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Merkurina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2025

Für mich enttäuschend

Dein Körper glaubt dir alles
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Ich muss gestehen, dass ich in dem Buch nicht soviel gefunden habe, was der Titel nicht ohnehin schon enthält.
Das Wissen über Placebo- und Nocebo-Effekte wird in einigen Varianten durchgespielt und hin ...

Ich muss gestehen, dass ich in dem Buch nicht soviel gefunden habe, was der Titel nicht ohnehin schon enthält.
Das Wissen über Placebo- und Nocebo-Effekte wird in einigen Varianten durchgespielt und hin und wieder hatte ich einen kleinen Aha-Effekt. Aber im Grunde hat mich das Buch doch eher gelangweilt.
Ich hatte etwas anderes erwartet: Mehr über neurologische Effekte zum Beispiel, die man sich auch als Selbstheilungskraft zunutze machen kann. Mehr komplexe Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Körper und Geist, Leib und Seele. Meine Neugierde wurde nur wenig befriedigt.
Stattdessen widmet sich das Buch sehr dem Verhältnis zwischen Ärzten und Ärztinnen und deren Patient:innen. Das kann ich nur sehr begrüßen und es leuchtet mir ein. Ich wünsche mir viele Behandler:innen, die die hier geschilderten Zusammenhänge ernst nehmen.
Als Nicht-Ärztin hatte ich eher das Gefühl, dass ich doch stark von der Befähigung und Empathie, so zu kommunizieren, dass es Heilung befördert, abhängig bin. Meine eigene Befähigung ein Placebo für mich zu sein, zu denken und zu übermitteln, kommt im Buch kaum vor.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Thematisch sehr detailverliebt

Ich träumte von einer Bestie
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Ein wirklich wunderschönes Cover, von dem ich aber nicht ganz sagen kann, ob es zur Handlung passt. Zu einer Datenforensikerin, die sich in der digitalen Welt tummelt, sicher nicht. Zur märchenhaften Welt ...

Ein wirklich wunderschönes Cover, von dem ich aber nicht ganz sagen kann, ob es zur Handlung passt. Zu einer Datenforensikerin, die sich in der digitalen Welt tummelt, sicher nicht. Zur märchenhaften Welt schon eher, für deren viele gruseligen Aspekte scheint es mir aber etwas zu lieblich-blumig ästhetisierend.

In der Erzählhandlung hat mich der Anfang, Fleurs Arbeit in den dunklen Tiefen des Internets schildernd, sehr gefangen genommen. Mein thematisches Interesse ebbte allerdings streckenweise in der französischen Legendenwelt, rund um Wölfe, Jäger, Waffen und alte Dokumente etwas ab. Das ist schon sehr speziell und zieht sich.

Der Stil dieses Buches erinnert mich an Bücher von Karin Kalisa, Radio Activity oder Fischers Frau etwa. Beide Autorinnen recherchieren einigermaßen spezielle Themen bis in alle möglichen Details und verarbeiten den Stoff in einer aktuellen Romanhandlung. Dabei finde ich den Erzählstil von Nina Blazon sehr flüssig, flüssiger als den von Karin Kalisa. Dennoch verliert sich das Buch meines Erachtens streckenweise in die Details der Legendenrecherche. Da muss einem das Thema dann schon sehr zusagen, damit die Lektüre ein hundertprozentiges Vergnügen ist.

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