderen Geschichten fand ich absolut stimmig. Besonders die letzte hat dann plötzlich doch noch mal diese andere Perspektive aufgezeigt, von der auch vorher schon mal im Buch gesprochen wird.

Aber so gut ich die Geschichten auch fand, so sehr kamen sie mir doch auch alle etwas zu kurz. Natürlich lässt sich in einem so kurzen Buch (und noch dazu Graphic Novel!) nicht total viel unterbringen, was ich auch verstehe, aber trotzdem hätte es ein wenig mehr sein müssen. Bei Fiona kam mir die Geschichte insgesamt zu kurz, die Auflösung kam mir auch zu schnell und zu einfach, und das Ende war zwar schön, aber ich hätte mir einfach sehr gewünscht, noch ein klein wenig mehr Zeit mit den einzelnen Figuren zu verbringen, um doch ein wenig mehr die Auswirkungen zu sehen.

Insgesamt gab es wirklich nichts, was ich unpassend für die Geschichte fand (bzw. nichts, was dann nicht auch wieder aufgegriffen wurde), aber so passend die Dinge auch waren, hätte es für mich dennoch ein wenig mehr Konflikt sein können bzw. etwas mehr Spannung innerhalb der vorhandenen Konflikte, die dann nicht sofort wieder verschwindet.

Trotzdem ein ganz tolles Buch, und auch sehr emotional, ich will nicht lügen. Habe auf jeden Fall die ein oder andere Träne vergossen zum Ende hin.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Leider viel verschenktes Potenzial

To Cage a Wild Bird
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Leider hat dieses Buch mich ganz schön kämpfen lassen. Die Sprecherin des Hörbuchs macht einen guten Job, und ganz am Anfang war ich noch invested, doch inhaltlich verliert das Buch danach für mich ganz ...

Leider hat dieses Buch mich ganz schön kämpfen lassen. Die Sprecherin des Hörbuchs macht einen guten Job, und ganz am Anfang war ich noch invested, doch inhaltlich verliert das Buch danach für mich ganz schnell an wert, sodass ich selbst mit Hörbuch immer nur ganz wenig am Stück hören/lesen konnte, weil mich die Geschichte einfach frustriert hat.
Ich meine, komm schon, Hauptfigur hat einen Bruder, der sie wie Dreck behandelt, für den sie aber ihr Leben geben würde? Wirklich? Hätte er nicht wenigstens einmal nett sein können, bevor dann rauskommt, dass das alles nur ein Missverständnis ist? Wie kommt es, das sie ihn an keiner Stelle irgendwie auch doof findet, während er so zu ihr ist?
Aber auch wenn ich der Meinung war, sie hätte ihn einfach verrotten lassen sollen, finde ich dass das als Anfang für eine Geschichte gut gewählt war. Hatte zwar auch das Gefühl, dass die Hauptfigur da ein wenig mehr Fragen hätte stellen können (sie weigert sich, was zu machen, und plötzlich ist ihr Bruder im Knast und die Leute helfen ihr nur, ihn wiederzukriegen, wenn sie die Sache macht? Seems very convenient to me), aber an sich gute Idee.
Leider geht es danach dann ganz schnell Bergab, denn wo ich auch auf Intrigen gehofft hatte, und wirkliche zwischenmenschliche Konflikte zwischen den Insassen, die Hauptfigur ins Gefängnis gebracht hat, und ihr selbst erwartet habe, gab es davon irgendwie ... nichts. Also doch, schon, aber alles ohne wirkliche hohe Einsätze, bzw. las es sich nie, als würde es um viel gehen, und wann immer der Plot so richtig am laufen zu sein scheint, kommt plötzlich Beziehungsdrama dazwischen.
Das Ende könnte vermutlich spannend sein, aber für so ein kurzes Buch ist es mir auch zu dramatisch, weil ich mit den Figuren in der Zeit leider gar nicht warm geworden bin, und insgesamt bin ich nach dem Beenden hauptsächlich froh, dass es vorbei ist. Leider, denn ich glaube da sind wirklich richtig gute Ideen im Buch, nur das Setting hätte in meinen Augen wirklich stärker sein müssen, ebenso wie die Interaktionen der Figuren mit eben diesem Setting.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein wirklich unglaublich ansprechend gestaltetes Buch!

Verborgene Fabelwesen der Meere
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Dieses Buch ist wirklich von Anfang an einfach nur so, dass man es lesen möchte, in meinen Augen. Das Cover ist toll, die Idee dahinter gefällt mir, und die Illustrationen und "Fotos" im Buch sind ebenfalls ...

Dieses Buch ist wirklich von Anfang an einfach nur so, dass man es lesen möchte, in meinen Augen. Das Cover ist toll, die Idee dahinter gefällt mir, und die Illustrationen und "Fotos" im Buch sind ebenfalls einfach fantastisch. Ich könnte mir die Seiten wirklich ewig angucken.
Außerdem gemischt mit einer spannenden Geschichte, die mir zwar teils ein paar Fragen/Logiklücken aufwirft (gefangen genommen aber Buch ist dabei/wird nicht abgenommen?), insgesamt aber einfach nur super mitzuverfolgen ist, und ich habe die einzelnen Figuren wirklich gerne begleitet.
Leider habe ich (freundlicherweise) durch NetGalley das ebook erhalten, und muss auch sagen, dass ich glaube, dass ein ebook nicht das richtige Medium für so eine Geschichte ist. Ich bin absolut bereit (und werde vermutlich auch), mir das physische Buch zu kaufen, und Geschichte und Aufmachung kann man natürlich auch in digitaler Form genießen, aber ich glaube, gerade dieses digitale hat einiges von dem weggenommen, was ein physisches Buch hätte geben können. Irgendwie fiel es mir da teils schwer, mich auf die Inhalte einzulassen, wenn ich nichts "echtes" in der Hand gehalten habe.
Ebenfalls sind einige Schriftarten in meinen Augen nicht ideal gewählt und ich habe eine weile zum Entziffern gebraucht, ich habe aber auch hier das Gefühl, dass das Digitale es schwieriger gemacht hat.
Insofern: Als physisches Buch glaube ich wirklich großartig, als ebook leider ab und an ein paar schwächen. Spannend war es aber trotzdem in beiden Varianten, und ich bin echt froh, dass ich es lesen durfte!

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Super unterhaltsam mit viel Spannung

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Das Buch hat mich aufgrund des Covers und der Leseprobe sofort angesprochen, weil es sich so schön weglesen ließ, und leider hat es dann trotzdem Monate gedauert, bis ich es durch hatte, weil einfach mein ...

Das Buch hat mich aufgrund des Covers und der Leseprobe sofort angesprochen, weil es sich so schön weglesen ließ, und leider hat es dann trotzdem Monate gedauert, bis ich es durch hatte, weil einfach mein echtes Leben dazwischen kam.
Aber nun habe ich es endlich geschafft, und zu großen Teilen konnte das Buch mich tatsächlich überzeugen.
Ich muss sagen, ich habe das Buch hauptsächlich aufgrund der Leseprobe lesen wollen, einfach weil Chaos genau mein Humor ist (und wenn Livs Leben eins ist, dann absolut chaotisch), und darüber hinaus tatsächlich nicht Klappentext oder ähnliches zu Rate gezogen. Was dann dafür gesorgt hat, dass meine Erwartungen doch stark gesunken sind, als ich den Klappentext doch mal gelesen habe, einfach weil es für mich plötzlich wie eine "typische" Romantasy-Sache klang, mit ganz viel Drama ... aber dann hat mich das Buch doch wieder komplett positiv überrascht, denn so klischeehaft einige der Handlungen und Szenen auch sind (und ich gebe zu, es gab so einige Momente, bei denen ich das Gefühl hatte, dass es was war, was ich so schon so oft gesehen habe), so sehr überrascht die Autorin in anderen Momenten dann doch damit, die Dinge ganz anders anzugehen.
Vom Ton her hätte es mich irgendwie gar nicht überrascht, mit einer Hauptfigur leben zu müssen, die total unsicher ist und nicht weiß, was sie tut oder will, und die dann auch noch ständig rot wird oder so, aber stattdessen ist Liv einfach nur dabei, zu machen, was auch immer sie will, und das ohne schlechte Gefühle. Typ ist heiß? Sie flirtet. Typ ist nervös? Sie lässt ihn fast verhaften, um ihn abzulenken. Typ stellt sich als irgendein Medien-Magnet heraus? Liv nutzt die Gelegenheit für Eigenwerbung, weil wenn sie schon mal da ist ... gut, zugegeben, nicht alles davon ist nur Liv, der Typ ist eindeutig auch echt hilfreich dabei, sie bei ihren Zielen zu unterstützen, aber ich habe wirklich ewig keinen weiblichen Charakter mehr gelesen, der einfach macht, was er will.
Und im Gegenzug dazu haben wir einen sehr zuvorkommenden Love Interest, der Liv zweifellos ständig aufziehen könnte und sehr viel mehr weiß, als sie, und was macht er? Lässt sich von ihr Vorträge darüber halten, warum Dinge, von denen er weiß, dass es sie gibt, unmöglich existieren können, und stimmt ihr einfach zu. Mindestens genauso angenehme Abwechslung zum "Bad Boy" Charakter, wie Liv zu den gefühlt unendlich anderen weiblichen Hauptfiguren.

Das gesagt war mir die Romanze leider dennoch viel zu schnell, weil so lange kennen die Figuren sich echt nicht, dass da so schnell irgendwie Gefühle aufkommen sollten (jedenfalls meiner Meinung nach), und viele Figuren waren auch recht einseitig. Was für mich kein Problem ist, wenn es hauptsächlich um Chaos und Humor geht, nur ist es hier natürlich nicht nur Humor, sondern auch eine ganze Menge Ernst, und da war der übertriebene Charakter der Figuren manchmal doch eher fehl am Platz, meiner Meinung nach. Auch rutschte das Buch mit fortschreitender Seitenzahl für mich leider doch wieder mehr in Richtung Tropes oder Klischees ab, die da nicht ganz so oft mit neuen twists versehen wurden, oder so kam es mir vor.

Das ändert aber nichts daran, dass der Plot zum Beispiel von Anfang an echt spannend ist, der Aufbau mir auch gut gefallen hat, und ich auch wirklich gerne weiterlesen möchte und es vermutlich auch tun werde. Liv ist mir schon ans Herz gewachsen, ebenso wie die anderen Figuren, und wie der Plot sich aufklärt möchte ich auf jeden Fall auch wissen.
Insgesamt hätte es für mich etwas mehr Plot sein dürfen, und etwas weniger Lust, aber gleichzeitig ist im Setting des Buches auch super erklärt, warum die Dinge so sind, wie sie sind, und der Plot ist durchgängig eine tragende Rolle, und während Liv im echten Leben glaube ich echt nervig wäre (und mir ihrer Art teils auch ziemlich rücksichtslos), finde ich sie im Buch als Hauptfigur ziemlich sympathisch und freue mich auf mehr von ihr!

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