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Veröffentlicht am 17.10.2025

Schmerzlich nah an der Realität

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"Diese Mutter beschützt ihr Kind vor den Blicken zweier Menschen. Wieso haben meine Eltern mich nicht auch beschützt? Wieso dachte ich als Kind, sie tun das alles, weil sie mich lieben, nur um mich dann ...

"Diese Mutter beschützt ihr Kind vor den Blicken zweier Menschen. Wieso haben meine Eltern mich nicht auch beschützt? Wieso dachte ich als Kind, sie tun das alles, weil sie mich lieben, nur um mich dann wieder und wieder dieser Welt auszuliefern. Wieso haben sie mich nicht abgeschirmt?"

Einfach nur wow. Dieses Buch... sollten alle lesen. Ich bin mir sicher, dass Geschichten wie die von Sherry uns in der Realität bald vermehrt erreichen werden. So viele Menschen posten ihre Kinder einfach im Internet und denen scheint nicht bewusst zu sein, welche Gefahren damit einhergehen. Alle Szenen aus der Vergangenheit, in denen Sherry ihren Alltag und ihre Präsenz auf dem Familien-Kanal beschreibt, sind SO unfassbar schmerzhaft und haben mich richtig sauer gemacht. Die Mutter heißt übrigens Merle - so wie ich - und vielleicht waren die Aggressionen gegenüber meinem Namenszwilling dadurch noch stärker. Puh.

Zum Glück kommt Sherry an einen neuen Ort, der voller Found Family und neuen Möglichkeiten ist. Eine Zeit, in der Sherry sich ihren Ängsten stellen muss und rausfinden darf, wer sie selbst sein will und wie viel sie mit anderen Menschen teilen will.

Eine absolute Leseempfehlung <3.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Fiktive Frauen an der Macht zur Zeiten der Bonner Republik

Die Frau der Stunde
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Vielen Dank an Vorablesen und den Droemer Knaur Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Von der Autorin hatte ich schon länger das ...

Vielen Dank an Vorablesen und den Droemer Knaur Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Von der Autorin hatte ich schon länger das Sachbuch „Die Ersten ihrer Art“ auf der Leseliste. In ihrem neuen Roman „Die Frau der Stunde“ wagt Heike Specht sich an das Thema Frauen in leitenden politischen Ämtern heran. Was wäre, wenn Ende der 1970er Jahre eine Frau Außenministerin der BRD geworden wäre? Fakt ist, dass Frauen immer noch in der Politik unterrepräsentiert sind. Deutschland hatte von 2005 bis 2021 eine Bundeskanzlerin, von 2021 bis 2025 gab es die erste Außenministerin, auf eine Bundespräsidentin lässt sich für die Wahl 2027 vielleicht hoffen…

So arbeitet also die Autorin ein fiktives Thema auf, welches hoch aktuell bleibt. Sie nimmt die realen Politikstrukturen und bettet dort von ihr kreierte Politiker*innen und Personen ein. Bei manchen lassen sich reale Vorbilder besser erahnen als andere, aber es bleibt immer genug Interpretationsspielraum, da z.B. auch Parteinamen nie konkret genannt werden – stattdessen gibt es Liberale, Konservative und Sozialdemokraten.

In dem Buch begleiten wir also die erste Außenministerin der BRD, Catharina, und ihre Realität als Frau in der nationalen und internationalen Politik. Gleichzeitig spielen noch ihre beiden Freudinnen Suzanne (eine Journalistin) und Azadeh (eine Dokumentarfilmerin) eine große Rolle, durch die auch das Thema Iran und vor allem die dortigen Frauenrechte Teil der Handlung werden.

Ich bin ehrlich: es hat schon sehr lange gedauert, bis mich das Buch wirklich gepackt hat und ich weiterlesen wollte. Dadurch, dass alle Charaktere erfunden waren, habe ich im Politikwusel irgendwann den Durchblick verloren und konnte dem Teil der Handlung schwer folgen. Es ist wirklich schon sehr politisch – und das sage ich als Person, die ein Studiengang mit Politikschwerpunkt studiert hat und sich besonders mit Frauen in der Politik beschäftigt hat.

Ich persönlich hatte mir erhofft, mehr über Catharina als Person zu erfahren, ihr Alltag im Amt, ihre Wahrnehmung und ihre inneren Konflikte – stattdessen ging es um die Konflikte innerhalb der deutschen Politik und der Außenbeziehungen. Das übergeordnete Ziel des Buches war mir nicht so klar, und so hat mir auch Spannung gefehlt. Für mich muss ein Buch entweder eine spannende Handlung haben, der ich folgen will, oder eine Charakterentwicklung muss im Vordergrund stehen (plot vs. character driven) – und hier war beides nicht klar fokussiert.

Was ich aber gut fand, war die Darstellung der Realität von Frauen in der Politik zur Zeit der Bonner Republik. Es ist sehr treffend dargestellt, wenn Catharina als „Frau Minister“ angeredet wird, oder sie öffentliche (sexistische) Anfeindungen im Parlament erlebt. Wer sich für genau diese Realität interessiert, dem empfehle ich an dieser Stelle das Buch „In der Männer-Republik“ von Torsten Körner, sowie den dazugehörigen Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“, da wird das Thema sehr eindrücklich behandelt.

Auch gut finde ich, wie Cover und Titel zum Inhalt des Buches passen – über Catharina wird ein Artikel geschrieben, der eben jenen Titel „Die Frau der Stunde“ trägt, und das dazu beschriebene Foto zeigt sie in der Pose, die auch die Frau vom Cover einnimmt.

Insgesamt hatte dieses Buch ein super spannendes Konzept und einige gute Szenen, aber insgesamt bin ich etwas unbefriedigt. Die ganze Zeit wartet man auf einen Knall in der Handlung, irgendwas das raussticht, aber die Geschichte erzählt sich eher etwas nebenher und legt den Fokus eindeutig auf Politik und internationale Beziehungen, statt auf die Protagonistin und ihre Sicht.

Außerdem hätte ich gerne noch ein Vor- bzw. Nachwort der Autorin gehabt, welches die Geschichte kontextualisiert und indem Heike Specht uns an ihren Gedanken teilhaben lässt, warum sie den Fokus der Geschichte so gelegt hat, wie er nun ist.

Insgesamt komme ich auf 3 Sterne bei dem Buch und hoffe, dass mich das Sachbuch der Autorin mehr überzeugen kann als ihr Roman.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

unfassbar schön geschriebenes Debüt

Bestie
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Vielen Dank an Vorablesen und den pola Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Vorab: ich verfolge Joana schon sehr lange auf ihrer ...

Vielen Dank an Vorablesen und den pola Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Vorab: ich verfolge Joana schon sehr lange auf ihrer Reise zum Autorinnensein, und habe sie auch ein, zwei Mal auf Events persönlich getroffen. Ich schätze sie als Person wirklich sehr und habe mich einfach riesig gefreut, dass sie mit ihrem Debüt Bestie sich so einen großen Traum erfüllen kann. Ich versuche in meiner Rezension trotzdem, meine Meinung objektiv zu halten 😊.

„Manchmal wünschte ich, die Welt stünde Kopf, sodass ich aus ihr herausfallen könnte.“

Dieses Buch behandelt die ungleiche Beziehung zwischen Anouk und Delia/Lilly. Die beiden kommen in einer Wohngemeinschaft zusammen, und es wirkt, als könnten sie Freundinnen werden. Doch beide sind nicht ganz ehrlich und haben Hintergedanken. Delia gibt sich als erfolgreiche Autorin Lilly aus, die sich durch Anouks erfolgreiches Influencerdasein Kontakte erhofft. Und Anouk denkt, dass „Lilly“ einen berühmten Vater hat, der ihr helfen kann, ihren Traum von der Journalistenschule näher zu kommen. Die beiden Protagonistinnen sind sehr spannend, authentisch, vielschichtig und überzeugen mich in ihrer unperfekten Art mit Ecken und Kanten.

„Ich bin gern im Wasser, weil ich finde, dass man sich nirgends so gut vergisst.“

Ich habe selten ein Buch gelesen, was so toll geschrieben ist. Der Schreibstil von Joana ist gefühlvoll, poetisch, klug. Ich habe mir so viele Szenen markiert, die mir gefallen haben. Meine liebste Szene – und das klingt jetzt sicher absurd – ist die, in der Delia und Anouk in Kapitel 9 schwimmen sind. Diese Passage, als „Lilly“ durchs Becken schwimmt, fühle ich mich so verstanden, als würde Joana in meinen Kopf gucken können. Ich bin früher super viel geschwommen und habe es in diesem Sommer für mich wiederentdeckt, und da hat mich diese Szene einfach sehr berührt.
Generell gab es aber immer wieder Momente, wo so kluge Dinge standen; über das Frau-sein, über Träume, über Selbstbewusstsein.

„Als die Morgensonne ihre ersten Strahlen über das alte Parkett gießt, stehe ich an der Schwelle zum Traum und habe zum ersten Mal nicht das Bedürfnis, in ein anderes Leben einzutreten. Es reicht, von meinem eigenen zu Träumen.“

Zwischendrin geht es auch sehr viel ums Theater, und es ist sehr passend, dass das Buch in verschiedene Akte unterteilt ist sowie ein paar Interluden, die wie ein Theaterskript aufgebaut sind. Außerdem spielt das Stück „Die Möwe“ von Tschechow eine große Rolle in dem Buch, und man merkt, welche Bedeutung dieses Theaterstück für Joana hat. Ich bin ehrlich: ich kenne das Stück jetzt nicht, ich habe manche der Anspielungen und die Interludes nicht zu 100% verstanden – aber ich glaube es ging auch mehr um die Atmosphäre, und das war für mich stimmig. Weiterhin geht es natürlich viel um die Welt der Influencer und Selbstdarstellung, und dieses Themengebiet fand ich ebenfalls authentisch – erschreckend falsch – dargestellt. Manche Szenen gingen für mich schon fast in Richtung magischem Realismus, z.B. die mit dem Hund Grendel. Das wird nicht so richtig aufgeklärt, aber für mich passt dieses Zweideutige zum gesamten Ton des Buches. I mean, schon der Titel ist ein zweideutiges Wortspiel!

Ich glaube, der einzige Punkt, an dem ich mir noch etwas mehr gewünscht habe, war die Handlung. So hätte mich die Hintergrundgeschichte von Delia, die eher am Rand behandelt wird, sehr interessiert, während ich mir eher weniger von der Liebesgeschichte gelesen hätte.
Ich persönlich habe beim Lesen auch gedacht, dass es a) eine queere Liebesgeschichte wird oder b) Delia in eine leichte psychopathische Richtung geht und vollständig abdreht – hätte beides zur Atmosphäre der ersten Hälfte gepasst :D. Joana entscheidet sich für eine andere Richtung, die etwas in eine metaphorische Richtung geht, und mich am Ende mit ein paar Fragezeichen zurückgelassen hat, weil ich es etwas plötzlich und überraschend aufgelöst fand. Vielleicht muss ich das Buch auch nochmal lesen, und das Ende sacken lassen, um es besser zu verstehen.

Fazit: mit ihrem Debütroman zeigt Joana ihre Fähigkeiten als Schriftstellerin. Besonders ihr Schreibstil, als auch ihre Art, Charaktere und Orte zu erschaffen und zu beschreiben, sind mir sehr positiv aufgefallen. Sie nimmt Themen mit in ihre Bücher auf, die authentisch sind und zum Zahn der Zeit passen, ohne zu popkulturell aufgeladen zu sein. Handlungstechnisch hätte ich mir etwas mehr Wumms gewünscht. Aber: wenn ein Debüt schon so gut ist… dann ist die Welt nicht bereit für zukünftige Romane der Autorin, die können nur großartig werden.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Aller guten Dinge sind drei... oder nicht?

Erebos 3
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Danke an NetGalley und den Loewe Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.
Den ersten Teil der Reihe habe ich vor mittlerweile 10 ...

Danke an NetGalley und den Loewe Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.
Den ersten Teil der Reihe habe ich vor mittlerweile 10 Jahren zum ersten Mal gelesen und GELIEBT. Dieses Buch… hat für mich so viele neue Maßstäbe für mein Leseverhalten gesetzt. Dementsprechend gefreut habe ich mich 2019/2020 auf den 2. Band der Reihe, der eine gute Fortsetzung war, und das ganze Thema der Gefahren von einer omnipräsenten Technologie weiter ausgearbeitet hat.
Jetzt sind wir hier: 2025, und Ursula Poznanski hat einen dritten Teil ihrer Bestseller-Reihe rund um das Computerspiel Erebos rausgebracht. Natürlich will ich das lesen, hallo? Aber ich gucke auch kritisch auf das Buch. Denn: braucht es diese Fortsetzung? Was kann die Autorin Neues beitragen zu der Welt, was nicht schon in Band 1 und 2 vorkam?

Wir starten direkt rein mit Nick, unserem Protagonisten der vorherigen Bände. Er baut sich ein Leben als Fotograf auf, verbringt viel Zeit mit Freunden – und denkt eigentlich nicht mehr an Erebos.

Ich bin ehrlich: mir hätte ein kurzes „was bisher geschah“ echt gut getan; da ich gar nicht mehr genau sagen kann, was in Band 1 und 2 jeweils passiert ist – mein Lesen der Bücher ist ja schon 5 bzw. 10 Jahre her. So kann ich gar nicht mit 100% Richtigkeit sagen, welche Charaktere man schon aus vorherigen Bänden kennt und wie genau die zu Erebos gekommen sind.

Generell gibt es in diesem Buch sehr viele Charaktere, denn Erebos hat eine neue Funktion: Horden, bzw. Teams, zu denen sich Spieler zusammen sammeln müssen. Jede Horde besteht aus 11 Personen, und natürlich ist nicht nur die Horde von Nick bzw. Sarius, sondern auch verbündete und verfeindete Horden. Alle Charaktere waren gut ausgedacht, die Spielfiguren waren einzigartig genug, um sie beim Lesen auseinanderhalten zu können – aber nach dem Lesen waren die alle schon wieder raus aus meinem Kopf.

Zur Handlung. Es ist eigentlich das selbe Spiel mit Erebos wie in den vorherigen Bänden. Es gibt Missionen und Aufträge, die im echten Leben erfüllt werden müssen, die von Objekten finden über Autoreifen aufstechen bis zu Körperverletzung sehr vielfältig sind und die Gefahren des Spiels verdeutlichen. Für Nick steht seine Karriere auf dem Spiel, da Erebos die Kontrolle über seinen Computer und sein Mailprogramm übernommen hat. Als angehender Fotograf ist er auf Aufträge und Rezensionen angewiesen, und Erebos kann ihn dabei unterstützen, wenn er sich fügt – oder einen Shitstorm gegen ihn lostreten.

Also macht Nick mit und begibt sich wieder in das Spiel, trommelt seine Horde zusammen und löst die Rätsel. Denn ihm ist klar: es geht auch um ein Geheimnis im echten Leben. Er vermutet, das es irgendwas mit dem Verschwinden von einem Mädchen zu tun hat… aber so richtig sind ihm die Zusammenhänge nicht klar.

Im Laufe des Buches wird also gespielt und gerätselt. Es ist zwar spannend und ich mag die Spielwelt von Erebos, aber gleichzeitig habe ich wenig neues an dem Buch gefunden, was so den großen Reiz für mich ausgemacht hätte.
Das große Rätsel in der echten Welt war spannend, irgendwann ist auch bei mir der Groschen gefallen und ich hatte einen Aha-Moment – das war richtig cool, und danach wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Aber als dann der Showdown im Real Life wirklich passiert ist… ich weiß nicht, dass war dann doch etwas abgespaced und so richtig verstanden, warum genau Erebos dafür zurückgekommen ist, habe ich bis zum Ende nicht.

Fazit: es ist ein spannendes Buch, man kanns auf jeden Fall lesen, ich bin gut unterhalten worden. Aber man sollte es wirklich nur lesen, wenn man auch die vorherigen Bände richtig gerne mochte & wenn es für einen okay ist, dass hier keine großartig neuen Sachen passieren. Den ersten Band von Erebos werde ich für immer uneingeschränkt überall empfehlen, aber bei Band 2 – und vor allem 3 – würde ich sagen: müsst ihr selber entscheiden.
Von mir gibt’s 3.5 Sterne und ich hoffe irgendwie immer noch, dass es Erebos mal als Testversion zum Spielen gibt. Aber nur das Spiel an sich und nicht diese allesübergreifende gefährliche Präsenz von der Software bitte, danke.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Würdiger Abschluss der Reihe

Thrones and Curses - Zur Königin erwählt
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2025 steht bei mir unter dem Motto Reihen beenden📚

Hinter Caraval, Belladonna und Strange the Dreamer konnte ich bereits Haken setzen, und die Folgebände von Der verwunschene Fluss und What the River ...

2025 steht bei mir unter dem Motto Reihen beenden📚

Hinter Caraval, Belladonna und Strange the Dreamer konnte ich bereits Haken setzen, und die Folgebände von Der verwunschene Fluss und What the River Knows warten nur darauf, angefangen zu werden. Auch die Thrones & Curses Reihe (engl. Castles in Their Bones) habe ich endlich abschließen können. Danke an dieser Stelle an Penguin Random House und cbj Jugendbücher für das Rezensionsexemplar! 💫

Worum geht es? In der Reihe begleiten wir die Drillinge Sophronia, Daphne und Beatriz, deren Leben als Töchter der Kaiserin von Bessemia vom Tag ihrer Geburt vorherbestimmt sind. Kurz nach ihrem 16. Geburtstag sollen sie die Prinzen der Nachbarländer heiraten – mit einem geheimen Ziel: die dortigen Monarchien stürzen. Allerdings kommen immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht – wem können die Schwestern noch trauen?

Es ist eine düstere Fantasy-Geschichte, die sich eher langsam entwickelt. Es gibt vier sehr unterschiedliche Königreiche, deren Aufbau mich in Band 1 noch erschlagen hat – mittlerweile kann ich es wertschätzen. Sternenmagie kommt eher selten vor, dafür überraschen einen die Charaktere mit geschickt eingefädelten Intrigen.

Nun konkret zu Band 3 – Zur Königin erwählt. Ich hätte mir für das Finale mehr Action gewünscht. Erst ab der 2. Hälfte des Buches nimmt die Geschichte an Fahrt auf – dann kommen auch ein paar überraschende Plottwists. Insgesamt würde ich sagen, dass es ein würdiger, wenn auch etwas „sicherer“ und kitschiger Abschluss für die gesamte Reihe war. Man hätte sicher noch mehr Bang aus dem Showdown rausholen, oder mehr Schwestern-Versöhnung auf den letzten Seiten einbauen können. Nach dem Ende von Band 1 hätte ich mir wirklich alles vorstellen können – vielleicht war meine persönliche Messlatte etwas zu hoch. 😅

Der erste Band dieser Reihe war 2024 ein absolutes Highlight für mich. Nachdem mich der 2. Band dann enttäuscht hat, konnte mich das Finale aber wieder versöhnen. Ich gebe 4 von 5 Sternen und kann die Reihe allen empfehlen, die auf Fantasy mit ausführlichem Worldbuilding und politischen Intrigen stehen.

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